Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 9. Nov 2011, 22:39 
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Es war nebelig. Wie jeden Tag, jede Nacht. Immer Nebel. Mal dichter, mal lockerer, aber immer Nebel. Die Feuchtigkeit kondensierte an den Pflanzen, den Gebäuden. Und allmählich senkte sich über den ohnehin schon grauen Tag nun auch die Dunkelheit der beginnenden Nacht.
Kein Mensch war mehr auf den unbefestigten Strassen zu sehen. Jeder Bewohner der trostlosen Siedlung verschwand vor dem Abend in sein Haus, verriegelte Türen und Fenster und ließ noch nicht einmal ein Tier mehr an die frische Luft.
Nur das leise Tropfen des Wassers von den Blättern des Bambuswaldes, der schon fast das kleine Dorf überwucherte, störte die ansonsten vollkommene Stille.
Plötzlich durchdrang ein unheimlicher Schrei die Stille des Bambuswaldes. Ein Schrei voll Wut und Zorn. Etwas brach durch die dicht stehenden Stämme des Waldes. Es war schnell. Und näherte sich der kleinen Siedlung, welche noch immer vom Nebel verborgen wurde.
Das wirre dunkle und lange Haar fiel dem jungen Mann in das Gesicht, verbarg eine Narbe über dem linken Auge. Die schlanke Gestalt huschte schnell wie der Wind durch den Wald. Er wusste, wenn er sich jetzt umdrehte, würde er wertvolle Zeit verlieren. Also lief er trotz der Schmerzen weiter. Er brauchte einen Unterschlupf. Und zwar schnell. Schon spürte er dass der Gewaltmarsch und auch der nun schnelle Lauf seinen Tribut fordern würden. Er ignorierte die einsetzenden Schmerzen in seinem linken Auge. Der Angreifer hatte ihn dort verletzt. Blut tropfte auf seinen Haori, das Geräusch ging in dem Rascheln der Blätter auf dem Boden unter. Hinter ihm erklang wieder dieser wütende Ruf des Gegners. Doch verbissen lief der Mann weiter.
Schließlich erreichte er den Rand der Siedlung. Mehr aus Zufall denn mit Absicht hatte er das Dorf erreicht. Er hatte nicht gewusst, dass hier Menschen lebten. Niemand hatte ihm jemals gesagt, dass es hier in diesem Wald ein Dorf gab.
Vorsichtig ging er weiter, näherte sich einer der Hütten. Und stellte fest, dass Tür und Fenster gut verriegelt waren.
Hinter ihm krachte es, Bambus brach krachend und splitternd auseinander. Der andere war ihm bereits sehr dicht auf den Fersen. Konnte er es riskieren, hier um Hilfe zu bitten? Nein. Das würde auch die Bewohner des Dorfes in Gefahr bringen. Er wandte nun doch den Kopf in die Richtung, aus der er gekommen war. Doch der Nebel verhinderte dass er sehen konnte, wie nah sein Verfolger ihm schon war.
Er lief leise weiter, immer darauf bedacht, den Hütten nicht zu nahe zu kommen und verschwand schließlich wieder im Wald, in dem der Nabel hing und ihn komplett verschluckte, als sei er nie hier gewesen.



Der Morgen war wie jeder Morgen auch in diesem versteckten Dorf. Der Nebel machte es unmöglich weiter zu sehen, als bis zu der nächsten Hausecke. Aber die Bewohner hatten gelernt, damit zu Recht zu kommen. Sie hatten früh gelernt, ihre anderen Sinne zu schulen, und sie als ihre „Augen“ zu bezeichnen.
Selbst im dichtesten Nebel gingen sie sicheren Schrittes durch den Wald. Ohne dass sie die Orientierung verloren, ohne sich zu verlaufen. Immer wussten sie, wohin sie gehen mussten, um wieder nach Hause zu finden. Der Klang des kondensierten Wassers gab ihnen Auskunft über die Pflanzen, ihre Größe, ihr Alter. Waren die Bambusstämme gesund? Waren sie krank? Gerade gewachsen oder durch einen Sturm beschädigt? Ebenso wie die verhaltenen Rufe der Vögel. Wie weit waren sie entfernt? Welcher Gattung gehörten sie an? Konnte man sie jagen?
Selbst in vollständiger Dunkelheit konnten die Frauen und Männer des Dorfes ein Ziel genau treffen.
Hiko war wie die anderen ihrer Familie bereits früh aufgestanden. Hatte die Tür aufgeschlossen, die Fenster geöffnet und genoss den neuen Morgen in vollen Zügen. Auch wenn jeder Tag Nebel mit sich brachte, so hatte sie doch gelernt, ihn zu lieben.
Die Eltern waren bereits aus dem Haus, der Vater ging wie jeden Tag zur Jagd, die Mutter hatte sich aufgemacht um mit den anderen Frauen des Dorfes in den versteckten Feldern zu arbeiten. Hiko hatte keine Geschwister. Sie stand alleine in der Hütte, zog sich den hellgrünen Yukata an und ging schließlich hinaus. Sie wollte gerne in die nahen Berge gehen, um dort nach Pilzen zu suchen. Diese konnten getrocknet werden und zu vielerlei Gerichten gereicht werden.
Sie nahm den Korb und das Messer mit, band sich noch ein Tuch um die feuerroten Haare, damit diese ihr nicht in das Gesicht hingen. Zudem verbarg sie so die ungewöhnliche Haarfarbe. Niemand in dem Dorf hatte solches Haar. Lockig viel es ihr sonst bis weit über die Schultern, fast wie ein Mantel.
Ihre grünen Augen waren ebenfalls einzigartig in dem Dorf.
Um nicht noch mehr aufzufallen, trat sie mit gesenktem Blick hinaus, lief schnellen Schrittes zum Rand des Dorfes. Ein Schatten von vielen. Schließlich verschwand sie im Nebel.
Unterwegs nahm sie seltsame Spuren wahr. Einige Bambusstämme schienen gebrochen zu sein, Blätter legen nicht wie sonst wie ein dichter Teppich auf dem Boden, sondern vielmehr schien es, als hätte etwas hier eine Spur hinein geschlurft. Als sie weiter ging nahm sie den Geruch von Blut wahr. Noch lag er ganz leicht in der Luft, aber dennoch deutlich genug, dass sie schnell die Richtung ausmachen konnte, aus der er kam. Und die seltsamen Spuren schienen in dieselbe Richtung zu führen? Hinein in die Berge.
Hiko war recht neugierig. Entgegen aller Vernunft folgte sie den Spuren und der Geruch des Blutes wurde immer stärker. Sie blieb stehen. Ein Geräusch drang zu ihr. Eines was nicht in diesen sonst so ruhigen Wald passte. Ein Stöhnen….
Hiko fasste das Messer fest an, lief nun schneller. Es schien, als sei dort hinten jemand verletzt? Vielleicht ein Jäger aus dem Dorf? Sie musste helfen.
Doch was sie dann sah, ließ das Mädchen erzittern.



Kenshin hatte sich versucht vor seinem Verfolger zu verbergen, doch schnell war ihm klar geworden, dass dieser nicht locker lassen würde. So hatte er sich noch einmal dem Kampf gestellt. Obwohl er wusste, dass er eigentlich keine Aussicht auf einen Sieg hatte. Dennoch, er musste sich dem Gegner stellen. Und schon stand er sich dem Dämon gegenüber. Demjenigen, der ausgeschickt worden war, um ihn zu töten.
Der Dämon, in der Gestalt eines großen Kriegers mit welligem braunem Haar, welches ihm sanft in das nahezu engelsgleiche Gesicht fiel, stand da. Ein Schwert in der Hand. Die Rüstung, die er trug, schimmerte rötlich und golden.
„Hast du endlich eingesehen, dass du dem Tod nicht davon laufen kannst, Mensch?“
Mit einem herablassenden und verächtlichen Lächeln stand der Dämon nun vor Kenshin, zog belustigt eine Augenbraue in die Höhe, als er die Kampfstellung des geschwächten Menschen sah.
Dieser blutete stark aus vielen Wunden, doch er wirkte entschlossen. Schwankte nicht und wich auch nicht zurück, als sich der Dämon mit erhobenem Schwert auf ihn stürzte.
Der Mensch hielt sein Katana abwehrend vor sich, parierte den harten Schlag und holte nun seinerseits schnell und gewandt aus.
Immer wieder trafen die Klingen aufeinander. Schließlich jedoch nutzte der schwächliche Mensch die mangelnde Deckung des Dämonen aus, hieb diesem in die Seite und das brechen der Knochen hallte durch den Wald. Noch einmal holte der junge Mensch aus und trennte schließlich den Kopf des Dämonen vom Rumpf.
Erschöpft sank Kenshin zu Boden, unfähig noch einmal aufzustehen, sich von dem toten Dämonen zu entfernen und sich zu verbergen. Gnädige Schwärze umfing ihn, als er in die Bewusstlosigkeit sank. Er nahm seine Schmerzen nicht mehr wahr, auch nicht die Kühle der Nacht.
Er erwachte nicht aus seiner Bewusstlosigkeit, als sich am nächsten Morgen leichten Schritte dem Kampfplatz näherten.
Hiko stand da. Ungläubig sah sie zu dem toten, kopflosen Mann, der auf dem Boden in seinem eigenen Blut lag, das Schwert noch immer in der Hand. Dann wandte sie den Blick zu dem anderen Mann. Langsam näherte sie sich ihm. Er lag auf dem Bauch, das lange Haar verbarg sein Gesicht. Behutsam drehte sie den Mann auf den Rücken. Er hatte viele Verletzungen erlitten. Sein linkes Auge war durch einen Schnitt von der Stirn bis auf die Wange hinunter verletzt. Getrocknetes Blut klebte in seinem Haar. Aber er atmete noch. Zwar flach und manchmal stockend, aber immerhin war es ein deutliches Zeichen des Lebens. Neben ihm lag ein Katana, dass seines sein musste. Ohne zu Zögern nahm sie das Schwert, ebenso dass des Toten und steckte sich beide in ihren Obi. Dann versuchte sie, den Verletzten von dem Platz des Todes weg zu ziehen. Doch das erwies sich als zu schwer für ihre leichte Gestalt. Soviel Kraft hatte sie nicht. Nachdenklich sah sie sich um. Hier konnte der Verwundete nicht bleiben. Sicher würden bald Tiere kommen, die der Spur des Blutes folgten. Sie musste den Mann weg schaffen.
Schnell huschte sie durch die Bambusstämme bis sie einige geeignete gefunden hatte. Schnell fällte sie zwei leichtere, zog sie zu dem Mann und nahm den Umhang des Toten an sich. So baute sie eine Bahre, die leicht über den Waldboden gleiten würde und es selbst ihr ermöglichen würde, den Mann weg zu bringen. Ob er es bis in das Dorf schaffen würde? Zweifelnd sah sie zu ihm hinunter. Sein Atem war noch immer flach. Er musste bewusstlos sein. Sie wusste, dass man einen Verletzten in diesem Zustand nicht weit transportieren sollte. Aber hier bleiben kam nicht in Frage. Während sie den Körper auf die Bahre bugsierte und ihn mehr rollte, als alles andere, seufzte sie leise. Sie waren in der Nähe der Berge. Und sie wusste, dass die Männer ihres Dorfes in der Nähe eine Hütte als Unterschlupf gebaut hatten, falls eine Jagd zu lange dauerte und man nicht vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause kommen konnte. Die Hütte war nicht weit entfernt.
So schnell es ihr möglich war, zog sie den verletzten Fremden nun in die Richtung der Hütte.
Es blieb ihr auch nichts anderes übrig. Wie sollte sie ihren Eltern erklären, woher der Fremde kam? Fremde waren in dem Dorf nicht gerne gesehen. Zu oft hatten Fremde Leid gebracht, hatten Frauen und Kinder entführt, die Männer ohne Rücksicht umgebracht. Deswegen verschanzten sich die Bewohner nun in dem Nebel und nutzen diesen als Versteck aus.
Und dann hatten sie von Händlern aus dem Norden die Gerüchte über einen machtgierigen Dämonen gehört. Einer, der sich die ganze bekannte Welt untertan machen wollte. Einer, dessen Grausamkeit alles andere übertraf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 9. Nov 2011, 23:32 
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Der Schmerz traf ihn mit einer unglaublichen Wucht. So konnte sich der Tod nicht anfühlen. Also musste er noch am Leben sein.
Seine Augen ließ er noch einen Moment geschlossen. Besonders die Wunde an seinem linken Auge pochte unangenehm.
Er wollte mit der Hand zu der Wunde fassen, doch eine andere, weiche Hand hielt ihn in der Bewegung auf.
Verwundert öffnete er das gesunde rechte Auge und ließ seinen Blick zu der Person wandern, die ihn noch immer festhielt.
Neben ihm saß ein Mädchen. Nein, vielmehr eine junge Frau, korrigierte er sich selbst in Gedanken. Unverholen musterte er die Gestalt neben sich.
Rotes langes Haar flutete über ihre Schultern, grüne Augen sahen ihn streng an, ein hübsches Gesicht hatte sie. Hohe Wangenknochen, eine zierliche Nase und volle Lippen. Eine wirkliche Schönheit, die nur aus seinen Träumen entstanden sein konnte. Sie trug einen hellgrünen Yukata. Und duftete nach Minze und Ingwer.
Noch immer sah er sie leicht glasig an. Und bemerkte, dass auch sie ihn ansah.
„Lass deine Wunde in Ruhe, rühr sie nicht an. Ich habe zwar alles getan, was ich konnte, aber ich konnte dein Auge nicht retten. Jetzt muss alles verheilen. Und solange fass den Verband nicht an.“ Ihre Stimme, wie der Gesang eines Vogels an einem unbeschwerten Sommermorgen.
„Wer bist du?“ Seine Stimme erschreckte ihn selbst. Rau, kratzig und unfreundlich. Aber er hatte auch keinen Grund der jungen Frau übermäßig zu vertrauen. Das hatte sich meistens als gewaltiger Fehler herausgestellt, wenn er anderen früher Vertrauen entgegen brachte. Meist war er über kurz oder lang verraten oder vertrieben worden.
Wieder betrachtete er sie, sah, dass ihre Brauen ärgerlich zusammengezogen waren.
Dann, als er nicht mehr mit einer Antwort rechnete:
„Hiko.“
Ihre grünen Augen bohrten sich geradezu in sein Selbst.
„Und wer bist du?“
„Kenshin, vom Clan der Migurashi.“ Antwortete er und biss sich gleichzeitig auf die Zunge. Wieso hatte er der Fremden seinen Namen gesagt? Warum hatte er nicht gelogen, wie sonst auch immer?
Schweigend erhob sie sich, sah zu dem kleinen Feuer in der Mitte des Raumes, ein Kessel hing über der Feuerstelle und das Klappern des Deckels ließ Kenshin vermuten, dass irgendetwas darin kochte. Während die junge Frau, Hiko, sich daran machte, in dem Kessel zu rühren, nahm Kenshin seine nächste Umgebung wahr. Er lag auf einem Futon, eine warme Decke über ihm. Die Wand neben ihm schien aus gestampftem Lehm zu bestehen, über ihm erkannte er dunkle Balken, die das Dach trugen. Anscheinend lag er in einer Hütte, die nur einen einzigen Raum aufwies. Und ihm gegenüber hingen seine Kleider, offensichtlich waren sie frisch gewaschen. Verwirrt sah er noch einmal hin, registrierte ein gut verschlossenes Fenster. Auch die Tür war fest verriegelt.
Hiko wandte sich ihm wieder zu, in der Hand hielt sie eine Schüssel mit Suppe, wie er am Geruch feststellte.
Sie hielt sie ihm hin, seufzte dann auf, als er misstrauisch zu der Schüssel äugte. Sie stellte die Schüssel einfach neben ihn und nahm sich eine weitere und setzte sich dicht an das Feuer.
Dann aß sie. Und Kenshin hörte seinen Magen rumoren. Noch schlimmer, er schmerzte bereits. Einige Tage lang war er schon ohne wirkliche Nahrung durch die Wälder gelaufen, hatte sich nur von ganz frischen Bambussprossen ernähren können. Nun wollte sein Körper mehr als alles andere Nahrung.
„Keine Angst, ich hab sie nicht vergiftet, falls es das ist, was dir Sorgen bereitet.“ Der spöttische und doch leicht verärgerte Unterton in ihrer Stimme entging ihm nicht.
„Wenn ich gewollt hätte, dass du stirbst, hätte ich dich liegen lassen. Meinst du nicht auch?“
„Warum hast du es nicht getan?“ Seine stimme klang immer noch viel rauer als gewöhnlich.
„Weil ich nicht so bin. Ich weiß es eigentlich auch nicht. Wegen dir kann ich jetzt nicht in mein Dorf zurück. Es ist nicht gestattet, einem Fremden zu helfen. Fremde brachten immer nur Leid.“ Sie sah ihn ernst an.
„Ich werde dich gesund pflegen, so gut ich es eben kann. Auch wenn ich keine Miko bin. Und dann muss ich mir eine andere Heimat suchen. Die Regeln unseres Dorfes besagen, dass ich nun als Abtrünnig gelte.“
Er sah sie erstaunt an.
„Warum hast du mir dann geholfen? Wenn du nun eine Verbannte bist? Und du wusstest das sogar vorher…“
Diese Frau schien wirklich nicht nur in ihrem Äußeren anders zu sein. Wieso nahm sie so viel für einen völlig Fremden auf sich?
„Ich konnte nicht. Und ich weiß auch nicht wirklich, was ich dir sonst dazu sagen soll. Es ist eben so.“
„Wo sind wir hier?“
Seine Frage riss sie aus ihren Gedanken, die immer wieder sich im Kreis drehten, seit dem Moment, als sie ihn auf die Bahre gerollt und zu der Hütte gebracht hatte. Sie hatte immer wieder an ihre Eltern denken müssen…
Wieder riss er sie aus ihren Gedanken, da sie nicht geantwortet, sondern nur weiterhin in das Feuer gestarrt hatte.
„Das ist eine Hütte der Jäger aus meinem Dorf. Sie wird nur selten genutzt.“
Vorsichtig setzte er sich auf, bemerkte, dass auch die anderen Wunden an seinem Körper verbunden waren. Skeptisch sah er die zarte Gestalt der Frau an. Wie hatte sie ihn hierher transportieren können? Und wie weit waren sie vom Kampfplatz entfernt?
Sie sah seinen Bewegungen aus dem Augenwinkel zu, wandte sich dann abermals dem Feuer zu. Stumm legte sie in weiteres Stück Holz hinein.
„Ich werde dort drüben schlafen.“ Sei deutete mit dem Kopf zur Tür. Anmutig erhob sie sich und nahm sich eine weitere Decke. Dann legte sie sich nieder, schloss die Augen. Doch an ihrem Atem merkte er dass sie nicht sogleich schlief. Sie schien noch mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt zu sein.
Doch warum sollte ihn das kümmern? Was ging ihn ihr weiteres Schicksal an? Er hatte sie nicht darum gebeten, ihm zu helfen.
Die inzwischen leere Schüssel stellte er nun weit von seinem Schlafplatz ab, drehte sich schließlich auf die rechte Seite, die weniger schmerzte und versuchte wieder zu schlafen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 4. Dez 2011, 21:45 
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….

Er ah nur nach vorne, niemals zurück. Auf leisen Sohlen ging er durch den noch immer anhaltenden Nebel. Weg von den Bergen, weg von der Hütte, weg von ihr. Wäre er geblieben, hätte er sie womöglich in Gefahr gebracht, denn er war sich sicher, dass er noch immer verfolgt wurde. Also war er gegangen, hatte sich unbemerkt davon gestohlen, als sei er ein Dieb. Hatte sich nach Süden gewandt. Und versuchte seine widerstreitenden Gefühle und Gedanken zu ignorieren. Er hatte sie allein gelassen. Ohne Schutz. Aber es hatte sie auch niemand gezwungen, ihm zu helfen und somit ihr Dorf zu verlassen.
Er hoffte nur, ihr niemals wieder zu begegnen. Damit sie nicht einer solchen Gefahr ausgesetzt wurde. Sie war zu unschuldig und zu freundlich. Er wollte einfach nicht, dass ihr etwas zustieß, und das würde zweifelsohne geschehen, sollte sie bei ihm bleiben. Also beschleunigte er seine Schritte und huschte wie ein lautloser Schatten durch den Wald aus Bambus und Nebel, der den Eindruck erweckte, unendlich zu sein.
Als der Nebel lichter wurde und schließlich auch der Wald einer anderen Vegetation Platz machte, war es beinahe wie ein Schock. Vor ihm erstreckte sich weites Land, sanfte Hügel, durch die sich träge ein Fluss schlängelte, der weiter westlich aus dem Nebel hervortrat. In der Ferne konnte er eine größere Stadt ausmachen. Zwar bedeuteten Siedlungen immer auch eine Gefahr, aber er musste seine Vorräte an Heilsalben und Proviant aufstocken, und hier bot sich die Möglichkeit, sich möglichst unerkannt umzuhören. Sicherlich konnte er Neuigkeiten aufschnappen. Denn schließlich stand das Land kurz vor einem Krieg. Sein Herr, der ihn vor Wochen ausgesandt hatte, hatte es unmissverständlich klar gemacht. Er war als Spion entsandt worden. Und das Land des Gegners war nicht mehr weit entfernt. Mit einigen geschickten Griffen verwandelte er sein Äußeres in das eines umherziehenden Mönches, verbarg die Katanas unter seiner Kleidung und band sich das lange Haar zu einem festen Zopf zusammen. Ein weit ins Gesicht gezogner Hut verhinderte, dass man sein Gesicht in genaueren Augenschein nehmen konnte. Dann ging er weiter, religiöse Mantras murmelnd.

….

Hiko hatte sich nach Südwesten gewandt. Im Norden gab es in der näheren Umgebung keine weitere Siedlung, zumindest hatten das die Jäger immer wieder gesagt. Und im Osten würde sie irgendwann der Sumpf erwarten. Also umging sie so ihr Heimatdorf, wandte sich in die Richtung der leichten Briese und ging weiter.
Was hatte sie nun für Aussichten, was ihre nächste Zukunft anging? Sie war anders als die anderen Mädchen und Frauen, das wusste sie. Durch ihr Äußeres war sie immer aufgefallen. Vielleicht hätte sie ihr Tuch doch behalten sollen. Doch nun war es definitiv zu spät für eine Umkehr. Also blieb ihr nichts anderes, als das beste daraus zu machen. Vielleicht konnte sie irgendwo ein neues Tuch oder einen Hut herbekommen. Damit wenigstens ihre Haare verdeckt blieben.
Auf ihrem Weg sammelte sie nebenbei immer mal wieder die eine oder andere junge Bambusspitze. Auch Pilze fand sie. Sie würde sich jedenfalls ernähren können.
Während sie weiterging bemerkte sie eine Veränderung der Luft. Sie bekam einen anderen Geruch. Kaum zu bemerken. Und sicherlich hätte ein anderer nicht darauf geachtet, denn es war direkt eine subtile Veränderung. Aber sie bemerkte es. Es roch würziger. Irgendwo vor ihr musste ein Feuer sein.
Unschlüssig, ob sie genau darauf zu laufen sollte, oder doch lieber einen Bogen um die Quelle des Geruchs machen sollte, blieb sie einen kleinen Augenblick stehen. Dann entschied sie, dass es sicherer wäre, die Quelle zu meiden, nur aus der Ferne zu beobachten. Wenn es sicher war, konnte sie noch immer näher kommen. So hielt sie sich im Windschatten und ging lautlos weiter. Der Nebel wurde lichter, bot nicht mehr die Deckung, die sie gerne gehabt hätte. Also ging sie noch etwas mehr auf Abstand.
Ihre Richtung behielt sie dennoch bei.
Das Messer gab ihr etwas mehr Sicherheit. Doch sie wusste auch, dass dieses Gefühl trügerisch sein konnte. Also schärfte sie all ihre Sinne noch einmal mehr.
Stimmen, noch weiter entfernt, so dass es ihr nicht möglich war, die Worte zu verstehen. Eine männliche, erwachsene Stimme, zwei andere jünger klingende Stimmen. Sie schlich sich noch vorsichtiger weiter. Fremde konnten immer eine Gefahr bedeuten, wie sie wusste. Auch wenn anscheinend gelacht wurde. Und die erwachsene Stimme warm klang. Der Geruch des Feuers nahm zu, ebenso der Geruch von gebratenem Fisch. Ihr Magen reagierte. Geduckt schlich sie weiter, näher. Vielleicht konnte sie die Fremden doch um etwas zu Essen bitten?
Durch den Nebel erkannte sie nun, noch immer im Windschatten, Gestalten um ein Feuer sitzen. Es waren tatsächlich nur drei Menschen, soweit sie das sehen konnte. Seufzend erhob sie sich nun. Sie würde ihr Glück probieren. Gefährlich wirkte keine der Personen auf sie und so trat sie mit festem Schritt selbstbewusst durch den Nebel auf das Feuer zu.

….
(Auch wenn Ihr, werte Leser, warten musstet, so hoffe ich doch, Euch mit diesem längeren Kapitel entschädigen zu können. Manchmal geschehen Dinge, die man nicht vorhersehen kann, die auch nicht abwendbar sind, um die man sich schlichtweg kümmern muss. So mir geschehen. Ich bitte um Verständnis. Und bitte schreibt mir ein paar Reviews? Danke und schönen zweiten Noch-Advent!)

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 4. Dez 2011, 22:15 
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Tolle Geschichte, man wird sofort davon gefesselt. Danke smilies/smilie-gross_312.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 15:40 
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Frohen Nikolaus!
Und danke Muse! Hier also die Fortsetzung....

….

Der Sensei hatte sich leise mit seinen Schülern unterhalten, zwei junge Shinobi. Als er seinen Kopf vom Feuer abwandte und mit seinem geübten Blick die Umgebung musterte, bemerkte er eine Bewegung im Nebel vor ihm. Sie wurden beobachtet. Und der Beobachter kam auf sie zu.
Seine Hand glitt in die Tasche mit den Shuriken, zog eines hervor und er verbarg es geschickt in der Hand. Die beiden Schüler hatten nichts bemerkt. Sie mussten wirklich noch einiges lernen.
Mit schmalen Augen sah er hin zu dem Neuankömmling. Der Gestalt, die sich immer weiter aus dem diffusen Nebel ihnen näherte. Er erkannte eine junge Frau. Mit flammend rotem Haar. Und furchtlosem Blick. Nun hatten auch seine Schüler die andere bemerkt und sie hielten ebenfalls Shuriken in den Händen.
Doch die Frau zeigte keinerlei Angst. Langsam kam sie noch näher. Noch hatte niemand ein Wort gesagt.
„Wer bist du und was willst du?“ Die Stimme war warm und bar jeglicher Aggression. Eine Stimme, der man wahrscheinlich vertrauen konnte, wie auch de Mann, der sie besaß.
Hiko war sein weißes Haar aufgefallen, das er zu einem langen Zopf gebunden hatte. Ebenso die zweckdienliche schwarze Kleidung. Schwarze Augen musterten sie, ohne aber aufdringlich zu wirken.
Die beiden Jüngeren waren aufgestanden und hielten in ihren Händen Wurfmesser. Shuriken, wie Hiko wusste. Der Junge der rechts neben dem Sensei stand, hatte eine eher lässige Haltung. Sein blauschwarzes Haar schien sich nicht bändigen zu lassen, es fiel ihm dicht auf die Schultern. Ein Stirnband verhinderte, dass es seine Augen bedeckte. Seine Augen, fast ebenso schwarz wie die seines Lehrers wiesen eine leichte Spur warmen Brauns auf. Auch er trug schwarze Kleidung.
Das andere Junge hielt sich in leicht hockender Haltung ihr gegenüber auf. Sein Blick, durch graue Augen, die an einen schweren Sturm erinnerten, blickten ihr wachsam entgegen, nahmen jede Bewegung wahr. Sein Haar hatte die Farbe von Sand, schimmerte durch das Feuer hin und wieder in hellerem Rot und Gold. Wie die beiden anderen war auch seine Kleidung Schwarz wie die Nacht.
„Ich bin keine Gefahr. Und was ich will: lernen. Zeige mir, was ich wissen muss um zu überleben.“ Ihre Stimme war fest, klang aber auch eisig. Ganz anders als sonst. Ihr Gesicht schien völlig kalt zu sein. Und ihre Augen zeigten mit einem Mal eine Kälte, die es den anderen kühl werden ließ.
„Wie ist den Name?“ Wieder die warme Stimme des Senseis.
„Ich habe keinen Namen mehr…“
„Von wo kommst du?“
„Ich kam aus dem Nebel und kann nicht zurück. Ich bin jetzt hier.“
Der Mann betrachtete noch einmal die junge Frau mit dem Flammenhaar. Dann nickte er unmerklich.
„Also schön,…Kazumi. Setz dich und ruh dich aus.“ Er wies mit einer Handbewegung an, dass sie sich setzen sollte. Seine Schüler setzen sich ebenfalls, noch nicht wirklich überzeugt, ihr trauen zu können. Misstrauen und Vorsicht lassen sich nicht schnell überwinden, zumal besonders dann nicht, wenn jeder Fremde ein potentieller Feind sein konnte.
„Ich werde dich mit in unser Dorf nehmen. Dort werde ich dich zum Ältesten bringen. Er soll entscheiden.“
Sie nickte.
Schließlich ließ sie es zu, in einen leichten Schlaf zu gleiten. Sie hatte den ersten Schritt in ein neues Leben getan. Doch es war auch so endgültig, dass es schmerzte. Ihr bisheriges Leben lief noch einmal in ihren Gedanken an ihr vorbei. Ihre Eltern, die sie liebten. Ihre Freunde, mit denen sie gelacht hatte. Ihre Heimat, die ihr so vertraut gewesen war. Und nun? Sie musste vergessen. Vergessen, wer sie gewesen war, woher sie kam. Sonst würde der Schmerz sie womöglich von innen zerfressen, sie töten.
Sie bemerkte nicht, wie eine einzelne Träne über ihre Wange rollte. Der Sensei hingegen hatte es bemerkt. Nachdenklich betrachtete er sie. Dann wandte er sich ab und schenkte seiner Umgebung all seine Aufmerksamkeit. Er hatte die erste Wache und durfte sich nicht ablenken lassen von einer Fremden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 21:40 
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danke wieder, liebe le...
wie immer, habe ich dich gern und mit begeisterung gelesen und werde es auch weiterhin...
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Bist du in einem Tempel oder ist ein Tempel in dir ?
Und wenn... ist es ein Tempel oder ein Basar ?
Und... ist Dein Tempel im Garten oder Dein Garten im Tempel ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 7. Dez 2011, 14:39 
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Kenshin hatte alle Informationen die er brauchte. Die Menschen waren ihm gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen. Einem Mönchen traute man immer eher, als einem harten Kämpfer. Es war so leicht gewesen, zwischen den Worten der Gläubigen das herauszufiltern, was er brauchte.
Es stand also tatsächlich ein Krieg bevor. Wieder einmal. Und wieder einmal war der Verursacher kein geringerer als der wohl mächtigste Dämon, der dieser Zeit existierte.
Takeru. An und für sich schon ein Gegner, mit dem man sich lieber nicht anlegen sollte, wenn man leben wollte. Mächtig ohnehin schon. Ihm folgten bereits schon jetzt alle bösen Wesen des Südens. Nun hatten sich ihm auch einige Menschen angeschlossen, die von seiner Macht profitieren wollten. Zumeist gewissenlose Söldner. Alle zusammen wüteten bereits im Süden unter der gepeinigten Bevölkerung und drangsalierten alle Schwachen. Niemand wagte es, sich aufzulehnen. Die Strafe war meistens schlimmer als der Tod. Folter, Morde, Vergewaltigungen. Die ältesten Sünden dieser Welt wurden unter Takeru neu definiert. Kenshin schauderte unwillkürlich. Es wurde Zeit für ihn, sich wieder zu seinem Taisho aufzumachen. Sicherlich würde sein Herr sich mit den gesammelten Informationen entsprechend befassen wollen. Und ebenso sicher war sie der junge Krieger, dass sein Herr eine Armee aufstellen würde. Sein Herr war ein gerechter Mann, dessen Wurzeln bei einigen Dämonen zu finden waren. Er war ein Mischwesen. Aber niemals war er grausam. Immer war der Herr darauf bedacht, dass niemanden in seinem Reich etwas Ungerechtes geschah.
Aber was würde nun in der Zwischenzeit und auch während eines scheinbar unausweichlichen Kampfes mit den vielen unschuldigen Wesen geschehen? Kenshin kannte die Antwort. Sie würden Opfer werden. Opfer eines Kampfes, der seiner Ansicht nach nicht sein musste. Takeru musste aufgehalten werden, Denn dieser Dämon trachtete zwar erst einmal danach der Herr des ganzen Landes zu werden, aber seine Ambitionen waren weit reichender. Soviel hatte Kenshin auch herausgefunden. Der Dämon prahlte damit, sich die ganze Welt untertan zu machen und bisher gab ihm sein Erfolg auch recht. Denn soweit Kenshin wusste, kam Takeru nicht aus diesem Land, sondern hatte vielmehr den Süden erobert, stammte vielmehr aus einem anderen Land, noch weiter im Süden gelegen. Und auch wenn das nur ein Gerücht sein mochte, so wusste er auch, dass in jedem Gerüchte etwas Wahres lag.
Während er nun also sich auf den Rückweg machte, er sich dem Nordwesten zuwandte, sah er wieder einmal ihr Gesicht vor sich. Ihre Gestalt, ihre Stimme hallte in ihm wieder.
Auch sie würde es nicht überleben, wenn sie sich nicht verbarg. Da war er sich sicher, denn sie war anders. Und genau das machte es für sie so gefährlich. Hätte er sie mit sich nehmen sollen? Aber dann wäre er aufgefallen und das war etwas, was er sich nicht leisten konnte. Außerdem wäre er dann womöglich noch angreifbar gewesen. Denn sie schien ihm auch zu schwach zu sein, um sich effektiv verteidigen zu können, sollte es einmal nötig sein. Er seufzte. Wischte mit einer Handbewegung die Erinnerungen und Gedanken weg und konzentrierte sich wieder mehr auf seine Umgebung.
Er musste so schnell er konnte zu seinem Herrn zurückkehren. Das war seine Aufgabe. Er verschmolz mit den Schatten der Bäume des Waldes, den er nun durchqueren musste und schreckte dabei kein Wildtier auf. Es schien, als verschlucke ihn dieser stille Wald und nichts wies auf seine Existenz hin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 7. Dez 2011, 21:01 
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Kazumi… ihr neuer Name. Harmonie. Fast lächelte die junge Frau. Nun begann also ihr neues Leben. Mit neuer Identität. Neuer Gegenwart und neuer Zukunft. Die Vergangenheit war Geschichte, die sie hinter sich ließ, auch wenn es weh tat.
Der Sensei und seine beiden Schüler ließen sie meist in Ruhe. Musste doch erst das Clanoberhaupt entscheiden, ob sie bleiben konnte.
Wenig später erreichte die Gruppe das Dorf und unterband somit weitere Gedanken von Kazumi, ehemals Hiko. Zwar wurde sie auch hier gemustert, aufgrund ihrer ungewöhnlichen Erscheinung, aber es machte ihr nichts aus, zu sehr hatte sie sich in den Anblick der Häuser und der Menschen verloren. Es gab wunderschöne, blühende Kirschbäume, die Luft war erfüllt von dem eifrigen Summen der Bienen, die Häuser und Hütten sahen einladend aus, die Dächer zeigten an den Firsten Drachenköpfe, die Wände waren entweder Weiß getüncht oder Ockerfarben. Kinder liefen lachend durch die Straßen. Nur am Rande nahm Kazumi wahr, dass der Sensei sie nun zu dem größten Gebäude des Ortes führte, ein dreistöckiges Haus, dessen Wände mit verwirrenden Mustern bemalt waren, allerdings in unaufdringlichen Weißschattierungen und nur bei genauen Hinsehen konnte man sie erkennen. Das Dach war ebenso wie alle anderen des Ortes mit Drachenköpfen versehen. An jedem First ragte einer in den Himmel.
Vor einer hölzernen Tür stand ein anderer Shinobi und nickte den Ankommenden kurz zu, ehe er in das Innere des Hauses verschwand. Der Sensei schickte die beiden Schüler fort und trat schließlich allein mit Kazumi in das Haus, als sich die Tür wieder geöffnet hatte. Der Älteste wollte sie empfangen und einen Bericht von dem Sensei haben, wieso dieser eine Fremde mit in das Dorf brachte.
Nach einer scheinbar endlosen Zeit, die zugleich unglaublich kurz war, standen sie vor einer Papierschiebetür und der Sensei kniete sich hin, bedeutete Kazumi es ihm gleich zu tun und öffnete auf ein Zeichen des Schattens im Inneren des Zimmers, die Tür. Dann verneigte er sich, berührte mit der Stirn den Boden und sprach: „Ehrwürdiger, ich bringe Nachricht und einen Gast, der sich uns anschließen möchte.“ Als er sich wieder aufrichtete, sah er dem Ältesten in die Rabenschwarzen, funkelnden Augen, die sein Alter Lügen zu strafen schienen und lächelte.
„Vater, ich bin mit meinen Schülern auf dem Rückweg unserer Mission gewesen, als diese Frau, Kazumi, zu uns kam. Sie bittet um unseren Schutz und unsere Obhut.“
Der Alte, in einen grauen Kimono gehüllt, sah die junge Frau aufmerksam an. Das weiße Haar wurde durch ein Band zusammen gehalten und an seinem Obi steckte ein Wakizashi.
„Nun“, seine Stimme war ebenso sanft, wie die des Senseis, „Kisho, ich denke du kannst draußen warten, ich möchte mit unserer Besucherin allein sprechen können. Ich werde dich wieder rufen, also bleibe bitte in der Nähe.“
Der Angesprochene verneigte sich noch einmal, erhob sich dann und ging, wie ihm geheißen.
„Nun sind wir ungestört. Erzähle mir von dir, wer du bist und was dein Begehr ist.“
Kazumi sah zu dem alten Mann, der doch so viel Kraft und Ruhe ausstrahlte. Schließlich begann sie zu erzählen. Dass sie nicht mehr nach Hause konnte, dass sie keines mehr habe, dass sie aus Zufall auf den Sensei Kisho und seine Schüler gestoßen war und eine Bleibe suche. Und auch, dass sie lernen wollte zu kämpfen, um sich selbst verteidigen zu können.
Schweigen hörte der Mann ihr zu, wandte nicht einmal seinen Blick von ihr. Dann schwieg er noch immer, als sie schon längst geendet hatte und betrachtete sie noch immer so aufmerksam.
„Bist du sicher, dass du mir alles erzählt hast?“
Sie hatte, wieso auch immer, nichts von Kenshin erzählt, oder davon, wie es kam, dass sie wegen ihm ihr Dorf verlassen musste. Nun begegnete sie dem Blick des Alten und schüttelte nur den Kopf. Sie wollte nicht von ihrer Vergangenheit reden. Die ging niemanden mehr etwas an, außer ihr selbst. Sie wollte darüber keine Fragen beantworten.
Der Mann nickte bedächtig. Er hatte das Empfinden, dass da noch mehr war, dass diese junge Frau, die Kisho Kazumi genannt hatte, nicht alles von sich preisgab. Aber nun gut. Sein Gefühl hatte ihn noch nie getäuscht und als er in ihre grünen Augen sah, nickte er noch einmal.
„Kisho!“
Nach nur wenigen Sekunden kam der Gerufene, als hätte er hinter der nächsten Tür gestanden und gewartet.
„Bring Kazumi in ihre neue Wohnstatt. Morgen wirst du sie dann zu dem Trainingsplatz führen. Ich möchte, dass du dir einen Überblick über ihre Fähigkeiten verschaffst. Und bring sie auf dem Weg noch zu einem Kleidermacher. Sie braucht angemessene Kleidung. Kazumi, ich werde dir die nötigen Auslagen erst einmal stellen, bis wir wissen, wie gut du bist, was deine Fähigkeiten sind und wie wir dann weiter mit dir verfahren. Und nun, ich heiße dich willkommen im Clan der Ryu.“
Sie verneigte sich, erhob sich dann und folgte Kisho nach draußen. Sie war sich sicher, dass der Sensei nun auch für sie zuständig sein würde. Doch erst mal wollte sie keine Fragen stellen. Nur die neuen Eindrücke wirken lassen und sich dem Gefühl hingeben, eine neue Heimat zu haben und lernen zu können. Sie wollte sich nie wieder schwach und hilflos fühlen.
Und so folgte sie Kisho. In ihr neues Leben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 7. Dez 2011, 21:16 
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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 8. Dez 2011, 01:20 
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Der Herr hatte die Nachrichten seines Spions, Kenshin, gehört, ohne ihn zu unterbrechen. Hatte sich schildern lassen, dass der Dämon Takeru aus dem Süden seine Truppen zusammen zog, um das restliche Land zu erobern und seine eigene Regentschaft zu rechtfertigen, indem er alle anderen Herrscher auslöschte, sie und all ihre Nachkommen. Dann gäbe es nur ihn und nur er würde das Land beherrschen. Dazu rekrutierte er alle, Dämonen und Menschen. Söldner und Assassinen.
Kenshin sah seinen Herrn an. Sah dessen verschlossenes Gesicht. Der Herr war ein Mann, um die vierzig, mit schütter werdendem Haar, in dem sich einige graue Strähnen eingeschlichen hatten. Die wachen braunen Augen wirkten dennoch kühl. Die Gestalt, durch viele Kämpfe gestählt, von einem roten Kimono bekleidet, strahlte eine überlegene Ruhe aus.
Mit einem Wink entließ der Herr Kenshin und dieser verbeugte sich und wandte sich dann seinen eigenen Räumlichkeiten zu, die in demselben Palast untergebracht waren, wie die privaten Gemächer des Herrn und dessen Familie. Dieses Privileg hatte sich Kenshin hart erarbeitet. Und nun genoss er den damit verbundenen Luxus.
Während er sich in einem Bad zu entspannen suchte, glitten seine Gedanken wieder ab. Hin zu dem Mädchen, nein, der jungen Frau Hiko, die ihn in dem Nebel gepflegt hatte. Wegen ihm hatte sie alles aufgegeben und er war einfach so gegangen, fast wie ein Dieb. Er wusste noch immer nicht, wieso es ihn noch immer beschäftigte. Waren doch seit dieser Begegnung mittlerweile vier Monate vergangen. Er hoffte, dass sie in einem anderen Dorf gut untergekommen war.
Mit geschlossenen Augen ließ er sich ganz in das Wasser gleiten, sank und hoffte, sein schlechtes Gewissen würde aufhören ihn immer wieder an Hiko zu erinnern.
Das war so noch nie vorgekommen. Das er so lange an einen anderen Menschen denken musste, nur weil ihm durch diesen geholfen worden war. Aber ja, so war es eben. Er musste sich ablenken. Er tauchte wieder auf, entstieg dem Bad und zog sich schwarze Kleidung an, ähnlich der eines Ninja. Er würde trainieren gehen, das wäre vermutlich das Beste. Zumindest konnte es nicht schaden. Er seufzte und begab sich in die Halle, in der auch die Wachen trainierten.
Doch lange konnte er sich dem Training nicht widmen, denn schon kam einer der jungen Boten gerannt.
„Namenloser, der Herr verlangt nach Euch bei der Besprechung mit den Mitgliedern des ehrenwerten Rates der Sonne.“
Namenloser… es war zu seinem und zu dem Schutz des Herrn, dass niemand außer ihnen beiden seinen Namen kannte. Und Hiko kannte ihn nun auch. Wieder seufzte er unwillig. Dann deutete er mit einem Nicken den Boten an, dass er ihm folgen würde. Der Herr ließ keine Zeit ungenutzt.
Der Bote öffnete eine der vielen Papiertüren, hinter denen gedämpftes Murmeln zu vernehmen war. Anscheinend waren alle Mitglieder des Rates versammelt. Es war bisher noch nicht vorgekommen, dass der Herr ihn an einer solchen teilnehmen ließ. Oder ihn dabei generell benötigte. Doch anscheinend versetzte dieser Takeru auch den sonst so beherrschten Herrn in Unruhe.
Fast schon widerwillig verbarg der Spion nun sein Gesicht hinter einem schwarzen Tuch, dass er sich um seine untere Gesichtshälfte band. Ein schwarzes Stirnband hielt sein Haar etwas aus seinem Gesicht, gerade soweit, dass man seine blitzenden Augen sehen konnte. Dann erst trat er aus dem Schatten hervor in dem er sich versteckt gehalten hatte und glitt geräuschlos in den Raum. Die Mitglieder des Rates hielten inne in ihren Gesprächen und musterten den Neuankömmling. Ihren Blicken entnahm der Spion des Herrn Verwunderung, Verwirrung und ebenso Verärgerung. Doch keiner richtete das Wort an ihn. Und schon öffnete sich eine verborgene Tür, und der Herr trat in den Raum. Und während er seinen Blick über die Männer schweifen ließ, die sich alle tief vor ihm verneigten, blieb sein Augenmerk einen Moment länger als nötig auf Kenshin gerichtet.
Dann wandte er sich wieder den anderen Anwesenden zu und auf seinen Wink hin setzten sich alle.
„Ich habe Euch rufen lassen, da uns ein Krieg bevorsteht.“ Ein Raunen ging durch den Raum, einige der Männer sahen mit Verwunderung ihren Gebieter an. Dieser fuhr unberührt fort.
„Ich habe meinen fähigsten Mann in das Gebiet unseres Feindes geschickt. Er wird Euch nun genau berichten, was er sah, wer unser Gegner ist. Auf was wir uns einstellen müssen, sollte er Erfolg haben.“ Damit wandte sich der Herr Kenshin zu.
„Namenloser, berichte den Mitgliedern des Rates der Sonne genau, wie du auch mir berichtet hast.“
Kenshin verbeugte sich noch einmal vor seinem Herrn, dann richtete er sich auf und erzählte dem verblüfften Rat von seiner Reise. Er ließ nichts aus und die Gesichter der Männer wurden immer länger und ungläubiger. Noch nie hatte ein Dämon es gewagt, alle Herrscher des Landes herauszufordern, und vor allem war noch nie ein Dämon so grausam gewesen, denn Kenshin erzählte auch von den Gräueltaten der Anhänger dieses Dämons. Er ließ nichts aus. Beschönigte nichts und sah das Entsetzten der Männer an ihren Augen, wenn sie sich auch sonst bemühten, unbewegt zu bleiben. Er berichtete von den Erzählungen und Erlebnissen der einfachen Menschen und ihrem Leid. Von Plünderungen, Versklavungen, Mord und Vergewaltigungen. Von Folter und der Hilflosigkeit der Geknechteten. In ihm selbst stiegen während seiner Erzählung die Bilder derjenigen herauf, die ihm berichtet hatten, als er als Mönch verkleidet in die Dörfer gelangt war.
Von den Müttern und Kindern, die weinten, da sie ihre Männer, Väter und Brüder verloren hatten. Von den Galgen, die weiter südlich die Straßen säumten wie Bäume eine Allee. Von den Häuserruinen, die verkohlt und nahezu völlig abgebrannt stumm und anklagend in den Himmel wiesen. Er sah wieder das Blut vor sich, das von den Leichen, die gepfählt auf Stangen hingen, zu Boden tropfte.
Er schilderte die Rekrutierungen des Dämons, dem nun immer mehr Verruchte nur zu gern folgten. Er ließ auch nicht das Schicksal derjenigen aus, die ais der Herrscherfamilie stammten.
Schließlich, als er geendet hatte, schloss er für einen Moment die Augen. Dann sah er zu seinem Herrn. Dieser hatte zwar bereits von den Schrecknissen gehört, doch es ließ ihn auch jetzt nicht unberührt.
Mit fester Stimme riss er die Anwesenden aus ihren Gedanken.
„Ich habe Euch rufen lassen, damit wir beratschlagen können, wie wir handeln wollen. Dieser Schrecken muss aufgehalten werden. Ich habe bereits Nachricht an die übrigen Herrscher gesandt. Sie müssen in Kenntnis gesetzt werden. Nun müssen wir überlegen, wie wir den Wahnsinn stoppen können. Was sagt ihr?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 8. Dez 2011, 01:21 
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Danke Euch, für die Ermutigungen, weiter zu schreiben!

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 30. Dez 2011, 19:35 
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Ja liebe Lepra, schreib weiter, wir sind gespannt. :sonnepak1:


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Nebel der Zeit....Im Licht des Anfangs
BeitragVerfasst: 2. Jan 2012, 11:12 
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ja...das stimmt...ich hab ja auch bis jetzt alles von dir durch und freue mich auf dein weiter schreiben... smilies/danke.gif smilies/herzen-smilies-018102.gif GroupHug.gif

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