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Meritokratie
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Seite 1 von 1

Autor: Federvieh [ 22. Feb 2012, 16:01 ]
Betreff des Beitrags: Meritokratie

Hi alle!

Bin vor kurzem auf einen Begriff gestoßen, der mir ganz neu war - eine hypothetische Regierungsform namens Meritokratie.
Es bedeutet in etwa, dass diejenigen herrschen, die Verdienste aufweisen können.
Hier der Wikilink: Meritokratie

Ich finde, wenn wir schon regiert werden müssen, dann würden mir Leute, die sich verdient gemacht haben und Erfahrungen und Wissen gesammelt haben, besser zusagen, als die heutige Herrschaft der Unfähigen.... :(

Was meint ihr dazu?

LG

Das Federvieh :Tukor:

Autor: EarlGrey [ 22. Feb 2012, 16:57 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

coole einstellung
jetzt muss man nur noch festlegen was man unter verdienste versteht........

am einfachsten ist es wohl den versdienst vor steuern zu nehmen

dann kann man gleich aufgrund der einkommensteuererklärung die politische stufe errechnen ... zauberer.gif

Autor: Federvieh [ 22. Feb 2012, 17:20 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

EarlGrey hat geschrieben:
coole einstellung
jetzt muss man nur noch festlegen was man unter verdienste versteht........

am einfachsten ist es wohl den versdienst vor steuern zu nehmen

dann kann man gleich aufgrund der einkommensteuererklärung die politische stufe errechnen ... zauberer.gif



Na, Wulffen ist wohl NICHT damit gemeint! :kichern:

Autor: Muse [ 22. Feb 2012, 18:17 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

Das wäre wohl wünschenswert, nur wer beurteilt die Befähigung solcher Leute unbeeinflußt durch Parteien und Interessensgemeinschaften oder Lobbyisten. Solche Wunderwesen gibt es offensichtlich nicht, die ohne Eigeninteressen beurteilen. :kichern:

Autor: Federvieh [ 22. Feb 2012, 18:42 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

Muse hat geschrieben:
Das wäre wohl wünschenswert, nur wer beurteilt die Befähigung solcher Leute unbeeinflußt durch Parteien und Interessensgemeinschaften oder Lobbyisten. Solche Wunderwesen gibt es offensichtlich nicht, die ohne Eigeninteressen beurteilen. :kichern:



Nun, man könnte das ja durchaus mit Demokratie verbinden.
Also zB, indem Minister direkt vom Volk vorgeschlagen und gewählt werden und zwar eben verdiente Menschen aus den jeweiligen Fachbereichen.
Für das Gesundheitsministerium würde man Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger vorschlagen, die viel Klinikerfahrung haben, für 's Familienministerium Sozialarbeiter, Mitglieder des Jugendamts etc, für die Bildung Lehrer - egal ob Grundschule, Berufsschule, Gymnasium oder Uni usw.

Autor: EarlGrey [ 22. Feb 2012, 22:49 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

ich sehe an der meritokratie eigentlich nichts neues
es ist eigentlich von der bedeutung her identisch mit der aristokratie so wie sie damals von aristoteles schon gefordert wurde. *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

aristokraten bedeutet ja nichts anderes wie die besten bzw die geeignesten .

es liegt wohl in der natur des machtprinzips das sich daraus immer eine kaste entwickelt welche sich gegen verdrängung (durch bessere) wehrt... so eine art machterhaltungsgesetz ....

Autor: Muse [ 22. Feb 2012, 23:03 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

Tja Macht und Egoismus, das alte immerwährende Übel der Menschen.

Autor: Federvieh [ 23. Feb 2012, 06:31 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

EarlGrey hat geschrieben:
ich sehe an der meritokratie eigentlich nichts neues
es ist eigentlich von der bedeutung her identisch mit der aristokratie so wie sie damals von aristoteles schon gefordert wurde. *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

aristokraten bedeutet ja nichts anderes wie die besten bzw die geeignesten .

es liegt wohl in der natur des machtprinzips das sich daraus immer eine kaste entwickelt welche sich gegen verdrängung (durch bessere) wehrt... so eine art machterhaltungsgesetz ....



Ja - nur ist es dann eben keine Meritokratie mehr, denn die Abstammung verleiht einem nunmal keine Fähigkeiten und ein Verdienst ist sie auch nicht!

Autor: EarlGrey [ 23. Feb 2012, 14:17 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

Federvieh hat geschrieben:
EarlGrey hat geschrieben:
ich sehe an der meritokratie eigentlich nichts neues
es ist eigentlich von der bedeutung her identisch mit der aristokratie so wie sie damals von aristoteles schon gefordert wurde. *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

aristokraten bedeutet ja nichts anderes wie die besten bzw die geeignesten .

es liegt wohl in der natur des machtprinzips das sich daraus immer eine kaste entwickelt welche sich gegen verdrängung (durch bessere) wehrt... so eine art machterhaltungsgesetz ....



Ja - nur ist es dann eben keine Meritokratie mehr, denn die Abstammung verleiht einem nunmal keine Fähigkeiten und ein Verdienst ist sie auch nicht!


dies sah aristoteles nicht anders..
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Zitat:
Das Königtum geht in Tyrannis über, insofern diese eine Entartung der Monarchie, der Alleinherrschaft, ist und ein nichtswürdiger König zum Tyrannen wird. Die Aristokratie aber geht in Oligarchie über durch die Schlechtigkeit der Machthaber, die die Güter des Staats wider Verdienst verteilen, alles oder das meiste davon für sich behalten, die Ämter immer in die gleichen Hände legen und den Reichtum als das höchste Glück ansehen. Da regieren also Wenige und Schlechte an stelle der Tugendhaftesten und Tüchtigsten. Die Timokratie endlich geht in die Demokratie über; denn diese beiden grenzen aneinander. Auch die Timokratie nämlich überträgt die Herrschaft an die Menge und alle, die die Bedingung des Zensus erfüllen, hält sie als gleich. Die Demokratie ist am wenigsten schlecht, weil sie sich nur wenig von der richtigen Staatsform der Timokratie entfernt. Das ist also meistens die Weise, in der die Staatsformen wechseln, weil so der Übergang von der einen Form in die andere mit den geringsten Änderungen verknüpft ist und am leichtesten zustande kommt.

Autor: Federvieh [ 24. Feb 2012, 08:08 ]
Betreff des Beitrags: Re: Meritokratie

EarlGrey hat geschrieben:

dies sah aristoteles nicht anders..
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Zitat:
Das Königtum geht in Tyrannis über, insofern diese eine Entartung der Monarchie, der Alleinherrschaft, ist und ein nichtswürdiger König zum Tyrannen wird. Die Aristokratie aber geht in Oligarchie über durch die Schlechtigkeit der Machthaber, die die Güter des Staats wider Verdienst verteilen, alles oder das meiste davon für sich behalten, die Ämter immer in die gleichen Hände legen und den Reichtum als das höchste Glück ansehen. Da regieren also Wenige und Schlechte an stelle der Tugendhaftesten und Tüchtigsten. Die Timokratie endlich geht in die Demokratie über; denn diese beiden grenzen aneinander. Auch die Timokratie nämlich überträgt die Herrschaft an die Menge und alle, die die Bedingung des Zensus erfüllen, hält sie als gleich. Die Demokratie ist am wenigsten schlecht, weil sie sich nur wenig von der richtigen Staatsform der Timokratie entfernt. Das ist also meistens die Weise, in der die Staatsformen wechseln, weil so der Übergang von der einen Form in die andere mit den geringsten Änderungen verknüpft ist und am leichtesten zustande kommt.



Tscha - bei Staatsformen muss Mensch immer hinterher sein - Regierungen sind künstlich und alles Menschengemachte regeneriert sich eben nicht von selbst, weil nicht lebendig und gewachsen!

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