Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 18. Jan 2012, 11:09 
Toby hat geschrieben:
Ich denke an an die von mir hochgeachtete goldene Regel, welches im Denken anfängt umgesetzt zu werden. Aber wo fängt diese wirklich an?


ich möchte da vielleicht noch auf einiges andere eingehen, aber erstmal, was verstehst du unter diese goldenen Regel?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken ( Thema der Woche 02 )
BeitragVerfasst: 18. Jan 2012, 19:06 
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Faydit hat geschrieben:
Toby hat geschrieben:
Ich denke an an die von mir hochgeachtete goldene Regel, welches im Denken anfängt umgesetzt zu werden. Aber wo fängt diese wirklich an?


ich möchte da vielleicht noch auf einiges andere eingehen, aber erstmal, was verstehst du unter diese goldenen Regel?


Darunter verstehe ich, dass ich keine Taten ausführe oder begehe, die anderen oder mir selber schaden oder einen Nachteil bringen. Leichter gesagt als getan. Das stimmt und ehrlich gesagt schaffe ich es nicht diese zu 100% einzuhalten. Wenn ich bedenke, wie schnell man jemanden unbedacht verletzt und es selber nicht mitbekommt, da eine jede Nachricht und Aktion bei jedem Menschen anders ankommt und verschieden gedeutet werden kann...

Aber auch in Betracht bezogen, dass es drauf ankommt welches Resultat erzielt wird. Wie manchmal ein Feuer im Wald notwendig ist, dass die Samenkapseln mancher Bäume erst aufspringen und anfangen zu wachsen. Oder einen ungünstig verheilten Bruch, der bevor dieser wieder belastet werden kann, nochmal gebrochen und gerichtet werden müsste. Auch schließe ich sprichwörtliche "Arschtritte" mit ein, die einem selber weh tun können, aber als Ergebnis erzielen, dass ich den Kurs Richtung Untergang (um es deutlich machen zu wollen) änder. Also im Endeffekt keinen Nachteil bringen und eventuelles Leid aufheben...

In dem Sinne meine ich, dass die Energien konstruktiv und produktiv genutzt werden. Auch wenn es zum Beispiel Energien der Zerstörung sind. Denn es kommt darauf an, wie etwa ich etwas nutze oder gestalte und als Aktion fließen lasse...

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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken ( Thema der Woche 02 )
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 11:54 
Toby hat geschrieben:
Darunter verstehe ich, dass ich keine Taten ausführe oder begehe, die anderen oder mir selber schaden oder einen Nachteil bringen. Leichter gesagt als getan. Das stimmt und ehrlich gesagt schaffe ich es nicht diese zu 100% einzuhalten. Wenn ich bedenke, wie schnell man jemanden unbedacht verletzt und es selber nicht mitbekommt, da eine jede Nachricht und Aktion bei jedem Menschen anders ankommt und verschieden gedeutet werden kann...


Da sind wir mitten in einem Dilemma dabei. Inwieweit kannst du in einem bestimmten Moment abschätzen was deine Tat, Handlung, Reaktion für Folgen haben wird?

Wenn du dich nun an die goldene Regel hältst, wie könntest du dir dann beispielsweise Ikea-Möbel, Jeans, ein Handy oder einen PC kaufen, die zu Hungerlöhnen, also eigentlich unmenschlichen Bedingungen irgendwo billig produziert werden? Oder was auch immer? Du müsstest zunächst einmal für alles die Kette lückenlos, bis zu Rohstoffgewinnung zurückverfolgen können um sicher zu sein, niemandem damit geschadet zu haben. Oder nicht?

Also wie weit kann man damit tatsächlich gehen? Inwieweit ist so etwas tatsächlich in aller Konsequenz umsetzbar, lebbar. Als Versuch ja, aber wenn man alle Hintergründe miteinbezieht, was bleibe, außer zu sterben? Du dürftest so gut wie gar nichts mehr tun, denn alles könnte jemandem anderen schaden. Nur weiß man das nie 100%ig.

Nächstes Problem, gerade die Wirtschaft kümmert sich darum so gut wie gar nicht, wenig oder selten. Ethtik am Arbeitsplatz, wirklich faire Bedingungen, jeder ist zufrieden, wohl inzwische eher die Ausnahme denn die Regel. Und die oben spielen ohnehin mitunter ganz andere Spiele.

Also kann jemand versuchen, nach so etwas zu leben, aber er wird mitunter damit durchaus alleine im Regen dastehen. Kann derjenige trotzdem tun, wie lange hält er das dann durch, und vor allem, wozu? Wenn's alle anderen anders machen?

Was ist der Beweggrund dafür? In dem Himmel zu kommen, alles richtig gemacht zu haben?

Unbedacht verletzten wäre also was Schlechtes? Wieso? Vielleicht lag ja das Problem nicht bei dir sondern beim Anderen, also hättest du ihm auf seine Schwachstelle aufmerksam gemacht. Ihm also geholfen, zumindest es versucht. Ob er das so sieht, ist wieder eine andere Sache. Könnte allerdings auch anders sein. Wie das abschätzen? Sicherheitshalber eben nichts tun, sagen, obwohl du es eigentlich möchtest? Dann verleugnest du dich selbst, also schadest dir selbst. Wem schadest du dann lieber, dir oder dem anderen?

Die Idee, der Ansatz klingt ja gut, ist aber wohl tatsächlich gar nicht so einfach. Hinzu kommt, dass auch diese Idee davon ausgeht, dass die vernunft, der Verstand alles steuern könnte, würde. Wie sieht's damit aus, wenn Emotionen ins Spiel kommen, bei einer Affekthandlung zum Beispiel? Hält dann die ethische Norm, der Vorsatz auch noch dem Hormongewitter stand? Und was wenn nicht? Sich wieder mal schuldig, schlecht fühlen?

Toby hat geschrieben:
Aber auch in Betracht bezogen, dass es drauf ankommt welches Resultat erzielt wird. Wie manchmal ein Feuer im Wald notwendig ist, dass die Samenkapseln mancher Bäume erst aufspringen und anfangen zu wachsen. Oder einen ungünstig verheilten Bruch, der bevor dieser wieder belastet werden kann, nochmal gebrochen und gerichtet werden müsste. Auch schließe ich sprichwörtliche "Arschtritte" mit ein, die einem selber weh tun können, aber als Ergebnis erzielen, dass ich den Kurs Richtung Untergang (um es deutlich machen zu wollen) änder. Also im Endeffekt keinen Nachteil bringen und eventuelles Leid aufheben...


Noch schwieriger: Kann man im voraus beurteilen, ob der vermeintliche Nachteil, Schaden nicht ein viel größerer Nutzen gewesen wäre? Wodurch? Nur weil es einem so erscheint? Wieviele Informationen hat man, um das tatsächlich beurteilen zu können? Oder ist die eigene momentane Ansicht, Sichtweise für einen genug? Für das eigene Urteil?
Ist ein Mörder, der jemanden umgebracht hat, der sonst hunderte Menschen selbst ermordet hätte, wenn er nicht ermodet worden wäre, ein Mörder,ein Held, ein Menschenretter? Oder alles zugleich?

Und was würde die goldene Regel dazu jetzt sagen? Was tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken ( Thema der Woche 02 )
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 18:08 
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Du hast den Knackpunkt erkannt :) In der Theorie leicht gesagt, aber in der Praxis, so sehe ich dies, nur gemeinsam umzusetzen, wenn alle mitziehen. Denn so wäre es nicht nötig, wenn ein Mörder jemanden ermordet, der ansonsten hundert andere töten würde, da derjenige ja nicht morden würde...

Ein Mörder bleibt in meinen Augen ein Mörder, egal ob das Resultat etwas erreicht, was noch andereren Schaden verhindern würde. Dies ist nicht nach der goldenen Regel.

Aber von wegen Ethik und umsetzen etc:
In der Hinsicht kann ich ein Buch empfehlen: "Fast nackt - Mein abenteuerlicher Versuch ethisch korrekt zu leben" >>>Info dazu<<<

Aber Warum ich dies versuchen will?
Nicht, weil ich in eine Art Himmel kommen will oder dergleichen. Sondern weil ich andere nicht gerne leiden sehe. Nun ist es wirklich sehr schwer zu erkennen oder zu beurteilen, wo ich wie handeln kann und mag. Ich richte mich danach authentisch zu sein und zu bleiben, sowie was mir mein Gefühl sagt. In dem Sinne richte ich mich danach, was ich selber nicht erleiden oder erdulden wollen würde. Je nach Situation ist dies unterschiedlich...

Ich agiere nach meinem Willen und tatsächlich ist es enorm schwierig, doch je nachdem wie das Resultat ausfällt akzeptiere ich die Konsequenzen und wenn es ein Fehler war, versuche ich dies nicht zu wiederholen. Aber ok, wie erkenne ich, dass ich den anderen mit meinem Handeln nicht schaden werde? Ich überlege, wie es mir ergehen würde, ich versuche mich in die andere Person hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, was demnach meine Möglichkeiten sind. Größenteils ist es Glücksspiel, aber mit viel Menschenkenntnis und Einfühlsamkeit ist ein großer Schritt getan. Ansonsten hilft nur viel Erfahrung und die Fähigkeit Lösungen und Problematiken in einen anderen Kontext umzusetzen.

Wie es mit den Emotionen ist, ist es bei jedem ja anders wieder. Wenn ich extrem sauer werde zum Beispiel, dann werde ich extrem ruhig. Es gehört eine Menge Selbstbeherrschung dazu und Disziplin, die ich aus jahrelangem Kampfsport auch gelernt habe. Respekt um es kurz zu sagen. Dies wage ich von mir zu behaupten. Doch auch Wutausbrüche etwa und dergleichen können mit der Regel in Einklang gebracht werden, solange ich die Selbstbeherrschung bewahre, dass ich meine Emotion nicht an anderen und/oder mir selber entlade/auslasse...

Ich kann leider nicht behaupten, dass ich die goldene Regel zu hundert Prozent umsetze, doch ist dies in meinen Augen ein Idealzustand um miteinander zu leben. Nicht nach dem Motto "Friede", Freude, Eierkuchen", das meine ich nicht, sondern ein miteinander leben, dass man ehrlich zueinander ist und ohne Hintergedanken das tut, was man selber verantworten mag und will, mit dem Gewissen es ohne schlechte Absichten zu tun, dazu aber die Augen offen hält, ob das Handeln ohne schlechte Absichten ("Ich habe es ja nur gut gemeint" wäre einzubringen, wenn ein anderes Ergebnis erzielt wird) nicht doch schadet und dann flexibel den Kurs ändert. Irgendwann hat man genug Erfahrung gesammelt um abzuschätzen, wie weit man gehen kann ohne sich selbst zu verraten.

Wird wie gesagt leichter, desto besser man sich und den Gegenüber kennt oder welche Konsequenzen welche Handlungen nach sich ziehen (können und hierbei abschätzt wie hoch das Risiko ist und ob es sich lohnt dies einzugehen)

Im Miteinander ein Ballanceakt, der im jetzigen wahren Leben mit viel Gelassenheit, Geduld und Ruhe im direkten Kontakt doch größenteils umsetzbar ist, doch desto einfacher durchzuführen, desto mehr mitmachen und nicht nur an sich selbst und ihren großen Vorteil gieren, sowie sich über- oder unterordnen...

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel - umsetzbar, machbar?
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 18:13 
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Ich habe diesen Teil mal abgetrennt als eigenes Thema...

Also: Auch die Frage für und zu andere.

Was stellt ihr euch unter der goldenen Regel vor?
Wie ist eure Meinung dazu, ob diese umsetzbar ist oder nicht?
Je nachdem, wie schaut eure Begründung aus?

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel - umsetzbar, machbar?
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 18:31 
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Ich werde diese Frage als Thema der Woche 04 reinstellen, was meinst du dazu Toby?


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel - umsetzbar, machbar?
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 18:56 
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Muse hat geschrieben:
Ich werde diese Frage als Thema der Woche 04 reinstellen, was meinst du dazu Toby?


Ist ne gute Idee, dass ich diese zugleich in die Tat umsetzte ^^ Auch, wenn sich die Wochen jetzt überschneiden, aber zum Glück ist Zeit "relativ" und selbst nach vielen Physikern eine Illusion... :D

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel - umsetzbar, machbar?
BeitragVerfasst: 19. Jan 2012, 19:02 
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smilies/banana.gif smilies/smilie-gross_312.gif okitoki Toby


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 08:14 
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Hm - interessantes Thema - aber was ist mit Spontaneität?
Jemand, der spontan aus dem Bauch heraus handelt, hat keine Zeit, sich vorher zu überlegen, ob sein Handeln der goldenen Regel entspricht!
Er/sie muss darauf vertrauen, dass der Bauch niemandem schaden will! smilies/ziggi.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 08:54 
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Das ist richtig, aber trotzdem kann man sich fragen, würde ich dieses Handeln wollen, dass mir das passiert oder würde es mich verletzen. So nach dem Motto, was ich nicht will, dass man mir antut, tue auch keinem anderen an.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 11:47 
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Muse hat geschrieben:
Das ist richtig, aber trotzdem kann man sich fragen, würde ich dieses Handeln wollen, dass mir das passiert oder würde es mich verletzen. So nach dem Motto, was ich nicht will, dass man mir antut, tue auch keinem anderen an.



Ja, DAS ist für mich die beste Version - was ich selbst nicht vertrage, tu ich auch niemand Anderem an - zumindest nicht freiwillig!

Wenn ich aber spontan handle, kann ich erst im Nachhinein gucken, was es bewirkt hat! :flugzeug:


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 14:01 
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Federvieh hat geschrieben:
Muse hat geschrieben:
Das ist richtig, aber trotzdem kann man sich fragen, würde ich dieses Handeln wollen, dass mir das passiert oder würde es mich verletzen. So nach dem Motto, was ich nicht will, dass man mir antut, tue auch keinem anderen an.



Ja, DAS ist für mich die beste Version - was ich selbst nicht vertrage, tu ich auch niemand Anderem an - zumindest nicht freiwillig!

Wenn ich aber spontan handle, kann ich erst im Nachhinein gucken, was es bewirkt hat! :flugzeug:


so denk ich es auch...

deshalb kommt es dabei auch auf meine innenausstattung an...
wenn ich zb aggressiv bin, dann weiß ich in etwa, wie sich meine spontanität auf andere, auswirkt...
und wenn ich zb zufrieden bin, dann weiß ich es in etwa auch...
doch was wirklich am ende bei allem rum kommt, sehe ich erst im nachhinein...
es könnte nämlich zb auch geschehen, dass sich jemand über meine aggressivität amysiert...
und meine zufriedenheit könnte sich depremierend auf jemanden auswirken...

ich bin mir nicht sicher, ob es da eine goldene regel geben kann...
jedenfalls nicht eine goldene allgemeinregel...

denn anders rum: manche denken, dass das was ihnen gut tut, auch für andere genauso gilt...tja...dies wäre mir fast zum verhängnis geworden...

obwohl ich selbst eine goldene regel für mich habe:
die grenze meiner freiheit und des so sein wollens, ist dort, wo ich beginne, den anderen zu verletzen, ihm zu schaden...
doch dies geschieht nur nach dem maßstab des anderen und nicht nach meinem eigenen und deshalb kann ich mir da nie ganz sicher sein...

meiner meinung nach, hat dies viel mit dem zu tun, wovon toby spricht, wenn er auf die akasha chronik aufmerksam macht...
da klärt sich in mir vieles, wie von selbst...


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Und... ist Dein Tempel im Garten oder Dein Garten im Tempel ?


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 17:53 
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marsianer78 hat geschrieben:
Federvieh hat geschrieben:
Muse hat geschrieben:
Das ist richtig, aber trotzdem kann man sich fragen, würde ich dieses Handeln wollen, dass mir das passiert oder würde es mich verletzen. So nach dem Motto, was ich nicht will, dass man mir antut, tue auch keinem anderen an.



Ja, DAS ist für mich die beste Version - was ich selbst nicht vertrage, tu ich auch niemand Anderem an - zumindest nicht freiwillig!

Wenn ich aber spontan handle, kann ich erst im Nachhinein gucken, was es bewirkt hat! :flugzeug:


so denk ich es auch...

deshalb kommt es dabei auch auf meine innenausstattung an...
wenn ich zb aggressiv bin, dann weiß ich in etwa, wie sich meine spontanität auf andere, auswirkt...
und wenn ich zb zufrieden bin, dann weiß ich es in etwa auch...
doch was wirklich am ende bei allem rum kommt, sehe ich erst im nachhinein...
es könnte nämlich zb auch geschehen, dass sich jemand über meine aggressivität amysiert...
und meine zufriedenheit könnte sich depremierend auf jemanden auswirken...

ich bin mir nicht sicher, ob es da eine goldene regel geben kann...
jedenfalls nicht eine goldene allgemeinregel...

denn anders rum: manche denken, dass das was ihnen gut tut, auch für andere genauso gilt...tja...dies wäre mir fast zum verhängnis geworden...

obwohl ich selbst eine goldene regel für mich habe:
die grenze meiner freiheit und des so sein wollens, ist dort, wo ich beginne, den anderen zu verletzen, ihm zu schaden...
doch dies geschieht nur nach dem maßstab des anderen und nicht nach meinem eigenen und deshalb kann ich mir da nie ganz sicher sein...

meiner meinung nach, hat dies viel mit dem zu tun, wovon toby spricht, wenn er auf die akasha chronik aufmerksam macht...
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Es ist schrecklich komplex! Wie gut kann man alle seine Mitmenschen kennen, um zu vermeiden, irgendeinen von ihnen auch nur versehentlich zu verletzen?
Ein bisschen kann sicher jeder wegstecken, sehr schwache Menschen wird man instinktiv in Ruhe lassen und ansonsten vertraue ich darauf, dass man früher oder später sehr viel regeln kann, indem man drüber spricht! zauberer.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 18:48 
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Federvieh hat geschrieben:
marsianer78 hat geschrieben:
Federvieh hat geschrieben:
Muse hat geschrieben:
Das ist richtig, aber trotzdem kann man sich fragen, würde ich dieses Handeln wollen, dass mir das passiert oder würde es mich verletzen. So nach dem Motto, was ich nicht will, dass man mir antut, tue auch keinem anderen an.



Ja, DAS ist für mich die beste Version - was ich selbst nicht vertrage, tu ich auch niemand Anderem an - zumindest nicht freiwillig!

Wenn ich aber spontan handle, kann ich erst im Nachhinein gucken, was es bewirkt hat! :flugzeug:


so denk ich es auch...

deshalb kommt es dabei auch auf meine innenausstattung an...
wenn ich zb aggressiv bin, dann weiß ich in etwa, wie sich meine spontanität auf andere, auswirkt...
und wenn ich zb zufrieden bin, dann weiß ich es in etwa auch...
doch was wirklich am ende bei allem rum kommt, sehe ich erst im nachhinein...
es könnte nämlich zb auch geschehen, dass sich jemand über meine aggressivität amysiert...
und meine zufriedenheit könnte sich depremierend auf jemanden auswirken...

ich bin mir nicht sicher, ob es da eine goldene regel geben kann...
jedenfalls nicht eine goldene allgemeinregel...

denn anders rum: manche denken, dass das was ihnen gut tut, auch für andere genauso gilt...tja...dies wäre mir fast zum verhängnis geworden...

obwohl ich selbst eine goldene regel für mich habe:
die grenze meiner freiheit und des so sein wollens, ist dort, wo ich beginne, den anderen zu verletzen, ihm zu schaden...
doch dies geschieht nur nach dem maßstab des anderen und nicht nach meinem eigenen und deshalb kann ich mir da nie ganz sicher sein...

meiner meinung nach, hat dies viel mit dem zu tun, wovon toby spricht, wenn er auf die akasha chronik aufmerksam macht...
da klärt sich in mir vieles, wie von selbst...


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Es ist schrecklich komplex! Wie gut kann man alle seine Mitmenschen kennen, um zu vermeiden, irgendeinen von ihnen auch nur versehentlich zu verletzen?
Ein bisschen kann sicher jeder wegstecken, sehr schwache Menschen wird man instinktiv in Ruhe lassen und ansonsten vertraue ich darauf, dass man früher oder später sehr viel regeln kann, indem man drüber spricht! zauberer.gif


ja...leider geht dies wohl auch überwiegend nur mit menschen, denen die goldene regel am herzen liegt...sonst ist es oft vergebliche liebesmüh', wie ich bisher bei vielen, erlebte...

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 18:56 
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marsianer78 hat geschrieben:
ja...leider geht dies wohl auch überwiegend nur mit menschen, denen die goldene regel am herzen liegt...sonst ist es oft vergebliche liebesmüh', wie ich bisher bei vielen, erlebte...

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Hm - ein wichtiger Punkt scheint mir auch zu sein, dass man zu möglichst gleichen Zeiten zumindest ähnliche Bedürfnisse hat.
Es ist schwer, wenn sich zB eine Eule und eine Lerche lieben - wenn die Eule fit ist und was unternehmen möchte, ist die Lerche müde und will ins Bett und umgekehrt. smilies/a_uhr05.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 21. Jan 2012, 21:59 
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Ich meine, dass genau die Kommunikation extrem wichtig ist und stets ehrlich sagt, wie man etwas aufnimmt und welche Gedanken bzw. Emotionen ausgelöst werden oder wie man sich gerade fühlt. Genau hinzukommend auch zuhört, wenn die andere Person ihr Meinung, das Befinden oder ein FeedBack formuliert und mitteilt. Ein wichtiger Punkt im Miteinander um sich besser zu verstehen und die Bedürfnisse anderer nachvollziehen zu können.

In meinen Augen ist es oft sehr angeraten die Fähigkeit zu haben befriedigende Kompromisse zu entwickeln und anzunehmen um rundum miteinander leben und zurecht kommen zu können...

Je öfter man nun gesagt bekommt und versteht wie es jemanden in verschiedenen Situationen ergeht, desto leichter fällt es dann dies bei dieser Person im Vorraus zu erkennen. Irgendwann schafft man es Menschen nach kurzer Zeit tendenziell gut einzuschätzen. Dann braucht derjenige nicht mehr sagen, wie dessen Befinden ist, da man sich dies selber ausmalen kann. Am effektivsten klappt dies meiner Meinung nach in guten Freundschaften :)

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 08:05 
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Toby hat geschrieben:
Ich meine, dass genau die Kommunikation extrem wichtig ist und stets ehrlich sagt, wie man etwas aufnimmt und welche Gedanken bzw. Emotionen ausgelöst werden oder wie man sich gerade fühlt. Genau hinzukommend auch zuhört, wenn die andere Person ihr Meinung, das Befinden oder ein FeedBack formuliert und mitteilt. Ein wichtiger Punkt im Miteinander um sich besser zu verstehen und die Bedürfnisse anderer nachvollziehen zu können.



Diese Theorie hab ich bis zu meiner - recht späten - Ehe vertreten. Kommunikation nützt nur da, wo sich keiner der beiden Partner durch Feedback auf den Schlips getreten fühlt! Auch, wenn man an sich selbst arbeitet, heißt das nicht, dass man aus dem Stand fähig ist, gleich jede Wahrheit über sich selbst anzuhören und anzunehmen.... : schmoll :


Zitat:
In meinen Augen ist es oft sehr angeraten die Fähigkeit zu haben befriedigende Kompromisse zu entwickeln und anzunehmen um rundum miteinander leben und zurecht kommen zu können...



Ja - wenn es tatsächlich BEFRIEDIGENDE Kompromisse GIBT!


Zitat:
Je öfter man nun gesagt bekommt und versteht wie es jemanden in verschiedenen Situationen ergeht, desto leichter fällt es dann dies bei dieser Person im Vorraus zu erkennen. Irgendwann schafft man es Menschen nach kurzer Zeit tendenziell gut einzuschätzen. Dann braucht derjenige nicht mehr sagen, wie dessen Befinden ist, da man sich dies selber ausmalen kann. Am effektivsten klappt dies meiner Meinung nach in guten Freundschaften :)



Ja - bei Freundschaften klappt es auch meiner Erfahrung nach am besten. Da läuft das praktisch nebenher mit, dass man registriert, was Sache ist. Bei Freunden suchen manche (oder viele?) aber auch das Seelenverwandte, während beim Partner auch schon mal das Gegensätzliche anzieht - ok, kann auch bei Freunden passieren.
Ein gewisses Maß an geistiger und seelischer Verwandtschaft muss aber da sein, damit es klappt! Ok, das ist halt MEINE Erfahrung!


:Tukor:


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 10:19 
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Toby hat geschrieben:
Ich meine, dass genau die Kommunikation extrem wichtig ist und stets ehrlich sagt, wie man etwas aufnimmt und welche Gedanken bzw. Emotionen ausgelöst werden oder wie man sich gerade fühlt. Genau hinzukommend auch zuhört, wenn die andere Person ihr Meinung, das Befinden oder ein FeedBack formuliert und mitteilt. Ein wichtiger Punkt im Miteinander um sich besser zu verstehen und die Bedürfnisse anderer nachvollziehen zu können.



Diese Theorie hab ich bis zu meiner - recht späten - Ehe vertreten. Kommunikation nützt nur da, wo sich keiner der beiden Partner durch Feedback auf den Schlips getreten fühlt! Auch, wenn man an sich selbst arbeitet, heißt das nicht, dass man aus dem Stand fähig ist, gleich jede Wahrheit über sich selbst anzuhören und anzunehmen.... : schmoll :

Dem stimme ich zu ;) Dort, wo man ein FeedBack gibt, gehört es dazu, wenn es erfolgreich sein soll, dass dieses auf offene Ohren trifft. Eventuell ist es von Nöten (wie bei mir), dass man auch erfährt, wenn man stets abweisend reagiert, dass dies oftmals (und wenn auf langer Sicht) zum Nachteil für sich selber führt... Man braucht eine gewisse geistige Reife und Selbstvertrauen um Kritiken (die selbstverständlich konstruktiv sein sollten) objektiv anzuhören und verstehen zu wollen.

Zitat:
In meinen Augen ist es oft sehr angeraten die Fähigkeit zu haben befriedigende Kompromisse zu entwickeln und anzunehmen um rundum miteinander leben und zurecht kommen zu können...



Ja - wenn es tatsächlich BEFRIEDIGENDE Kompromisse GIBT!

Hier denke ich, dass es wieder auf eine gewisse geistige Reife ankommt, in der man bereit ist, flexibel auf Kompromisse einzugehen. Es geht ja darum, dass beide sich zufrieden geben. Nun ist die Frage, ob ich zufrieden bin, wenn ich zufrieden bin oder mein Gegenüber ohne, dass ich mich selber ins Abseits stelle... Fingerspitzengefühl scheint mir nötig.

Zitat:
Je öfter man nun gesagt bekommt und versteht wie es jemanden in verschiedenen Situationen ergeht, desto leichter fällt es dann dies bei dieser Person im Vorraus zu erkennen. Irgendwann schafft man es Menschen nach kurzer Zeit tendenziell gut einzuschätzen. Dann braucht derjenige nicht mehr sagen, wie dessen Befinden ist, da man sich dies selber ausmalen kann. Am effektivsten klappt dies meiner Meinung nach in guten Freundschaften :)



Ja - bei Freundschaften klappt es auch meiner Erfahrung nach am besten. Da läuft das praktisch nebenher mit, dass man registriert, was Sache ist. Bei Freunden suchen manche (oder viele?) aber auch das Seelenverwandte, während beim Partner auch schon mal das Gegensätzliche anzieht - ok, kann auch bei Freunden passieren.
Ein gewisses Maß an geistiger und seelischer Verwandtschaft muss aber da sein, damit es klappt! Ok, das ist halt MEINE Erfahrung!


:Tukor:


Ja, wer wie mit wem ist immer eine individuelle Lage. In meinen Augen ist es aber nicht notwendig, dass irgendeine Art von seelischer oder geistiger Verwandschaft vorliegt, sondern dass man sich versteht. Und Verständnis ist in meinen Augen eine Frage der Übung, des TRainings. Sowie des Wollens...

Es fällt wohl leichter, wenn eine gewisse Verwandschaft vorliegt, doch meist ist es eine Frage der Zeit, die gebraucht wird um sich fürseitig kennen zu lernen und zu verstehen. Manche brauchen nur einen Augenblick, bei anderen eventuell nen Jahr (Schul-,Ausbildungs- oder Arbeitsjahr?) oder länger bzw. kürzer...

Also wenn ich mir selber gegenüber stehen würde, wüsste ich nicht, ob ich mir zuhören würde. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mich selber stark nerven würde, aber auch, dass ich mich mit mir selber gut verstehen könnte. Vielleicht daraus jedoch auch eine Art von nicht akzeptieren resultieren könnte. Wer kann ehrlicher zu einem sein, als man selber, in dem Fall, dass man sich sehr gut kennt?

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 10:44 
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Toby hat geschrieben:
Wer kann ehrlicher zu einem sein, als man selber, in dem Fall, dass man sich sehr gut kennt?

Auch wenn man sich selbst gut kennt, kann es passieren, dass man im Affekt doch anders handelt, als man normalerweise handeln würde. Da spielen die Emotionen doch eine große Rolle, die man nicht immer im Griff hat. Aber würden diese nicht zugelassen, wird man doch zu einer gefühllosen Maschine. Auch wenn dadurch schmerzliche Erfahrungen entstehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 11:11 
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Ja, das kann schon sein ;) Aber ich meinte mehr in die Richtung in der Bewertung des eigenen Handelns und Denkens. Sich also Nichts vorlügt oder schön redet, da man selber ja generell weiß, was man getan hat und meist die Auswirkungen miterlebt. Anderen Menschen fehlen öfters die Details, da sie in vielen Fällen nicht dabei waren und wenn doch, die Eindrücke von einem selbst nicht haben. Ich habe es so erlebt, dass ich mit all meinen aufgenommenen Informationen ehrlicher zu mir selber sein kann als Andere, denen manche Informationen fehlen um vollständig zu beurteilen. Genauso andersrum frage ich andere stets nach Details und Nebeninformationen, sobald um meine Meinung gebeten wird. Damit ich ein möglichst vollständiges Bild habe...

Daraus ist es möglich zukünftig in gleicher Zeit mehr zu bedenken oder zu wissen, dass einiges garnicht erst angebracht erscheint, bevor man handelt oder etwa nicht?

Nur wer mich besser kennt und/oder die jeweiligen Situationen, als ich selber, ist in der Lage ehrlicher zu mir zu sein, als ich.

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 13:16 
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Toby hat geschrieben:
Ja, das kann schon sein ;) Aber ich meinte mehr in die Richtung in der Bewertung des eigenen Handelns und Denkens. Sich also Nichts vorlügt oder schön redet, da man selber ja generell weiß, was man getan hat und meist die Auswirkungen miterlebt.

und genau dies, halte ich für den größten schwerpunkt...man merkt meist nicht, dass man sich einen, in die tasche lügt oder irrt...
die eigene handlung wird meist (trotz des drumherum-wissens ),
heruntergespielt...beschönigt...verdreht...
auch die auswirkungen...


Anderen Menschen fehlen öfters die Details, da sie in vielen Fällen nicht dabei waren und wenn doch, die Eindrücke von einem selbst nicht haben. Ich habe es so erlebt, dass ich mit all meinen aufgenommenen Informationen ehrlicher zu mir selber sein kann als Andere, denen manche Informationen fehlen um vollständig zu beurteilen. Genauso andersrum frage ich andere stets nach Details und Nebeninformationen, sobald um meine Meinung gebeten wird. Damit ich ein möglichst vollständiges Bild habe...

ich denke, auch dann ergibt sich nie ein vollständiges bild...wenn , dann vielleicht annähernd oder ähnlich...aber vollständig ?
hm...


Daraus ist es möglich zukünftig in gleicher Zeit mehr zu bedenken oder zu wissen, dass einiges garnicht erst angebracht erscheint, bevor man handelt oder etwa nicht?

ja, aber nur wenn jemand wirklich in der lage ist, sich keinen mehr vor zu machen...
doch meist macht man sich schon damit, einen vor...


Nur wer mich besser kennt und/oder die jeweiligen Situationen, als ich selber, ist in der Lage ehrlicher zu mir zu sein, als ich.


hm...wer kennt mich besser, als ich selbst ?
oder meine situation ?
wenn ich sie selbst nicht mal richtig checken kann ?
wer dann ?
jeder kann da nur von sich selbst ausgehen...
darüber werde ich wohl noch etwas länger nachsinnen...
bisher erst mal nur so viel zu meinen gedanken darüber...
smilies/herzen-smilies-018102.gif GroupHug.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 22. Jan 2012, 15:09 
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Toby hat geschrieben:
Ja, das kann schon sein ;) Aber ich meinte mehr in die Richtung in der Bewertung des eigenen Handelns und Denkens. Sich also Nichts vorlügt oder schön redet, da man selber ja generell weiß, was man getan hat und meist die Auswirkungen miterlebt. Anderen Menschen fehlen öfters die Details, da sie in vielen Fällen nicht dabei waren und wenn doch, die Eindrücke von einem selbst nicht haben. Ich habe es so erlebt, dass ich mit all meinen aufgenommenen Informationen ehrlicher zu mir selber sein kann als Andere, denen manche Informationen fehlen um vollständig zu beurteilen. Genauso andersrum frage ich andere stets nach Details und Nebeninformationen, sobald um meine Meinung gebeten wird. Damit ich ein möglichst vollständiges Bild habe...



Ja - da muss ich wieder zustimmen - geht mir auch so, wenn es um Dinge geht, die mich selbst und mein Erleben betreffen.
Wenn es um Andere geht, dann frage ich gerne bei Dritten nach, ob meine Wahrnehmung mit ihrer übereinstimmt, damit ich nicht eine Projektion meinerseits für die Realität halte....


Zitat:
Daraus ist es möglich zukünftig in gleicher Zeit mehr zu bedenken oder zu wissen, dass einiges garnicht erst angebracht erscheint, bevor man handelt oder etwa nicht?



Ja - Einiges, was ich in meiner Jugend "verbockt" habe, würde mir heute im Traum nicht mehr einfallen. Allerdings auch nur deshalb, weil ich 's verbockt hab und daraus gelernt hab! :D


Zitat:
Nur wer mich besser kennt und/oder die jeweiligen Situationen, als ich selber, ist in der Lage ehrlicher zu mir zu sein, als ich.



Hm, nicht ganz. Ehrlichkeit hat nichts damit zu tun, ob man die Lage und die Details kennt, sondern damit, ob man das, was man wahrnimmt - und sei es noch so rudimentär und verzerrt - wahrheitsgetreu berichtet! :Tukor:


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 25. Jan 2012, 08:52 
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Es ist äußerst schwierig immer nach der goldenen Regel zu handeln, denn jeder ist irgendwie durch seine Kindheit oder negativen Erfahrungen geprägt und ich ertappe mich selbst oft genug dabei, dass ich durch diese Erfahrungen nicht so mit meinen Mitmenschen umgehe, wie mein ich es eigentlich will, nämlich keinen zu verletzen, aber sich selbst trotzdem treu bleiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 25. Jan 2012, 12:02 
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......ich würde gern eine these aufstellen,
was ist wenn jeder mensch gerade so handelt-
wie er gerade kann,
es niemals eine bewusste absicht gibt,
den anderen zu verletzen

nur da wo eine verletzung ist,
etwas aufgewühlt wird-
weil es dort noch heilung bedarf,

ist dann die vermeintlich verletzung nicht eher ein geschenk
ohne das sie jemals sonst erkannt worden wäre?

<<<das erinnert mich an meinen sohn,der sich nach drei jahren gemeldet hat
der mir sagte bei unserem date,
es war gut das du mich rausgeschmissen hast von zu hause,es hat wehgetan-
dennoch war es das beste was mir passiert ist,als ich ihn fragte :"warum war es für dich gut?,sagte er,weil ich gelernt habe,mich auf mich zu verlassen,weil mir bewusst geworden ist,das ich ohne deine hilfe meinen weg gehen lernen muss,weil ich die kraft gefunden habe,an mich zu glauben und weil ich gelernt habe,verantwortung für mein leben zu übernehmen

und wisst ihr::::.genau aus diesen gründen,habe ich es getan<<<und es bestätigt mir,das mein sohn eine so starke bindung zu mir hatte,die sie mich erdrückt,mir den freiraum,die luft genommen hat
nicht alles ist,was scheinbar schlecht aussieht ist immer negativ,oder verletzend

es geht auch darum seine grenzen zu überwinden,oder zu spüren,das man nicht als egomane durch die welt laufen kann,seinen willen kompromisslos auf den rücken von anderen menschen austragen kann-und dabei alle personen,mit in seinen eigenen sumpf zieht

für mich gibt es keine goldene regel,
lediglich werte der moral und ethik......aber dies sind nur meine!


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 25. Jan 2012, 19:01 
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wildpferd hat geschrieben:
......ich würde gern eine these aufstellen,
was ist wenn jeder mensch gerade so handelt-
wie er gerade kann,
es niemals eine bewusste absicht gibt,
den anderen zu verletzen

nur da wo eine verletzung ist,
etwas aufgewühlt wird-
weil es dort noch heilung bedarf,

ist dann die vermeintlich verletzung nicht eher ein geschenk
ohne das sie jemals sonst erkannt worden wäre?

<<<das erinnert mich an meinen sohn,der sich nach drei jahren gemeldet hat
der mir sagte bei unserem date,
es war gut das du mich rausgeschmissen hast von zu hause,es hat wehgetan-
dennoch war es das beste was mir passiert ist,als ich ihn fragte :"warum war es für dich gut?,sagte er,weil ich gelernt habe,mich auf mich zu verlassen,weil mir bewusst geworden ist,das ich ohne deine hilfe meinen weg gehen lernen muss,weil ich die kraft gefunden habe,an mich zu glauben und weil ich gelernt habe,verantwortung für mein leben zu übernehmen

und wisst ihr::::.genau aus diesen gründen,habe ich es getan<<<und es bestätigt mir,das mein sohn eine so starke bindung zu mir hatte,die sie mich erdrückt,mir den freiraum,die luft genommen hat
nicht alles ist,was scheinbar schlecht aussieht ist immer negativ,oder verletzend

es geht auch darum seine grenzen zu überwinden,oder zu spüren,das man nicht als egomane durch die welt laufen kann,seinen willen kompromisslos auf den rücken von anderen menschen austragen kann-und dabei alle personen,mit in seinen eigenen sumpf zieht

für mich gibt es keine goldene regel,
lediglich werte der moral und ethik......aber dies sind nur meine!



Hm - man könnte eine zweite Regel formulieren!
Vielleicht sowas wie: Tu was du kannst - was anderes geht eh nicht!

: big laughing :


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 25. Jan 2012, 22:00 
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jep das bestätigt noch meine aussage,das wir immer das tun,
was wir gerade tun können
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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 06:32 
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wildpferd hat geschrieben:
jep das bestätigt noch meine aussage,das wir immer das tun,
was wir gerade tun können
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Ich frag mich allerdings, ob das manchmal mehr sein könnte - aber auf jeden Fall, DAS, was wir tun, das KÖNNEN wir auch - so gut wir es können! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 17:15 
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ich hab desöfteren das gefühl, es hätte mehr sein können, als ich meinte, zu können...
:boys_0222: :kichern: :kaffeee:

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 17:41 
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Nun was beinhaltet der Satz: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
Es beinhaltet den Schritt zur ethischen Eigenverantwortung, die das Sich-Hineinversetzen in die Lage Betroffener zum Kriterium für moralisches Handeln macht und deshalb auch zur Selbstkorrektur beiträgt, also die Menschenwürde anderer achtet.
So wie Konfuzius in seiner Regel A. 6,28 sagt:
„Die Fähigkeit, andere nach dem zu beurteilen, was uns selbst nahe ist, kann das Mittel zur Herstellung von Menschlichkeit genannt werden.“

Buddah lehrt ausgehend vom Wunsch jeder Person, nicht zu sterben, für sich Glück zu suchen und Leid zu verabscheuen:

„Was für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, das ist auch für den anderen eine unliebe und unangenehme Sache. Was da für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, wie könnte ich das einem anderen aufladen?“

Daraus folgert er die sieben heilvollen Handlungsweisen, an erster Stelle: sich des Tötens von Lebendigem zu enthalten und andere für dieses Absehen vom Töten zu loben. Dies sei der rechte Lebenswandel in Werken, über den sich Jeder völlig klar werden könne. Dies ist hier keine Anweisung, sondern eine aus Selbstbeobachtung gewonnene Einsicht und so Basis aller ethischen Regeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 08:08 
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Muse hat geschrieben:
„Was für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, das ist auch für den anderen eine unliebe und unangenehme Sache. Was da für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, wie könnte ich das einem anderen aufladen?“



Leider stimmt dieser Satz nicht - oder Gott sei Dank - denn sonst gäbe es keine Arbeitsteilung!
Es gibt Menschen, die führen gerne Buch - für mich ist das ein Graus - um nur mal ein einziges Beispiel zu nennen!

Es stimmt nur für die Grundbedürfnisse - jeder Mensch braucht Nahrung, Kleidung, Wärme, Liebe und Freiraum - aber die Art und das Ausmaß derselben variiert auch stark von Mensch zu Mensch!

Eigentlich kann man die goldene Regel den Hasen geben - sie ist lediglich ein Anhaltspunkt.

Hm, ich versuch mal, eine "Regel" zu formulieren, die es meines Erachtens besser trifft: Geh so aufmerksam durch die Welt, wie du kannst, achte und beachte deine Mitmenschen, so wie dich selbst und respektiere die verschiedenen Wünsche und Bedürfnisse - bilde dir aber nicht ein, dass du sie alle erfüllen könntest oder gar müsstest! :Tukor:


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 09:19 
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Federvieh hat geschrieben:

Eigentlich kann man die goldene Regel den Hasen geben - sie ist lediglich ein Anhaltspunkt.

richtig... :kichern: smilies/flower.gif

Hm, ich versuch mal, eine "Regel" zu formulieren, die es meines Erachtens besser trifft: Geh so aufmerksam durch die Welt, wie du kannst, achte und beachte deine Mitmenschen, so wie dich selbst und respektiere die verschiedenen Wünsche und Bedürfnisse - bilde dir aber nicht ein, dass du sie alle erfüllen könntest oder gar müsstest! :Tukor:



WOW...liebes federvieh... smilies/danke.gif smiley_emoticons.gif GroupHug.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 10:10 
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Federvieh hat geschrieben:
Muse hat geschrieben:
„Was für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, das ist auch für den anderen eine unliebe und unangenehme Sache. Was da für mich eine unliebe und unangenehme Sache ist, wie könnte ich das einem anderen aufladen?“



Leider stimmt dieser Satz nicht - oder Gott sei Dank - denn sonst gäbe es keine Arbeitsteilung!
Es gibt Menschen, die führen gerne Buch - für mich ist das ein Graus - um nur mal ein einziges Beispiel zu nennen!

Es stimmt nur für die Grundbedürfnisse - jeder Mensch braucht Nahrung, Kleidung, Wärme, Liebe und Freiraum - aber die Art und das Ausmaß derselben variiert auch stark von Mensch zu Mensch!

Eigentlich kann man die goldene Regel den Hasen geben - sie ist lediglich ein Anhaltspunkt.

Hm, ich versuch mal, eine "Regel" zu formulieren, die es meines Erachtens besser trifft: Geh so aufmerksam durch die Welt, wie du kannst, achte und beachte deine Mitmenschen, so wie dich selbst und respektiere die verschiedenen Wünsche und Bedürfnisse - bilde dir aber nicht ein, dass du sie alle erfüllen könntest oder gar müsstest! :Tukor:

Nun so viel Unterschied zwischen Buddhas Worten und den deinen sehe ich da nicht. Wenn du das Beispiel Arbeitsteilung anführst, so ist sie auch da anwendbar, denn was du nicht willst für dich, nämlich dich totschuften und der andere liegt auf der faulen Haut, so wirst du die Arbeit teilen und damit auch dem anderen die Last abnehmen. Es ist eine Hilfe für zwischenmenschlichen Umgang.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 11:24 
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Muse hat geschrieben:

Nun so viel Unterschied zwischen Buddhas Worten und den deinen sehe ich da nicht. Wenn du das Beispiel Arbeitsteilung anführst, so ist sie auch da anwendbar, denn was du nicht willst für dich, nämlich dich totschuften und der andere liegt auf der faulen Haut, so wirst du die Arbeit teilen und damit auch dem anderen die Last abnehmen. Es ist eine Hilfe für zwischenmenschlichen Umgang.



Ja stimmt, wenn ich von etwas, das ich mit Freude tue, zu viel übernehme, wird aus Freude Last und Mißvergnügen!
Diesen Aspekt hatte ich selber aus diesen Worten gar nicht rausgelesen....
Danke für den Hinweis! smilies/blume0019.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 16:32 
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was mir noch so dabei durch den kopf geht, bezüglich einer goldenen regel: in irgendeinem forum, weiß nicht mehr welchem, hab ich was zu lesen bekommen...
da hat doch glatt jemand gemeint, dass er der meinung sei, dass andere menschen schmerzen lieben und daher würde er ihnen auch welche zufügen...
und was ihm gut täte, hätte er auch diesen nur gutes tun wollen und da bin ich der meinung, dass es doch keine andere goldene regel geben kann, als dass man das lieber vom anderen trennt, was jeweils für sich will...
diese version hatte mich zu tiefst erschüttert...
hatte es fast schon wieder vergessen...
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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 08:23 
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Das Beispiel von Wildpferd, die ihren Sohn rausgeschmissen hat, obwohl es sowohl für sie als auch ihren Sohn schmerzhaft war läßt mich fragen hat sie jetzt nach der goldenen Regel gehandelt oder nicht?
Im ersten Ansatz sieht es so aus, als hätte sie gegenteilig gehandelt, weil es für beide kurzfristig schmerzhaft war. Doch langfristig gesehen hat sie etwas gemacht, was für ihn Rettung war und auch das Verhältnis Mutter - Sohn wieder verbessert hat.
Hat sie da nicht doch nach der goldenen Regel gehandelt, weil sie eine Handlung gesetzt hat, die beiden geholfen hat?
Oder sehe ich das falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 08:46 
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Muse hat geschrieben:
Das Beispiel von Wildpferd, die ihren Sohn rausgeschmissen hat, obwohl es sowohl für sie als auch ihren Sohn schmerzhaft war läßt mich fragen hat sie jetzt nach der goldenen Regel gehandelt oder nicht?
Im ersten Ansatz sieht es so aus, als hätte sie gegenteilig gehandelt, weil es für beide kurzfristig schmerzhaft war. Doch langfristig gesehen hat sie etwas gemacht, was für ihn Rettung war und auch das Verhältnis Mutter - Sohn wieder verbessert hat.
Hat sie da nicht doch nach der goldenen Regel gehandelt, weil sie eine Handlung gesetzt hat, die beiden geholfen hat?
Oder sehe ich das falsch?



Hm, ich habe die goldene Regel so verstanden, dass man einem anderen Menschen nicht etwas antun soll, was man selber nicht abkriegen möchte.
Sie hat also dann nach der goldenen Regel gehandelt, wenn ihr selbst es nichts ausgemacht hat/hätte, von den Eltern rausgeworfen zu werden....


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 09:00 
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Hm, ich sehe es so, dass es ihr was ausgemacht hat, dass ihr Sohn vor die Hunde geht wenn er zu Hause bleibt, weil sie es selber für sich nicht will, vor die Hunde zu gehen und sie weiß wie furchtbar das sein kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 09:24 
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Muse hat geschrieben:
Hm, ich sehe es so, dass es ihr was ausgemacht hat, dass ihr Sohn vor die Hunde geht wenn er zu Hause bleibt, weil sie es selber für sich nicht will, vor die Hunde zu gehen und sie weiß wie furchtbar das sein kann.



Ja - diese Version wäre eindeutig goldene Regel! smilies/blume0019.gif

Hm, bei mir ist es übrigens genau umgekehrt - ich könnte meinen Sohn niemals raussetzen - egal, was er tut und vor allem nicht, wenn es ihm schlecht geht/ginge, denn für mich selbst wäre es unvorstellbar entsetzlich gewesen, wenn meine Eltern mich rausgeworfen hätten - ich lebte eh in der Angst, dass sie es irgendwann tun und mein Vater hätte es auch getan, nur hielt meine Mutter dann doch zu mir.

Ich frage mich aber immer wieder, ob ich nicht ZU geduldig bin!


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 09:41 
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So eine Entscheidung kann unheimlich schwierig sein. Nimm mal einen Alkoholiker her, du willst ihm helfen, unternimmst dazu alles, was du glaubst, dass es hilft, tja es funktioniert nicht, denn er muß selbst erkennen, dass er sich und seine Umwelt zerstört. Du hast zwei Möglichkeiten, du schaust machtlos zu wie er weitersäuft und seine Umfeld terrorisiert oder du machst einen Strich und schmeißt ihn aus deinem Leben in der Hoffnung dass es ihm damit so schlecht geht, damit er erkennt und sich selbst eingesteht, so geht es nicht weiter.
Tja nur gibt es da dazwischen so viele Facetten, die so eine Entscheidung erschweren.
Bei der ersten Möglichkeit stirbt die Liebe zu diesem Menschen mit der Zeit, bei der zweiten kann sie weiterleben, aber aus der Entfernung.


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 Betreff des Beitrags: Re: die goldene Regel (Thema der Woche 04)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2012, 10:21 
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Muse hat geschrieben:
So eine Entscheidung kann unheimlich schwierig sein. Nimm mal einen Alkoholiker her, du willst ihm helfen, unternimmst dazu alles, was du glaubst, dass es hilft, tja es funktioniert nicht, denn er muß selbst erkennen, dass er sich und seine Umwelt zerstört. Du hast zwei Möglichkeiten, du schaust machtlos zu wie er weitersäuft und seine Umfeld terrorisiert oder du machst einen Strich und schmeißt ihn aus deinem Leben in der Hoffnung dass es ihm damit so schlecht geht, damit er erkennt und sich selbst eingesteht, so geht es nicht weiter.
Tja nur gibt es da dazwischen so viele Facetten, die so eine Entscheidung erschweren.
Bei der ersten Möglichkeit stirbt die Liebe zu diesem Menschen mit der Zeit, bei der zweiten kann sie weiterleben, aber aus der Entfernung.



Hm, ja - aber manchmal verstärkt man eine Verhaltensweise, indem man sie beachtet. Mein Vater war auch mal soweit, abzurutschen, er hat damals schon morgens getrunken. Meine Mutter machte ihm ständig Vorwürfe, aber das machte es nur noch schlimmer. Erst, als sie es einfach ignorierte, hörte er wieder auf.....
Ich fürchte, es gibt eben doch nur den EINZELfall.....
In irgendeinem schamanischen Buch fand mein Mann mal den interessanten Satz: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Meiner Erfahrung nach stimmt das!


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