Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Wie spreche ich es an? Fehlt das Feingefühl...
BeitragVerfasst: 3. Jun 2011, 22:38 
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Moinsen

Kein Plan, ich fahre morgen zu meinen Eltern, denn der kleine Bruder hat Geburtstag. 18. Geburtstag...

Ich bleibe zwei Tage da, doch da es keinen Weg drum rum gibt, habe ich vor, dem Vater früzeitig von zu unerrichten. Eigentlich kein Thema, aber sowas in meiner Familie schon... -.- Ist für mich sehr tiefgehend und der erste Text hier, der wirklich tief persönlich für mich wird, deshalb hadere ich, diesen Text später auch abzuschicken...

Ich habe vor erneut zum Psychologen/Psychotherapeut zu gehen und in der Familie darf niemand krank sein. Die bisherigen Diagnosen die ich habe, stimmen absolut nicht, wie ich in den Monaten, in denen ich von zu Hause draußen bin, erfahren durfte. Nun ja. Ich bin noch über den Vater privat versichert, da ich einfach nicht rauskomme aus dieser. Die Rechnungen erhält er stets weiter und da steht immer genau drauf, was wie wo los ist. Erst etwa August bis Oktober habe ich die Chance in die Gesetzliche zu wechseln, doch habe ich nicht vor so lange zu warten...

Ich habe wirklich keine Idee, wie ich das ansprechen soll. Auf der einen Seite werden die der Fehldiagnose froh sein, auf der anderen sehr erschrocken, wenn sie die kommende, aber noch nicht offizielle Diagnose hören. "Frühkindlicher Autismus mit Hyperaktivität", die ich schon mein Leben lang habe. Dies ist dann als eine Behinderung angesehen, anstatt Krankheit, die erst viele Jahre später wirklich zum Ausbruch kommt...

Ich weiß nicht, obs positiver klingt Autist als Borderliner zu sein... ^^' Aber die Information wird er so oder so erhalten und ich habe vor sowas immer selber jemanden ins Gesicht zu sagen, wenn es nicht anders geht...

Nur schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich dies nicht tat...

Mir wurden damaös schon Vorwürfe gemacht, dass ich denen Vorwürfe machen würde (Absolut Paradox), dass sie die vorherigen zweite Diagnose von ADHS nicht früher gewusst hätten, aber die Neue würde bedeuten, dass sie mich unter den Bedingungen noch stärker durch die Hölle geschickt haben. Sie würden sich bestimmt noch mehr Vorwürfe machen und auf mich projezieren, da Sachen abverlangt wurden, die mich absolut überfordert haben...

Und diese Frage habe ich mir im Nachhinein stets gestellt gehabt: Warum war ich immer so überfordert? Doch schöpfe ich hieraus auch Hoffnung für meine spätere Arbeit als Erzieher, was alles aus jemanden werden kann, dem normalerweise sowas nicht zutrauen würde. Doch habe ich vor, dies feinfühliger zu tun :D

Doch ich Verstehe plötzlich alles viel besser, was los ist. Meine Scheue vor Körperkontakt, die kleinste Berührung (ein Anticken) mich an die Decke springen lässt, während wirklich harte Kontakte kaum registriert werden. Meine Sprachprobleme früher bis in die Pubertät hinein, Meine Ungeschicktheit in der gesamten Koordination, was ich alles durch Karate irgendwie bisschen ausglich und jede meiner Bewegungen daraus noch resultieren :D Und diese Überreizung von Sinneseindrücken, die ich stets als "Ist so" behandelt habe. Und ist so, ich bleibe Tobie halt... :D

Beispiel: Die Sonne blendet extrem, selbst bei indirektem Licht, aber die Sonnenbrille nervt auch ständig, denn dann habe ich anstatt der Nase, die ich immer sehe, noch diese Brillenumrandung vor Augen, wie ein schwarzer Balken quer durchs Gesicht. Durch die Brille getönt, unter der Brille hell...

Also was ist besser? Auf oder ab? -.-'

Aber ganz ehrlich. Das erfüllt mich dann noch mehr mit stolz, was ich alles geschafft habe :D Ich bin nicht eingeknickt in meinem Leben, sondern habe nie aufgegeben, wie ich bisher annahm...

Ich habe sprechen (durch Dressur) gelernt, kann anderen Leuten knallhart in die Augen blicken, Mich offen unterhalten und meine Meinung kund tun...
Habe Fachhochschulreife, war Trainer im Karate, War im Vorstand eines sozialen Vereins, bin Motorrad gefahren, sozial aktiv, wenn ich will, aber naiv...

Habe Freunde und Freundin gehabt ^^
"Ich gehe meinen eigenen Weg, zur Not ohne euch..."
Diesen Ausspruch meinte ich stets ernst und kann ich nicht verstehen, wenn Leute sowas sagen nur um sich selber besser zu gefallen und ungekonnt abzukapseln... -.-

Und gerade das Hauptproblem, der fehlenden Gefühlswelt zur Außenwelt habe ich gut kompensiert :) Auch, wenn vieles einfach unverständlich bleibt, selbst wenn ich dies erkenne. Da muss ich mich doch mal selber loben, denn desto mehr ich hier schreibe, desto besser fühle ich mich gerade...

Wenn ich mich entspanne und nachdenke bzw. in meine Phantasiewelt abtauche, da mir langweilig ist, dann ist noch zu sehen, dass ich mit dem Oberkörper vor und zurück schwenke oder die typischen Bewegungen mache. Ist einfach der angenehmste Zustand sage ich mal ^^ Absolutes abkapseln von der Umwelt und sozusagen "Abschalten" :) Dachte stets, meine Wahrnehmung wäre auch wie die von anderen. Wie etwa von den Straßenlaternen in der Nacht nicht nur das weiße Licht, sondern das Farbspektrum des Regenbogens abstrahlen zu sehen, was andere nur bekifft sehen konnten und mich des wunderte...

Wisst ihr was? Ich habe mir gerade fast selber die Antwort gegeben, wie ich des morgen oder übermorgen mache. Es hat so viele Vorteile, da kann nichts Schlimmes dran sein, wenn ich nicht alles erwähne, denn die Nachteile habe ich aufgrund von Strenge und Härte des Vaters, der Mutter, sowie pure Konfrontation ohne Gnade in der Umwelt gut ausgeglichen, indem ich stets interagieren musste und mit meiner Umwelt arbeiten musste...
(Auch, wenn dies im Negativsten geschehen ist. Aus absoluter Angst)

Lieben Gruß, der Tobie

PS: Ich frage mich, warum ich des hier trotzdem abschicke... ^^'

Und da dies alles erblich bedingt ist würde dies auch die Zersprungenheit der Familie erklären und warum unsere sozialen Kontakte untereinander so dürftig sind, es keine wirklichen Familienbande gibt...

Neuste Studie: Autismus ist ein extrem männliches Gehirn aufgrund von zu viel weiblichen Hormonen während der Schwangerschaft (Ist auf dünnem Eis die These). Und da der Körper stets gegenarbeitet nach meinem Wissen schlussfolgere ich um einen Ausgleich zu schaffen (So enstehen Entzüge), wird nach der Geburt zu viel Testosteron ausgeschüttet und ist hinterher auch stets erhöht, da das weibliche Hormon wegfällt...
Ich bin der erste Sohn und ich habe drei ältere Schwestern. Wäre so plausibel, dass die Mama noch auf "weiblich" eingestellt war, ich aber männlich wurde :D Interessant, interessant ^^

Wünscht mir Glück fürs Gespräch mit den Eltern... smilie_tra_012.gif Bisschen nervös bin ich ja trotzdem noch...

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Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie spreche ich es an? Fehlt das Feingefühl...
BeitragVerfasst: 3. Jun 2011, 23:58 
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Nun ja. Meine Befürchtung ist, dass es eskaliert und selbst wenns erst übermorgen ist, ist es schade für meinen kleinen Bruder, wenn wir uns während seinem Geburtstag am Ende in die Haare kriegen...
Ich kenne ihn am Besten, deswegen tuts mir echt weh, denn Anfang 2008 war er noch mein großes Vorbild. Verstehste, von dem Menschen enttäuscht zu werden, obwohl man sich für ihn vor den Schwestern oft stark gemacht hat, während sie sich über ihn lustig machten und einfach respektlos waren/sind...

Ich bin aber kein Mensch, der solche Tatsachen mit in ein Streitthema mit reinbringt. Andere mit reinreißen ^^ Dann halte ich lieber die Klappe und stecke quasi die Prügel ein...

Die Reaktion kann mir egal sein. Wird mir hinterher, vorher egal sein und so bleiben, aber sobalds drauf ankommt, schießt trotzdem alles hoch...

Auch im Sport. Vorher, Hinterher, kein Ding. Aber sobald es drauf ankommt, hänge ich jeden ab und explodiere sozusagen wie eine gespannte Feder aus dem relaxten heraus oder ich reiße alles rein und alles geht schief... :D

Und mein Papa ist da nicht anders. Was passiert wenn zwei gezündete Hochgeschwindigkeitsraketen frontal ineinader krachen? Genau... Ein Disaster ^^ Und ich hoffe, dass dies dann nicht passiert...

Aber Danke sehr euch Beiden smilies/danke.gif
Werd ich schon hinkriegen ^^

Wünsche eine gute Nacht, der Tobie

PS:Merlin? Welch Zufall, dass du anscheinend mit zu wenig Testosteron arbeitest und ich mit zu viel...

Meine Schlussfolgerung dazu aus dem Wissen zum ADHS, indem Dopamin fehlen soll und dieses durch Bewegung vermehrt ausgeschüttet wird, dies deren Hippeligkeit auslöst. Wenn ich mich nicht irre und ich rate das nöächstgeschriebene eher aus zusammengereimten Wissen meinereiner, welches ich mal über Botenstoffe gesammelt habe. Ich garantiere also keine Sicherheit ^^ Werde ich noch überprüfen...

Bei Autisten soll es vermehrt an zu viel Serotonin aufgrund des Testosterons liegen. Was mache ich um etwas, was eh schon zu viel vorhanden ist NICHT zu erhöhen, was durch Aggressivität, Bewegung, etc. ausgeschüttet wird (Beispiel: Serotonin oder Dopamin)? Ich relaxe und bleibe ruhig. Langsame Bewegungen und "In der Ruhe liegt die Kraft". Doch da das Level eh extrem hoch ist ist die Veranlagung blitzschnell zu explodieren da oder der Mensch ist obwohl ruhig, sehr grundhippelig...

Und bei zu wenig macht der Körper dies genau andersrum. Bei zu wenig Serotonin oder Dopamin wird die Person hippelig und schnell. Aktiv und sehr offen. Aggressiver und du hast doch erzählt, dass dies genau in die Richtung im Gegensatz bei mir tendiert oder irre ich mich da?

Kurz: Zu wenig Dopamin und/oder Serotonin (Sehr wichtige Botenstoffe im Gehirn für Informationen) macht hippelig und/oder "aggressiver", aufbrausender würde ich sagen? Dopaminausschütter, wie Speed, Ritalin "helfen" da einen gleichmäßigen Haushalt zu bekommen. Koks schüttet Dopamin und Serotonin gleichzeitig aus. Aufgrund dessen denke ich mal, dass dies so toll ankommt. Erklärung der Botenstoffe, wenn ich mich richtig erinnere unten...

Zu viel Dopamin und/oder Serotonin macht ruhig, relaxt, friedlich, aber in sich gekehrt. Falls nur Serotonin erhöht ist, dann hilft ein Dopaminausschütter wie Speed beide Pegel "anzugleichen" und besser klar zu kommen. Deshalb scheint Speed, welches ich Ende 2009 angefangen hatte auszuprobieren (fünfmal und war stets langweilig), mich noch mehr zu beruhigen, sprich, dass die Hippeligkeit aufgrund von vermehrten Dopamin ausgeglichen wird. Koks (dreimal) fand ich langweilig und nicht anders, so dass ich die Lösung da drinnen sehe, dass das Serotonin ja schon erhöht ist und mehr einfach Nichts bringt...

Ein Gutes hatte es: Ausprobiert und für extrem langweilig empfunden, kehrt mich davon ab, was niemand da verstehen konnte... :D

Nun zu deren Funktion, die ich meine noch zu wissen...
Dopamin ist für Bewegung, Sensorische aktivität nach außen zuständig oder Aufnahme/Verarbeitung von Informationen (der Verstand?). Weshalb ich während dem Sport mich echt gut fühlte, aufgrund mehr Dopamin, aber hinterher Nichts davon blieb, sobald ich "abkühlte"...
Nun zuwenig bedeutet in meinen Augen dann tollpatschig und aktiv, zu viel gute Eigenkontrolle, aber eher sehr ruhig zu sein...
Dopamin ist auch dazu da um zum "Nor-Adrenalin" herzustellen, welches ein anregender Stoff ist um aktiv zu werden.

Serotonin wird so ausgeschrieben, dass dieses für Gemüt und Gefühle, auch Glücksgefühle zuständig ist und zur Kommunikation nach außen und innen (Reizfilterung?) zuständig ist. Aufgrund dessen hätte dann das damalige SSRI, welches ich nicht wollte, bei mir nicht funktioniert, da dies nur den Serotoninspiegel erhöht... ("Moderne" Antidepressiva haben diesen Wirkmechanismus)
Hierbei zu wenig würde eher aufbrausend und gefühlsschwankend heißen, rate ich mal und zu viel "gefühlskonstant", aber kaum wahrnehmbare Emotionen, da ständig auf dem Berg einen keine Abwechslung, sprich bemerkbaren Unterschied zulässt, aber doch sehr tiefe Emotionen, die nicht oder wenig zum Ausdruck kommen...

(Ja, mit den Botenstoffen habe ich mich mal kurze Zeit etwas außeinandergesetzt und kenne zwar nicht alle Wirkmechanismen zumal zu vielfältig und unbekannt noch, aber doch einige :) Ich lese nochmal nach und überlege dazu nen Threat zu eröffnen, was in welchem Zusammenhang eventuell bedeuten könnte nach heutigen wissenschaftlichen Wissenstand und Informationsfindung)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie spreche ich es an? Fehlt das Feingefühl...
BeitragVerfasst: 4. Jun 2011, 02:22 
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Merlin Petrus hat geschrieben:
http://www.bertramkoehler.de/empathie.htm

Schau doch hier mal rein. Da bekomme ich soetwas wie ein Wohlfühlen, wie da Freiheit definiert wird. Und es ist auch in unserer Utopie mitwirkend gegliedert.


Tja, sorry, aber das ist generell zu größten Teil mein seit Jahren schon manifestiertes Denken ^^ Aber ja, dem stimme ich dir zu ;) Auch, wenn ich Jahre bis hierhin dafür gebraucht habe und auch zu akzeptieren, dass die Gefühle von anderen real sind und egal, wie nichtig mir das Problem vorkommt, ist es für den anderen eben der Auslöser seiner Gefühle, was man ernst nehmen und respektieren soll. Lustig habe ich mich früher nie darüber gemacht, aber als kaum präsent angesehen gehabt...

Nun ja. Es ist nun halt an der Zeit, Vieles zu verändern, auch wenn dies leichter gesagt als getan ist :D

Lieben Gruß, der Tobie

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