Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: _Dunkelheit.......
BeitragVerfasst: 2. Sep 2013, 23:23 
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Durch die Nacht hallt ein Schrei, so voller Hass, Verzweiflung, dass sich die Gänsehaut über den Körper im Schatten des Hauses ausbreitet. So etwas will man nicht hören, solche Gefühle will man nicht haben.
Diesen Hass, diese Verzweiflung, diese Wut….
Nein! Wieso nur? Wieso lauert all das in jedem Menschen? Wieso war er nicht davor gefeit? Wieso kamen diese Gefühle an ihn heran?
Derjenige, der da schrie, ebenfalls im Schatten eines Gebäudes… Schatten, die immer wieder flackerten, hervorgerufen von der defekten Straßenlaterne, die nur sporadisch flackerndes fahles Licht spendete, das nicht ausreichte, um den nächsten Schritt erkenntlich zu machen.
Grauen in der Nacht…
Wut in der Nacht….
Hass in der Nacht….
Verzweiflung in der Nacht…
Unverständnis….
Angst…
Hilflosigkeit….
Wer hatte da nur geschrien…?
Er musste hier weg, fort, weiter, weit weg… nur nicht stehen bleiben.
Die Schritte wurden schneller, der Weg führte tiefer in die Schatten, weiter immer weiter trieben ihn die Empfindungen. Immer weiter weg von dem Leben, dass er geführt hatte, in dem alles in scheinheiligem Alltag verrottete. In dem es keinen Halt und keinen Platz gab. Nicht für ihn. Nicht für seine Seele, die sich nach Freiheit und Liebe, Akzeptanz sehnte.
Immer weiter lief er, bis keine Laterne mehr auf seinem Weg schien, bis alles Licht verlöschte. Selbst der Nachthimmel war dunkel, kein Stern, der ihm Trost zusprach, kein Mond, der ihm Licht geben konnte.
Er war allein in der Dunkelheit….
Und wieder ertönte dieser Schrei, dieser Laut, voller Agonie diesmal, und noch immer voller Verzweiflung. Und er lief noch immer…. Durch die Dunkelheit seines Lebens. Durch die Finsternis um ihn herum.
Bis er – plötzlich – über ein Hindernis stolperte, schmerzhaft auf den Boden aufschlug. Es tat weh! Himmel, es tat so weh. Und die Angst kroch näher.
Wieder ein Schrei, näher diesmal. Aber er war doch weg gelaufen?!
Wie konnte der Schrei näher kommen?
Bis er spürte, wie sich sein Mund öffnete, ganz ohne das er es wollte.
Bis wieder ein Schrei die Nacht zerriss.
Seine eigene Stimme….?
Die Dunkelheit verschluckte ihn, nicht gnädig, nicht tröstend und unausweichlich… Die Dunkelheit ist nicht immer ein Freund.

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Dringend empfohlen....schöne Musik für schöne Schreibgeschichten ;-)


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