Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 5. Feb 2012, 19:19 
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Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ? ( Thema der Woche 06 )

Menschen werden verletzt entweder durch körperliche oder seelische Gewalt. Wie geht man damit um?
Immer wieder wird gesagt, es sollte verziehen werden.
Was bedeutet verzeihen, was bedeutet vergeben?
Was meint ihr dazu?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 5. Feb 2012, 21:40 
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Für mich braucht eine "Verzeihung" keinerlei Akt des Entschuldigens o.Ä., denn Verzeihen tue ich aus mir selber heraus. Mit dem Herzen oder als Emotion/Gefühl...

Wenn man keinerlei Ärger, Wut, Trauer oder Anderes für die Taten mehr spürt, man diese also als, salopp gesagt, Vergangen und Begangen ansieht, eben so, dass sich daran Nichts mehr ändern lässt. Es nicht vergisst oder unsinnig rationalisiert, sondern Erfahrungen daraus zu ziehen die Zukunft besser zu gestalten. Für Andere und auch für sich...

Ich habe in Norderstedt nach langen Monaten vielen verzeihen können. Ich hege keinerlei Gram mehr gegen sie. Dies war schwer, doch hilft mir dieses Annehmen und Ablegen der Gefühle, die mich ansonsten aufgefressen hätten, mir selber klarer über viele Situationen von heute zu sein...

Vergeben jedoch? Eher nicht. Vergeben ist in meinen Augen ein Akt des absoluten Beiseitelegens. Ich will meine Lehren daraus ziehen und auch an andere weitergeben können, was mit Vergeben nicht möglich ist, wenn ich diese Taten noch nicht kennen gelernt habe. Erst wenn ich Nichts mehr aus bestimmten Taten lernen kann, dann kann ich diese auch vergeben. Für mich ist Vergeben ein Schritt weiter als Verzeihen....

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 08:43 
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Kann das nachvollziehen, was du schreibst, Toby!
Ich selbst sehe es so, dass es gar nicht nötig ist, jemandem zu verzeihen oder zu vergeben, denn wenn man all die Gefühle, die ein Ereignis/eine Tat in einem ausgelöst hat, durch hat, dann gibt es nichts zu vergeben. Es erledigt sich von selbst! smilies/blume0019.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 09:32 
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Und was ich vergas zu erwähnen, auch wenn teilweise bei mir oben rauszulesen, ist die Tatsache, dass man sich auch selber verzeihen können sollte smilies/blume0019.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 09:37 
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Toby hat geschrieben:
Und was ich vergas zu erwähnen, auch wenn teilweise bei mir oben rauszulesen, ist die Tatsache, dass man sich auch selber verzeihen können sollte smilies/blume0019.gif



Ja - das find ich schwieriger, als den Zorn gegen Andere loszulassen. Man muss sich damait abfinden, dass man nicht vollkommen ist und dass Fehler machen nichts Schlimmes, sondern ganz ok ist.
Wozu sollten wir sonst inkarnieren? Wir sind hier um Fehler zu machen und daraus zu lernen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 10:55 
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:connie_girl_search_sky:
Verzeihen, fällt mir meist nicht leicht, aber mit Abstand klappt das schon.
Vergeben? Da wirds schon schwieriger.

:fr4www:

Vergessen?
Kann ich nicht wirklich.

Wenn ich enttäuscht, verletzt wurde, kann ich das verzeihen, schwerer wirds mit dem vergeben, vergessen, nein, das klappt garnicht.
Egal wie auch immr die Beziehung zu dem Gegenüber sich gestaltet, es wird immer irgendwo als Hemmung zwischen uns stehen.

:girl_sad:

lirana

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"Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag," meinte Charlie Chaplin,
ich meine: jedem Tag ohne ein Lachen, das von Herzen kommt, dem fehlt etwas.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 11:42 
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Ich habe in einem anderen Forum diesen Beitrag zitierend gefunden zum Thema " Ehre ":
Zitat:
Zitat von Maria45
Ja, was bedeutet wirklich "ehren"?
im Hebräischen ist das Wort für "Ehre" verwandt mit dem Wort für "Schwere" und für "Leber".
Es ist das Schwere, das, dem wir Gewicht geben.
Das, was bei uns eben ins "Leben" geht. Leben und Leber gehören ja auch zusammen.
So wie der Alkoholismus die Leber zerstört und ehrlos macht.
Ein Alkoholiker - oder allgemeiner ein schwer Drogenabhängiger - wird alles andere im Leben "leicht" machen, sprich entwerten, als unbedeutend, wertlos, nicht ins Gewicht fallend einschätzen, nur eben die Droge und ihre Beschaffung, das ist dann das einzige was zählt. Dafür sind dann Lügen und Verbrechen völlig gerechtfertigt, hauptsache, es kommt "Stoff" rüber.
der "Stoff", also das Stoff-liche, die Materie, ist ja auch das, was "schwer" ist, was Gewicht hat.

Nun sind Vater und Mutter in jeder Hinsicht diejenigen, aus denen wir in dieser physisch erscheinenden Form hervorgegangen sind. So könnte man sagen, alle grundlegenden Startpunkte wurden von ihnen vorgegeben. Und dann ist es doch einfach weise, alle diese Startpunkte ganz genau zu beleuchten, ganz exakt zu analysieren und ihnen in bester Weise gerecht zu werden.

Es geht also nicht um ein blindes "Verehren", sondern vielmehr um eine Stimmigkeit im Gewicht. Beispiel ein alkoholkranker Vater. Habe ich einen solchen und sehe, was der Alkohol in seinem Leben und im Leben seiner Familie angerichtet hat, ist es eine Form diesen Vater zu ehren, wenn ich diesem Umstand großes Gewicht beimesse und nicht selber leicht-sinnig mit Alkohol umgehe.

Im "Ehren" meiner Ursprünge lege ich größtes Gewicht auf meine Wurzeln, gebe ihnen alle Wichtigkeit, denn aus ihnen lebe ich, aus ihnen komme ich.
Es ist auch ein Teil des sich-selbst-erkennens, wenn ich ihnen große Aufmerksamkeit schenke. Nur im Erkennen woher ich komme kann ich ermessen, wohin mein Sinn zielt.

Anderes Beispiel: Meine Mutter hat sich entschieden, mit mir keinen Kontakt mehr zu pflegen. Ich ehre ihre Entscheidung, gebe ihr größtes Gewicht, und werde keinesfalls zu ihr Kontakt suchen. Ich verehre also nicht ihr gestörtes Kommunikationsverhalten, sondern gebe dem was da ist, seinen Wert, sein Gewicht und seinen Sinn.

Weiteres Beispiel: Ein Vater hat seine Tochter missbraucht. Sie ehrt ihn damit, dass sie sein Verhalten nicht einfach "hinwegliebt", sondern diesem Verhalten großes Gewicht gibt. In dem Fall entscheidet sie sich z.B. dafür, überhaupt keinen Kontakt mehr mit dem leiblichen Vater zu pflegen, lässt also sein Verhalten sehr schwer wiegen, gibt dem große Wichtigkeit. Das, was da ist, soll gewürdigt werden, soll seine Kraft entfalten, soll nicht verleugnet werden.
__________________

Das hat mich zum Grübeln gebracht, ob, indem ich die Taten " ehre", also Gewicht gebe, mich dem stelle und mein Verhalten darauf einstelle, ich damit vergebe?
Verzeihen ist mir noch nicht klar.
Ich überlege nur mal, wenn ich verzeihe, stelle ich mich dann nicht über den anderen, indem ich ihm Schuld an seinen Taten zuweise und ihn damit richte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 13:24 
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Mir ist der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben nicht klar....
Kann mir mal wer Nachhilfe geben, bitte? confused.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 14:24 
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Muse hat geschrieben:
Ich habe in einem anderen Forum diesen Beitrag zitierend gefunden zum Thema " Ehre ":
Zitat:
Zitat von Maria45
Ja, was bedeutet wirklich "ehren"?
im Hebräischen ist das Wort für "Ehre" verwandt mit dem Wort für "Schwere" und für "Leber".
Es ist das Schwere, das, dem wir Gewicht geben.
Das, was bei uns eben ins "Leben" geht. Leben und Leber gehören ja auch zusammen.
So wie der Alkoholismus die Leber zerstört und ehrlos macht.
Ein Alkoholiker - oder allgemeiner ein schwer Drogenabhängiger - wird alles andere im Leben "leicht" machen, sprich entwerten, als unbedeutend, wertlos, nicht ins Gewicht fallend einschätzen, nur eben die Droge und ihre Beschaffung, das ist dann das einzige was zählt. Dafür sind dann Lügen und Verbrechen völlig gerechtfertigt, hauptsache, es kommt "Stoff" rüber.
der "Stoff", also das Stoff-liche, die Materie, ist ja auch das, was "schwer" ist, was Gewicht hat.

Nun sind Vater und Mutter in jeder Hinsicht diejenigen, aus denen wir in dieser physisch erscheinenden Form hervorgegangen sind. So könnte man sagen, alle grundlegenden Startpunkte wurden von ihnen vorgegeben. Und dann ist es doch einfach weise, alle diese Startpunkte ganz genau zu beleuchten, ganz exakt zu analysieren und ihnen in bester Weise gerecht zu werden.

Es geht also nicht um ein blindes "Verehren", sondern vielmehr um eine Stimmigkeit im Gewicht. Beispiel ein alkoholkranker Vater. Habe ich einen solchen und sehe, was der Alkohol in seinem Leben und im Leben seiner Familie angerichtet hat, ist es eine Form diesen Vater zu ehren, wenn ich diesem Umstand großes Gewicht beimesse und nicht selber leicht-sinnig mit Alkohol umgehe.

Im "Ehren" meiner Ursprünge lege ich größtes Gewicht auf meine Wurzeln, gebe ihnen alle Wichtigkeit, denn aus ihnen lebe ich, aus ihnen komme ich.
Es ist auch ein Teil des sich-selbst-erkennens, wenn ich ihnen große Aufmerksamkeit schenke. Nur im Erkennen woher ich komme kann ich ermessen, wohin mein Sinn zielt.

Anderes Beispiel: Meine Mutter hat sich entschieden, mit mir keinen Kontakt mehr zu pflegen. Ich ehre ihre Entscheidung, gebe ihr größtes Gewicht, und werde keinesfalls zu ihr Kontakt suchen. Ich verehre also nicht ihr gestörtes Kommunikationsverhalten, sondern gebe dem was da ist, seinen Wert, sein Gewicht und seinen Sinn.

Weiteres Beispiel: Ein Vater hat seine Tochter missbraucht. Sie ehrt ihn damit, dass sie sein Verhalten nicht einfach "hinwegliebt", sondern diesem Verhalten großes Gewicht gibt. In dem Fall entscheidet sie sich z.B. dafür, überhaupt keinen Kontakt mehr mit dem leiblichen Vater zu pflegen, lässt also sein Verhalten sehr schwer wiegen, gibt dem große Wichtigkeit. Das, was da ist, soll gewürdigt werden, soll seine Kraft entfalten, soll nicht verleugnet werden.
__________________

Das hat mich zum Grübeln gebracht, ob, indem ich die Taten " ehre", also Gewicht gebe, mich dem stelle und mein Verhalten darauf einstelle, ich damit vergebe?
Verzeihen ist mir noch nicht klar.
Ich überlege nur mal, wenn ich verzeihe, stelle ich mich dann nicht über den anderen, indem ich ihm Schuld an seinen Taten zuweise und ihn damit richte?


ich denke auch, dass einer verzeihung oder vergebung, eine anschuldigung voraus geht...ich verzeie nur jemandem, von dem ich meine, dass er sich mir oder anderen gegenüber schuldig machte, wie zb die mißhandlungen der eltern, lehrer, usw...
ich richtete da ganz klar...ich klagte an...sonst gäbe es nichts zu verzeihen oder vergeben...
ich kriege die beiden worte noch nicht wirklich unterschieden, was unter vergeben und verzeihen, verstanden wird...
doch egal, wie rum...
mit beidem hatte ich nicht solche probleme, wie mit dem vergessen dessen, was geschehen ist...
ja, ich klagte an und wie ich anklagte, daher meine auseinandersetzung damit...
mittlerweile weiß ich, dass alles seine berechtigung hat...auch eine anklage, denn sonst wären die mißhandlungen ok gewesen und das waren sie ganz sicher nicht...
smilies/danke.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 14:31 
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Federvieh hat geschrieben:
Mir ist der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben nicht klar....
Kann mir mal wer Nachhilfe geben, bitte? confused.gif


lach...ja...damit hab ich auch problemchen, zu unterscheiden...bis jetzt dachte ich, es wären nur zwei verschiedene worte für eine und dieselbe "sache", sag ich jetzt mal so...hm... GroupHug.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Feb 2012, 18:48 
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Vielleicht ist das der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben:

Man findet wieder zueinander, man hat sich Verziehen, doch in der Seele brodelt es weiter, denn es ist nicht vergeben worden, denn vom Verstand, da kann man zwar Verzeihen, doch dies heißt noch lange nicht, dass man auch in der Seele wirklich vergeben hat!

Erst dann, wenn man in der Seele vergeben kann, zieht auch der Frieden in die Seele ein und in der Seele kann man nur vergeben, wenn man der Tat seinen Wert, sein Gewicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Feb 2012, 08:54 
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Ich komme mit diesen Begriffen nicht wirklich klar - aber ich denke, man hat verziehen/vergeben, wenn man keinen Groll mehr gegen den betreffenden Menschen hegt...
Vielleicht, weil man gelernt hat ihn zu verstehen....?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Feb 2012, 12:51 
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Muse hat geschrieben:
Vielleicht ist das der Unterschied zwischen verzeihen und vergeben:

Man findet wieder zueinander, man hat sich Verziehen, doch in der Seele brodelt es weiter, denn es ist nicht vergeben worden, denn vom Verstand, da kann man zwar Verzeihen, doch dies heißt noch lange nicht, dass man auch in der Seele wirklich vergeben hat!

Erst dann, wenn man in der Seele vergeben kann, zieht auch der Frieden in die Seele ein und in der Seele kann man nur vergeben, wenn man der Tat seinen Wert, sein Gewicht gibt.


Nun ja. Du meinst ja oberflächliches Verzeihen, welches kontraproduktiv und unehrlich ist. Doch ein wirkliches Verzeihen ist erst ehrlich und von Dauer, wenn man dies fühlt.

Der große Unterschied zwischen Verzeihen und Vergeben ist für mich, dass Verzeihen in der Art abläuft, dass man dies annimmt und als Erfahrung mitnimmt um daran zu wachsen, aber nicht als "schlecht" mit sich weiter herumträgt.

Vergeben ist in meinen Augen, wie ich oben schrieb, ein Schritt weiter als Verzeihen, dass man hier nicht viel mehr lernen kann oder als Erfahrungswert für sich verbuchen kann, dass man vom Gefühl her, diese Situationen bzw. Taten auch friedlich ablegen kann. Also quasi: "Vergeben und vergessen"...

Aber Nichts in dem Sinne, dass das eine echt und das Andere unecht ist...

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Feb 2012, 12:58 
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Federvieh hat geschrieben:
Ich komme mit diesen Begriffen nicht wirklich klar - aber ich denke, man hat verziehen/vergeben, wenn man keinen Groll mehr gegen den betreffenden Menschen hegt...
Vielleicht, weil man gelernt hat ihn zu verstehen....?


Nun ja. Das ist bestimmt ein wichtiger Aspekt in der Hinsicht, aber nicht nur versteht, sondern auch nachvollziehen kann, wieso, weshalb und warum. Dass man sich nun nicht "einprügelt", dass derjenige nicht anders hat handeln können, sondern, dass die Aktion halt aus gegebenen Anlässen, so passiert ist. Auch wenn es anders gegangen gewesen wäre. Aber diese nicht mehr zu verändern sind. Es ist ein schmaler Grad zwischen "(Selbst-)betrug" zur Sache und des wirklichen Verstehen, akzeptieren und nachvollziehens, dass die Verzeihung/Vergebung nicht nur im Kopf ankommt, sondern auch im Geist, der Seele und des Herzens. Also man selber garnicht nachdenken muss: "Verzeihe/Vergebe ich?", sondern sofort als Gefühl da ist " Ich habe verziehen/vergeben..."

Ab und zu dauert dies sehr lange, aber ohne sich zu zwingen, sondern es aus dem tiefsten Herzen zu fühlen, da braucht jeder halt seine eigene Zeit :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Feb 2012, 14:12 
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Toby hat geschrieben:
Federvieh hat geschrieben:
Ich komme mit diesen Begriffen nicht wirklich klar - aber ich denke, man hat verziehen/vergeben, wenn man keinen Groll mehr gegen den betreffenden Menschen hegt...
Vielleicht, weil man gelernt hat ihn zu verstehen....?


Nun ja. Das ist bestimmt ein wichtiger Aspekt in der Hinsicht, aber nicht nur versteht, sondern auch nachvollziehen kann, wieso, weshalb und warum.



Ja - das meine ich mit "verstehen"!
Dazu gehört auch, dass man den eigenen Anteil am Geschehen erkennt - womit ich nicht Schuld meine, sondern einfach Ursachen und Wirkungen.


Zitat:
Dass man sich nun nicht "einprügelt", dass derjenige nicht anders hat handeln können, sondern, dass die Aktion halt aus gegebenen Anlässen, so passiert ist. Auch wenn es anders gegangen gewesen wäre. Aber diese nicht mehr zu verändern sind. Es ist ein schmaler Grad zwischen "(Selbst-)betrug" zur Sache und des wirklichen Verstehen, akzeptieren und nachvollziehens, dass die Verzeihung/Vergebung nicht nur im Kopf ankommt, sondern auch im Geist, der Seele und des Herzens. Also man selber garnicht nachdenken muss: "Verzeihe/Vergebe ich?", sondern sofort als Gefühl da ist " Ich habe verziehen/vergeben..."



Ja - ohne Ehrlichkeit mit sich selbst geht es nicht!


Zitat:
Ab und zu dauert dies sehr lange, aber ohne sich zu zwingen, sondern es aus dem tiefsten Herzen zu fühlen, da braucht jeder halt seine eigene Zeit :)



Es gibt Fälle, da reicht ein ganzes Leben nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Feb 2012, 17:22 
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Federvieh hat geschrieben:
Toby hat geschrieben:
Federvieh hat geschrieben:
Ich komme mit diesen Begriffen nicht wirklich klar - aber ich denke, man hat verziehen/vergeben, wenn man keinen Groll mehr gegen den betreffenden Menschen hegt...
Vielleicht, weil man gelernt hat ihn zu verstehen....?


Nun ja. Das ist bestimmt ein wichtiger Aspekt in der Hinsicht, aber nicht nur versteht, sondern auch nachvollziehen kann, wieso, weshalb und warum.



Ja - das meine ich mit "verstehen"!
Dazu gehört auch, dass man den eigenen Anteil am Geschehen erkennt - womit ich nicht Schuld meine, sondern einfach Ursachen und Wirkungen.


Zitat:
Dass man sich nun nicht "einprügelt", dass derjenige nicht anders hat handeln können, sondern, dass die Aktion halt aus gegebenen Anlässen, so passiert ist. Auch wenn es anders gegangen gewesen wäre. Aber diese nicht mehr zu verändern sind. Es ist ein schmaler Grad zwischen "(Selbst-)betrug" zur Sache und des wirklichen Verstehen, akzeptieren und nachvollziehens, dass die Verzeihung/Vergebung nicht nur im Kopf ankommt, sondern auch im Geist, der Seele und des Herzens. Also man selber garnicht nachdenken muss: "Verzeihe/Vergebe ich?", sondern sofort als Gefühl da ist " Ich habe verziehen/vergeben..."



Ja - ohne Ehrlichkeit mit sich selbst geht es nicht!


Zitat:
Ab und zu dauert dies sehr lange, aber ohne sich zu zwingen, sondern es aus dem tiefsten Herzen zu fühlen, da braucht jeder halt seine eigene Zeit :)



Es gibt Fälle, da reicht ein ganzes Leben nicht.

Naja mancheiner wird zur Ursache allein durch seine Existenz, wie soll man das nachvollziehen und verstehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Feb 2012, 18:05 
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Muse hat geschrieben:
Naja mancheiner wird zur Ursache allein durch seine Existenz, wie soll man das nachvollziehen und verstehen?


tja, warum kommt mir dies nur so bekannt vor...
als hätte ich es gedacht...hm...hab ich auch...früher mal aus der perspektive der existenz als ursache...


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Feb 2012, 19:14 
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Muse hat geschrieben:
Federvieh hat geschrieben:


Es gibt Fälle, da reicht ein ganzes Leben nicht.

Naja mancheiner wird zur Ursache allein durch seine Existenz, wie soll man das nachvollziehen und verstehen?



Es gibt auch sowas wie Familienkonstellationen und -schicksale!
Das weiß ich ganz genau, denn ich hab schon zig Aufstellungen mitgemacht!
Heißt im Klartext - Familiengeheimnisse, nicht gewürdigte Schicksale in der eigenen Familie und unbetrauerte Familienmitglieder führen dazu, dass die Nachfahren Schicksale übernehmen und wiederholen - solange, bis alles erledigt ist!
Ein Beispiel aus meiner eigenen Familie: Mein Bruder hat immer verächtlich auf meine Schwester heruntergesehen, weil die kein Abitur gemacht hat - jetzt hat seine eigene Tochter das Abi trotz zweier Anläufe nicht gepackt. Dh, er darf sich jetzt überlegen, was wichtiger ist - Bildung oder Liebe!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 9. Feb 2012, 10:57 
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Wenn alle zum lernen auf der Welt sind und solange bleiben müssen bis sie es besser machen warum wird dann die Menschheit nicht besser?
Es hat immer gut, weniger gut, schlecht, weniger schlecht gegeben, es
hat sich nichts geändert


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 9. Feb 2012, 12:11 
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Muse hat geschrieben:
Wenn alle zum lernen auf der Welt sind und solange bleiben müssen bis sie es besser machen warum wird dann die Menschheit nicht besser?
Es hat immer gut, weniger gut, schlecht, weniger schlecht gegeben, es
hat sich nichts geändert



Diese Frage kann ich dank jahrzehntelanger Studien beantworten!
Es liegt daran, dass jede Seele einen InkarnationsZYKLUS durchmacht!
Sie beginnt als Säuglingsseele und schließt als alte Seele den Zyklus ab.
Dh, es kommen immer wieder neue - irdisch unerfahrene - Seelen auf die Erde.
Man könnte es mit einer Schule vergleichen. Wenn ein Jahrgang, kommt wieder ein neuer nach, der all das noch vor sich hat, was der alte hinter sich gelassen hat.
Es ist aber nicht so, das die Menschheit insgesamt nichts lernt. Denk doch mal, wie es noch im letzten Jahrhundert war. Da wurden zB Menschen ins Gefängnis gesteckt, weil sie schwul waren.
Oder - ein Fall aus meiner Kindheit - da wurde eine Frau aus meinem Heimatort zu Gefängnis verurteilt, weil sie dem Freund ihrer 19jährigen Tochter erlaubt hatte, im Haus zu übernachten.
Und außerdem ist es doch heute so, dass viele Missstände benannt werden dürfen, die früher tabu waren, geheimgehalten werden mussten!
Natürlich sieht es deshalb auch erstmal viel schlimmer aus und das Aufräumen wird wohl noch Generationen dauern. Aber es hat begonnen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Mai 2012, 15:57 
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verzeihen ist für mich wenn´s nicht mehr weh tut.Ich muß die Tat deshalb noch lange nicht gutheissen aber es berührt meine Seele nicht mehr .

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Wunder unserer Zeit,
lehren uns zu versteh´n,
manchmal können Herzen besser seh'n


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Mai 2012, 16:46 
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Es gibt einiges das wohl immer weh tun wird, aber sobald ich aufgehört habe, es zu bewerten, denke ich, habe ich es verziehen. Ich heiße es zwar nicht gut und nehme hin was es ist, aber lasse es los.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Mai 2012, 16:51 
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Muse hat geschrieben:
Es gibt einiges das wohl immer weh tun wird, aber sobald ich aufgehört habe, es zu bewerten, denke ich, habe ich es verziehen. Ich heiße es zwar nicht gut und nehme hin was es ist, aber lasse es los.



genau darin liegt oft das Problem im los lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 6. Mai 2012, 17:37 
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@ Gast

Zitat:
Verstehen. Wirkliches Verstehen. Verstehen, das auch im Herzen als Verstanden empfunden werden kann, löst Verzeihen aus.

Mit dem Kopf als Pflicht erhaltenes Befehlsverzeihen oder geratenes Verzeihenmüssen verhindert das Verzeihen und erschwert die Hürde des Verzeihenkönnens.

Resignation ist kein Verzeihen. Ausgesprochenes Verzeihen, das nicht empfunden wird, ist kein Verzeihen. Losgelassene Empfindungen (Verlustempfinden von Ärger, Wut, Verletzlichkeit) ist kein Verzeihen sondern ein Selbstbetrug durch Erschöpftsein dieser Empfindungen. smilies/blume0019.gif

Das verlorene Blut kehrt im Verzeihen zurück. Das Wissen, dass es so ist, dass es so geht im Wie und im Was, ist keine Eintrittskarte zum Verzeihenkönnen.

Du hast es auf den Punkt gebracht, ich konnte dies nicht so ausdrücken, doch konntest du, was dir widerfahren ist verzeihen? ( Kindheit )
Ja der Kopf kann verstehen, aber den Weg zum Herzen zu finden? Bei manchem ist es möglich, wenn verstanden wird, dass der andere nicht anders kann, da kommt es im Herzen an, aber bei denen, die anders können und trotzdem tun, kann es nicht zum Herzen kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Mai 2012, 12:19 
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ich glaube verzeihen und vergeben kann man erst wen man sich selbst vergeben hat und sieht das man auch nicht perfekt ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 7. Mai 2012, 19:01 
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Tja. In meinen Augen ist der Täter das Opfer seiner eigenen Taten.
Seine Schuld würde dieser mit in die nächste Reinkarnation nehmen...
Und da ist es meist so, dass es schwerlich ist an die Erinnerungen von damals zu gelangen...

Ich habe den Tätern verziehen. Bei Anderen werde ich noch einen Besuch abstatten müssen. Bzw. ich will es. Wieso? Ich kann mich daran erinnern und spüre noch die Schmerzen. Zudem kann ich erst vergeben, wenn der "Täter" sich seiner Schuld bewusst ist und darum bittet...

Deswegen auch die Worte: Verzeihen, Ziehen. Ich nehme etwas an mich. Ich entziehe die Schuld. Ich kann verzeihen, ohne dass mein Gegenüber dies will und/oder wünscht.

Vergebung. Ich gebe etwas. Ich gebe Buße. Ich gebe Frieden. Mein Gegenüber muss darum bitten, damit auch angenommen werden kann. Das Opfer bitten, dass der Schuld Ruhe gegeben wird. Quasi "aus der Welt geschaffen". "Vergeben und Vergessen". Aber ich will vorher wissen. Warum?

Ich würde beim Besuch danach fragen. Danach ob er noch was wünscht. Wenn nicht verzeihe ich und gehe. Wenn er darum bittet, vergebe ich sehr gerne. Wieso? Ich will nicht mit der Schuld leben und/oder sterben, dass ich jemandes den Weg in "den Himmel" verwehren könnte...

Die Hölle besteht aus Wiederholung und die Erde ist deren ewige Warteschlange...

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Mai 2012, 08:02 
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ganz gleich, ob ich verzeihe oder vergebe...es war, ist und bleibt meine entscheidung und ist von niemandem abhängig, ausser von mir selbst...
verzeihe bzw vergebe ich...bin ich verzeihend bzw vergebend...alles andere, halte ich für eine einbildung...
wenn ich liebe, habe ich die liebe in mir...
wenn ich hasse...habe ich den hass in mir...
wenn ich lüge, habe ich die lüge in mir...
und wenn ich vergebe oder verzeihe, habe ich auch dies in mir...

und auf keinen fall, halte ich alles von anderen abhängig, sondern nur von mir selbst...
in meinen ersten fast 20 jahren, wurde ich schwer mißhandelt...
genau gesagt, bis meine ma starb, da war ich 19 und ich hatte noch 4 jüngere geschwister, für die ich vergeblich zu sorgen versuchte, streit zu schlichten oder sie zu beruhigen oder vor dem suff-vater zu schützen... allein, in einer großen familie - so kam es mir damals vor...
dann die peiniger der schulzeit, ausserhalb des elternhauses...
um diese zeit zu verarbeiten, brauchte ich ungefähr 3 jahrzehnte...

würde ich da mein verzeihen oder vergeben von anderen abhängig machen, wäre beides nicht in mir, denn meinen peinigern war es egal, ob ich ihnen vegebe oder nicht, diese hielten sogar noch für richtig, was sie taten...

fakt ist...ich wäre heute noch unverzeihlich und nicht vergebend geblieben, wenn ich dies von anderen abhängig machte und garantiert hätte sich dies gravierend auf mein ganzes leben ausgewirkt, so dass ich liegen geblieben wäre und nicht meine ex-peiniger...

so, anders schaffe ich es nicht zu erklären, wie ich es für mich erlebe...
GroupHug.gif :kaffeee:

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Mai 2012, 11:51 
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Dem stimme ich dir vollstens zu, ABER...

du hast das Geschriebene von mir in keinster Weise verstanden...
Werde ich nach der Arbeit nochmal genauer erklären ;)

Bis dann smilies/herzen-smilies-018102.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 8. Mai 2012, 17:22 
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Toby hat geschrieben:
Dem stimme ich dir vollstens zu, ABER...

du hast das Geschriebene von mir in keinster Weise verstanden...
Werde ich nach der Arbeit nochmal genauer erklären ;)

Bis dann smilies/herzen-smilies-018102.gif


toby, ich hab nur wie immer, meinen eigenen ketchup zum thema beigetan und mein text war nicht auf dich bzw deinen text bezogen, sondern auf mich und mein eigenes erleben damit...

was du geschrieben hast, hab ich trotz meines eigenen denkens darüber, verstanden, so denke ich...
was für deine situation gilt, hast du ziemlich deutlich beschrieben, finde ich...
warum sollte ich dich falsch verstanden haben...?
GroupHug.gif :kaffeee:

ps: wenn ich es auf deinen text bezogen hätte, dann hätte ich dich eher zitiert... :l_hug:

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 30. Mai 2012, 12:53 
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Ich habe zu diesem Thema einen schönen Spruch gefunden.


Verzeihen und Vergeben ist die Vorstufe zum
Frieden, wenn aber die Liebe fehlt,
ist der Frieden noch weit.

smilies/herzen-smilies-018102.gif GroupHug.gif smilies/herzen-smilies-018102.gif

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BeitragVerfasst: 30. Mai 2012, 16:44 
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smilies/danke.gif ist ein guter Spruch


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzeihung, Vergebung gibt es das oder nicht ?
BeitragVerfasst: 30. Mai 2012, 17:37 
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