Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 14:11 
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Professor (07)
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Ich habe heute einen ewig alten, vergilbten, zerknitterten Zettel gefunden auf dem ich dies schrieb. Es ist ein kurzer Text, der Teile meiner damaligen Sichtweise erzählt. Ich fand es unheimlich interessant diesen zu lesen ^^

Jesus musste für unsere Sünden sterben?
Gott trieb ihn dazu. Satan gab ihm die Wahl, denn durch seinen Tot gab und gibt es unheimlich viele Glaubenskriege.

Hat dies Satan gewusst? Man weiß es nicht.

Der Glaube hat Wissenschaften und Errungenschaften verhindert und ist nicht mehr zeitmodern. Satan ist nicht böse an sich, sondern nur ein Gegensatz zu Gott, einem imanigären Freund. Es sind oder waren einfach Begriffe um zu versuchen die Welt zu erklären.


Ich weiß nicht mehr, wann ich dies schrieb und in welchem genauem Kontext, aber ich habe mir Gedanken zu Satan gemacht, der damals unglaublich schlecht gemacht wurde in meiner Umgebung und ich dies nicht so hinnehmen wollte...

Aber heute glaube ich, dass es wie die sogenannten "Meister im fernen Osten" sagen, ein sogenanntes Christusbewusstsein gibt, welches wir suchen. Früher als Kind habe ich zu Satan gesagt, dass er der bessere Gott wäre aus verschiedener Gründe. Zum Beispiel, weil er uns den "Apfel" gab (Wissen, Erkenntnis) und "Gott" uns deshalb aus dem "Paradies" vertrieben hat. Die anderen weiß ich nicht mehr, aber ich hatte sprichwörtlich eine Liste ^^

Heute sind meine Ansichten andere und ich weiß, dass mein Text/damalige Sichtweisen teilweise/zum großen Teil quasi aus der Luft gegriffen war/en mit meinen Schlussfolgerungen :D

Aber was mich interessieren würde, wäre was ihr so früher vor vielen Jahren oder als Kinder gedacht habt ^^ Ich zum Beispiel habe als Kind gesagt, dass es den biblischen Gott nicht gibt bzw. ich nicht dran glaube und wenn, dann nur als bloße Energie, welche uns umfließt und verbindet. Ein Satz von mir damals: "Ich glaube an Nichts, halte aber alles für möglich...", so wie ich trotzdem auch einen "biblischen" Gott für möglich hielt, aber dann diesen für nicht gut empfand. ^^

Aber so auch gerne andere Sachen, die ihr früher dachtet interessieren mich ^^ Anfang der Grundschule/Ende des Kindergartens dachte ich, dass ich das Wetter beeinflussen kann, wenn ich mich stark genug konzentriere und zum Beispiel die Sonne hervorlocke, wenn ich für diese singe :) Aber ich mochte auch ungemein gerne Regen oder Hagel :D

Oder ich habe mich stets gefragt im Kindergarten, wie man jemanden vermissen kann, der nicht geboren wurde. Im Bezug auf das Geburtstagslied: "Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst..."

Also, wie waren eure Sichtweisen vor langer Zeit? ist es noch die Selbe oder gleich? Oder ist diese ganz anders geworden?

Was habt ihr zum Beispiel als Kinder so schon gedacht, euch überlegt gehabt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 14:55 
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also, ich musste früher zwangsläufig mindestens jeden sonntag in die kirche und hab mir da schon seeeeehr früh meine gedanken dazu gemacht...
von den evangelien war ich meist begeistert, weil sie in mir verschiedene bilder hervorriefen...
bloß als der pfarrer dann hochstieg und darüber quatschte, da sträubten sich mir alle haare...
ich hatte mich schon als kind gefragt, warum der pfarrer gott so schlecht macht, wenn doch gott selbst in ihm steckt, weil jesus gesagt hat, dass wir seine brüder und schwestern sind...
und dann hatte ich mich ganz oft gefragt, warum der pfarrer im religionsunterricht haute und mit gebetbüchern schmiß und sonntags dann wieder so brav in der messe war...

heute lach ich längst darüber...
damals sah es da ganz anders aus...

das ist, was mir direkt so als erstes dabei durch den kopf ging...

und in den kindergarten haben sie mich nicht bekommen...
bis auf ein paar probestunden, bin ich ganz kindergartenfrei geblieben...
:D :D :D

(war nicht hier in deutschland) :viannen_102:

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 15:51 
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Ich habe lange Zeit - übernommen von meiner dogmatischen Mutter - an Schicksal geglaubt. Die Philosophie meiner Mutter ist, dass es eine Höhere Macht da draussen gibt, die alles lenkt und der wir ausgeliefert sind. Alles hat seinen Grund und bestimmten Sinn und Zweck und wenn etwas Scheisse läuft, dann war es eben Schicksal. Lange Zeit habe ich das auch geglaubt.

Bis ich eines Tages dank einem Buch von meinem Vater festgestellt habe, moment, ich kann mein Schicksal beeinflussen. Lange Zeit glaubte ich, das sei nur Wahrnehmungssache, habe es so angenommen und darauf vertraut und gehofft, dass das Universum es gut mit mir meint. Das Universum meint es meistens gut mit mir.

Aber seit einigen Monaten, glaube ich dieses Schicksalszeug überhaupt nicht mehr. Seit in Norwegen die Sache mit Utoya passiert ist. Total schlimm finde ich das und ich bin dann zu meinen Eltern, auf der Suche nach ein bisschen Trost. Und was sagt meine Mama da? "Ja, das ist eben jetzt nun mal das Schicksal dieser Kinder." Das ist jetzt eben nun mal das Schicksal dieser Kinder?? Und der Täter kann nichts dafür, nur weil eine höhere Macht das gewollt hat oder wie? Da hört es bei mir auf, der Typ ist absolut schuldig ebenso wie die Kids allesamt völlig unschuldig waren. Seitdem kann ich das mit der höheren Macht einfach nicht mehr glauben. Ich habe total viel darüber nachgedacht in der Zeit und mittlerweile bin ich soweit, dass ich denke, dass wir diese "höhere Macht" sind. Sprich ich glaube, das Schickal besteht aus allen Wechselwirkungen aller Gedanken aller Individuen (einschliesslich Tieren). Hoffe, das ist jetzt nicht zuu kompliziert. Deshalb können wir auch alles um uns herum beeinflussen, alles. Das einzige, was uns aufhält, ist, ob die anderen Gedanken mitspielen oder nicht. Doch auch diese können wir bis zu einem gewissen Mass lenken. ;)

An Satan und Gott usw. habe ich noch nie wirklich geglaubt. Aber früher hielt ich die Bibel zum Beispiel für absoluten Quatsch und das denkbar blödeste Buch auf Erden. Ich dachte, es vergifte die Menschen. Mittlerweile denke ich aber, die Bibel ist ein gutes Buch, wenn sie mit gesundem Menschenverstand interpretiert wird. Sie ist wie ein Märchen: Eine auf Volksglauben basierende, erfundene Geschichte, die einen moralischen Wert vermittelt. ;) Deshalb sehe ich es heute nicht mehr so eng und würde sie auch nicht mehr verbrennen wollen (was ich früher einmal fast getan hätte mit meiner Schulbibel).

Ich habe noch ein paar weltlichere, banalere Beispiele, falls interessiert. ;) Aber ich denke, es ist etwa das, was du meinst, Toby, oder? Diese Glaubensfragen-Sachen.

Man könnte sich noch darüber auslassen, was man früher alles für Bands/Bücher/Dinge toll gefunden hat und jetzt total doof findet, aber das führte vermutlich etwas zu weit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 16:17 
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Aber auch Banale Dinge ^^ Klar

Aber was das Schicksal angeht habe ich früher abgestritten. Immer gesagt, dass es das nicht gibt...
Jetzt sage ich, dass wir den Ort bestimmen, wo wir hingehen und die eigenen Taten, aber nicht das wann und wie. Sachen, die wir nicht beeinflussen können bezeichne ich als Schicksal, aber dieses ändert sich immer wieder dadurch, dass wir uns umentscheiden.

Das mit Utoya würde ich als Schicksal bezeichnen, aber mit einer Träne im Auge, denn es wurde sich ins Schicksal der Kinder von dem Typen eingemischt und somit verändert. Wir können also nicht nur das eigene Schicksal ändern, sondern durch unsere Taten auch das Schicksal anderer. Je nachdem ins Bessere oder wie da ins Endgültige. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass nicht unsere Meinung so viel zählt, weil reden kann man viel, sondern unsere Taten das sind, was nicht nur für uns entscheidend ist. "Chaostheorie"-> Der Flügelschlag eines Schmetterlings entwurzelt am anderen Ende der Welt Bäume oder so heißt es. Aber unsere Taten werden entscheidend von unserer Meinung gebildet...

Was die Bibel anlegt habe ich diese früher für absoluten Humbug gehalten. "Das meistverkaufteste Fantasybuch der Welt" sozusagen ^^ Aber heute weiß ich noch nicht genau, was ich davon halten soll. Dazu habe ich noch vor die Bibel ganz zu lesen ^^ Mit den Apogryphen usw.


@ Mars: Und ja, wenn ein Mensch verschiedene Verthaltensweisen an den Tag legt, die sich widersprechen, dann verwirrt es schon. Erst recht als Kind und wenn eines der Verhaltensweisen so negativ ist...

Aber ansonsten haben mich die Evangelien damals nicht interessiert :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 16:18 
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Ich weiß noch, wie ich als Kind einmal unserem Haus gegenüber saß. Ich sah mir das Hausdach an und einen Baum, der davor wuchs. Und ich weiß noch genau, dass ich dachte: warum schaut dieses Haus genauso aus, wie es ausschaut, warum schaut dieser Baum genauso aus, ist das nicht eigentlich total bizarr? Wenn man die Gewohnheit abschüttelt, kann man sich allein an einem Baum gar nicht zu Ende wundern. Warum sehen die Dinge so aus, wie sie aussehen? Wer hat das bestimmt? Diese Gedanken haben mich bis heute verfolgt. Und ich habe darauf beruhend die Medidation entwickelt, die Welt aus den Augen eines Neugeborenen oder eines Außerirdischen zu betrachten. Das kann sehr beglückend sein.

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Wer auf dem Ozean des Lebens segelt, ist gut darin beraten, sich mehr nach den Sternen zu richten als nach anderen Schiffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 16:43 
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jaaaa...danke schön...dies trifft eines der gründe meines marsianerdaseins...
und ja, das ist sehr beglückend...auch aus den augen eines baby's zu schauen...
smilies/verliebt0048.gif

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühere Sichtweisen zu heute
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 10:32 
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Sehr schön ausgedrückt Marsianer. smilies/danke.gif

@Rose: Nun, als mittlerweile eher Rationalist würde ich da ganz einfach darwinistisch werden: Evolution. ;) Vielleicht sind wir einfach eine Entwicklung, die aus einer "zufälligen" (als unabsichtlichen) oder "gewollten" (aber nicht von einer übergeordneten Wesenheit) Konstellation aus physikalischen Teilchen entstanden ist. Quanten sind ja so eine spannende Sache, die passen sich z.B. ihrem Betrachter an, wie geil ist das denn. Das sind nur geladene Teilchen, aber die haben offenbar so etwas wie eine Intelligenz. Was wenn die Welt einfach aufgrund eines Flohs von denen entstanden ist? Könnte ja sein? Aber da schweife ich in Schöpfungstheorie ab.

Hehe, banale Sachen, ok. Also ich muss etwas ausholen, ich stehe total auf lange Haare, vorausgesetzt sie sind schön natürlich. Aber auch kurze Haare können schön sein, wenn sie shcön sind. ;) Mittlerweile spielt es mir nur noch eine Rolle, dass sie schön sind und zum Gesamterscheinung der Person passen, der Rest ist mir eher Detail geworden. Früher mussten die da eine gewisse Länge haben und möglichst blond oder möglichst schwarz, aber bloss nichts dazwischen bitte. Und ich stand natürlich auf blond und braune Haare, da hatte einer schon verloren. Mittlerweile sind mir solche Eckdaten ziemlich egal, Hauptsache die Erscheinung stimmt einfach. Gilt übrigens auch für alles andere am Aussehen. ;)

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