Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 7. Okt 2011, 09:30 
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Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den Lyriker Tomas Tranströmer. Kennt jemand von euch seine Werke? Was wisst ihr über diesen schwedischen Lyriker? Und was hält ihr von seiner Prämierung?

Hier eines seiner Werke:
Heimwärts
Das neue Gedicht

von Tomas Tranströmer

Ein Telephongespräch lief in die Nacht aus und glitzerte

im Land und in den Vorstädten.

Danach schlief ich unruhig im Hotelbett.

Ich ähnelte der Nadel eines Kompasses, den der

Orientierungsläufer mit pochendem Herzen durch den

Wald trägt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 7. Okt 2011, 13:14 
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Hallo Rose!

Mir war der Name Tomas Tranströmer bis zum gestrigen Tag
völlig unbekannt. Na ja, wenn alle seine Werke so sind
wie das Gedicht das du von ihm hier hereingestellt hast,
wundert mich das auch nicht, da ich mich nur ausnahmsweise
auf der freirhytmischen Ebene bewege.
Aber was soll's, der Nobelpreis sei ihm vergönnt. Schließlich
haben den schon ganz andere und unqualifiziertere Personen
erhalten.

lg Adamas


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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 7. Okt 2011, 15:00 
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Hallo ihr beiden

Also ich kenne ihn zwar selber nicht, aber in dem Literaturforum, in dem ich sonst auch noch bin, gab es eine kleine Diskussion darüber. Klick

Ich hoffe, das deint ein bisschen *und, dass das jetzt nicht als unerlaubte Werbung gilt :oops: *

LG
Stormy

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 7. Okt 2011, 20:12 
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Stormcrow hat geschrieben:
Hallo ihr beiden

Also ich kenne ihn zwar selber nicht, aber in dem Literaturforum, in dem ich sonst auch noch bin, gab es eine kleine Diskussion darüber. Klick

Ich hoffe, das deint ein bisschen *und, dass das jetzt nicht als unerlaubte Werbung gilt :oops: *

LG
Stormy


Danke für den Link, Stormcrow. Dass der Mann in der nördlichen Hemisphäre bekannt sein musste, das war mir klar. Ein Unbekannter hätte den Preis ja nicht bekommen.
Recht weit scheint er aber darüber hinaus nicht bekannt zu sein, wie man auch an den Reaktionen im Link ersehen konnte.
Positiv an der Sache ist eigentlich nur, dass es diesmal wieder ein Lyriker war der damit bedacht wurde. Ich vergönne ihm jedenfalls den Preis.
Denn es gab schon viel Ärgere die ihn bekamen. Wenn ich dabei nur an den Namen Jelinek denke, stellt es mir immer noch die Haare auf.

lg Adamas


Zuletzt geändert von Adamas am 7. Okt 2011, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 10. Okt 2011, 10:29 
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@Adamas: Ja, ich kannte ihn auch nicht. Die eine Userin aus dem Litschock lebt eben drum auch in Schweden und bekommt das natürlich sozusagen an vorderster Front mit. ;)

Was meinst du mit arg? Ich empfinde das bei ihm gar nicht so, er scheint eben von negativen Dingen inspiriert zu werden, aber tun wir das nicht alle ein bisschen? Was ich vor allem faszinierend finde, ist, dass er trotz dieser Afasieweitergeschrieben hat. Das ist ja recht krass, das wäre mein Albtraum. Doch er hat sich dagegen gestellt, allein dafür hat er meinen Respekt. Auch wenn ich jetzt allgemein mit so hoher Lyrik weniger anfangen kann. ;)

Das ist jetzt vielleicht peinlich, aber Jelinek kenne ich gar nicht. :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 10. Okt 2011, 15:25 
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Aah, Elfriede Jelinek, jetzt dämmert's! Natürlich, von der habe ich auch schön gehört. Aber noch nichts von ihr gelesen, deshalb kann ich es nicht beurteilen. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 11. Okt 2011, 10:13 
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Ich finde es merkwürdig, dass der Nobelpreis so oft an Poeten und Schriftsteller geht, von denen die meisten noch nie etwas gehört oder gelesen haben. Aber gut.... ich werde mich mit seiner Lyrik beschäftigen, es interessiert mich doch sehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 11. Okt 2011, 14:15 
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Stormcrow hat geschrieben:
@Adamas: Ja, ich kannte ihn auch nicht. Die eine Userin aus dem Litschock lebt eben drum auch in Schweden und bekommt das natürlich sozusagen an vorderster Front mit. ;)

Was meinst du mit arg? Ich empfinde das bei ihm gar nicht so, er scheint eben von negativen Dingen inspiriert zu werden, aber tun wir das nicht alle ein bisschen? Was ich vor allem faszinierend finde, ist, dass er trotz dieser Afasieweitergeschrieben hat. Das ist ja recht krass, das wäre mein Albtraum. Doch er hat sich dagegen gestellt, allein dafür hat er meinen Respekt. Auch wenn ich jetzt allgemein mit so hoher Lyrik weniger anfangen kann. ;)

Das ist jetzt vielleicht peinlich, aber Jelinek kenne ich gar nicht. :oops:


Hallo Stormcrow, der Begriff "Ärgere" bezog sich nicht auf den diesjährigen Preisgewinner, dazu ist er für mich ein Unbekannter.
Ich verlieh dieses Wort in Hinsicht auf die Verleihung des Preises an z.B. Elfriede Jelinek, deren Werke oft an Ordinärität, Zynismus und Blasphemie kaum noch zu überbieten sind.
Mittlerweile wirst du dich ja bereits über den Link, den Muse hereingestellt hat, über die Dame informiert haben. Es fehlte nur, dass der nächste Gewinner dann Nitsch heißt.
Bei solchen Personen, wird nach meiner Ansicht, ein so großer und angesehener Preis,
ad absurdum geführt.

lg Adamas


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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 11. Okt 2011, 20:48 
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Muse hat geschrieben:
Ich muß lachen Adamas, weil bei Nitsch bin ich auch ganz deiner Meinung.


Ich denke nicht nur du, liebe Muse.
Da wird es mehrere geben, bei denen dieser Typ
Brechreiz auslöst. :o

smilie_love_033.gif

lg Adamas


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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 17:04 
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@Adamas: Finde ich nicht, ich finde so etwas durchaus berechtigt. Siehe zum Beispiel William Golding. Der hat ja den Preis für "Herr der Fliegen" bekommen, was in der Genre-Literatur (Sci-Fi/Horror) als einer der härteren Brocken des subtilen Grauens gilt. Ist das ad absurdum, nur weil sich da teilweise Kinder gegenseitig abmurksen? Ganz im Gegenteil: Golding zeigt ein wesentliches Gesellschaftliches Problem auf, das wir haben, nämlich mangelnde Werte. Desweiteren spricht er die Erziehungsthematik an, die Frage ob Kinder wirklich die besseren Erwachsenen wären usw. Diese Fragen sind seit 50 Jahren aktuell geblieben (und waren es vermutlich schon vorher).

Jelinek kann ich nicht im Detail beurteilen, aber ich vermute, dass sie den Preis aus ähnlichen Gründen bekommen hat. Anscheinend zeigt sie gewisse Problematiken auf oder spricht gewisse heikle Themen recht offen an. Das mag auf den Leser krass wirken, aber ist es nicht realistisch? Der Nobelpreis steht ja für ausserordentliche Verdienste in der Gesellschaft und diese haben solche Autoren zweifellos erbracht, wenn auch nur shcon dadurch, dass sie polarisieren. Das darf man honorieren, ich finde, das ist völlig i.O.

Soviel zur Literatur. Es gab ja auch mal vor Jahren die Diskussion, ob ein Rockstar (der Sänger von U2 ;)) geeignet ist, für den Friedensnobelpreis nominiert zu werden. Unabhängig von meiner Sympathie für betreffende Person: Warum nicht, nur weil er kein klassischer Politiker, Literat, Journalist oder sonstwas ist? Der erreicht wahrscheinlich mit seiner Musik bzw. mit seinem nervigen Getue in den Medien mehr Personen, als irgendein Politiker es jemals würde. Und nur schon dadurch, dass a) die Fans sich Gedanken über diese Themen machen und sich evtl. auch positiv beeinflussen lassen und b) allein durch die Kontroverse viele nicht-Fans anfangen sich zu fragen, ja aber hey, moment mal. Warum? Dadurch wird wiederum vielleicht etwas bewirkt. Insofern würde ich das nicht grundsätzlich ablehnen deswegen. (Die Fragen zur Echtheit and so on mal dahingestellt, das seien Details. ;) Das müsste man dann im Detail in gegebenem Fall klären.) Aber einfach so grundsätzlich: Schliesst eine gewisse Polarität diesen verdienst aus? Ich denke, es fördert ihn sogar.

Ich wäre ebendeshalb auch dafür, dass mehr Horror/Sci-Fi/Fantasy-Autoren für den Literaturnobelpreis beachtet werden, aber ja, die werden halt nicht soo viel gelesen. Wobei man das wiederum stärken könnte, indem man den Preis vergibt. In den Genres gibt es nämlich jede Menge Autoren, die sich intensiv mit den Problemen der Welt auseinandersetzen, auch wenn sie es dann halt mit Elfen tarnen und/oder auf eine mehr oder weniger fiktive Welt und Handlung packen. Die tieferliegenden Inhalte sind wichtig. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 12. Okt 2011, 20:47 
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@Stormcrow

Tja, hier stehen sich wieder einmal zwei verschiedene Sichtweisen gegenüber.
Es mag ja so sein, dass für dich Horror-und Schmutzgeschichten auszeichnungswürdige
Literatur darstellen, was ich aber von meiner Seite her anders sehe. Deine Meinung
steht dir natürlich frei und das soll auch so sein. Für mich stellen aber gerade solche Werke
Ausdruck unserer kranken Gesellschaft dar. Man darf sich jedenfalls nicht über die fortschreitende Verrohung der Menschheit wundern, wenn ihr diese Art von Lesestoff, Filmen und Theaterstücken serviert wird. Dass das auch auf ihre Lebensweise abfärbt,
erleben wir ja fast täglich, beginnend bei der Jugendkriminalität.
Ohne dich jetzt in irgend einer Weise beleidigen zu wollen, sehe ich daher auch den Nobelpreis dafür als Verhöhnung Alfred Nobels an. Denn dieser hat sein Vermögen, nachdem er das viele Leid mitbekam welches seine Erfindung auslöste, für
höhere Ideale als die einer Schmutz und Schundgesellschaft gestiftet. Die hier zumindest in der Literatur ihren Einzug gehalten hat.
Das ist meine Ansicht von diesem Thema. Sie mag vielleicht nur ein Teil der Wahrheit sein und von dir logischerweise anders gesehen werden, aber es ist eben meine Wahrheit
an der ich mich orientiere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 09:28 
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Deine Meinung sei dir gegeben. :)

[quote="Adamas"] Für mich stellen aber gerade solche Werke
Ausdruck unserer kranken Gesellschaft dar. Man darf sich jedenfalls nicht über die fortschreitende Verrohung der Menschheit wundern, wenn ihr diese Art von Lesestoff, Filmen und Theaterstücken serviert wird. Dass das auch auf ihre Lebensweise abfärbt,
erleben wir ja fast täglich, beginnend bei der Jugendkriminalität.
[quote]

Das finde ich interessant, dass du das so eng siehst (also wie gesagt, das darfst du ja auch). Ich finde einfach, dass diese Sachen, gerade weil sie Ausdruck unserer kranken Gesellschaft darstellen und sie somit spiegeln, es verdient haben. Einerseits stimme ich dir da zu bei der unbewussten Beeinflussung der Jugend (und möglicherweise auch vieler Erwachsener) durch solche Bücher. Andererseits denke ich aber auch, dass solche Bücher überhaupt erst dadurch entstehen, dass etwas von diesen Aspekten in der Gesellschaft bereits vorhanden ist. Ich sehe das mehr als "stillen" Protest, als als Ansporn.

Nun ja, natürlich gibt es immer Deppen, die das verherrlichen oder sogar als Ideal nehmen. :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 14:01 
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@Stormcrow

Zitat "Das finde ich interessant, dass du das so eng siehst" Zitat Ende.

Es mag schon sein, dass ich explizit was Horror, Gewalt und dgl. betrifft,
eine eher strenge Auslegung der Dinge habe. Das gebe ich auch gerne zu.

Aber ich finde, dass mit so einer Literatur, der ja dann auch meistens die
entsprechenden Filme und Fernsehstücke folgen, mehr Schaden angerichtet wird,
als, dass sie Nutzen bringt. Denn wie du selbst zugibst, gibt es immer wieder und
gerade bei Jugendlichen welche, die sich von solchen Lektüren, Filmen, etc.
zu derlei gelesenen (gesehenen) Handlungen verleiten lassen.

Damit will ich jetzt nicht behaupten, dass es ohne diese Literatur keine kriminellen
Handlungen geben würde. Gott bewahre! Aber der Prozentsatz wäre mit Sicherheit
niederer. Und jede Tat mehr, ist bereits eine zuviel.

Denn selbst wenn diese Literatur (Filme, etc.) nur unsere kranke Gesellschaft widerspiegelt, übt sie dann doch auf schwache (kranke) Charaktere, welche
vielleicht noch nicht ganz offen für solche Taten sind, dann doch jenen Anreiz aus
und geben vielleicht den letzten Impuls, der sie diese Schranke überwinden lässt.
Und hier sehe ich die Gefahr solcher Gewalt verherrlichender Schriften, etc.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich diese am Ende verbieten würde. Nein, das
würde ganz klar gegen die Freiheit der Gedanken und der Meinung anderer verstoßen. Aber man sollte ihnen jenen Platz zuweisen, den sie auch verdienen und sie aus dem Fokus des "das muss man gelesen haben", heraus nehmen.

Adamas


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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 14. Okt 2011, 15:33 
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Okay, ja, das ist ein Punkt. Natürlich sind es wenige, die beeinflusst werden, aber sie gibt es. Wobei, vielleicht führt das jetzt zu weit, wenn ich jetzt sage, dass da schon irgendwo der Wurm drin sein muss? Ich meine, eine stabile Person wird sich kaum beeinflussen lassen, eine weniger stabile schon. Ob es daher allgemein gefährlich ist... aber dann wiederum, wie viele instabile Menschen gibt es? Das ist schon mal was zum nachdenken.

Nun ja, zu deinem letzten Satz, ist denn der Nobelpreis ein "muss man gelesen haben" Stempel? Also für mich nicht, aber gut, vielleicht für andere Leute. Wobei aber da wiederum die weniger stabilen Leute sich vermutlich weniger für solche kulturellen Sachen wie Nobelpreis interessieren... oder doch? Nun ja, ich überlege und überlege... ;) Das Thema ist schon interessant.

Interessant hierbei wäre auch ein Thema über Beeinflussung durch Medien, aber da kommen wir vermutlich nie auf einen grünen Zweit. ;) :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Nobelpreis 2011
BeitragVerfasst: 14. Okt 2011, 21:04 
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@Stormcrow

Ja, natürlich werden nicht alle von solchen Veröffentlichungen beeinflusst. Das sehe
ich genau so. Aber eines ist sicher, dass in der Menscheit immer mehr der Wurm ist,
wie du das genannt hast. Es scheint einfach immer mehr "Verrückte" zu geben, für die
die Versuchung der Nachahmung sehr groß ist.
Und es wurden ja auch schon Menschen umgebracht, weil diese Typen das Gefühl
kennenlernen wollten. Weil sie selber erleben wollten, wie es ist, wenn jemand durch ihre
Hand stirbt. Klar sind diese Leute krank, aber ohne eine Kick von irgend einer Seite, wäre
das möglichweise nie so akut geworden. Es sinkt einfach allgemein die Hemmschwelle
und dann braucht es nicht mehr viel.
Was ich mit den Worten, "muss man gelesen haben" ausdrücken wollte, war jetzt
nicht explizit auf den Nobelpreis gerichtet. Mir persönlich wäre es einfach recht,
wenn man derartige Lektüre schon in der Werbung nicht so hervorheben würde.
Einfach weniger aufreißerisches Theater darum machen würde. Auch das wäre schon ein guter Weg.
Aber ich weiß schon in Zeiten wo jeder nur verdienen will, gehört klappern halt zum
Handwerk. In diesem Fall, leider. Und, dass hier die Medien ein gerüttelt Maß Mitschuld tragen,
lässt sich nicht von der Hand weisen.

Adamas


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