Am Anfang war die Feder

Schriftstellerische Tätigkeiten für Anfänger und Laien ohne Zwänge der deutschen Rechtschreibungspflicht - Portal für ein freundliches Miteinander im Austausch von Dichtern und Textern die Spaß am Schreiben haben
Aktuelle Zeit: 23. Aug 2017, 15:45


Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 09:26 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Muse hat geschrieben:
Ja das kenne ich, viele Menschen haben schon meinen Weg gekreuzt, manche sind im Gedächtnis geblieben, ob negativ oder positiv, und manche sind einfach verschwunden auch aus dem Gedächtnis.
Manche waren eine Bereicherung und Hilfe nach vorwärts und manche taten weh und hemmten meine Schritte.


Warum hat das nichts mit dem Gedicht zu tun? Ich meine, der positive Aspekt kommt ja vor im Gedicht, oder? Dass sie einem begegnen und für eine bestimmte Zeit begleiten?

Oder meintest du, Merlin, mehr, dass sie sich danach gegenseitig begleiten?

Nach meiner Interpretation geht es um den Verlust des Guten, um Etwas oder Jemand, das/den wir gerne noch länger bei uns gehabt hätten, es uns aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nicht vergönnt war.

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 09:45 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Ach so, jetzt steige ich langsam. *doing* Sorrü, bin heute ein bisschen doof, habe nur mein Skript im Kopf...

Also das ist in dem Fall das ganz andere Thema, bezüglich Erfahrungen und so.. toll. :)

Und dein Gedicht werde ich in dem Fall nochmals lesen, vielleicht sehe ich dann noch andere Dinge. ;)

Jetzt aber zum Thema: Ist es nicht spannend? Manche dieser Personen trifft man nur einen Abend lang oder so, aber sie haben eine Wahnsinnswirkung. Und andere sieht man für Monate immer wieder und die Wirkung ist gleich null. Und dann gibt es natürlich immer jeweils auch das andere...

Ich denke, die Personen, die uns verletzen, verlassen wir irgendwann von selbst, weil wir uns das nicht mehr antun wollen. Doch irgendeinen Grund hat es ja meistens, dass sie überhaupt in unser Leben getreten sind. Und auch diese hatten ihren Einfluss, ob wir wollen oder nicht. Alles Negative hat auch etwas Positives, nur ist das halt manchmal schwer zu erkennen.

Und die Personen, die gut sind? Die verschwinden leider oft viel zu schnell von selbst, einfach aufgrund der Umstände. Was bestimmt auch einen Grund hat... sonst müsste ich mich ja ewig fragen, wobei das tue ich eigentlich immer noch, warum ich meinen gefallenen Engel (ich bezeichne ihn gern so) nicht bei mir haben kann. Und es stimmt mich traurig, wir haben uns einfach zum falschen Zeitpunkt kennen gelernt. Trotzdem war er total wichtig für mich. Naja, irgendwann wird sich mir der Sinn des Ganzen erschliessen, hoffe ich. Das heisst, ich weiss eigentlich schon, was er gebracht hat, aber ich weiss nicht, warum ich es nicht mit ihm teilen kann. Aber jetzt schweife ich fast ab...

Und dann gibt es die "unnötig Bösen" Chefs usw. Das finde ich total spannend, dass diese mühsamen, blöden Leute oft die sind, von denen man am meisten profitiert (beruflich jetzt) und sei es nur, dass man lernt aufzustehen und nein zu sagen.

So, das meins dazu. :)

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 10:38 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Das mit dem Loskriegen stimmt. Ob es notwendig ist? Naja, vielleicht nicht, aber es stärkt bestimmt die Seele. Man sagt ja nicht umsonst, was einen nicht umbringt, macht einen stark. In Bezug auf Bakterien- und Virenkrankheiten und so, ist das bewiesen, da denke ich, dass das sich das mit der Seele so ähnlich verhält. Und wenn man erst einmal aufgestanden ist, kann man nicht mehr so leicht erschüttert werden. Und man kann anderem Gegenüber erhabener auftreten und ist überlegen.

Das mit der Energie ist so eine Sache, ich frage mich: Wäre die vermeintlich verschwendete Energie überhaupt erst vorhanden, wenn man sie nicht zum kämpfen bräuchte? Entwickelt man sie nicht erst in diesem Prozess?

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 10:52 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Stimme ich nur teilweise zu. Das kommt auch drauf an, wer dann wiederum kommt, um einem herauszuhelfen. Und wenn man herausgefunden hat, dann siehe vorher. ;)

Aber ich kann natürlich auch nur aus eigener Erfahrung sprechen und hatte es noch nie, das jemand gar nicht mehr herausgefunden hat. Das andere ist natürlich traurig...

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 13:25 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
@Merlin: Ja, das ist ein Argument. Aber sind bei all diesen Menschen "böse" Wegkreuzer schuld an ihrem Zustand? Ich meine, sind es nicht teilweise einfach Umstände des Lebens, wo kaum jemand besonders viel dafür kann, mit denen sie nicht umgehen können? Andererseits gibt es natürlich immer mindestens einen, der etwas dafür kann...

Ich möchte niemanden schlecht reden oder gar beschuldigen oder so, das sind nur so Gedanken, die sich mir aufdrängen.

@Muse: Das stimmt, die örtliche Trennung. Daran habe ich jetzt gar nicht gedacht... manche Menschen brauchen ja die örtliche Trennung auch, um die seelische richtig durchziehen zu können. Ok.

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 15:19 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Ach, sorry, das "nicht" hatte ich tatsächlich übersehen. Tschuldigung. ;)

Merlin Petrus hat geschrieben:
Also nochmal: Was sind Umstände des Lebens und woraus bestehen sie?


Z.B. zwei Brüder gründen eine Band. Es gefällt ihnen, sie haben Spass an der Musik, es geht ihnen gut mit der Band. Alles super, der eine Bruder singt, der andere spielt Gitarrre. Der Sänger ist natürlich Aushängeschild und so weiter, aber da er von Natur aus Exzentriker ist, macht ihm das Spass. Er hat allerdings einen gewissen Hang, sich emotional sehr hinzugeben bzw. sich in Dinge hineinzusteigern. Jetzt geht das ein paar Jahre so mit kleinen Erfolgen, man kann davon leben, aber steht auch nicht unter riesigem Druck.
Nun beschliesst man, in eine etwas softere Richtung zu gehen, musiktechnisch, und tata: Der Erfolg bleibt nicht aus, man steigt auf in den Olymp seines Genres seines Landes. Da ist man erfolgreich, aber nicht so, dass man permanent von Paparazi verfolgt würde. Nun, plötzlich, wird der Sänger sehr depressiv. Er spielt mit dem Gedanken an Selbstmord und macht auch keinen Hehl daraus. Plötzlich ist er drin, in diesem Graben, aus dem man nur schwer wieder heraus kommt.

Wer ist schuld? Niemand. Denn er hat jederzeit die Wahl, auszusteigen, etwas anderes zu machen. Nur ist er vielleicht zu stolz oder so... ist er selber schuld? Bestimmt nicht, denn er beabsichtigt ja nicht, so zu werden, wie er wird.

Da kann es noch sein, dass in der Erziehung oder so irgendwo der Wurm drin war oder vielleicht eine Ex-Freundin ihn betrogen und wegen dem anderen verlassen hat?

Aber das sind Dinge, wie sie im Leben nun mal passieren und auch ganz normal sind. Und wenn darüber einer in einen Graben fällt, ist daran doch niemand schuld ausser das Leben selbst. Das meinte ich mit Lebensumstände. ;)

Wenn es so ist, wie Muse sagt, dass es Leute gibt, die einfach über längere Zeit einen wirklich erdrücken, ok, das habe ich ja gesagt, ist traurig. Aber es ist nicht bei allen so, deshalb Lebensumstände.

Merlin Petrus hat geschrieben:
Alles nur eine 08/15 Farce aus Schwäche?


Nein, ganz so schwarz malen würde ich auch wieder nicht. Es sind bestimmt Summen mehrere Faktoren, die zu so etwas führen. Die Beispiele, die du aufgeführt hast, sind traurig. Nur bei allen sind die entscheidenden Faktoren Menschen, sehe ich das richtig? Ich wollte eigentlich mit meinem Beispiel sagen, dass die entscheidenden Faktoren nicht zwangsläufig Menschen (in dem Sinne, das man auf sie zeigen könnte) sein müssen. Man muss nicht einmal unbedingt von vorneherein schwach sein, um so etwas zum Opfer zu fallen.

Wenn man nicht herausfindet... naja, vielleicht ist Suizid wirklich die Erlösung? Jetzt ganz bewusst plakativ gesprochen, aber jener, der Selbstmord begeht, hat ja nachher keine Probleme mehr, oder? Aber klar ist es traurig, dass es überhautp soweit kommen muss/kann, da stimme ich euch voll und ganz zu...

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 15:25 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Hast du dir auch nur einen einzigen Link im Zusammenhang meiner Frage ANGESEHEN?


Ja, alle. Aber ich befürchte, ich verstehe noch nicht, worauf du hinaus willst. Dass Lebensumstände von den Menschen um uns herum geschaffen werden oder wie?

Nach meinem Verständnis sind das alles Links mit Lebensumständen, die aber eben quasi "erzeugt" wurden - von anderen. Aber dann müsste man sich fragen, ob nicht alle Lebensumstände von anderen "erzeugt" werden? Also ich verstehe einfach nicht, was du jetzt meinst, ob du jetzt immer jemandem die Schuld geben kannst oder einfach mit mir überein gehst darin, dass es manchmal keinen Schuldigen in dem Sinn gibt?

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 7. Jun 2011, 16:46 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Ah, jetzt habe ich verstanden.

Merlin Petrus hat geschrieben:
Zwang ist für mich kein natürlicher Lebensumstand. Wenn du dein Kind jahrelang folterst und missbrauchst und es dann bei der ersten sich bietenden Möglichkeit Selbstmord begeht, um diesen Qualen zu entfliehen, dann ist dort eine Ursache ohne Lebensumstand gegeben.

Daher trenne ich bewusst: Freiwilligen Selbstmord von nicht freiwilligem Selbstmord. Und diesen benenne ich persönlich als indirekten Mord.

Hat nichts mit Lebensumständen für mich zu tun.


Das ist der Punkt, du hast eine ganz andere Definition des Wortes "Lebensumstände" als ich, deine Ausführungen erscheinen mir jetzt aber durchaus logisch. Ist mal eine Überlegung wert, das kann man wirklich kaum noch so bezeichnen.

Ja, genau, mein Beispiel basiert auf selbst gewähltem Weg.

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 09:30 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Lebensumstände können aber auch durch die Einwirkung anderer aufgezwungen werden, so mancher würde anders leben, wenn er nicht durch seine schlechten Erfahrungen in seiner Entwicklung gehemmt und eingebremst worden wäre.




Du hast in dir die gleiche Definition wie Stormy. Ich weiche davon entschieden ab.

Natürlicher Lebensumstand KONTRA Künstliche Gefangenschaft


Mir ist da etwas in den Sinn gekommen. Wir sprechen hier von aufgezwungenen Umständen und von selbst gewählten Umständen. Aber was ist, wenn es ein Zwischending gibt? (Lebens)umstände, die uns zwar nicht absichtlich oder bewusst aufgezwungen werden, aber einfach entstehen, durch eben andere Leute. Aber sind das dann zwangsläufig negative Wegbegleiter gewesen? Wenn sie das doch gar nicht beabsichtigt haben?

Dann wählen wir auch nicht frei, werden aber auch nicht absichtlich gezwungen. Da "zwingt" uns einfach das Leben als solches vielleicht (weil wir nicht damit umgehen können vielleicht?)... Nur kann man da dann noch von Zwang reden?

Wobei ich glaube fast, jetzt schweife ich vom eigentlichen Thema ab...

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 10:08 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Mir ist da etwas in den Sinn gekommen. Wir sprechen hier von aufgezwungenen Umständen und von selbst gewählten Umständen. Aber was ist, wenn es ein Zwischending gibt? (Lebens)umstände, die uns zwar nicht absichtlich oder bewusst aufgezwungen werden, aber einfach entstehen, durch eben andere Leute. Aber sind das dann zwangsläufig negative Wegbegleiter gewesen? Wenn sie das doch gar nicht beabsichtigt haben?

Dann wählen wir auch nicht frei, werden aber auch nicht absichtlich gezwungen. Da "zwingt" uns einfach das Leben als solches vielleicht (weil wir nicht damit umgehen können vielleicht?)... Nur kann man da dann noch von Zwang reden?

Wobei ich glaube fast, jetzt schweife ich vom eigentlichen Thema ab...


Stormy:

1) Ein Baby zum Sterben in die Mülltonne schmeißen

2) Ein Baby aus Schwäche in der Babyklappe abgeben

3) Ein Baby trotz Schwierigkeit mit Liebe versuchen aufzuziehen

Ich bevorzuge hier den Fall Nr 2


Ja ich auch. Und ich sehe, es jetzt, was ich vorher seltsam fand. Jede Einwirkung hat eine Folge und daraus ergibt sich der Zwang...

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 12:51 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Stormcrow hat geschrieben:
Merlin Petrus hat geschrieben:
Mir ist da etwas in den Sinn gekommen. Wir sprechen hier von aufgezwungenen Umständen und von selbst gewählten Umständen. Aber was ist, wenn es ein Zwischending gibt? (Lebens)umstände, die uns zwar nicht absichtlich oder bewusst aufgezwungen werden, aber einfach entstehen, durch eben andere Leute. Aber sind das dann zwangsläufig negative Wegbegleiter gewesen? Wenn sie das doch gar nicht beabsichtigt haben?

Dann wählen wir auch nicht frei, werden aber auch nicht absichtlich gezwungen. Da "zwingt" uns einfach das Leben als solches vielleicht (weil wir nicht damit umgehen können vielleicht?)... Nur kann man da dann noch von Zwang reden?

Wobei ich glaube fast, jetzt schweife ich vom eigentlichen Thema ab...


Stormy:

1) Ein Baby zum Sterben in die Mülltonne schmeißen

2) Ein Baby aus Schwäche in der Babyklappe abgeben

3) Ein Baby trotz Schwierigkeit mit Liebe versuchen aufzuziehen

Ich bevorzuge hier den Fall Nr 2


Ja ich auch. Und ich sehe, es jetzt, was ich vorher seltsam fand. Jede Einwirkung hat eine Folge und daraus ergibt sich der Zwang...



Ich bevorzuge Nummer drei. Ich verabscheue Nummer eins, noch mehr als Nummer zwei. Aber ich verabscheue ich zwei trotzdem. Ich sehe eher als Schwäche, das "Problem" vo sich zu schieben, anstatt sich Hilfe zu holen. Die gibt es überall!

Ich kann hier nicht ganz objektiv bleiben...
Tut mir leid, sowas regt mich auf, wenn ich mir allein solche möglichen Aktionen vorstelle. Babyklappe schön und gut. Kann objektiv besser sein fürs Kind, aber subjektiv? Kann man bei mir mit sowas nicht ankommen...

Ich würde mein Kind bzw. meine Kinder niemals weggeben und hier in diesem Land kann man auch alles bekommen, was außer Liebe noch notwendig sein sollte...
Familie ist für mich das höchste Gut, auch wenn die gesellschaftliche Form davon mit der meiner entspricht. Und wenn sich meine Kinder von mir später abwenden sollten, da ich die freiwillige Basis wünsche, habe ich etwas verkehrt gemacht. Aber anderes Thema...

Leider war bisher in mein Leben nur eine Totgeburt getreten und obwohl es 2008 war und ich niemals auch nur irgendetwas weiteres mitbekommen habe außer den Worten meiner Ex: "Ich hatte ne Fehlgeburt" als sie volltrunken war, ist es präsent für mich, wie am ersten Tag. Ich schaffe es nicht mal mehr meiner Nichte näher zu kommen, da ich anfangen würde zu heulen, sobald ich sie im Arm hätte...

Also, ist dies freiwillig gewählt? Ist dies ein aufgezwungener Umstand? Er wurde mir aufgezwungen, aber ich behalte ihn aus irgendeinem Grund freiwillig bei, obwohl ich schon längs weiter sein könnte. Was es schwieriger macht ist, dass meine Nichte genauso aussieht, wie ich als Baby (Zwei Fotos, kein Unterschied zu erkennen). Es war frewillig am Anfang mit meiner damaligen Freundin überhaupt was anzufangen, obwohl mich JEDER davor gewarnt hatte. Also war doch alles frewillig? Eine MIschung aus allem behaupte ich. Das war das erste und letzte Mal bisher, wo ich aufgrund des ganzen anderen damaligen Mülles auch auf der Schwelle stand...

NIemand hat dort wirklich Schuld, ich hake es unter Schicksal ab, welches jeder (unbewusst/bewusst) beeinflussen kann. Man kann den die Zeit wählen, wann man zu welcher Zeit wo ist, aber auf dem Weg kann vieles passieren. Der Weg kann umgelenkt werden oder die Zeit sich verzögern. Den Standort kann man jederzeit bestimmen (Schicksal beeinflussen), aber nicht den Weg dahin und was, wen man auf diesen Wegen trifft, die einen eventuell begleiten (Schicksal)...

Ja, das ist meine Annahme von Schicksal und jeder Wegbegleiter ist dann vorherbestimmt, solange man sich den Ort überlegte und sich dafür entschied loszugehen...

Ob man auch ankommt ist ne andere Frage und die Wegbegleiter ändern sich mit jeder eigenen Entscheidung. Alles, was ich selber beeinflussen kann bzw. wo allein meine Entscheidung zählt ist demnach beeinflussbares Schicksal und sobald ich dem "hilflos" ausgeliefert bin bzw. das drumherum ohne mein Zutun passiert ist Schicksal.

Beides hat eine Beziehung zueinander und verändert sich gegenseitig, aber kann ich auch stets meine Entscheidung ändern und damit auch den erzwungenen Umstand.

"Zwang"+"Freiheit" = Lebensweg

Das von mir ^^

LIeben Gruß, der Tobie

@ Merlin: Bisher wollte ich mich etwas aus diesem Thema raushalten, aber bei deinem Post der drei Möglichkeiten, musste ich einfach antworten...

Punkt ist, dass es Zwangsumstände gibt und freigewählte Umstände, aber erst zusammen bildet sich der Lebensweg und das Schicksal, meiner Meinung nach. Der Lebensweg, der einen bildet und formt. Teilweise bin ich froh, dass es so gelaufen ist, wie es ist, manchmal verfluche ich die aufgezwängten Situationen, obwohl sie mich irgendwie weiterbrachten...
Manchmal bin ich über meine Entscheidung froh, ab und zu nicht so ganz...

Aber alles Erfahrungen, die jemand selber braucht, oder gar die Seele um selber zu wachsen...
Nur Heiter-Teiter-Sonnenschein ist für jemanden, der lernen will nicht möglich in meinen Augen. Es benötigt stets den Ansporn ein Problem zu überwinden. Ob es eigene Probleme sind ist der Grad der Belastung dabei. Denn der Weg als ZIel beansprucht dann Probleme, also HIndernisse, hinter denen die Lösung liegt, als Lehrmeister.


Bis später, ich bin jetzt zum Sport -> Schwimmen

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 13:55 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Heyhey Tobie :)

Da möchte ich etwas anfügen zu deinen Ausführungen: Ja, in gewisser Weise hast du gewählt, dass du mit dieser Frau etwas anfangen willst. Aber du konntest nicht wissen, welche Auswirkungen es haben wird... das hast du nicht gewählt. Und trotzdem könntest du jetzt - mit viel Willenskraft - wieder wählen, dieses aufgezwungene Leid loszuwerden, zu bekämpfen. Wenn du das wolltest. Ich bin der Meinung, wir können immer wieder von Neuem wählen, es sei denn, es ist bereits so verzwickt, wie in Merlins Links zum Teil. Da wird es dann schwierig, einen Weg zu wählen, wenn man nicht einmal sieht, in welche Richtung sie führen.

Doch davor können wir... wenn wir wissen, dass wir können. Nur wenn wir darum nicht wissen, entstehen solch traurige Situationen, in denen dann meine vorherigen Ausführungen eintreffen - dass das Leben und die Menschen, die es uns bringt, uns zwingen, gezwungen zu leben oder eben den letzmöglichen Ausweg zu suchen. Aber es muss nicht soweit kommen.

Zu der Sache mit dem Baby: Ich würde eher Weg 2 wählen, wie gesagt, stimme aber trotzdem beiden zu. Ja, Frau kann sich gewiss Hilfe holen heutzutage. Ja, ob die Klappe für das Baby wirklich besser wird, eine andere Frage. ABER und das ist das Grosse aber, wenn die Mutter dermassen ausgeliefert ist (aufgrund von z.B. Depressionen, einem aggressiven Ehemann, von dem sie nicht os kommt, einer unheilbaren Krankheit, die es ihr unmöglich macht, arbeiten zu gehen oder das Kind zu wickeln, o.ä.), dass sie bereits ahnt, dass das Kind wahrscheinlich mehr Chancen auf ein gutes Leben hat, wenn es in ein Heim kommt wo es
- zu essen hat
- was zum anziehen hat
- andere Kinder hat
- Erwachsene hat, die ihm dies oder jenes zeigen

und später allenfalls an eine Pflegefamilie weiter geht, in der es ihm gut gehen kann, dann ist Weg 2 der Verantwortungsvollere. Natürlich kann man auch Pech haben mit einer Pflegefamilie oder später dem Beruf, aber hat man dann mehr Pech, als wenn die Mutter einen mühsam durchgefüttert hätte?

Also würde ich Weg 3 nur wählen, wenn ich sicher wüsste, dass ich es schaffen kann, aus dem Sumpf wieder herauszukommen, denn wenn nicht, habe ich zwei Möglichkeiten:
1) Ich lasse zu, dass mein Kind unter diesen furchtbaren Verhältnissen aufwachsen und sein Leben lang mit meinen Problemen kämpfen muss
2) Ich gebe es weg, und hoffe, dass es für das zumindest das geringere zweier Übel ist
Aber die Chance von 2 habe ich bei 1 gar nicht erst. Ob man sich sicher ist, aus dem Sumpf herauszukommen, ist natürlich Einstellungsfrage, aber auch da haben wir wieder die Umstände... so. Da entsteht für das Kind dann auch der erste "Zwang" in seinem Leben, aber wie gesagt, es kann sich später neu entscheiden. Meistens jedenfalls. ;)

Ich habe jetzt das Wort "Sumpf" verwendet, klingt vielleicht etwas hart, aber scheint mir passend und ich habe gerade kein Besseres.

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 17:04 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Merlin Petrus hat geschrieben:
@ Merlin: Bisher wollte ich mich etwas aus diesem Thema raushalten, aber bei deinem Post der drei Möglichkeiten, musste ich einfach antworten...

Punkt ist, dass es Zwangsumstände gibt und freigewählte Umstände, aber erst zusammen bildet sich der Lebensweg und das Schicksal, meiner Meinung nach. Der Lebensweg, der einen bildet und formt. Teilweise bin ich froh, dass es so gelaufen ist, wie es ist, manchmal verfluche ich die aufgezwängten Situationen, obwohl sie mich irgendwie weiterbrachten...
Manchmal bin ich über meine Entscheidung froh, ab und zu nicht so ganz...




Mir klar. Wir können nicht überall einer Ansicht sein. Doch hier scheiden sich unsere Geister völlig und entschieden ohne Möglichkeit eines Zusammenkommens auf einen Nenner.

Ich erachte es nach wie vor als VERANTWORTUNGSLOS HANDELN, Verantwortung zu übernehmen, die nicht getragen werden kann. Und mit deiner Antwort, wird dein Ansinnen in der Anarchie zur Auflösung der Familienstruktur in meinen Augen unglaubwürdig.

Diese Einseitige Sichtweise sei mir grundweg ferne!

Weshalb? Sie untermauert: Es ist wie es ist und es ist gut wie es ist, drum füg dich ein ins System, bekämpfe es nicht und hege keinen Gedanken daran, es auflösen zu wollen, damit es ALLEN Menschen gut gehe.



Familie ist für mich das höchste Gut, auch wenn die gesellschaftliche Form davon mit der meiner entspricht. Und wenn sich meine Kinder von mir später abwenden sollten, da ich die freiwillige Basis wünsche, habe ich etwas verkehrt gemacht. Aber anderes Thema...


Ich habe ein Wort vergessen sehe ich gerade :D Familie ist für mich das höchste Gut, auch wenn die gesellschaftliche Form davon mit der meiner nicht entspricht.

Also dabei bleibe ich. Aber auch, dass es nicht die Familie in gesellschaftlichen Sinne ist. Ich sehe meine Familie als die Menschen an, die ich liebe und trotzdem deswegen nicht an mich binden möchte, aber mich mit ihnen verbunden fühle. Ob es nun meine Eltern, die Nachbarn oder der Kumpel vom anderen Ende der Stadt ist. Genauso binde ich niemanden an mich. Ich sehe jemanden vllt, wie einen großen Bruder (in diesem Fall, sah er mich auch als kleinen Bruder an), aber ich würde ihn niemals aufzwingen mich als kleinen Bruder anzunehmen.

Ich mag vllt irgendwann der leibliche Vater sein und würde mich um meine Kinder kümmern wollen, aber ich müsste mir dies auch verdienen. Die beste Vorraussetzung ist doch, die verbindende Liebe, oder?

Aber würden sie irgendwann sagen :"Du bist nicht mehr unser Vater!" Dann würde ich es akzeptieren, egal wie es schmerzt, da es, wie im Satz auf freiwilliger Basis ist. Und dann weiß ich, dass da etwas schief lief und würde auf jeden Fall stets die Tür offen halten. Und ich verstehe deinen Standpunkt, klar ;)

Wenn man Verantwortung übernimmt ohne diese Verantwortung tragen zu können. Deswegen schrieb ich, dass man auch hier in diesem Land Hilfe findet. Wenn es sein muss vom Staat, aber eher mit Kontakten aufsuchen, die sich zu einer Gruppe gebildet gegenseitig helfen um die Verantwortung zu tragen.


Weshalb? Sie untermauert: [i]Es ist wie es ist und es ist gut wie es ist, drum füg dich ein ins System, bekämpfe es nicht und hege keinen Gedanken daran, es auflösen zu wollen, damit es ALLEN Menschen gut gehe.


Das ist ein schöner Seitenhieb und wirklich interessant, was ein bisschen falsch ausgedrückt oder vergesslich das wichtige Wort vergessen, alles auslösen kann :D Entschuldigung, Flüchtigkeitsfehler... ^^

Wenn man die Verantwortung nicht tragen kann, klar, dass es verantwortungslos ist, wie du sagst, diese trotzdem zu tragen. Das "Problem" würde ich aber lieber anders lösen. Ich würde niemanden dazu zwingen oder aufdrängen es genau so zu machen, wie ich denke. Das ist ein Ding, was ich mit meinem Gewissen ausmache und ich könnte niemals ein Leben so ignorierend verschwinden lassen. Meine Einstellung dazu. Die Entscheidungsfreiheit ob ja, Nein bleibt bestehen, so wie ich mir die "Familienkonstellation" vorstelle, dass absolut kein Zwang vorhanden ist in einer heutig verstandenen Familienform zu bleiben...

Ich hoffe, dass ich mich nun besser deutlich ausdrückte, den ohne dieses Wort "Nicht" wurde der ganze Sinn verfälscht ^^


@ Merlin: Bisher wollte ich mich etwas aus diesem Thema raushalten, aber bei deinem Post der drei Möglichkeiten, musste ich einfach antworten...

Punkt ist, dass es Zwangsumstände gibt und freigewählte Umstände, aber erst zusammen bildet sich der Lebensweg und das Schicksal, meiner Meinung nach. Der Lebensweg, der einen bildet und formt. Teilweise bin ich froh, dass es so gelaufen ist, wie es ist, manchmal verfluche ich die aufgezwängten Situationen, obwohl sie mich irgendwie weiterbrachten...
Manchmal bin ich über meine Entscheidung froh, ab und zu nicht so ganz...


Dies hier ist nun auf das ganze Thema umfassend, von Anfang an der Lebenswege eines Einzelnen und des Ganzen. Ich habe nicht das gemeint, was du da scheinbar rausliest.

Ich kann von Ort zu Ort gehen oder?
ZUdem kann ich bestimmen, wie lange ich da bleibe...
Aber wen und was ich da antreffe, was meine vortlaufende Entscheidungen mitbestimmt, das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, wer läuft mir da über den Weg, wie baue ich eine Verbindung auf? Diese kann ich jederzeit wieder kappen. Ich verstehe gerade dieses Zitat nicht zu deiner Atwort muss ich ehrlich sagen, da dies zwar auch auf Familie baut, aber generell jeden Kontakt und jede Interaktion mit einem Gegenstand beinhaltet. Jede Aktion, die ich mache und mich dazu entscheide. Was drum herum passiert weiß ich nicht und dies beeinflusst mich doch. Ob ich dem nun folge oder nicht, das ist wieder meine Entscheidung. Aber diese Entscheidung müsste ich nicht treffen, wenn ich an einen anderen Ort gegangen wäre...

Teilweise bin ich froh, dass es so gelaufen ist, wie es ist, manchmal verfluche ich die aufgezwängten Situationen, obwohl sie mich irgendwie weiterbrachten...
Manchmal bin ich über meine Entscheidung froh, ab und zu nicht so ganz...

All dies hat mich ja so geformt, wie ich nun bin ^^ Ich mag mich so, aber vieles hat mich so in die Scheiße geritten oder ich habe Scheiße gebaut, wofür ich mich schlagen könnte (Sprichwort). Und diese Momente haben mich geformt und zu dem gemacht was ich bin. Ohne diese Momente, hätte ich nicht lernen können, was ich lieber lassen will...

Ich habe jediglich mein Gefühl, aber nicht meine Meinung dazu kund getan ;) Ich kann, das was ich tue oder nicht kacke finden, da es gefühlsmäßig mich aus der Ruhe bringt, aber ich handel trotzdem nach meiner Meinung. Es muss einem nicht gefallen, was man tut, aber es sollte für einen selber richtig erscheinen (Wenn ich dazu gelernt habe und der Verstand sich änderte(nicht veränderte)), aber das Herz es sich schwer tut zu fühlen, dass das was man tut gut ist, obwohl man es selber weiß, dass es gut ist. Gegen seinen eigenen Strich handeln, würde ich es ausdrücken ^^

Und da sehe ich meist das andere Problem. Ich zwinge mich täglich auch zu den Sachen zu stehen, die ich erst seit kurzer Zeit einsehe oder mich überhaupt traue da dran zu denken. Und ind diesem Punkt bleibe ich der Anarchie fern, denn ich übe Herrschung über mich selber aus. Nun könnte man fragen, wenn man sich selber stets Befehle gibt, anstatt das zu tun, was der Geist verlangt, (teilweise wäre es so erleichternt, teilweise einfach nur erschreckend) ob man sich bewusst nach dieser Richtung verhalten kann? Nach dem Motto: Du musst erst dich [...], um andere zu [...] (beliebige Tätigkeiten einfügbar).

Bitte schreib, wenn dir da Fragen offen bleiben ;)

@Stormy: Auch bei dir. Ich kann es absolut nachvollziehen, genauso wie Merlin. Mein Gefühl ist da, wie oben steht aber einfach eine andere, wie meine Meinung. Ich tat oft Sachen, nach denen ich mich schlecht fühlte, weil es mir so eingetrichtert wurde, dass es falsch ist, obwohl es sozial richtig bzw. positiv war. Ich tat leider auch schon bewusst Sachen, die falsch und/oder kontraproduktiv waren und nach denen ich mich trotzdem sauwohl fühlte...

Diese beiden Sachen trenne ich eindeutig. Die Meinung zum Thema und das Gefühl, welches das Thema in einem auslöst. Und dieses schrieb ich oben auf, da dies aus mir herauspurzelte...

Denn klar kommt es auf jeden Einzelfall an, wie, wo, was, warum, usw. Ich bin aber stets (Ja, wird konfus, wenn ich hier auch "meine" schreibe ^^' ) gefühlsmäßig dabei all dem eine Chance zu geben und nicht gleich von Vornerein nicht zustande kommen zu lassen. Wenn es aber nach meiner Meinung nun trotzdem darauf hinausläuft, würde ich auch da unterstützen, auch wenn mir sowas weh tut...

Also falls etwas, was ich nun schrieb unklar ist oder unklar bleib, dann bitte ich darum es anzusprechen bzw. nachzuhaken, denn nun habe ich hier ja angefangen zu schreiben :D

Lieben Gruß, der Tobie

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 18:32 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Da gebe ich dir auch recht, aber wie oft habe ich schonmal gedacht: "Das kann ich nicht" und habe es dann doch hingekriegt. Manchmal mit überraschender Leichtigkeit. Nun ist mir klar, dass ein so komplexer Bereich weitaus umfangreicher ist. Aufgrund dessen, dass es um das Zusammenspiel verschiedener Menschen ist, aber es ist das gleiche System in meinen Augen. "Ich habe keinen Plan, was ich da mache, aber irgendetwas mache ich". Auch ein gern von mir gesagter Satz, denn auch ohne Wissen und Kenntnisse kann man es richtig machen, solange man auf sein Gefühl hört. Mir ist der Fehler gerade aufgetaucht, dass es Menschen gibt, die von vornerein negative Gefühle aufweisen und dann wie die Nummer 1 agieren. Hass und Ekel vor einen anderen Menschen. Stimmt mich traurig und irgendwie blende ich diese Seite unbewusst aus, da für mich selber diese nicht präsent ist, absolut negativ für jemand anderen zu empfinden...

Beispiel meinte meine Schwester, dass sie bei der Geburt nicht wüsste, wie es zu helfen gilt und das Baby zu "packen" wäre. Ich antwortete nun darauf, dass man im Notfall weiß, was man macht, solange man auf sein Gefühl hört. Das Lächeln meiner Oma und der Blickkontakt dazu, war Sprache genug, dass sie dies verstand und für sich absegnete.

Ergo: Wie es laufen wird, weiß niemand und ich sehe nicht die Notwendigkeit irgendwie das eigene Kind wegzugeben. Aber es ist eher Wunschdenken von mir und ich bewege mich auf dünnem Eis, aufdem ich mit meiner Idealisierung lustig herumspringe ^^'

Es ist leider eher weniger möglich und es fällt mir schwer, dies zu akzeptieren, aber leicht zu tolerieren. Doch in diesem Denken und Gefühl ist ja gerade mein Antrieb meinen beruflichen Weg zu gehen. Ich betone nochmal, wenn es einfach nicht geht und mit freiwilliger Entscheidung getroffen wurde, akzeptiere ich es auch. Beweggründe gibt es genug. Aber trotzdem würde ich allerlei versuchen um jeden Punkt der von außerhalb dazu führte, zu ändern und dabei zu helfen, dass die Entscheidung von Nichts auf der Welt erzwungen wird.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich will niemanden etwas aufzwingen oder verbieten. Ich zwinge mich selber schon genug. Aber Akzeptiere ich es nicht, wenn jemand sich zu unter Zwang der "Umstände" zu etwas entscheiden muss, was diese Person nach freiwilligen und eigenem Willen entscheidet. Genau dies pochte im Hinterkopf, aber kam nicht raus...

Der Rest, dass es öfters einfach nötig um jeden das Leben leichter zu machen oder ein DIsaster zu verhindern, das wurde durch mein überschwapptes Gefühl über meinen Verstand und meiner Meinung dazu wegidealisiert und Wunschdenken räumte sich ein...

Lieben Gruß, der Tobie

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 19:32 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Sowas ist heftig und schockiert mich auch irgendwie immer wieder aufs Neue...

Aber da bin ich kindlich naiv geblieben und ich kann mir nur unter größter Konzentration willentlich vorstellen, dass sowas Leute wirklich machen. Ich weiß es und weiß weiß auch, dass man sowas tun kann, aber rechne ich trotzdem nie, dass mein Gegenüber oder irgendjemand so etwas wirklich tut oder tun kann. Auch gucke ich da eher was ich selber machen kann um die Situation wieder zu verbessern. Musst dich mir früher so vorstellen als Kind, das Klischeemäßig jemanden einen eine Blume gibt, der traurig ist. Bei mir waren es mit dem Finger eingefangene Schmetterlinge im Kindergarten oder etwa ein ausgebuddelter Regenwurm ^^' Solche Sachen, die Freude in mir früher ausgelöst hatten. Heute nicht mehr...

Doch diese Naivität des "Jeder Mensch ist gut und macht nichts Böses" ist geblieben. Vom Kind an einfach tief und fest verankert und obwohl ich es anders erlebte, änderte es sich über die Zeit nicht, dass ich das sehen kann. Da sind meine Scheuklappen, dass ich das Schlechte im Menschen generell nicht sehe...

So habe ich auch wenige Male voll eine in die Fresse gezimmert bekommen. Habe nur jedesmal kurz schockiert und verwundert geguckt und bin wortlos weggegangen. Nach dem Motto: Warum hat der denn das jetzt gemacht?

Nur ist es seltsam, dass ich mich auch jedes mal erneut wundere, warum so viel Leid passiert, als wäre das nie so gewesen, wenn ich die Nachrichten ansehe oder mir jemand etwas über den Stand der Dinge erzählt...

Es sollte mich nicht verblüffen, doch tut es dies jedesmal.
So entsteht einfach meine Idealisierung des Ganzen, indem ich nurnoch ins Positive reinarbeite.

Deswegen meine unverständnisvolle Reaktion vorhin ^^

Lieben Gruß, der Tobie

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 8. Jun 2011, 20:06 
Offline
Moderatorin
Moderatorin
Benutzeravatar

Registriert: 10.2010
Beiträge: 1662
Wohnort: niederösterreich
Geschlecht: weiblich
hey tobie...

bitte erlaubst du mir mal...darf ich dich mal kurz knuddeln?....

ist mir gerade ein bedürfnis...und ich hoffe, das ist ok für dich...

alles liebe von noney smilie_engel_019.gif

_________________
Liebe lebt, weil sie liebt. Die Liebe lebt, weil sie gibt.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 9. Jun 2011, 00:41 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Recht haste...

Ich bin aber von ihr auch zu hundert Prozent überzeugt, ansonsten hätte ich diese nicht als Signatur. Aber ich habe auch schon angemerkt, dass ich es noch nicht geschafft habe stets konsequent mir nachzugehen von dem ich überzeugt bin. Ich schrieb auch, dass ich Menschen bewunder, die schon so weit sind, sich zu hundert Prozent treu zu bleiben. Ich bin noch auf der Suche nach mir selber und pendel mich aus. Die Signatur ist mein Ziel im Moment, welches ich erreichen will...

Ja, und genau weil es paradox ist, dass ich gegen Zwang, Beherrschung und Kontrolle bin und quasi allergisch dagegen reagiere, egal in welche Richtungen das läuft, bin ich derjenige, der diese Dinge am Meisten an sich selber ausübt, wird es unglaubwürdig. Erkennst die Zwickmühle? Ich müsste mich wieder dazu zwingen, mich nicht zu zwingen...

Oder ist jede Veränderung, die viel Zeit und Ausdauer benötigt um nach eigenem Willen hinzukommen, aber nen Tritt in den Arsch benötigt nicht irgendwo Zwang?

Ich bin noch zu weit von entfernt, aber bewege mich drauf zu, auch jeden (Selbst-)zwang abzulegen, der sich in dessen ausdrückt. Aber es ist schwer für mich, da genau hier eine meiner Überlebensstrategien ist. Wenn ich der Situation schon hilfflos ausgeliefert bin, bin ich wenigstens nicht mir selber hilflos ausgeliefert. Und dies endete in großer Selbstkontrolle...

Bestes Beispiel: Ich habe vor nen FSJ anzufangen, muss mich aber dazu erstmal aufraffen den Weg des Bewerbens anzufangen. Entweder sage ich, dass ich das dann und dann mache unter Selbstzwang oder ich warte, bis es aus mir selber sprudelt auch, wenn es dann zu spät sein könnte...

Ja, ich glaube an meine Signatur, aber bin selber noch nicht stark genug bzw. mein Rückgrat muss in dem Fall noch so anwachsen, dass ich dem stets gewachsen bin. Und der erste Schritt dazu ist doch erstmal anzusehen, in welche Richtung man will, indem man schaut wo man steht.

Ich wäre für jede Hilfe dankbar, die mich auf diesem Weg behält, aber dazu muss ich erstmal auf diesen Weg finden und Fuß fassen, oder? In solchen Momenten bemerke ich immer wieder, dass ich noch sehr jung bin und ne Menge zu lernen habe... ^^

Und das von dir gepostete Lied sagt so vieles aus, was wahr und haftig schade ist, denn genauso geht es mir ja, dass ich zu lange den Harten gespielt habe und dieses Verhalten noch stark präsent ist. Aber schauen wir mal, wie weit ich in weiteren fünf Jahren bin ;) :D

Lieben Gruß, der Tobie

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 9. Jun 2011, 09:19 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Nicht in meiner Ansicht.

Wissen und Geborgenheit, damit gibst du Liebe.

Unwissenheit und Vertrauen, damit gibst du Macht.

Weshalb? Es ist leicht durch eine unwissende Entscheidung das Vertrauen zu missbrauchen. Das ist die Macht: Das Vertrauen missbrauchen zu können.

Doch Geborgenheit? Wer würde durch eine wissende Entscheidung Geborgenheit missbrauchen? Geborgenheit, das höchste Gut in dem Frieden wohnt?

Vertrauen setzt Vertrauen voraus. Eine Erwartung: Ich vertraue dir und du vertraust mir.

Liebe erwartet nichts. Wo Geborgenheit existiert, existiert Frieden und Liebe.


Dafür :l_hug: Das sehe ich nämlich auch so. Und kaum jemand (ausser dir ;)) scheint diese Ansicht zu teilen. Warum muss Liebe mit Vertrauen einhergehen? Man kann jemanden über alles lieben und ihm trotzdem nicht vertrauen.

Und man kann jemandem Vertrauen, ohne ihn zu lieben. Und wenn man zuviel vertraut, läuft man Gefahr, verarscht und verletzt zu werden und das eigene Vertrauen ins Universum zu verlieren darüber.

@Tobie: Kann ich verstehen, das mit dem Gefühl. Nach seinem Gefühl zu handeln, ist sicher immer das richtigste. Aber warum entsteht da bei dir (wenn ich das richtig verstanden habe) ein Gewissenskonflikt, wenn dein Gefühl nicht deiner rationalen Ansicht entspricht? Wenn du doch denkst, dass man nach Gefühl immer das richtige tut, sollte doch der rationale Verstand auch nicht dagegen steuern, ausser man zweifle selbst an dieser Überzeugung?

Zu deiner Signatur: Jein. Auf eine Art ja, aber ich habe die Wahl: Ich arbeite hier in diesem stumpfen Tagesjob (was auch eine Art von Zwang ist) und habe ein schönes Leben (weil ich es mir dank Lohn leisten kann). Oder ich tue es nicht und muss jede Münze umdrehen, um einigermassen über die Runden zu kommen. Was ich auch wiederum nicht will. Hier kommt wieder meine Ansicht über das geringere Übel zu tragen. Das geringere Übel ist zwar immer noch eine Art von Zwang, aber einen, den ich (sozusagen freiwillig) in Kauf nehme, damit mir das grössere Übel nicht zustösst.

LG

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 9. Jun 2011, 11:16 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Dafür :l_hug: Das sehe ich nämlich auch so. Und kaum jemand (ausser dir ;)) scheint diese Ansicht zu teilen. Warum muss Liebe mit Vertrauen einhergehen? Man kann jemanden über alles lieben und ihm trotzdem nicht vertrauen.

Und man kann jemandem Vertrauen, ohne ihn zu lieben. Und wenn man zuviel vertraut, läuft man Gefahr, verarscht und verletzt zu werden und das eigene Vertrauen ins Universum zu verlieren darüber.




Ich hatte da mal so einen Kumpel, den mochte ich wirklich sehr, ja, man könnte es sogar freundschaftlich Liebe nennen, doch Vertrauen wäre einfach unmöglich gewesen, eben wegen seiner Natur. Er redete über alles drauflos in voller Unschuld mit Freude und Seligkeit, die ich manchmal selbst gut gebrauchen könnte, doch ihm was anvertrauen, wäre, als wenn ich damit gleich zur Presse hätte gehen können. :)

Der Aspekt *verarschen* muss nicht einmal vorliegen, denn das wäre wieder berechnender Vorsatz.



Das stimmt. Ich meinte auch, dass die Verarsche wirklich der Vertrauensmissbrauch ist, den du angesprochen hast (kann natürlich auch was anderes sein, Verarsche ist nur mein Beispiel dafür). ;)

Klar gibt es auch Menschen, die unabsichtlich so sind, wie du sagst. Und lustig ist ja, dass sie das teilweise gar nicht merken, bis man es ihnen sagt. Und es dann wieder vergessen...

Was ich noch anfügen möchte, ist etwas, das ich erlebt habe, etwas meiner Meinung nach Seltenes, Schönes, zum Vertrauen. Es gibt sogar Menschen (also bisher genau einen einzigen, den ich getroffen habe), die einem sagen, dass man ihnen nicht vertrauen kann. Die einfach ganz ehrlich sagen, dass es gefährlich ist, ihnen zu vertrauen. Und es stimmte... zum Glück habe ich die Warnung ernst genommen. :)

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 9. Jun 2011, 11:49 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Merlin Petrus hat geschrieben:
Das stimmt. Ich meinte auch, dass die Verarsche wirklich der Vertrauensmissbrauch ist, den du angesprochen hast (kann natürlich auch was anderes sein, Verarsche ist nur mein Beispiel dafür).



Nein. Die Verarsche, die du angesprochen hast, ist das Endprodukt, denn du musst ja vertrauen, damit du benutzt werden kannst. Wenn du nicht vertraust, kannst du auch nicht so leicht benutzt werden. Und nur wer schon in der echten Liebe angekommen ist, kann auch echte Liebe von unechter unterscheiden. Wer noch nicht da angekommen ist, fällt schnell auf Scheinliebe rein. Daher ist es mir ja auch so wichtig, mit dem aufzeigen, dass in meiner ansicht Vertrauen kein Attribut der Liebe ist.


Schön gesagt. :)

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 9. Jun 2011, 19:35 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Stormcrow hat geschrieben:
@Tobie: Kann ich verstehen, das mit dem Gefühl. Nach seinem Gefühl zu handeln, ist sicher immer das richtigste. Aber warum entsteht da bei dir (wenn ich das richtig verstanden habe) ein Gewissenskonflikt, wenn dein Gefühl nicht deiner rationalen Ansicht entspricht? Wenn du doch denkst, dass man nach Gefühl immer das richtige tut, sollte doch der rationale Verstand auch nicht dagegen steuern, ausser man zweifle selbst an dieser Überzeugung?


Ja, das ist schwer zu beschreiben, aber ist so, dass ich in der Beziehung zwiegespalten bin. Ich bin scheu gegenüber den Emotionen in denen ich oft einfach enttäuscht wurde. Ich bin da ein Widerspruch an sich :D
Eventuell habe ich auch einfach nur intepretationsfehler, aber einfachstes Beispiel, wenn es sich um mich herum um LIebe dreht im Gesprächsthema oder ganz plötzlich um abnormal große Fürsorge, schrecke ich beinahe ab und ein "Boaaah... ist das kitschig/nervig. Tu nicht so" breitet sich wie von alleine in meinem Kopf aus. Das passiert fast immer, so ein "Ääääh, nicht schon wieder... ". Ich weiß aber, dass dies doch lieb gemeint ist und der Gegenüber dann perplex beleidigt wäre, wenn ich anstatt wie mein Gefühl sagt mit einem "entnervten Blick und pampige Antwort" seine Gutmütigkeit bzw. Nächstenliebe nieder mache...
Dies zum Beispiel habe ich stets, sobald jemand plötzlich zu sehr Liebe für den anderen mitteilt. Muss mich da oft zusammenreißen um nicht im schlimmsten Fall den Mittelfinger zu zeigen und wegzugehen. Wäre doch absolut fürn Arsch so eine Reaktion

Und schlecht fühle ich mich selten auch in Situationen, wenn ich mir für den anderen den Arsch aufgerissen habe und/oder für den anderen etwas tat, baute, regelte, was derjenige brauchte, benötigte, drum bat. Viele würden sagen, dass das ausnutzen wäre meiner Gutmütigkeit, aber wenn ich selber keinerlei Nachteile drauß ziehe, dann ist es doch supergut und sollte einen erfreuen, dem anderen helfen zu können, stattdessen kommt Nichts oder ein entnervtes "Wieso schafft er es nicht alleine?" Da stoße ich dem anderen doch nicht vorn Kopf, denn in den meisten Fällen erfreut es mich schon tierisch, wenn ich helfen kann. Denn wäre doch doof, dass derjenige es nicht schafft, weil ich ihn/sie alleine lasse, obwohl ich etwas hätte machen können.

Das Gegenteil nun freue ich mich, wenn ich nicht geholfen habe und derjenige es alleine versucht. Ob es klappt oder nicht. Aber ich hätte ja was tun können und habe denjenigen alleine gelassen und mich auf die faule Haut gelegt. Mag ich nicht, wenn derjenige wirklich absolut nicht weiterkommt oder sich aus einem kleinen Problem ein großes entwickelt, dies demjenigen das Genick bricht und ich ablehnte zu helfen. Würde ich nach dem Gefühl gehen würde ich der Hälfte nicht mehr helfen und alleine lassen und dies finde ich charakterlos. Ich bin kein Märtyrer oder ein Samariter, aber ich will helfen wo ich kann und es nötig ist. Doch wenn sich ein gutes Gefühl ausbreitet dies zu unterlassen, sehe ich es nicht richtig und tue zu wenig. Ich springe nun nicht bei jeder KLeinigkeit hoch, aber wenn ich um etwas gebeten werde, mache ich es generell, wenn ich dazu in der Lage bin.

Ab und zu kommt ein total befriedigendes Gefühl hoch, wenn ich erschreckenderweise anfange jemanden zurechtzuweisen, Machtgelüste hochsteigen und ich quasi Befehle erteile oder wie mein Vater mich ausschimpfte, ich den anderen ausschimpfte. So, dass ich oft genug hinterher zu der Person ging und mich entschuldigen musste, was ich jedesmal tat. Sowas wird immer weniger, aber ein Tyrann ist auch in mir, den ich mit dem Verstand unten halte, aber ab und zu rauskommt. Ein Zerstörer meiner Selbst, der ein Mitbestimmungsrecht hat, aber zum Glück stets überstimmt wird zur Zeit ^^ Und das Schlimme ist, dass dieses Gefühl so absolut herausragend ist. Ich mag es nicht und stimmt mich hinterher stetig traurig, wenn ich mal wieder auf der Schwelle hierhin gestanden habe.

Ich besitze ein kompliziertes emotionales Innenleben :D Das selbst ich nicht ganz verstehe und jedesmal wieder Überraschungen offen hält... ^^

Aber ich hoffe, es ist verständlich geworden was ich meine. Sobald ich neagtiv auf meine Umwelt reagiere und handel, dass ich mich da öfters gut fühle und sobald ich positiv wirke oder scheinbar Positives auf mich stößt, dass ich mich da mies fühle...

Also ich bin von meinen Gedanken felsenfest überzeugt und ich schaffe es auch immer mehr mein Gefühl zu überzeugen, dass dies, was ich gedanklich verinnerlicht habe auch von ihr stetig anzunehmen...

Kurz: Ich erkenne all zu oft meinen Alten (Wie der Vater so der Sohn-Gedanke) an und in mir, dessen ich gegenanagiere, aber anstatt dies im stillen Kämmerlein zu tun, gebe ich meine in meinen Augen "Schwächen" offen zu und benenne sie, wenn jemand fragt. Und sobald jemand einen Nachteil drauß zieht, egal wer, ich eingeschlossen, dann sehe ich als als Schwäche an...

In dieser Beziehung bin ich knallhart mir selber gegenüber, dass sozusagen nicht mein zweites Gesicht wieder hervorspringt und die Kontrolle übernimmt ^^

Lieben Gruß, der Tobie

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen durch Kreuzwege & Wegbegleiter
BeitragVerfasst: 10. Jun 2011, 10:43 
Offline
Lehrerin (09)
Lehrerin (09)
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 672
Geschlecht: weiblich
Ah ja, gut, das ist dann natürlich etwas komplizierter. Hat bestimmt auch mit Vorerfahrung/Beeinflussung (durch den Vater?) zu tun, denke ich mal... was man in der Kindheit erlebt und wie man erzogen wird prägt einen ja sehr stark, da ist es für mich nur naheliegend, dass das spätere Verhalten oder auch gewisse vermeintliche Schwächen oder gar "Störungen" darin auch durch Erziehung herbeigeführt worden sein können. Unbewusst natürlich.

_________________
Wenn du nicht für etwas stehst, wirst du für irgendetwas fallen.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Vista theme by HelterSkelter © 2007 ForumImages | Vista images © 2007 Microsoft | software © phpBB®
phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker