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 Betreff des Beitrags: Wahnheit
BeitragVerfasst: 26. Mai 2015, 08:15 
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Professor (07)
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Eine Art kleines Buch ^^

W a h n h e i t
Revolution für die Anarchie


Sehen wir es mal realistisch. Das System heutzutage ist scheiße. Viele arbeiten nicht, viele haben zu wenig „Geld“ um zu leben und zu viel zum sterben. Viele sind „überqualifiziert“ oder „unterqualifiziert“. Vorurteile prägen unser Land und unsere Gesellschaft. Wann hast du das letzte Mal ohne jeweiligen Vorgedanken über die Person einen „Fremden“ begrüßt? Wann hast Du das letzte mal einfach jemanden in den Arm genommen ohne diesen zu kennen, du aber siehst, dass diese Person Trost sucht? Ohne irgendwas über die Person zu denken, was Du garnicht wissen kannst.

Nehmen wir das Beispiel eines Lehrlings als Tischler. Der von seinem „Meister“ mit dem Holz, das er im Wald für die Arbeit sammelte verprügelt wurde, wenn es nicht dazu taugte. Würdest Du mit diesem Vorwissen mehr Fürsprache für diese Person haben arbeitslos zu sein, wenn Du das wüsstest?

In der Anarchie wäre das nicht möglich. Man würde einfach gehen und sich wen Anderes suchen. Einen anderen „Meister“ bzw. „Lehrer“. Wenn man sich beweisen darf ohne vorher schon einen Beweis haben zu müssen. Was soll bitte eine Bewerbung aussagen können? Den Akutzustand und wie es dazu gekommen ist. Doch wie soll man wissen, ob man super genial in dem ist, was man tun will, wenn man es nicht ausprobieren kann?

Okay. Heutzutage könnte man dazu Praktikas machen, aber das ist nur kurzzeitig und man befristet. Praktikanten werden auch oft nicht ernst genommen. Ich meine als Lehrling zu etwa einer Werkstatt gehen, in die man will und gleich anfangen ausgebildet zu werden.

Wieso sollte die Person das können? Es gibt auch Andere, die auch wollen und es besser könnten, fragst du dich jetzt? Es hat bestimmt einen Grund, wieso du vor diesen Personen da angekommen bist. Dann hast Du es geschafft, rechtzeitig da zu sein. Das wäre seinem Schicksal freien Lauf geben mit eigenem Willen. Doch was ist nun mit den Anderen? Eine Frage. Wieso sollten die nicht dürfen? Im Team zusammen, gewollt und mit Freude zu arbeiten ist doch sogar viel produktiver, als alleine und voller Grieskram. Woher soll das Geld kommen für so viele Gehälter fragst du dich jetzt vielleicht.

Tja. In der Anarchie gibt es kein Geld. Man arbeitet eben, weil man etwas tun will und nicht weil man muss um zu leben bzw. häufiger einfach nur um zu überleben. Kein Geld? Ja. Du würdest Du nicht mit Freude Ware anbieten bzw. Dein Handwerk, wenn Dein Client zu dir gekommen ist, wegen dem was Du anbietest und nicht wegen dem, was Du haben willst und diese Person das gerade noch so eingehen kann?

Wenn man allgemein einfach wo hin kann und um das Handwerk bittet, dem man vertraut? Und nicht zu dem, den man sich gerade noch so leisten kann? Wieso ist Gehalt von Nöten, wenn kein Geld verlangt wird? Wieso muss man was für das Eigene kriegen, bevor man gibt? Anstatt einfach nur zu geben. In dem Fall wärest Du nicht alleine und Du gibst, aber alle Anderen doch auch. Was sollst Du denn dabei verlieren? Mit Freude an deinem Werk und Stolz bist du glücklich, dass dein Werk von den Menschen um dich herum angenommen wird. So wie Du selber dann wo hin gehen kannst um Dir zum Beispiel deine Nahrungsmittel zu holen. Du dein Auto in die Werkstatt bringen kannst und es fachmännisch reparieren lassen kannst von Leuten, die das auch wollen für Einen und nicht nur Können um sich selber am Leben zu erhalten.

Das wirkt wie ein sterbendes Wesen, das verzweifelt versucht seinen Tot zu verzögern. Egal wie sehr es schmerzt. Anstatt ein Wesen, dass wirklich frei einfach nur gibt und das tut man es will.

Der Mensch ist ein Arbeitstier. Niemand kann wirklich untätig herumsitzen. Irgendwann fängt jeder an etwas zu tun. Viele Arbeitslose heutzutage haben aber nicht die Möglichkeit etwas Produktives anzufangen. Sie bekommen keine Chance. Wieso das denn? Weil man etwas schon beweisen muss, bevor man es hat beweisen können.

Der Bauer, der seine Tiere liebt und sein Feld liebt. Sein Land liebt und damit Ware vergibt für Alle. Die Ware, die er sorgfältig behütet hat und gepflegt hat.

Der Mechaniker, der mit Liebe seinen Beruf ausübt und Dinge repariert, weil diese kaputt sind und dieser sich das Können zum Reparieren freudig angeeignet hat.

Der Verkäufer, der stolz ist zu zeigen, wie toll und wie viel er zusammentragen kann um es zu verteilen. Sprich wie es ihm gelingt all verschiedenen Produkte auf einen Punkt zu bringen. Okay. Dies würde dann „Verschenker“ heißen, oder?

Doch was ist denn dann verschenkt? Nur weil kein Geld fließt, dass einen versklavt und an Ketten hält. Die Personen ihre Tätigkeiten aus Raffgier und Eigennutz ausüben. Die wahren Schmarotzer im Endeffekt sind. Jemand der nur Reichtümer haben will um „besser“ vor anderen dazustehen.

Ein Egoist.

Im Gegensatz ein Alterist, der nur an Andere denkt.

Wieso kein Alteregoist? Alteregoist ist jemand der an sich selbst denkt und gleichzeitig an alle seine Mitmenschen. Der alles ehrt und als Höchstes respektiert. An sich denkt in dem Sinne, dass seine Tätigkeit ihm Freude und Glück einbringt. Ein schönes Leben, das sich jeder wünscht, aber mit Geld nicht kaufen kann.

Und was man da mit dem Geld erreichen will? Sein „Hobby“ ausüben zu können. Doch wenn Dein Hobby Deine Arbeit ist. Wäre es nicht einfacher, wenn du dieses Hobby mit und für Andere ausüben könntest? Wenn du gerne fliegen würdest und ein Flugzeug brauchst, du alle Teile zum Bauen und konstruieren kriegst und dann eine Fluggesellschaft gründest. Einfach, weil Du es willst und nicht, weil Du es musst. Dann der Pilot bist? Des Flugzeuges, das Du selber gebaut hast. Deine Helfer zum Umsetzen des Ganzen hattest, die das gleiche Hobby haben wie Du, wie Du selbst dann Helfer für diejenigen bist.

Viele Denken, die Anarchie wäre Chaos. Stimmt. Doch viele auch Denken, dass Chaos Unordnung heißt. Und kein natürliches Prinzip. Wie sonst erklärst Du dir die Evolution? Anarchie mag chaotisch sein, aber es ist keine Anomie. Gesetzeslosigkeit. Das auf keinem Fall.

Eigentlich in unserem Sinne, wäre die Anarchie das Grundprinzip einer Demokratie, nicht eine Demokratur, wie wir diese haben. Jeder hat sein Stimmrecht für die Entscheidungen, die ihn mit seinem Hobby, seinem Leben, seinem Tun und Können verbinden. Generell jeder hat das Stimmrecht selber zu entscheiden. Zusammen in der Gruppe, in der Masse, wird sich ein Punkt herauskristallisieren aus vielen Möglichkeiten, die die Mehrheit nun wollen. Und diese wird umgesetzt. Klingt sehr nach Demokratie. Nur dass es in der Anarchie natürlich und zwanglos ist. Wer das nicht will, was entschieden wurde nach Mehrheitsprinzip, der geht woanders hin. In eine Gesellschaft, die ihm gefällt. Wo diese Person dann leben will und glücklich wird. Denn dies wird auch unterstützt. Kriegst ja den Umzugswagen und alles was Du benötigst doch von Selbst? So kommt ein Austausch zwischen den Gemeinschaften zustande, denn dieses Prinzip funktioniert fast nur in einem kleinen Kreis. Doch ist jede Gesellschaft ein eigener Kreis, dann es ein ganzes System werden. Die Planeten ziehen doch auch ihre „Kreise“ und bilden zusammen ein System. Ohne, dass Einer wichtiger oder unwichtiger sei als ein anderer Planet. Wieso sind diese denn nun vorhanden, wenn nicht mit Sinn behaftet? So auch hier. Wieso gibt es einen Menschen, wenn dieser keinen Sinn hat? Wieso gibt es Dich? Was willst Du? Was bringst Du? Warum gibst Du Deine Existenz?

Es ist Selbstironisch, dieses Werk gegen Geld anzubieten. Doch im jetzigen System leider notwendig, damit es Beachtung findet. Es scheint, dass nur Güter auch gut sind, wenn sie was kosten. Wieso das denn? Mit diesem Prinzip wird doch vielen der Zugang verwehrt. Auch zu diesem Werk. Das ist schade. Dass Leute darauf getrimmt sind erst was Geben zu müssen, bevor man selber etwas bekommt. In der Anarchie wäre dieses Werk jedem frei zugänglich. Würdest einfach deinen Computer einschalten und dich eben an Dieses setzen. Fertig. Doch das scheint zu einfach zu sein. Scheint es, dass erst was verlangt werden muss, bevor man geben darf.

Nach dem Motto: Du gibst quasi alles weg um quasi alles zu bekommen. Das macht keinen Sinn. Denn Du hast doch schon quasi alles in der Anarchie. Jeder darf zur Schule gehen und wenn nicht als Lehrling wo anfangen. Jeder kann zum Bäcker gehen, der seine Brötchen mit Liebe gebacken hat, und sich seine seine Brötchen holen. Jeder kann Alles tun, wenn man füreinander da ist.

Doch stop. Was ist nun mit Verbrechern? Mit Mördern oder dergleichen? Glaubst Du wirklich, dass in der Anarchie sowas geduldet werden würde? Wenn Alle es so wollen? Ist es dann okay? Nach dem Grundprinzip Zahn um Zahn? Haben wir dieses Prinzip nicht mit dem Geld schon? Zahn um Zahn, Blut um Blut, Geld um Geld?

In der Anarchie gibt es Gesetze und Regeln. Doch sind diese nach Mehrheit gewollt und akzeptiert. Und wer dies nicht tut, der wandert weg, wo es ihm gefällt. Wird sich eine Gesellschaft herauskristallisieren, die sich gegenseitig töten und umbringen will. Haben wir ja jetzt auch schon, nur, dass auch alle mit hingezogen werden, die nicht wollen. Bei denen nun, wo es jeweils Regeln und Gesetze gibt, da gibt es dann auch Strafen. Strafen, die jeder akzeptiert und verstanden hat. So sollte jeder die Konsequenz seiner Tat wissen und auch ob diese nun eingegangen wird oder nicht.

Verantwortlich ist man nur für das was man selber tut. Tue was Du willst, wenn du die Konsequenzen tragen kannst. Was auch immer für Strafe für was auch immer gibt. Ist das von den Bürgern zusammen formuliert worden und spiegelt den Unwillen des Volkes. Heutzutage ist das vielen egal oder sie sind dazu gezwungen gewisse Straftaten zu begehen. Manchmal Beides. Einige haben sogar Spaß daran gegen Gesetze zu verstoßen. Und Regeln zu brechen. Dazu seien diese da. Aber nun ja. Dann gibt es die darauf folgenden Konsequenzen. Erst recht in der Anarchie.

Bei Zweifel für den Angeklagten und unschuldig anstatt selbst bei Zweifel schuldig sein zu müssen. Nicht nur vor Gericht. Sondern im ganzen Leben. Jemanden sehen und sofort Vorurteile verhängen. Ich sehe etwas und intepretiere dies. Doch ist dies richtig intepretiert? Bei Schizophrenen ist das so auf anderer Art. Sie haben einen Reiz, also das was sich ein Schizophrener ausdenkt ist vorhanden, aber nur das Grundprinzip. Doch wird dieses Grundprinzip, dieser Reiz, fehlintepretiert und ein Wahn baut sich auf. Wirkt die jetzige Gesellschaft nicht ein bisschen Schizophren?

Aber in dem Fall ist dies ein „Anfang“ einer neuen Idee. Eventuell Tot des total idiotischem Denken mancher einer, die im Grunde das Gleiche wollen und dennoch nur Unwillen haben. Erreicht man ein Ziel doch nur wenn man nicht davor stehen bleibt, sondern darüber hinaus geht.

Was ist nun ein Tot? – Ein Anfang? Ein neuer Anfang. Obwohl es generell keinen Anfang und auch kein Ende gibt. In der Hoffnung, dass das jetzige System bald beendet ist und ein neues beginnt. Dazu muss das Alte Prinzip aber erstmal sterben, oder?

Die Geburt und der Tod ist schön. Der Übergang liegt jeweils an allen selber zusammen. Aber das ist ja nun nicht tot. Tot kann Vieles auf unterschiedlicher Weise werden. Ich sehe es so, sobald keine Entwicklung mehr von statten geht oder nichts und niemand an dieses Etwas denkt bzw. diesem Etwas Beachtung schenkt. Dann wird es erst untergehen wirklich begraben und tot sein.

Wir sind eine Welt. Wir sind eine Gesellschaft, ein Leben. Wir sind Wir und nicht Eines, sondern Alles. Zusammen. Und deshalb sollten wir auch so handeln, oder? Zusammen im Team. Und das ist das Grundprinzip der Anarchie. Zusammen leben und sterben um wirklich gelebt zu haben und leben zu werden.

Das ist Das Leben.

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


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