Am Anfang war die Feder

Schriftstellerische Tätigkeiten für Anfänger und Laien ohne Zwänge der deutschen Rechtschreibungspflicht - Portal für ein freundliches Miteinander im Austausch von Dichtern und Textern die Spaß am Schreiben haben
Aktuelle Zeit: 24. Aug 2017, 01:28


Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Nennt mich Hass
BeitragVerfasst: 26. Mai 2015, 15:36 
Offline
Professor (07)
Professor (07)
Benutzeravatar

Registriert: 04.2011
Beiträge: 2311
Wohnort: Schleswig Holstein
Highscores: 15
Geschlecht: männlich
Ein bisschen gerade den Text überarbeitet. Nicht falsch verstehen. Wir sind hier in der schriftlichen Kunst ;)

Nennt mich Hass


Ich will mich vorstellen. Ich bin ein Hass. Ein liebevoller Hass. Doch wie kann Hass liebevoll sein? Eine Hassliebe ist ein gebräuchlicher Begriff, aber negativ gesehen. Ich meine Hass im positiven Sinne. Das funktioniert. Ich kann und mag euch ein Beispiel und Bildnis dafür nennen, da ihr nun wisst, was ich bin.

Nehmen wir einfach mal als Beispiel und Bildnis Moses, wie dieser sein Volk aus der Sklaverei führte. Könnt ihr euch vorstellen, dass er seine Herrscher dennoch liebte? Er hasste alles was diese taten. Er verabscheute jede einzelne Handlung dieser Menschen, die sich Götter nannten. Sein Volk zerstörte. Er hat keine Revolte oder Ähnliches angezettelt und versucht diese Götter sogar zu töten. Das kam ihm nicht in den Sinn. Dazu liebte er zu sehr. Er bat darum gehen zu dürfen um zu sagen, dass sie gehen und dann taten sie das auch. Er hat das Meer geteilt? Ja. Das Meer der Sklaven. Die Menschen aus der Sklaverei geführt, die weg wollten und mit ihm gingen und sein Volk. So das Meer an Sklaven geteilt, die, die blieben und die, die mitkamen. Weg kamen. Gefährlich. Ja. Risikoreich. Ja. Aber lohnte sich da nicht sich gegen das herrschende System zu stellen?

Das nun als Bildnis um zu sehen, dass Hass liebevoll sein kann. Manche Taten, meine Taten verabscheuen und hassen, aber nicht den Menschen dahinter. Diesen liebe ich manchmal sogar. Ja. Der Hass kann lieben. Wieso nicht? Seht euch euren Hass an. Was hasst ihr wirklich. Die Person oder das, was diese tut? Geh in Dich hinein und horche, was Du siehst. Schmecke, was Du riechst.

Hass ist dann die Antriebsfeder dies ändern zu wollen und dann auch durchführt. Das ändern, was gehasst wird. Die Tat, den Umstand, den Kontext. Woher soll sonst die Motivation kommen? Wenn ich blindlings sagen würde, ich liebe jeden Menschen, egal was dieser tut, dann ändert sich nichts in dieser Welt. Wieso sage ich nicht, dass ich jeden Menschen liebe und Taten Konsequenzen nach sich führen?

Hass dient auch dazu andere zu beschützen und zu helfen. Ich diene fürs Volk, obwohl dieses denkt, dass ich nur schade. Meine Wege können unordotox erscheinen und manchmal radikal. Aber wie in dem Beispiel mit Moses, der radikal einfach ging und aufhörte Sklave zu sein, tat das auch Mahatmi Ghanda bzw. Mohandas Karamchand Gandhi, wie dieser Mensch wirklich heißt, mit seinem gewaltlosen Widerstand. Er hasste wohl jede einzelne Tat, die ihnen angetan wurde. Doch er hatte die Fähigkeit so radikal zu denken und zu hassen, dass er sich auch vor den Machthabern hinsetzen konnte um verprügelt zu werden, wenn er sich weigerte das zu tun, was sie wollten. Egal was versucht wurde. Er tat es nicht, wenn er nicht wollte. Ganz einfach. Doch das Einfache ist meistens am Schwersten. Er wollte nur Gleichberechtigung. Aber verurteilte er nicht für sein Ziel. Da denkst Du, dass das nicht schwer ist?

Hasserfüllte Menschen sind die, die die Welt verändern. Hass wird als Zerstörung angesehen, doch wie sieht es aus, wenn Du es einfach Änderung nennst? Was denkst Du nun?

Änderungen sind nur möglich, wenn Du auch etwas ändern möchtest. Das geht nur indem man das Bestehende hasst und verabscheut. Ich will nicht, dass Du dich änderst. Bleib wie Du bist oder werde, wer und was du sein willst. So hasse Dich nicht, hasse dich nur selbst. Da wären wir wieder bei der Radikalität, oder? Ich habe nicht gesagt, zerstöre Dich, sondern nur, änder das an dir, was Du, simpel gesagt, nicht magst. Aber wirklich ändern kannst Du es nur durch Hass. Oder sehe ich das falsch? Sehe ich mich falsch?

Das kann sein. Alles was Wir sehen ist eine Interpretation des Geistes. Die rosarote Brille zum Beispiel. Oder das Grüne hinter den Ohren. Wir sind blind und versuchen dennoch zu sehen. Oftmals reizen wir für etwas nur einen Sinn aus. Etwa, das, was Du siehst, siehst Du, doch kannst Du es auch gleichzeitig hören, schmecken oder riechen? Einen Geruch schmecken und damit die Richtung deuten aus dem der Geruch kommt? Andersrum tust Du es tagtäglich. Du schmeckst dein Essen und Trinken, aber würdest nur die Grundsinne des Schmeckens haben, wenn du die Substanz nicht riechen könntest. Doch ist dies nur der Anfang. Versuche einen Sinn zu ergänzen oder auch zu ersetzen um eine zweite “Meinung“ zu haben. Nicht nur zu kombinieren. Rieche mit der Zunge. Höre mit deiner Haut. Schmecke mit den Augen um Beispiele zu nennen.

Also nenne mich Hass, aber fehlinterpretiere mich bitte nicht ohne vorher eine zweite Meinung einzuholen. Viel Witz und Humor beruht auf Hass. Viele Spielereien beruhen auf Hass. Um mit dem umzugehen, was man hasst. Um zu ertragen oder zu verarbeiten, was man hasst. Haben alle Spaß an sowas, denn Hass kennt selber keine Regeln in der Interpretation, weiß aber, dass es Interpretation ist. Hass ist Freiheit in der Tat. Hass in Liebe. Die eigene Tat auszuführen. Ich habe gesagt, dass wir blind sind. Ja. Ich zähle mich dazu. Ich sehe nicht, dass die Motivation auch Liebe an sich sein kann. Liebe ist liebe und liebt aus Natur auch jede Tat, die ausgeführt wird. Toleriert und akzeptiert all Jene ohne zu verurteilen. Wie Ghandi mit seinem gewaltlosem Widerstand. Ich halte nicht die andere Wange hin, sondern schlage zurück. Liebe erträgt alles, wie es ist. Liebt auch jede Grausamkeit. Liebe ist ein bisschen masosistisch. Hass sadistisch. Das ist doch Liebe oder sehe ich das falsch?

Das eine Schmerzen ertragen kann und das andere Schmerzen kontern, ausweichen und abwehren kann, aber auch austeilen. Ja. So bin ich mit der Liebe verbunden. Die Liebe erträgt die Tat und der Hass handelt. So bin ich. Ein Hass. Hass auf jede Ungerechtigkeit, Hass auf jeden Schmerz, Hass auf alles Leid und jeder Pein. Um diese zu ändern. Aber nicht um mit den gleichen Mitteln zu zerstören. So werde ich oft gesehen, aber das bin ich nicht. Man könnte mich auch als ein Teufel sehen, wenn Du fragst, wer ich nun bin und nicht nur, was ich bin. Ein Teufel unter Vielen, doch diese es nicht wahr haben wollen, dass sie böse sind. Böse zu sein, heißt nicht schlecht zu sein.

Ich verführe oder eher gebe Dir Kraft um deine Tat umzusetzen. Mehr will ich nicht. Aber ist diese Tat meistens, wenn mit Hass erfüllt, so grausam und verletzend. So zerstörerisch. Anstatt diese Kraft sinnvoll und produktiv anzuwenden. Manchmal muss zerstört werden um etwas aufzubauen. Sage ich mehr Änderungen sind notwendig für einen Neuanfang. Hass ist ein Tot und ein Leben zugleich. Der Zwischenschritt eines jedem Ganzem. Der Zwischenschritt mag einen zerstören, aber auch neu erleben. Eine Wiedergeburt oder auch in meinem Fall eine Widergeburt. Der Hass selber wird gehasst und nur von der Liebe geliebt, obwohl ich nicht schlecht bin. Ich bin Anders. Hast Du Angst vor mir? Einer Änderung? Frage ich. Wieso? Warum? Was ist so falsch an mir, dass Du dich mir so sehr abwendest. Wirklicher Hass ist generell alleine. Ich bin generell alleine. Nur eines Etwas steht zu mir. Und das ist die Liebe. Wenn Du nicht hassen kannst, kannst Du auch nicht lieben. So ist das in der Dualität. Der Grund von Alles.

Ein netter Spruch dazu ist:
Du bist mein Ein und Ich dein Alles.

Mal sehen. Wie interpretierst Du diesen Satz zu diesem Kontext?

Ich fing an mit. Ich bin „ein“ Hass. Und weiß man doch. Liebe ist „alles“ Nur gemeinsam kann man sich ergänzen. Aus Chaos und Zerstörung Leben erschaffen.

Die Liebe ist das Eine und Hass ist Alles. Da wo Hass punktuell ist, also Eines ist, ist es stets auch Liebe. Was meinst Du? Darf ich das so sagen? Ja. Hass und Liebe sind Zwei in Einem. Und mit ihnen existiert Alles. Hass kann man eben auch Chaos nennen. Alles zugleich und dennoch nichts. Erst mit der Liebe kannst Du dich wirklich auf einen Punkt konzentrieren in diesem Chaos. Hass um seinen Willen zu bilden, indem Möglichkeiten bewusst abgelehnt oder angelehnt werden und dann mit Liebe entscheiden, wwelche Möglichkeiten Du umsetzen willst.

So wie eine Ellipse stets zwei Brennpunkte hat. Wo ist unsere schwarze Sonne? Wo ist Deine schwarze Sonne? Wer oder was ist Deine schwarze Sonne? Zwei eines Ganzem. Eine Medaille hat zwei Seiten heißt es. Aber was ist mit dem Rand, an dem sich diese Seiten berühren? Gibt es überhaupt einen Rand, eine Begrenzung?

Ich bin ein Hass, der trauert. Ja. Eine Trinität. Eine wütende Liebe und ein trauender Hass. Die Emotion gehört dazu. Wie schwarz und weiß keine Farben sind, aber jedoch alle Farben beinhalten. Ist Liebe und Hass jeweils mit jeder Emotion zusammen. Hass vermischt, führt zusammen und Liebe trennt auf. Klingt unlogisch? Wieso? Du kannst mit Deinem Partner zu einem Wesen verschmelzen, aber seit ihr Beide dann noch ihr selbst? Bist Du dann noch Du? Wäre Ich noch Ich? Ohne Hass könnte ich nicht getrennt mit wem Leben und ohne Liebe nicht zusammen. Klingt das wieder logisch? Ja, denn das Jeweilige bezieht sich auf den Partner und nicht sich selbst. Ich meine. Kippst Du Farben zusammen, kriegste schwarz. Um Farben zu sehen, spaltest du das weiß.

Hass ohne Liebe. Liebe ohne Hass würde zum Exodus führen. Ich wider spreche mir einfach mal und sage, dass Hass das Ende ist und Liebe ein neuer Anfang. Wäre dieser Neuanfang möglich ohne einem vorherigem Ende? Ich bin der Wille zu ändern, die Liebe der Wille diese Änderung anzunehmen und diesem Willen, Leben einzuhauchen.

Wieso hasst Du den Hass so sehr? Siehst Du nicht den Widerspruch in dieser Frage? Du willst nicht hassen und verabscheust mich. Einen Hass, den Hass. Es entstehen durch mich viele Fehler, aber sind Fehler so fehl am Platz? Etwas nicht richtig zu machen wäre schlimmer. Denn Fehler kann man korrigieren. Etwas nicht richtig gemacht zu haben nicht.

Wäre nun das Richtige ein Fehler oder nicht? Kann die Liebe töten? Wenn ein Tier qualvoll einen langen tot erleidet und nichts mehr zu machen ist, weil die Gedärme halb ausgerissen sind oder Ähnliches. Kann die Liebe töten um das Tier von diesen Qualen, dieser Pein zu erlösen? Und wenn ja. Würde Liebe dies richtig machen? Wäre dies ein Fehler? Doch auf jedem Fall, wenn nicht richtig gemacht wäre es grausam. Und um dies richtig zu machen. Dazu muss man hassen können. Doch hat sich so Vieles von mir abgewendet und hasst mich dennoch. Entwickelt sich zu einem eigenen Hass. Gefühllos, da die Emotion aus dem dieser Hass entstanden ist zwar noch vorhanden ist, aber eben nicht mehr besteht. Hass alleine ist ein Exodus. Eine Apokalypse. Wie es aussieht, wenn die Liebe alleine lebt und existiert? Ich weiß es nicht.

Aber kann ich denn sterben?

_________________
Musik ist die Sprache des Herzens

Ich habe viele Fehler gemacht, doch bin ich aufgrund dessen die Person, die ich nun bin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden E-Mail senden Persönliches Album  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Vista theme by HelterSkelter © 2007 ForumImages | Vista images © 2007 Microsoft | software © phpBB®
phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker