Am Anfang war die Feder

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 24. Jun 2012, 21:55 
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Kakuzus Illusion....

….
Verdammt! Verdammt sollten sie sein! Dafür dass sie ihm dies angetan hatten!
Verstoßen!
Allein!
Ausgestoßen aus ihrem scheinheiligen, elitären Kreis der Rechtschaffenden!

Im Inneren zerbrochen….

Er hatte ihnen vertraut, hatte ihnen Treue geschworen. Hatte alles erduldet, alles ertragen.
Nur um als Teufel angeklagt zu werden. Als Versager, als Nichtskönner….
Ausgerechnet! Er hatte alles getan, alles versucht. Nur um sie alle zufrieden zu stellen. Obwohl er wusste, dass diese Mission, dieser eine Auftrag, unmöglich zu erfüllen war. Dennoch hatte er sich auf den Weg gemacht. Hatte es dennoch versucht. Das Unmögliche möglich zu machen.

Der Teufel ist in mir….

Im Inneren zerbrochen….

Trotzdem lebendig….

Früh hatte er erkannt, welche Macht dieses Land regierte. Welche Macht alles beherrschte.
Es war so simpel.
Liebe? Nein.
Ehre? Nein.
Stolz? Nein.
Es war Geld. Die unsichtbare monetäre Macht.
Das was alle anzog. Wie Motten das Licht.

Er wurde verbannt.
Und dafür rächte er sich. Nahm den geheimen Schatz seines Dorfes an sich, saugte das geheime Wissen in sich auf, als sei er ein trockener Schwamm. Und er erkannte, dass es eine Möglichkeit gab, Stärker zu werden. So stark, dass er zum besten Shinobi werden würde.

Er bemächtigte sich der Kraft, der Lebensenergie der weisesten und mächtigsten Männer des Dorfes. Er nahm ihre Herzen in sich auf.
Und die Veränderung begann…

Verloren in der Nacht….
Er war verloren auf dem Weg des Shinobi. Letzen Endes hatte er erkannt, dass er immer noch alles so machte, wie man es ihn gelehrt hatte.
Er erkannte, dass er in die Kreise des Geldes aufsteigen musste, um etwas zu verändern.
Also begann er das zu tun, was man ihm beigebracht hatte. Er setzte seine Künste nun dafür ein, irgendwann das System zu brechen. Und dafür brauchte auch er Geld. Viel davon.
Er musste das System zum Wanken bringen. Ihnen das nehmen, was ihnen so viel wert war. Wertvoller als ein Leben.

Innerlich zerbrochen….
Und wieder auferstanden.

Er lernte andere kennen. Ebenso verbannt wie er. Aus ähnlichen Gründen, teilweise. Anderseits weil sie nicht in das klassische Konzept des Befehlsempfänger passten.
Und er schloss sich ihnen an. Denn letzten Endes hatten sie alle ein Ziel: Die Reformation dieser in sich erkrankten Gesellschaft.

Er wurde geschätzt. Das was er tat, wurde geschätzt. Er war der Bankier der Organisation geworden. Derjenige, der immer wieder Mittel und Wege fand. Derjenige, der sich um den Materiellen Reichtum kümmerte. Auch wenn er dazu besondere Methoden hatte.
Er tötete. War ein gnadenloser Kopfgeldjäger geworden. Und dabei wurde er berüchtigt.

Schon so lange lebte er nun schon. Hatte mehrere Mitglieder der Organisation kommen und gehen sehen. Einige gingen auf sein Konto.
Dass er den Ruf eines wandelnden Zombies hatte, störte ihn nicht.
Seine Kampftechniken waren berühmt und gefürchtet.

Wieder auferstanden…. Aus den Ruinen seines eigenen Seins.

Er hatte sich mit der entstandenen Organisation arrangiert. Hatte einen neuen Partner akzeptiert. Auch wenn dieser ein rotznäsiger Grünschnabel war, der großkotzig umher lief und seine sadistische Ader ungeniert auslebte. Zu Ehren eines Gottes. Ha!
Es gab nur eine Macht in dieser verdrehten Welt. Noch immer. Noch immer war es das Geld. Das System der Währung, dass noch immer so viel Leid brachte.

Lange hatte er sich Gefühle verboten. Sie waren nur eine Ablenkung. Längst hatte er es aufgegeben, sich selbst einzureden, dass eines fernen schönen Tages die Welt sich wirklich ändern würde.
Doch er hatte es dem Anführer nicht gesagt, dass er es inzwischen als Utopie ansah.
Das hehre Ziel, dass sie anstrebten. Nichts als eine Illusion. Er hatte abermals erkannt, dass Geld alles zunichte machen würde. Egal, was sie erreichen wollten. Die Welt würde sich nie ändern. Würde nur immer mehr junge, naive Männer und Frauen in ihren Bann ziehen und verderben, verbannen und liegen lassen.

Resignation…
Unfähigkeit….
Unfähig etwas anderes zu tun, fuhr auch er in dem fort, was er konnte. Worin er effektiv war. Er tötete. Ohne Rücksicht, ohne Skrupel. Ohne Gewissensbisse.
Wenn er es nicht tat, würde ein andere kommen und es tun.
Er gab sich keinerlei Illusion mehr hin. Anders sein Partner, der inbrünstig, ja fanatisch glaubte. Daran, dass es einen Gott gab.
Auch wenn dessen Anhänger nicht viele waren und ihre Methoden zweifelhaft.
Er bewunderte diesen Enthusiasmus heimlich. Dieses Feuer, dass der andere in sich trug und an dem er sich festhielt.
Wogegen er selbst immer kälter wurde. Innerlich.

Innerlich zerbrochen….
Wieder auferstanden….
Erneut gebrochen und wieder hatte er sich aufgerappelt.
Seine Grundfesten standen immer fest.
Er würde vielleicht noch lange leben. Noch mehr Kämpfe erleben.
Immer ein Kampf bis aufs Blut, bis zum Tod.

Tod.
Ein Ende.
Fast schon tröstlich.
Er sah auf, sah die Sonne, wie sie langsam den Horizont küsste. Wie sie sich ergeben nieder senkte und der Nacht sterbend Platz machte.
Tod…
Er lebte nun schon so lange. Hatte genug Todesarten gesehen und selbst getötet. Es gab keine gute Art zu sterben.
Würde es jemanden geben, der ihn töten würde? Der es schaffen könnte?
Würde er dann vielleicht das finden, wonach er sich immer noch sehnte? Nach all dieser Zeit?
Anerkennung?
Akzeptanz?
Der Mond ging auf. Sein bleiches Licht hüllte den dunkelhaarigen, vernarbten Mann unter sich in kaltes Zwielicht.

Innerlich zerbrochen….

Dies war sein Leben. Kampf. Immer nur Kampf. Ein aussichtsloses Unterfangen. Ein Kampf gegen Windmühlen. Er hatte auch das erkannt und es tat weh. Es würde sich niemals etwas ändern.
Immer würden Menschen sterben. Vordergründig für das Gute. Für den Kampf Gut gegen Böse.
Aber im Hintergrund würde immer das Geld regieren.
Er hatte sein Leben gegeben, um auf seine Art etwas zu ändern. Doch niemand erkannte die Wahrheit hinter allem. Niemand sah die verdeckten Machtgelüste der schon ohnehin Mächtigen.
Resigniert ließ er den Kopf sinken.
Es war umsonst gewesen.
Sein Kampf, sein Leben.
Auch er war einer Illusion nachgejagt.

Innerlich zerbrochen….

Der große Mann brach zusammen. Auf Knien schüttelte er den Kopf.
Alles umsonst….

Er wollte endlich gehen…
Doch die Herzen, die er aufgenommen hatte, verhinderten das. Und er selbst brachte die Kraft nicht auf, sie sich selbst zu entfernen.
Er konnte nur hoffen, einmal einen Gegner zu finden, der ihn töten könnte.
Er wollte nicht mehr Illusionen nachgehen. Er wollte seinen eigenen Frieden. Und der Tod machte keinen Unterschied. Es war egal, wie man gelebt hatte, ob man arm oder reich war. Der Tod nahm sie alle mit sich.

Innerlich zerbrochen…

Eine Träne löste sich aus den grünen Augen und fiel lautlos in den Staub. Frieden…. Er wollte endlich seinen eigenen Frieden. Im Tod waren alle gleich.
Tod….

„Bitte erlöse mich…“
Seine leise Bitte nahm der Wind mit sich fort.
Vielleicht würde er endlich erhört werden….

….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 25. Jun 2012, 23:34 
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Es war nur eine wundervolle Lüge gewesen....Uchiha Madara...



Es ist eine wundervolle Lüge gewesen….

Sein ganzes Leben. Nichts als eine wundervolle Lüge….

Er hatte gedacht, dass er anerkannt wurde. Anerkannt durch sein Können, durch sein Streben nach Macht und Unangreifbarkeit für seinen Clan.

Aber es war nur eine Lüge gewesen.

All die Opfer, die er erbracht hatte, um seinen Clan, seine Familie zu stärken. Selbst der Tod seines Bruders….

Alles nur eine Lüge!

Er wurde gehasst und gefürchtet. Wurde von seiner Familie geschnitten. Ausgerechnet von denen, für die er auch in den Tod gegangen wäre.
Wurde verraten. Von denen, die sagten, sie wären seine Freunde.
Alles was er gewollt hatte, war Stärke. Stärke für seine Familie.
Aber sie wandten sich von ihm ab.

Und da sah er, dass alles nur eine entsetzlich große Lüge gewesen war.

Es gab keine Solidarität, kein Vertrauen und erst recht keine Liebe in dieser Familie.
Familie! Das Wort und dessen Bedeutung verstanden diese Menschen nicht einmal. Sie hatten sich gegen ihn gewandt, als er ihnen aufzeigte, was es bedeuten würde, wenn sie sich so unterordnen, ja erniedrigen würden. Aber sie zogen das vor.

Er war einst ihr Oberhaupt gewesen.

Aber es war nur eine wundervolle Lüge gewesen.
Und der Regen wusch diese wundervolle Lüge fort. Hinterließ nur die grausamen Narben. Auf seinem Körper und in seiner Seele.

Egal, mit was sie ihn „beruhigen“ wollten, es waren nur neue Lügen.

Er wandte sich von ihnen ab, ging einen neuen Weg. Er hatte verstanden. Alles baute auf Lügen auf, auf Lügen und verkam zu einem Spiel für diejenigen, die meinten, dass ihnen die Macht zustand, diese Lügen am Leben zu halten.

So wundervolle Lügen….

Ein letztes Mal hatte er sich umgedreht, hatte ein letztes Mal auf das Dorf gesehen, welches er mitgegründet hatte. Als er noch in dem irrigen Glauben war, dass er für die Geschicke dieses Ortes verantwortlich sein würde.

Alles nur Lügen!

Der Nebel des frühen Morgens hatte sich noch nicht gelichtet, als er an dem Fluss ankam. An der Grenze des Einflussbereiches dieser falschen Freunde, dieser ewigen Duckmäuser, die einmal seine Familie waren.
Und ausgerechnet hier traf er denjenigen, der ihn am meisten hintergangen hatte, derjenige, der sich einst mal sein Freund nannte.

Auch nur eine weitere Lüge!

Auch er hatte ihm nur Lügen aufgetischt.
Hatte das Elend weiter geschürt und seine Familie zu Wachhunden werden lassen. Zu einer so genannten Spezialpolizei.

Alles nur eine Lüge!

Und er hasste es, belogen zu werden. Er hatte es satt, als Werkzeug zu fungieren.
Er hatte sie alle durchschaut. Hatte erkannt, dass sie seiner Familie nur Elend brachten. Nur hatte sein Clan das nicht sehen wollen.
Und nun stand ihm dieser „Freund“ gegenüber. Wollte ihn hindern, seinen Weg zu gehen, wollte ihn aufhalten.
Einst hatten sie gemeinsam gekämpft. Hatten sich unterstützt. Doch nun, heute, waren sie Gegner!

Es war alles nur eine Lüge gewesen.
All ihre Ziele, all ihr Streben. Nach Frieden….
Nichts weiter als eine wundervolle Lüge.

Sie standen sich gegenüber. Und wussten beide, diesmal würde es keine Gnade geben. Dieses Mal würde der Tod entscheiden.

Alles nur eine wundervolle Lüge….

Die Augen seines Gegenübers… Diesen Augen hatte er einmal vertraut.
Nun sollte dieser Mann sehen, was er mit seinen Augen anstellen konnte. Er hatte noch einiges auf Lager, was der andere nicht kannte.

Es war nur eine Lüge gewesen….
Eine zuviel.
Sie hatte gezeigt, dass die Menschen nichts wert waren. Sie waren es nicht wert, dass er sie Freunde nannte. Oder gar Familie.

Es war anscheinend nur ein Spiel gewesen.
Ein Wundervolles Spiel mit wundervollen Lügen.

Der Kampf zog sich hin, zehrte an seinen Kräften. Doch es gab keine andere Option außer dem Sieg, oder den Tod.
Sie wussten es beide. Dies war die einzige Wahrheit.
Noch einmal mobilisierte er all seine Kraft. Noch einmal griff er an.
Noch ein Mal traf er seinen Gegner schwer. Doch dieser schlug zurück.
Als sich die Felsen lösten, wusste er, dass er keine Chance mehr hatte.

Lüge! Es war nur eine wundervolle Lüge gewesen…!

In einer Wolke aus Stab und Gischt vom aufschäumenden Fluss verschwand er.

Alles war nur eine Lüge gewesen. Alles wofür er je gekämpft hatte, alles wofür er gelitten hatte….
Alles Lüge!

Keine Gnade.
Kein Erbarmen.
Nur eine einzige Konsequenz: Der Tod.
Ein letztes Mal sah er die Augen seines Feindes. Seines Freundes. Sah in ihnen …. Bedauern?

Nein. Alles nur eine Lüge….

Später errichteten die Bewohner des Dorfes, das versteckt unter den Blättern liegt, zwei Statuen an dem Fluss, der durch den Kampf der ehemaligen Freunde einen Wasserfall bekommen hatte. Sie nannten das entstandene Tal, das „Tal des Endes“.

Aber es war nicht das Ende der Lügen.
Dieser wundervollen Lügen…
Denen man so gerne glauben möchte…
Für den Frieden…

Der Frieden für eine Welt, in der es nur Elend und Lügen gab….

Jahre später…
Ein Mann stand im Schatten der Bäume und sah auf das kleine Dorf hinunter.
Sein Gesicht, verdeckt durch den Schatten und eine Maske. Mit einem kleinen Loch, durch dass er sehen konnte.
Nicht dass es notwendig war, dass er mit dem Auge sehen musste. Er wusste auch so, was sich dort erstreckte:

Eine wundervolle Lüge….

Und weiteres Elend. Das Elend der Einzelnen in einer Lüge, die sie alle ausbeutete, die sie alle zu Werkzeugen degradierte.
Und sie alle hatten nichts Besseres verdient. Denn sie glaubten an diese

Wundervollen Lügen….


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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012, 15:45 
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Konan...Sehnsucht in der Nacht...

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….

Der Geruch von Sandelholz und Weihrauch wabert durch die schwüle Sommerluft. Die Dunkelheit der Nacht, samten und warm, verspricht mehr.
Sie sieht hinaus, aus ihrem kleinen Fenster in dem Hauptquartier. Leise umspült sie die Musik und sie sieht, wie draußen die Glühwürmchen tanzen, Sterne durch die Baumkronen funkeln. Alles ist irgendwie aufgeladen. Eine eigenartige Stimmung….
Sie darf das Fenster nicht öffnen. Vielleicht treiben sich Shinobi, Feinde in den Wäldern herum. Das Quartier darf nicht entdeckt werden. Deswegen brennt auch nirgends ein Licht. Von Außen ist kein Laut zu hören. Sie hat die Musik wirklich sehr leise gestellt.

Es ist eine Nacht, die Erinnerungen weckt. So wie damals. Als sie bemerkte, dass sie ihr Herz verloren hatte….
Verloren an die beiden Chaoten in ihrem Leben.
Langsam lässt sie sich von der Musik, den sanften Klängen, verführen. Sanft bewegt sie sich, öffnet den Mantel, denn sie auch jetzt noch trägt und lässt ihn langsam zu Boden gleiten, während sie weiter tanzt.
Die Musik ist auch in ihrem Herzen. So voller unerfüllter Sehnsucht. Sehnsucht, die sie niemals zeigen darf.
Weder hier noch anderswo.
Niemand darf ihre Gefühle bemerken.
Doch jetzt, in dieser Nacht, kann sie ihnen Form geben. Sie tanzt und stellt sich vor, dass sie es für die beiden, denen ihr Herz gehört, tut. Indem sie sich leicht wiegend bewegt, indem sie so sanft ihre Hüften bewegt….

Es darf niemand wissen. Die Welt lässt Liebe nicht zu. Schon gar nicht in einer solchen Organisation. Schon gar nicht unter solchen Männern, wie denen, die in dieser Organisation arbeiten und leben.
Sie sind alle Ausgestoßene. Alle Verbrecher, abgestempelt, verdammt zu einem Leben ohne Wärme. Ohne Zuneigung. Ohne Liebe.

Während sie sich zu den Klängen bewegt, kann sie es nicht verhindern, dass die Tränen in ihre Augen treten.
Auch etwas, was sie sich nur nachts erlaubt.
Nachts, wenn sie ganz allein ist, kann sie ihren Gefühlen Ausdruck verleihen.

Sie ist allein. Allein unter den Männern, hat eine einmalige Position inne. Sie ist die Vertraute des Anführers. Sie ist die Unantastbare. Sie ist die Frau, die den Männern, den Verdammten dennoch Respekt abringt. Indem sie nie Gefühle zeigt, nie Impulsiv handelt. Nie unüberlegt. Es wäre ihr Tod.

Sie hat sich den Respekt hart erarbeitet. Sie musste dafür kämpfen. Und die Kämpfe waren nicht nur blutig. Sie hatte verletzt. Auch die Psyche ihres jeweiligen Gegenübers. Aus Selbstschutz. Denn sonst wäre sie ein Opfer geworden.
Die Männer die hier lebten, lauerten auf jedes Anzeichen einer Schwäche.

Deswegen ließ sie ihre Maske nur in der Nacht fallen, wenn sie sicher war, dass alle schliefen oder nicht in der Umgebung waren, wenn sie den Wachdienst hatte.
Dann tanzte sie.
Tanzte ihre Sehnsucht, ihre Liebe, Ihr Bedürfnis nach Harmonie….

Das Tanzen…. Sie hatte es sich selbst beigebracht. In den einsamen Stunden der Nacht. Hatte gelernt, ihre Hüften und den Bauch zu bewegen. Es war angenehm. So tanzte sie einsam. Immer auf einer Stelle und dennoch immer in sinnlicher Bewegung.
Wie auch in dieser Nacht. Eine Nacht von so vielen.

Die Schwüle überrollte sie, wie auch die leisen Trommeln, der leise Rhythmus, zu dem sie sich bewegte.

Wieder wanderten ihre Gedanken zu den beiden, denen sie gestattet hatte, ihr Herz zu stehlen. Auch wenn sie es nicht wirklich wussten. Ihnen gehörte ihre Treue.
Der eine, still, verschwiegen, idealistisch, Respekt einflössend durch das, was er tat. Durch seine Rolle als Geheimniswahrer, als wirklich Lebender…. Ebenso einsam wie sie, wenn nicht noch einsamer. Nie trat er wirklich in Erscheinung. Und dennoch wusste er über alles Bescheid, traf die Entscheidungen….
Nagato….
Ein bitteres Lächeln huschte über ihre Lippen.
Auch er war allein. Auch er hatte Sehnsucht. Und nie würde diese gestillt werden….

Der andere, vielmehr sein Körper….
Sie dachte an den jungen Mann, der er einmal war, so voller Leben, voller Energie…. Voller Ideen und Hoffnungen, voller Ziele und Ideale…. Er war gestorben. Jetzt gab es nur noch seinen Körper. Doch auch dieser hatte auf sie eine gewisse Anziehungskraft. Wie für die Motten das Licht.
Sie fühlte sich hilflos. In ihrer Sehnsucht würde sie eines Tages verbrennen.

Es gab keine Hoffnung für sie. Ihre Sehnsucht würde immer unbefriedigt bleiben.
Und so tanzte sie, gab allem einen Raum, sonst würde sie ersticken und eher früher als später zugrunde gehen.

Warum sie sich dieses Leben antat, wusste sie nicht, konnte es nicht beantworten. Hoffnung war es nicht. Denn Hoffnung war unbegründet.
Vielleicht ließ es sich am ehesten mit Loyalität beschreiben.
Und mit dieser Liebe in ihrem Herzen. Sie konnte sie nicht verlassen. Dann würde sie auch sterben….

Sie tanzte den einsamen Tanz ihres Herzens. Ihre Tränen spürte sie nicht.
Außer der Leisen Musik war nichts zu hören.
Sie nahm kein fremdes Chakra wahr und die bekannten Chakren waren tief im Inneren des Hauptquartiers. Alle dort, wo sie sein sollten….

Wieder ließ sie ihre Hüfte kreisen, wieder ließ sie die Musik sie innerlich fortspülen….
Weg von den trüben Gedanken….
Und sie nahm ihn hinter sich nicht wahr.
Er beobachtete sie schon länger. Jedes Mal, wenn sie Nachts Dienst hatte. Er hatte gesehen, wi9e sie dann weinte und tanzte.
Hatte gesehen, wie sie lautlos litt. Und doch, er konnte ihr nicht helfen. In dieser Welt war kein Platz für Zärtlichkeit.

Ein Flüstern durchbrach die Nacht:
„Nagato….“ Ihre Stimmer so leise wie ein Windhauch….

Er wandte sich ab, ging lautlos durch die dunklen Gänge. Er konnte nicht. Konnte ihr nicht helfen. Denn dann würde seine eigene Sehnsucht sie ins Verderben stürzen. Für Liebe und Zärtlichkeit war hier kein Platz. Er wusste es ebenso wie sie.
Vielleicht…. Wenn sie ihre Ziele erreicht hatten. In einer anderen Welt, einer anderen Zeit. Wenn endlich Frieden auf der Welt war. Vielleicht dann….

Die Dunkelheit der schwülen Nacht verschluckte diese einsamen Herzen und gab sie nie wieder frei……

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012, 16:50 
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012, 17:18 
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BeitragVerfasst: 27. Jun 2012, 17:38 
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Thx euch beiden!

Ich mag ja btw. irre gerne selber tanzen. Und da find ich dieses Lied. Da muss man sich einfach zu bewegen.... Naja, und denn kam die Idee, ich schreib gleich mal was....

Bauchtanz bitte vorstellen.... Schön langsam, geht voll auf die Muskeln, macht aber Spass!
Des is Zappeln!

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 1. Jul 2012, 01:33 
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Zetsu scheint ein Wesen aus einer anderen Welt zu sein.... Wie er entstand weiss niemand. Hier der Versuch einer Erklärung, eine Möglichkeit...


….

Durch die Schwüle Düsternis des nächtlichen Waldes dringt kein Laut. Kein Tier erhebt jetzt noch die Stimme, kein Lebewesen möchte seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Über den Baumkronen ballt sich das Unwetter zusammen. Ein Donnerschlag zerreist die unwirkliche Stille der Nacht.
Die Blitze zucken hell, doch dringt ihr flackerndes Licht kaum durch das dichte Blätterdach.

Das Monster streift hungrig umher….Lass dich nicht erwischen!

Während all die verängstigten Wesen sich in vermeintliche Sicherheit flüchten, läuft eine Gestalt entschlossen durch diese drückende Luft. Getrieben von dem alles beherrschenden Wunsch, den eigenen Hunger endlich stillen zu können.
Dieser Hunger nach Blut. Zuckendem Fleisch….

Das Monster ist auf der Jagd… Gib acht!

Der plötzlich einsetzende sinnflutartige Regen, der alles durchweicht und den Boden rutschig macht, kann dieses Wesen nicht aufhalten.
Das Prasseln der herunterstürzenden Wassermaßen verschlingt die Geräusche, die die Füße des Wesens auf dem Waldboden hinterlassen, während es sicher vorwärts strebt.

Das Monster ist auf der Jagd….

Gelbe Augen durchdringen selbst diese Düsternis, es entgeht ihnen keine Regung, sie nehmen die Wärme der Tiere wahr, die Wärme der Beute!
Pflanzen lässt es unberührt, verschont sie. Streicht fast liebevoll über einen Ast.
Es dankt stumm den Bäumen, dass sie es erlauben, dass das Wesen auf ihnen sich vorwärts bewegen darf. Dafür wird es nie fallen.
Pflanzen sind Freunde. Sie sind still, majestätisch, perfekt. Sie kämpfen nicht. Sie verletzen nicht willentlich. Sie stürzen niemanden ins Verderben. Sie haben keinen Hunger nach Macht. Sie sind nicht selbstverliebt, egoistisch….


Das Monster streift hungrig umher… es wittert… Gib acht!

Was Wesen zieht prüfend die Luft in die Nase. Atmet bewusst und langsam. Ebenso wie das satte Grün. Das Wesen wendet den Kopf in die Richtung, aus der der süße Geruch kommt. Es hat etwas entdeckt! Etwas, was seine Aufmerksamkeit erregt hat, wird nicht lange leben….

Das Monster ist auf der Jagd….

Es geht nun langsam weiter. Es besteht kein Grund zur Eile.
Der süße Geruch hängt schwer in der Luft, ein Potpourri von Tod, Blut, Verletzungen, frischem Blut, Angst, Verzweiflung….
Es zieht das Wesen an, wie Geier vom Aas angezogen werden. Ein reichhaltiges Mahl scheint es hier zu erwarten.

Es ist schon ganz nah…. Spürst du seinen Atem in deinem Genick?

Das Wesen kommt zu einer Lichtung, die ein Kampf hier erst kürzlich entstehen ließ. Wer Verliere, wer Sieger blieb, interessiert das Wesen nicht. Durch die Adern fließt das kalte Blut nun schneller und die Vorfreude steigt an. Endlich wird das Wesen einmal wieder satt werden können. Denn vor seinen Augen sieht es viele Gefallene. Kämpfer, die ihr Leben gaben für die Ziele und Wünsche eines anderen. Aber diese Absichten der Beute interessieren das Wesen nicht. Hier sieht es ein Festmahl vor sich. Und es muss noch nicht einmal darum kämpfen!

Beweg dich nicht…. Bleib reglos, werde zu einem Stein….

Das Wesen lässt sich neben einem der Gefallenen nieder, ein Lächeln huscht über das Gesicht dieser Kreatur. Weiße, spitze Zähne werden enthüllt. Dann beugt es sich vor und beginnt zu speisen.
Fleisch und Blut. Niemals würde das Wesen eine Pflanze schänden oder eine verspeisen. Das wäre Verrat an der Natur. Das wäre Mord an der eigenen Familie! Fleisch dagegen: Eine Lebensgrundlage. Friss, oder werde gefressen! Die meisten Pflanzen bevorzugen die passive Natur. Die wenigsten locken Fleisch an und töten. Sonnentau und Venusfliegenfalle sind zwei Vettern, die ebenso auf ihre Art jagen und Fleisch speisen…

Beweg dich nicht…. Atme ruhig…. Sei unsichtbar!

Das Wesen isst sich satt, verspeist drei der Gefallenen. Mit einem fast wehmütigen Blick auf die anderen Toten wendet es sich um und bewegt sich langsam fort. Es scheint, als habe das Wesen nicht vor wieder zurück zu kommen.
Der Verletzte erlaubt sich ein leises Ausatmen. Die ganze Zeit hat er die Luft angehalten. Nie sah er etwas ähnlich Grauenhaftes. Dagegen war der Kampf fast harmlos. Nie hat er gesehen, wie ein Anderer einen Mann zerteilt und den Leichnam zu sich nimmt. Ohne etwas übrig zu lassen. Das Wesen hat die Toten mit Haut und Haaren gefressen.
Das Geräusch reißender Haut, reißender Muskeln und berstender Knochen wird er nie wieder los. Er weiß das….

Das Monster ist nicht weit von dir….Bleib unsichtbar!

Stunden vergehen…. Endlos ziehen sie dahin. Noch immer liegt der Verletzte bei den gefallenen Kameraden und Feinden. Er hat das Bewusstsein verloren und nur schwer dringt es wieder an die Oberfläche seines Daseins.
Irgendetwas Kribbelt in seinem Nacken. Irgendetwas stimmt nicht! Die Sinne sind innerhalb von Sekunden in Alarmbereitschaft. Was ist das nur? Der Verletzte kann nicht die Quelle der Gefahr ausmachen, die er verspürt. Er weiß nicht, was er tun soll. Seine Möglichkeiten sind so oder so limitiert. Verletzt und Schwach wie er ist.

Beweg dich nicht…. Das Monster ist auf der Jagd!

Noch immer grollt der Donner, noch immer zucken die Blitze, lassen Schemen erkennbar werden.
War da eine Bewegung? Aus den Augenwinkeln versucht der Mann etwas zu erkennen, vergeblich. Er kann sich kaum bewegen. Die Verzweiflung nimmt zu. Niemand ist hier, der ihm helfen kann. Und er merkt, wie die Ängste in ihm die Oberhand gewinnen wollen. Wie sich sein Körper auf eine Flucht vorbereiten will und doch nicht weg kann.

Beweg dich nicht…. Es ist nah!!!

Ein Atem streift die Haut des Mannes. Unwillkürlich versteift sich der geschwächte Körper.
„Du lebst noch…“ Die Stimme ist teilnahmslos, und doch… melodisch? Fast scheint der Sprecher über den Zustand des Verletzten traurig zu sein…. Warum?
„Ich werde dich zurück bringen….“
Der Verletzte wird vom Boden gehoben. Nun kann er sehen, wer ihm hilft. Gelbe Augen starren unbeweglich in Blaue.
Starke Arme halten den Verletzen sicher und schnell schliesst sich ein Blätterkragen um den Mann.
Und wieder einmal denkt er an das, was sein Sensei einst sagte:
„Kommst du in den Wald des Schweigens, dann schweige ebenfalls. Dort lauert ein Monster. Es ist ständig auf der Jagd. Kein Lebewesen wird einen Laut von sich geben, darum bleib auch du ruhig. Beweg dich nicht, atme langsam. Sonst wittert es dich und dann bist du verloren. Denk daran:

Das Monster ist auf der Jagd…. Immer!“

Stunden später, in einem Dorf, das sich wie zum Trotz vor dem Monster an den Waldrand schmiegt, wird ein junger Shinobi gefunden, verletzt. Wie er hierher kommt, weiß niemand.
Als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und gefragt wird, wie er hierher gelangt ist, sagt er nur
„Zetsu…“
Keiner kann damit etwas anfangen.
Der Blauäugige denkt an das Wesen. Es hat ihn verschont…. Warum auch immer. Es hat ihn nicht gefressen. Und dafür ist er dankbar.
Dennoch hat er das Gefühl, dass er nun nie wieder unbesorgt schlafen wird. Immer wird er die Geräusche hören, immer die gelben Augen vor sich sehen. Und er weiß, er wird nie wieder allein sein. Denn etwas ist geblieben. Etwas hat sich verändert, er kann es spüren….
Er spürt es in sich selbst.

Das Monster erwacht…. Nimm dich in acht!

Jahre vergehen. Der Verletzte von einst, sucht immer mehr die Nähe zu dem Wald des Schweigens. Sitzt Stunden an dem Rand des dichten Grüns. Er verändert sich. Es beginnt schleichend an einem Regentag. Das Blut kühlt sich ab. Seine Speisevorlieben ändern sich. Er isst mehr Fleisch. Auch Steak, selbst wenn es blutig ist. Das mochte er früher nie.
Auch haben sich seine Augen verändert. Sie werden immer gelber. Er spürt, dass er in der Nähe seiner freunde nicht bleiben kann. Es treibt ihn weg. Weg von Menschen.
Wenn er Blutgeruch wahrnimmt, erwacht so ein Drang in ihm, eine Lust, ein Hunger… Er kann es nicht kontrollieren. Will es auch gar nicht. Er weiß nur, dass er seinen Freunden nichts tun will. Alle anderen sind ihm egal. Er wird wild, wenn er sieht, was manch einer mit lebenden Pflanzen macht. Wie achtlos Bäume verletzt werden, wie achtlos Blumen zertrampelt werden. Die Missetäter will er töten.
Und er merkt auch, dass er nicht mehr viel Empfindet. Jedenfalls nicht zu Menschen. Aber zu Pflanzen. Er kann sie verstehen, wenn sie im Wind wispern. Kann sie verstehen, wenn er sie berührt. Er liebt sie immer mehr. Das ist alles was er weiß, als er dann in den Wald geht.

Das Monster ist auf der Jagd…. Gib acht!

Er trifft ein Wesen. Und erinnert sich. Dieses Wesen hat ihn zu dem Dorf getragen. Als er verletzt war….
„Wer bin ich jetzt? Was hast du aus mir gemacht?“
Er weiß, dass nur dieses Wesen ihm die Antworten geben kann.
Gelbe Augen sehen in gelbe Augen.
„Wir sind eins, du und ich. Wir sind Zetsu!“
Das Wesen öffnet die Blätter um seinen Körper vollends und der Mann sieht einen schwarzen Mann an.
Der Schwarze öffnet die Arme. „Wir sind eins“, sagt er noch einmal und schließt den weißhäutigen in die Arme. Etwas geschieht. Aber der Weiße kann es nicht benennen, nur das es angenehm ist. Und dann ist das Gefühl wieder vorbei. Aus gelben Augen schaut ein Wesen, dessen eine Hälfte schwarz, die andere weiß ist. Ihm gegenüber liegen die abgeworfenen Reste zweier Körper, die nun überflüssig geworden sind. Das Wesen ist nun endlich vollständig.
Die Reste ignorierend, geht es in den Wald, lässt sich von der samtenen dunklen Finsternis umhüllen.
Es wittert noch einmal. Dann geht es dem Geruch nach…

Das Monster ist auf der Jagd! Es ist stark. Es gibt kein Entkommen!

....

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 1. Jul 2012, 22:20 
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Liebe Le,
Ich bin total begeistert :-D
Fesselnd, spannend, einfach Wahnsinn...
Hab versucht, mir dieses wesen vorzustellen, zuerst dachte ich an einen Werwolf, doch deine Beschreibung hat mich überrascht und neugierig gemacht.
Gibt es ein Bild oder eine Zeichnung (von dir) dazu?

Bitte bewirb dich mit deinen Geschichten und Zweifel nicht mehr an dir.
JA, du hast Talent, und wenn du es nicht versuchst, kannst du es nicht wissen. Also schick deine Geschichten ab, denn...du kannst doch nur gewinnen...
denn:...unsere Herzen hast du schon <3<3<3

Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und gute...
Und viel Glück :-DNoney

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 2. Jul 2012, 00:05 
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Hallo,

Danke schön!
Ich habs gestern Nacht geschrieben, als hier ein Unwetter tobte. Da hab ich ein Lied gehört, und dann losgeschrieben, während Hund und Katzen sich bei mir versteckten. Denen war das Unwetter nicht geheure. Aber es war so schön, dabei zu sitzen und zu schreiben. Und wenn ich rausgesehen hab, konnte ich nix mehr erkennen. Der Regen und der Hagel waren so dicht, dass war nur eine Wand....

Es gibt dazu ein Video, zu der Figur, zu der ich schrieb.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Und danke fürs Mut machen!

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 3. Jul 2012, 01:30 
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Guten Abend....
Aus den Abgründen heraus wieder ein Text:
Eine verkorkste Bruder-Bezeihung *achtung:Ironie!*

Ich liebe die Abgründe der Seelen...

….

Als ich ein Kind war… Als ich noch träume hatte, wie so viele andere auch…. Als die Welt noch in Ordnung war…
Als ich noch eine Familie hatte.
Damals waren wir noch Eins.
Damals konnte nichts, aber auch gar nichts uns entzweien. Und ich konnte dir vertrauen. Blind!

Blind… Waren alle gewesen.
Auch ich. Obwohl wir doch Brüder waren.
Ich habe damals nicht gemerkt, dass sich schleichend etwas veränderte. Das etwas einen Schatten auf unser Leben warf. Das Etwas dich veränderte. Ich sah es nicht. Ich war noch ein Kind!

Als ich von dem Training heim kam… Merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich wollte fast nicht nach Hause kommen.

Du hast mich zerstört!
Du hast mich getötet!
Hast mich auf dich selbst angesetzt! Hast mich dich jagen lassen!
Du hast sie alle getötet!
Unsere Familie!
Du hast mich zerstört!

Als ich Kind war und meine Welt aus den Fugen gerissen wurde… Von dir. Als ich durch die blutigen Pfützen laufen musste, an den Leichen vorbei!
Ich verstand nicht, was geschehen war, wusste nicht, was ich tun sollte.
Als ich Kind war und du mich dazu brachtest dich zu hassen!
Mich auf meinen Weg schicktest, der nur dein Verderben bedeuten konnte!
Als du mich zerstört hast!

Du sagtest, ich solle dich hassen, für den Hass leben und irgendwann, wenn ich stark genug wäre, dich wieder treffen. Und ich tat mein Bestes, wurde stärker. Stärker als meine Lehrer, stärker als andere. Der Hass, er brennt auch jetzt noch!
Kannst du seine Flammen, seine Hitze spüren?

Als ich Kind war, hast du mich getötet. Innerlich. Nun töte ich dich!
Nun stirbst du!
Nun bist du dran!
Ich bin auf dem Weg zu dir… Dreh dich nicht um, Lauf nicht davon. Ich komme und werde dich strafen!
Und es wird nicht schnell gehen!
Ich hasse dich, Bruder!
Du hast mir alles genommen!
Du sagtest, du würdest mich immer beschützen!
Ich hasse dich, für das, was du mir angetan hast!

Als ich Kind war…
Als meine Welt noch in Ordnung war… Warst du mein Vorbild. Ich habe zu dir aufgesehen.
Nun trage die Konsequenzen deines Handelns von Damals!
Du hast mich getötet!

Ich will dich im Staub kriechen sehen!
Ich will dich leiden sehen!
Du wirst so leiden, wie ich einst!
Du hast mich zu dem gemacht, was ich nun bin!
Ich bin dein Tod!
Erwarte keine Gnade. Du wirst sie bei mir nicht finden.
Früher hätte ich alles für dich getan.
Heute…. Werde ich dich töten!

Ich hasse dich!
Du hast Mutter und Vater getötet, alle hast du umgebracht. Unsere ganze Familie hast du ausgelöscht! Ohne Zögern. Erwarte keine Gnade! Nicht von mir!
Du hast inmitten der Toten gestanden. Damals sagtest du, ich solle Stärker werden.
Heute… werde ich dich töten!

Ich weiß, dass du ein starker Kämpfer bist. Aber du hast mich zu dem gemacht, was ich nun bin. Ich habe hart an mir gearbeitet, nur für diesen einen Tag!
Und Heute…. Wird abgerechnet!

Ich werde unsere Eltern rächen! Ich werde unsere Familie rächen!
Die Bande zwischen uns, alles was je zwischen uns war… Das alles hast du zerstört…

Alles was ich wollte, als ich ein Kind war…. Alles was ich wollte, war mehr Zeit mit dir verbringen zu können, von dir lernen können. Ich wollte, dass du mich unterrichtest. Ich habe dich bewundert. Ich habe dich lieb gehabt.
Ich wollte dich als meinen Bruder niemals verlieren.
Und heute werde ich dich töten. Dafür, dass du mich damals innerlich getötet hast. Das du mich zur Einsamkeit verdammt hast.

Ich….
Werde dich töten…
Werde den Schwur von damals heute erfüllen.

Und doch…
Etwas in mir will es noch immer nicht ganz wahrhaben. Das du einfach aus einer Laune heraus zu einem Mörder an der eigenen Familie wurdest.
Irgendetwas in mir…. Liebt dich noch immer.

Irgendetwas sieht dich noch immer als Bruder.
Aber du warst nie da.
Du hast alles zerstört!

….

Ich sehe, wie du zusammensackst. Höre immer noch deine stimme in meinen Ohren. Obwohl du längst nicht mehr atmest. Ich habe heute meinen Schwur erfüllt.

Und ich merke, der Preis dafür war zu hoch.

….

Ich hab dich lieb….
Immer noch hab ich dich lieb…
Du bist mein Bruder.
Nun bist du tot. Ich sollte froh sein.
Aber ich bin es nicht. Etwas in mir ist heute endgültig gestorben. Ich fühle diese Kälte in mir, mehr als in all den Jahren…

Vergib mir….

Das unten stehende Lied passt irgendwie auch dazu...
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 5. Jul 2012, 23:07 
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….

Wieder senkt sich die Dunkelheit über mich. Wieder geht ein Tag zu Ende. Und wieder habe ich das Empfinden, nichts erreicht zu haben.
Ich fühle mich so wertlos. So unnütz.
Und auch wenn ich versuche, mein Gesicht hinter einer Maske der Zuversicht zu verstecken, wenn ich versuche, niemanden wissen zu lassen, wie es in mir eigentlich aussieht… Wie zerrissen ich eigentlich bin…
Ich glaube nicht, dass es mir wirklich gelingt.
Alle sagen, ich hätte Fortschritte gemacht. Ich sei besser geworden. Und manchmal will ich das ja auch wirklich glauben.
Aber innerlich, tief in mir drin,…denke ich, dass ich doch nichts kann.

Mein Team… Ich habe trainiert, habe an mir gearbeitet. Und ich war nie gut genug. Nie war ich wirklich nützlich. Im Gegenteil. Ich musste immer beschützt werden.
Ich habe es nicht geschafft, ihn aufzuhalten,, als er gehen wollte. Als ich ihn zum letzten Mal wirklich sprechen konnte. Ich habe es nicht geschafft, obwohl ich ihm doch sogar sagte, was er mir bedeutet.
Er ging trotzdem. Ließ mich allein. Weil ich unbedeutend und lästig bin.

Ich bin wertlos!

Ich habe weiter trainiert. Wollte meinen Platz finden. Wollte es besser machen. Und dann ging auch mein anderer Freund. Ja, ein Freund.
Das ist er wirklich. Und er verschwand für zwei Jahre aus meinem Leben. Und ich lernte weiter, wollte immer besser werden, immer stärker. Wollte niemals wieder Hilfe benötigen. Von keinem von beiden. Denn ich wollte nützlich werden.
Deswegen habe ich angefangen, von der legendären San-nin zu lernen.

Und doch, ich bin nicht gut genug!

Ich habe versagt. Schon wieder. Habe das Leid meines Freundes nicht lindern können, habe dich nie erreichen können. Habe dich aber auch nicht töten können.
Denn ich liebe dich.
Und ich liebe meinen wirklich einzigen Freund.
Ich kann euch beiden nicht wehtun. Nicht wirklich.
Und ich kann weder dir noch ihm meine Hilfe verwehren. Wenn ich überhaupt helfen kann.

Ich habe als Kind dir schon mein Herz geschenkt. Und du hast es nicht gewollt. Ich bot dir meine Freundschaft an, doch du wolltest sie nicht. Und dann, als wir ein echtes Team waren, waren wir irgendwie doch alle Freunde. Nur dich habe ich immer geliebt.
Und Mein bester Freund wurde ausgerechnet der Chaot. Den du nie wirklich mochtest. Zumindest schien das so.
Und doch. Er hat nie aufgehört, an dich zu glauben. Und ich habe das ausgenutzt, habe ihn damals be-nutzt.

Ich bin wertlos!

Jetzt steht uns die absolute Vernichtung bevor. An der du mitgearbeitet hast. Die du ebenso vorangetrieben hast. Warum? War hier für dich denn alles so schlimm? Sind hier für dich wirklich nur Feinde? Verbindet dich wirklich nichts mehr mit unserem Dorf, unserer Heimat?

Ich weiß nicht, was ich tun kann, welche Kraft ich aufbringen kann. Aber ich wünsche mir so sehr, dass du einsiehst, dass das der falsche Weg ist. Ich wünsche mir so sehr, dass du wieder kommst. Zurück zu uns.

Bitte….
Komm zurück!


Hatuno Sakura und ihre eigenen Gedanken... bzw. so, wie es in ihr drinnen aussehen könnte....

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 6. Jul 2012, 23:43 
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"Wer bin ich...?" Kabuto...?



Wieder pfiff der Wind ungestüm über die grasbedeckte Eben. Mit sich brachte er schwere dunkle Wolken. Voll gesogen mit Wasser. Es war nur eine Frage der Zeit, wann sie ihren nassen Ballast abwerfen würden.
Die grauen Wolkenberge verdeckten die untergehende Sonne, schnell senkte sich die Dunkelheit der jungen Nacht auf das Land. Und das Grau der Wolken schien sich mit den aufsteigenden grauen Schwaden zu vereinen, die sich aus der Eben erhoben. Ab und an ließ ein rötlicher Schein das tobende Inferno erahnen, das hier gewütet hatte.
Der beißende Geruch von Feuer, Tod und Angst wurde von dem allgegenwärtigen Wind mit genommen.

„…?“
Ein Kind wankt durch die Nacht. Hilflos und allein.
Es ruft, doch es ist niemand da, der es hören könnte. Niemand der helfen könnte.
Das Kind weiß, dass in dieser Richtung ein Wald ist. Dort kann es sich sicher verstecken. Die Angst scheint das Kind anzutreiben.
Das Grauen noch frisch in den Gedanken, wankt das Kind weiter. Immer weiter weg von den brennenden Häusern. Weiter, immer weiter….

Ein Baum bietet etwas Schutz vor dem stärker werdenden Wind. Die dunklen Augen des Kindes fallen zu, die Erschöpfung und der erlebte Horror fordern ihren Tribut.

Eine Stimme….
Jemand spricht das Kind an. Nur schwer lassen sich die müden Augen öffnen. In der ferne erkennt das Kind noch immer aufsteigende Rauchschwaden. Die Stimme erklingt erneut. Das Kind dreht leicht den Kopf. Schmerzen flammen auf.
„Wie heißt du?“
Das Kind sieht die Frau verständnislos an. Es weiß nicht, wie es heißt. Aber das Kind sieht andere Kinder, die anscheinend zu der Frau gehören.
Und die Frau nimmt das Kind auf die Arme und trägt es fort. Weg von dem Rauch. Weg von dem immer noch beißenden Wind. Sie nimmt das Kind mit sich fort. Denn sie weiß, hier kann es nicht bleiben. Hier würde das Kind sterben.

Es ist wieder Abend geworden. Das Kind bekam Nahrung, neue Kleider, einen Schlafplatz. Hier gibt es noch mehr Kinder.
Wieder fragt die Frau nach dem Namen des Kindes. Doch noch immer bekommt sie keine Antwort. Das Kind hat alles vergessen. Alles verdrängt. Will nicht mehr daran denken. Kann es auch nicht mehr.
Die Frau gibt dem Jungen den Namen Kabuto.
Und Kabutos Leben beginnt.

Er lernte von der Frau, die er Mutter nannte. Lernte die Lehren der Medizin. Und er lernte schnell. Er arbeitet. Half Ninjas, Shinobis. Er war gut darin.
Ein Mann sprach ihn an, versprach ihm dass er bei ihm noch mehr lernen könne und stark werden könne.
Warum?
Der Junge verstand nicht, weswegen er Stärke brauchen sollte. Warum? Er konnte heilen. Das reichte.

Die Jahre vergingen und der Junge wurde zum jungen Mann. Und auch wenn er es nie wollte, so wurde er doch ein Shinobi. Wurde ausgebildet. Arbeitete als Spion. Und er schaffte es immer unerkannt zu bleiben. Ließ sich nie fangen.
Und dann…. Traf er die Mutter wieder. Sie war verletzt. Und er wollte sie so dringend retten. Sie war doch seine Mutter. Doch sie erkannte ihn nicht. Warum?
Warum erkannte sie ihn nicht mehr?

„Wer bist du?“

„Kabuto…“

Doch sie erkannte ihn nicht. Und ihm fiel ein, wie es war, als er seinen Namen bekam. Von ihr. Ihm fiel ein, dass er seinen wahren Namen nicht kannte. Auch seine Eltern kannte er nicht. Er konnte sich nicht erinnern….

„Wer bin ich…?“

„Was bin ich…?“

Kabuto versuchte auf seine Art Antworten zu finden. Indem er immer neben den üblichen Spionagetätigkeiten unerkannt in Unterlagen las. Vielleicht gab es doch noch einen kleinen versteckten Hinweis?
Doch er fand nichts. Warum fand er nichts?

„Wer bin ich…?“

Verzweiflung und Entschlossenheit wechselten sich ab. Er verlor fast seinen Lebenswillen.
Doch irgendetwas ließ ihn weitermachen.

„Wenn ich nicht weiß wer ich bin….weiß ich doch, wer ich sein kann…“

Er forschte, studierte. Lernte wie besessen. Er wurde ein Perfektionist in den heilenden Künsten. Und entdeckte, dass dieses Wissen seine größte Waffe werden könnte. Also lernte er noch mehr. Und so wurden seine Hände, die heilen konnten, seine tödlichste Waffe.

Er hatte sich an den Mann gebunden, der ihn einst stärker machen wollte. Aber stärke hatte er genug. Er wollte Wissen.
Wenn er seine Vergangenheit nicht begreifen konnte, nicht mehr wusste, was da geschah und wo er eigentlich herkam, so konnte er doch den Weg seiner Zukunft bestimmen.
Und so wurde er zu einem treuen Untergebenen eines San-nins.

Doch nachts, wenn der Wind pfiff und heulend um die Bäume strich…. Wenn die Leere in ihm wieder überhand nahm….
Dann….

„Wer bin ich…?“

Tränen, lautlos in der Nacht vergossen.

„Mutter… Wer bin ich?“

Keine Antwort….

Keiner da, der ihm Liebe geben konnte. Niemand da, der ihm Antworten gab. Niemand da….

Allein….

„Wer bin ich…?“

Tränen…. Verzweiflung…. Der Geruch von beißendem Rauch in der Nase, wenn der Wind heulte…

„Wer bin ich…?“

Eine herrische Stimme erklang hinter dem jungen Mann.
„Kabuto…“

Schnell erhob er sich. Sein Meister schien seine Künste zu benötigen….

„Wer bin ich wirklich?“ Die Frage, leise in den Wind gesprochen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 8. Jul 2012, 10:41 
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Bist du in einem Tempel oder ist ein Tempel in dir ?
Und wenn... ist es ein Tempel oder ein Basar ?
Und... ist Dein Tempel im Garten oder Dein Garten im Tempel ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 10. Jul 2012, 01:10 
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Hidan und sein sehr persönlicher Weg zu einer Religion, die nicht wirklich was für schwache Nerven ist...

….

In der Nacht kommen die Dämonen, die Geister, die von so vielen unbewusst gerufen werden. Sie kommen und laben sich an den gequälten Seelen der Sterblichen. An deren kurzem und sinnlosen Leben.
Der Auftrag eines Shinobi beinhaltet immer auch den Tod.
Er bringt den Tod mit sich. Der Tod ist sein stiller und unsichtbarer Begleiter….

Er lauert in der Nacht…

Ich habe es verstanden. Ich war ein ausgebildeter Shinobi meines Dorfes. Ich brachte den Tod….
Ich war der Tod.
Von so vielen. Und ich habe es immer genossen. Die Schreie, die Hilflosigkeit derer, die durch mich starben. Ich habe es genossen, ihnen dabei zuzusehen. Wie ihr Blut sie verließ. Wie sie sich krümmten.
Leben war kurz. Es war wie eine Krankheit. Die immer mit dem Tod endete. Durch den Tod geheilt wurde….

Es lauert in der Nacht….

Und ich hatte endlich akzeptiert, dass ich hier in meinem Heimatdorf nichts mehr erreichen konnte…
Auf einer Mission hatte ich von einer sehr alten Religion gehört. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt. Gerüchte hatten auch meine Ohren erreicht. Es war so einfach.
Ich habe Erkundigungen eingeholt. Ich habe mein Können als Shinobi eingesetzt und habe schnell begriffen, was für ein Schatz sich da vor mir ausbreitete. Man musste nur Mann genug sein und danach greifen. Dann erlangte man die Unsterblichkeit und war vor allem Unbill geschützt. Wie dumm waren die Menschen, die nicht auch danach strebten? Ich hatte es nicht verstanden, weder damals noch heute…. Die Menschen waren so dumm, und schlugen dieses Geschenk aus? Weil sie andere töten mussten. Ich musste immer mit dem Tod rechnen. Mit meinem eigenen und mit dem anderer. Es nahm sich nichts. Zeige keine Schwäche, keine Gnade… War es nicht das, was unser Sensei uns damals beibrachte?

Es lauert in der Nacht….

Ich hatte herausgefunden, dass sich die Brüder und Schwestern nur dem wahrhaft Suchenden zeigen würden. Und so hatte ich neben den Missionen nach mehr Wissen über diese Religion gesucht, hatte mich unauffällig umgesehen und hatte meine Ohren überall gehabt um etwas Wichtiges aufzuschnappen. Etwas, was mich meinem Ziel näher bringen würde.
Und es lohnte sich….
In einem Felsendorf, noch nicht mal weit von meiner Heimat entfernt, traf sich der Zirkel in einer Neumondnacht. Und ich hatte vor, ebenfalls dort zu sein. Ich wollte mehr. Ich wollte ebenso zu ihnen gehören und ich wusste, dass dies der richtige Weg für mich sein würde. Ich verabscheute die Duckmäuser und Heuchler in meiner Heimat, die Oberen, die meinten, mit Diplomatie kämen sie weiter und letzten Endes offenbarten sie so doch nur noch mehr Schwäche! Diese Idioten! Sie waren nichts!

Es lauert in der Nacht…..

Ich kam unerkannt an die Stelle, an der ich zunächst beobachten wollte. Und schon sah ich die ersten… Es waren nur wenige, nicht einmal zehn Jünger. Und sie alle hatten die Kapuzen ihrer Mäntel tief in die Gesichter gezogen. Als sie ihren Gesang anstimmten, der irgendwie monoton und dennoch Energiegeladen anbrach, hatte ich das Gefühl, als würde mich etwas zu ihnen ziehen…. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Also erhob ich mich lautlos und kam ihrem Kreis immer näher. Die Dunkelheit auf dem unebenen Gelände brachte mich nicht ins wanken. Auch nicht das Gefühl, dass sich in mir ausbreitete. Was auch immer geschehen würde, es würde mein Leben vollständig verändern!
Noch immer erklang der Gesang, noch immer zeigte keine der Gestalten, dass sie von meiner Anwesenheit auch nur Notiz nahm.

Es lauert in der Nacht….

Ich nahm am Rande wahr, dass der Boden plötzlich in einem roten Licht strahlte. Die Gestalten standen außerhalb des sich abzeichnenden leuchtenden Kreises, in dem ein Dreieck erschien. Und ich wurde von eben diesem geradezu angezogen. Unbehelligt schritt ich zwischen die Vermummten, und während sie weiter sangen, konnte ich mich der Kraft dieses Kreises nicht mehr erwehren und sank in der Mitte des Dreieckes auf die Knie.
Die Energie, die ich zuvor schon gespürt hatte, nahm noch an Intensität zu. Ich spürte wie mir alle Kraft aus dem Leib gesogen wurde. Und dann, als ich dachte, ich würde endgültig das Bewusstsein verlieren, sah ich, dass die Gestalten alle Waffen auf mich richteten.

Es lauert in der Nacht…

Ich schloss die Augen, dachte nur ganz kurz, dass gleich alles vorbei sein würde. Als dann einer der Vermummten etwas rief. Erst verstand ich die Worte nicht, doch dann erkannte ich die Silben:
„Es lauert in der Nacht… Der Tod lauert uns allen auf. Jashin-sama, nur du bist der, der ewig zu leben vermag und der auch uns, deinen Dienern dieses Geschenk zu geben vermag. Nimm unser Blut, dass wir dir gern geben, nimm auch dieses Opfer, welches freiwillig in deinen Kreis trat, gnädig an!“
Die letzten Worte wurden immer lauter, die Gesänge immer eindringlicher, und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Alle Kraft war aus mir gewichen. Alle Gedanken verblassten. Alles was noch wichtig war, alles was relevant schien, war, ob ich für würdig befunden würde….

Es lauert in der Nacht…

Die ersten Shuriken trafen meinen Leib, das erste Blut floss. Die Kunais, die nun ebenfalls flogen, trafen mich gezielter in den Oberkörper, den Rücken, die Oberschenkel, in meine Arme. Doch ich nahm keinen Schmerz wahr. Ich spürte, wie mein Blut in Rinnsalen aus meinem Körper floss, es war mir gleich.
Ich beobachtete, wie nun einer der Vermummten ein Katana zog, vor meinen Beine warf. Die anderen zogen Dolche und strecken eine Hand aus. Ich spürte, wie die Energie des Kreises sich änderte und einer ungeahnten Hitze platz machte, die mich erfasste. Ich sah auf das Katana. Sah auf die Dolche in den Händen der anderen. Sah, wie sie die Klingen in den Händen hielten, den blanken Stahl mit der anderen umfassten und so griff auch ich zu dem Schwert.
Niemand gab einen Ton von sich. Nur mein eigener Atem dröhnte in meinen Ohren, als ich das Schwert in meiner Hand auf meine Brust richtete. Und dann zogen die Gestalten die Dolche durch ihre Hände, ihr Blut floss und färbte alles rot, der Kreis leuchtete heller. Und ich wusste, was ich zu tun hatte.
Das Katana hielt ich nun mit beiden Händen, wandte den Blick zum Himmel, einer Eingebung gehorchend und in diesem Moment sah ich über mir das göttliche Antlitz. Ich sah in die Augen des Gottes.
„Jashin!“ Ich rief seinen Namen und setzte all die Kraft ein, die ich noch in mir verspürte und rammte ohne zu zögern das Schwert in mein Herz.

Es lauert in der Nacht…

Ich erwachte. Mein Körper sandte die Signale in meinen Kopf und ich spürte, dass ich noch immer in dem heiligen Symbol lag. Ein Blick auf meine Umgebung bestätigte, was ich schon gespürt hatte. Die Vermummten waren weg. Ich sah nach links. Nein, einer war noch anwesend. Nun erhob er sich aus seiner kauernden Position und schien mich anzusehen. Auch ich erhob mich. Noch immer steckte das Katana in meinem Fleisch. Also zog ich es heraus. Mein Blut klebte an mir, war auf meinem ganzen Körper verteilt. Doch meine Wunden schmerzten nicht. Ich sah auf das Schwert und sah, dass es voll mit meinem Blut war. Dann begegnete mein Blick dem seinen. Ich trat an ihn heran, dass Symbol war verblasst.
„Nun hat der Göttliche dich erwählt. Du bist einer von uns.“ Er streckte die Hand aus und ich reichte ihm das Schwert.
„Jeden Gegner der gegen dich antritt, jeder den du tötest, tötest du für Jashin-sama. Es gibt keine Gnade, gleich welchen Alters oder Geschlecht dein Opfer ist. Es interessiert nicht. Es ist unwichtig. Einzig deine Treue zu dem Göttlichen ist wichtig. Du bist einer von uns.“ Die Stimme des Mannes war gleichmütig und dennoch warm. Und er hörte sich jung an. Nicht älter als ich selbst.
Er zog aus seinem Mantel eine Kette hervor. „Trage dies, damit wir dich erkennen können, sollten sich unsere Wege noch einmal kreuzen. Und auch wenn es dir seltsam erscheint, ich denke nicht, dass wir uns wahrhaftig wieder sehen werden. Denn nun wirst du meinen Platz einnehmen….“
Ich nahm die Kette und wollte den Mann fragen, woher denn alle wussten, dass ich da gewesen war, aber er …verblasste.
Ich war innerhalb eines Augenblickes allein in dieser felsigen Gegend. Und ich spürte mehr als das ich es sah, dass die Sonne aufging. Im Osten begann der frühe Morgen den nächtlichen Himmel erst hellblau und dann zartrosa zu färben. Und dann lächelte ich. Ich hatte es geschafft und wahr würdig befunden worden. Jashin selbst hatte mich erwählt, meine Schritte gelenkt. Es wurde Zeit….

Es lauert in der Nacht….

Am nächsten Tag hatte ich meine Heimat erreicht. Ich war wieder zurück. Freundlich begrüßten mich die Wachen am Tor, doch ich erwiderte ihren Gruß nicht. Stumm sah ich weiter nach vorn, ging weiter bis ich an mein zu Hause ankam. Und ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Ich wusste, was ich nun tun wollte! Diese Narren! Dachten immer nur an einen heuchlerischen Frieden. Ein Frieden, der teuer mit dem Blut der Shinobi erkauft wurde! Doch ich würde ihnen beibringen, dass dieser Friede sehr brüchig sein konnte!
Schnell hatte ich meine wichtigsten Habseligkeiten zusammen. Und ohne einen weiteren Blick ging ich nach draußen. Ein Nachbar grüßte mich freundlich. Ich lächelte ihn an. Und er wich plötzlich zurück, als er sah, dass ich meine Sense zückte. Er schrie, doch ich metzelte ihn nieder. Ein anderer Nachbar hatte es gesehen und wollte schreiend fliehen. Doch schnell sank er leblos zusammen. Meine Sense tropfte rot. Diese wundervolle Farbe! Ich liebte dieses Blut. Schimmernden Rubinen gleich fiel es auf die staubige Strasse. Und dann kamen die Anbus. Wieder lächelte ich. „Jashin!“ Mein Ruf hallte von den Wänden der Häuser wieder und eine rote Spur zog sich hinter mir. Ich tötete alle, die ich sah. Es war mir gleich, ob ich sie kannte oder nicht, es war mir gleich, ob Mann, Frau oder Kind. Nur dieses wundervolle Rot war wichtig. Und ich spürte wie mich eine neue Kraft beflügelte. Waffen wurden nach mir geschleudert. Einige trafen. Trafen die Organe, die lebenswichtig waren. Doch ich war frei. Frei vom Tod und tötete selbst. Es war so berauschend!

Es lauert in der Nacht….

Als die Luft kühler wurde, realisierte ich, dass die Nacht hereinbrach. Ich hatte alle, bis auf einen Mann getötet. Alle, die sich mir in den Weg gestellt hatten, alle die versucht hatten zu fliehen… Ich kannte dieses Dorf gut. Es gab kein sicheres Versteck!
Und dieser letzte Mann vor mir fiel aif die Knie und flehte um sein Leben. Ich lächelte wieder, fügte ihm eine kleine Wunde zu und leckte sein Blut von meiner Sense. Es war soweit. Jashin brauchte ein direktes Opfer. Und dieser Wurm war das Opfer!
Schnell hatte ich das Ritual vollzogen und stand nun vor den Leichen, die überall in den Strassen lagen. Niemand würde mich mehr aufhalten können. Endlich!

Es lauert in der Nacht….

Ich hatte das Symbol meines Dorfes mit dem Kunai durchgestrichen. Jeder, der mich sah, würde wissen, was ich nun bin. Ein Heimatloser, ein Freier. Ich nahm Aufträge hochrangiger Persönlichkeiten an und meuchelte Menschen, die ich nie zuvor gesehen hatte. Und wenn mir die Bezahlung nicht passte, auch meine Auftraggeber.
Und ich liebte dieses neue Leben. Nicht länger war der Tod nur mein Begleiter. Nein, er war mein Partner geworden. Ich brachte den Tod. Ich war der Tod!
Und Jashin schenkte mir seine Kraft. Denn immer wieder überlebte ich. Warum sollte ich jemanden Respekt entgegen bringen, der keinen verdiente? Warum sollte ich länger höflich sein, wenn es doch verschwendete Zeit war? Diese Ungläubigen. Auf sie alle wartete der Tod! Und ich war sein Gesandter.
Jashin selbst hatte mich erwählt. Ich war ein Unsterblicher geworden!

Es lauert in der Nacht…
Der Tod kommt und nimmt jeden mit sich. Es ist ihm gleich, was man besitzt, es ist ihm gleich, welches Alter oder Geschlecht man hat. Vor dem Tod sind alle gleich.

Ich hatte begriffen. Es gab auf dieser verdrehten Welt keine Gerechtigkeit. Es gab keinen wirklichen Frieden. Das alles waren nur Märchen gewesen. Der Tod war die einzige Gewissheit. Und für den Tod sind alle Menschen gleich. Jashin selbst hatte mich dies gelehrt.

Und ich konnte nicht sterben. Ich war unsterblich geworden und stand abseits dieses Kreislaufes. Sterben und Vergehen waren nicht mehr meine Belange. Ich musste mich nicht fürchten, nicht mehr zurück halten. Und ich liebte diese rubinroten Tropfen, wann immer sie meine Sense benetzten. Ich liebte es, das Blut fließen zu sehen.
Ich brachte den Tod. Ich war der Tod. Und meistens tötete ich Nachts, wenn sich die Opfer in vermeintlicher Sicherheit wiegten und schliefen. Aber es gab keine Sicherheit. Der Tod kommt zu jedem. Ich bin der Tod!
Jashin-sama, dank dir für deine Güte!

Es lauert in der Nacht! Du kannst nicht entkommen!

„Für Jashin!“
Mein Ruf wird das letzte sein, was mein Opfer hört! Ich werde der letzte sein, den es sieht! Ich bin der Tod!

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 11. Jul 2012, 17:33 
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….

Der Blick, stur auf den Himmel gerichtet. Die Gedanken rasen.
Der große, dunkelhaarige junge Mann schweigt.
Nichts nimmt er neben sich wahr. Er weiß, dass sein Team an seiner Seite ist, weiß, dass der Feind irgendwo vor ihm sich bereit macht.
Die Gedanken rasen….

Goldener General….
Bauer….
Turm….

Er sieht das Gelände vor sich. Hat blitzschnell jeden Stein, jede Unebenheit erfasst. Und wieder schweift der Blick ab. Zum Himmel. Zu den dahin ziehenden Wolken.
Und auch wenn sein Gesicht einen verträumten Eindruck hinterlässt. Die Gedanken rasen blitzschnell. Erfassen den kleinsten Luftzug, die kleinste Veränderung der Atmosphäre. Die Form der Wolken, die Geschwindigkeit, der Stand der Sonne, die Flughöhe der Vögel und ihr Verhalten am Himmel…
In nicht einmal einer Stunde wird ein heftiger Wind aufkommen. Und wahrscheinlich auch Regen. Dann wird der Boden tückisch. Das kann ein Vorteil sein…
Er sieht die Schatten, die sein Team wirft. Noch drei Stunden lang wird es hell bleiben, bis zur hereinbrechenden Dunkelheit muss der Kampf entschieden sein.
Die Gedanken rasen….

Der goldene General kann nur begrenzt bewegt werden. Was nicht weiter schlimm ist, der Gegner ist ebenso begrenzt beweglich. Er sieht die beiden Kämpfer vor sich….

Der Bauer… im Grunde genommen die ersten Kämpfer, die auf die Gegner treffen werden….
Sie werden schnell gestoppt werden. Und viele werden fallen. Aber die Kampflinie muss halten. Sie können nur nach vorne….
Der Turm…. Ein Seitenblick auf Gaara…. Der Turm kann beliebig weit bewegt werden, allerdings nur horizontal und vertikal….
Doch das sollte kein Problem werden, der Sand selbst kann das ausgleichen….

Der junge Mann hockt sich hin, legt die Fingerspitzen aneinander und schließt die Augen. Er sieht alles vor sich, geht jeden Zug noch einmal durch, sieht auch die anderen Möglichkeiten. Er bedenkt nicht nur eine Variante, sondern mindestens zwanzig. Denn er ist einer der Verantwortlichen. Seine Entscheidungen müssen durchdacht sein. Er kann es sich nicht leisten, unkonzentriert zu sein.

Als er sich wieder erhebt, sieht er dem Kommandanten in die Augen. Gaara erwidert seinen Blick und beide wissen, dass dies die Stunde ihres Schicksals sein wird. Dies ist ihr Leben, dies ist ihr Karma…. Sie müssen siegen.

Die Gedanken des jungen Mannes rasen. Wie gerne würde er die Zeit zurück drehen. Wie gerne würde er all das nicht erleben. Nicht in den Krieg ziehen müssen. Nicht kämpfen müssen. Nicht töten müssen. Keine Angst um das eigene Leben und das der Freunde haben müssen…
Wie gerne würde er noch einmal in die Akademie gehen. Noch einmal Kind sein und sich nicht solche Gedanken machen müssen… Doch nun steht er hier. Der Feind vor ihm, ebenso zum Kampf bereit. Wie die eigenen Truppen.
Er seufzt. Ein letzter Blick zu den friedlichen Wolken. In deren Höhe wird es nie zu solchen unnötigen Auseinandersetzungen kommen, stellt er bitter fest. Warum sind Menschen nicht wie die Wolken?
Auch wenn dieser Gedanke naiv erscheint, er hat etwas, was ihn tröstet. Wolken sind Frieden.
Und Informationsgeber. Er weiß meistens schon am Vortag, wann zu welcher Stunde des nächsten Tages welches Wetter vorherrschen wird. Er weiß, auf was er sich einstellen muss.
Und eben weil er alles bedenkt, weil er alle Möglichkeiten in Betracht zieht, weil er ein geborener Stratege ist, deswegen steht er hier. Von ihm hängt so vieles ab. Leben und Sterben der Verbündeten liegen in seiner Hand. Und er selbst lässt seine Gedanken rasend schnell alles berechnen. Auch wenn es ihm im Grunde mehr als Lästig ist und er sich nach einem ruhigen Platz sehnt. Doch er weiß, dieser ruhige Platz muss erst gewonnen werden.

Er muss den Turm nur weit genug zum Gegner bringen, muss ihn nur heranbringen. Durch die sich dann bietenden Möglichkeiten wird der Ausgang des Kampfes für die Gegner verheerend. Denn dann kann der Turm horizontal und vertikal beliebig weit vordringen….und außerdem auch noch diagonal agieren. Und bis es soweit ist, wird in dem Generischen Feld ein dermaßen großes Chaos toben, dass sie dem Turm, der sich dann in den Drachen umwandelt, nichts mehr entgegen zu setzen haben!

Die Gedanken rasen!

Das Signal zum Angriff ertönt, die Gegner stürmen drauf los, als gäbe es kein Morgen mehr. Sie wollen die Verbündeten verwirren, wollen Chaos unter den Kämpfern stiften und scheinen ohne jeglichen Plan anzugreifen.

Ein leises Lächeln huscht über die Züge des jungen Mannes. Er hört seinen Namen.
„Shikamaru! Bereit?“
Er nickt seinem Goldenen General zu. Und dann beginnt der Kampf genauso, wie er ihn berechnet hat….

Die Gedanken rasen….
Turm vor…
Bauern weiter!
Weiter und keine Angst!
Er sieht Verwundete um sich, sieht Tote. Dennoch geht er genau nach seiner Strategie vor, die von Anfang an zutreffend war.

Die Gedanken rasen…
Der goldene General wird zum Drachen und reißt die Gegner ins Verderben.
Ein freudloses Lächeln liegt auf den Zügen des Strategen. Er sieht wie sein Plan aufgeht. Und er weiß, dass dieser Kampf schon gewonnen ist. Auch wenn er noch mehr Möglichkeiten berechnet hatte, es war diese Strategie, die Erfolg verhieß und die es den Verbündeten ermöglichte, mit weit weniger Toten und Verletzten zu siegen, als befürchtet.

Dieser Kampf ist geschlagen, der Sieg errungen. Das Blut der Opfer lässt selbst in der Dunkelheit den Sand schimmern.
Und als der junge Mann noch ein letztes Mal an diesem langen Tag in den Himmel schaut, sieht er, dass der morgige Tag nicht nur einen weiteren Kampf bringt, sondern auch einen Sturm entfachen wird.

Die Wolken…
Sie sagen mehr aus, als die Gebilde, die sich die Phantasie vorstellt.
Wind, Regen, Sonne, Geschwindigkeit…. Sturm. All das kann man sehen, wenn man nur hinschaut. Und niemand weiß das besser als er, Nara Shikamaru, der Stratege. Der, der sich den Himmel zum Freund gemacht hat und immer mit dem Himmel selbst in stummer Zwiesprache steht. Er hat die Truppen zum Sieg gebracht. Und alle Kämpfer wissen das. Alle sehen ihn respektvoll an. Alle wissen, dass er wirklich kein Träumer ist. Und faul ist er auch nicht, wenn er den Wolken mit dem Blick folgt. Sie haben erkannt: Ohne ihn sind sie nichts mehr als eine Horde ungeschickter Affen. Mit ihm können sie jeden Sieg erreichen.

Die Gedanken rasen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 12. Jul 2012, 23:59 
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….

Das monotone Plätschern des Regen… Regen, der unaufhörlich vom Himmel auf die durchweichte Erde fällt und jeden Weg tückisch und gefährlich werden lässt. Kein Pfad, der nicht schlammig und rutschig ist. Kein Mensch, der nicht bis auf die Haut durchnässt wird, kaum dass er einen Schritt aus der Tür hinaus wagt. Nur wer keine andere Wahl hat, geht bei dem Regen vor die Tür. Bei dem Regen, der mit sich eine unglaubliche Kälte bringt und jegliche Wärme fort wäscht.

Wenn der Regen fällt, weint der Himmel…

Es gibt keinen wirklichen Schutz vor der allgegenwärtigen Feuchtigkeit. Weder vor den Tropfen des Himmels, noch vor der Feuchtigkeit auf dem Land. Alles scheint in hinter diesem trübseligen Wasservorhang zu verschwinden. Hoffnung und Mitgefühl sind weggespült.
Jegliches Mitgefühl wird aus den Herzen der Menschen gespült. Die blutigen Spuren der Kämpfe werden abgewaschen von den Leichen, den Häusern und den Wegen. Es bleiben nur seelenlose Hüllen zurück.

Durch die grauen Stunden und das Zwielicht huscht ein schmaler, kleiner Schatten. Ein Wesen, vergessen und allein.
Niemand nimmt den kleinen Schatten, den das Wesen wirft, wahr. Denn der Schatten ist ebenso schnell vom dämmerigen Zwielicht des ewigen Regens verschluckt, wie die Geräusche hastender kleiner Füße.
Das Schluchzen des Wesens, das Wimmern…. Verklingt ungehört.

Wenn der Regen fällt, weinen die Toten….

In dem Diffusen Licht schimmert ein unbestimmtes flammendes Orange auf. Nur für ein paar wenige Augenblicke. Dann ist es verschwunden und die Augen eines zufälligen Betrachters nehmen diesen hellen Schemen nicht wahr.
Das Kind huscht weiter. Weiter durch den Regen. Auf der Suche nach einem etwas trockeneren Platz, an dem es kurz verweilen kann. Doch es scheint keinen Flecken zu geben, an dem es ausruhen kann.
Ein anderes Kind weint. Schluchzt in dem prasselnden Regen, ungehört und ebenso ungesehen.
Und doch finden sich die Kinder. Unter einer halb zerstörten Brücke. Wasser läuft in Rinnsalen über die grauen Brückenköpfe. Fließt über die Gesichter der beiden Kinder und nimmt die wenigen salzigen Tränen mit sich. Als hätte es sie nie gegeben.

Wenn der Regen fällt, weinen die Engel…

Die Kinder schließen sich zusammen, denn gemeinsam können sie leichter überleben in dieser trostlosen Gegend. Zusammen können sie sich Essen stehlen, können sich einen Platz zum Schlafen suchen und abwechselnd die Augen schließen. Sie träumen von einer Welt, in der die Sonne scheint. In der die Eltern leben. In der sie geliebt werden.
Doch zu schnell wachen sie auf und müssen sich ein neues Versteck suchen. Denn sie sind unerwünscht. Unnütze Wesen. Wesen, die etwas Essen müssen. Und niemand ernährt zusätzliche Münder.
Die braunen Augen des Jungen sind starr nach vorne gerichtet, während er das blauhaarige Mädchen an der Hand durch den Regen führt.
Fest umklammern sich die Hände. Sie haben nur sich. Niemand schert sich um sie. Niemand kümmert sich um sie. Sie sind auf sich selbst gestellt.
Und der Junge schwört, dass die Tränen des Mädchens trocknen müssen und dass er sie beschützen will. Damit sie nie wieder weinen muss.

Wenn der Regen fällt, und alles anderer erstickt….

Ein weiteres Kind schließt sich den beiden an. Nun sind sie zu dritt. Sie werden immer auf einander achten. Sie helfen einander. Und doch müssen sie jeden Moment damit rechnen, dass die Kämpfer, auf die sie treffen könnten, sie umbringen würden. Denn niemand kümmert sich um die Kinder der Verstorbenen.
Niemand kümmert sich um die Seelen der Verstoßenen….

Weiter gehe sie. Sie wollen diesem Land entfliehen. Dem Krieg entgehen. Doch es gibt keinen Ausweg. Und noch immer regnet es.
Es gibt keine Hoffnung. Es gibt keine Liebe, keine Gnade…

„Yahiko… was sollen wir denn bloß machen?“
„Ich verspreche Euch: Ich werde den Frieden wieder zurückholen! Ich lasse nicht zu, dass euch etwas geschieht!“
Der Schwur eines kleinen Jungen. Gesprochen für alle Zeit. Denn seine beiden Freunde, die ebenso allein sind, wie er, sind seine Familie geworden. Er würde alles für sie tun.
Er sieht entschlossen in die Augen seiner Freunde, seiner Gefährten. Und begibt sich mit ihnen auf die Strasse der Hoffnungslosigkeit. In dem verzweifelten Bemühen, ihnen und sich selbst ein anderes Leben zu ermöglichen.
Doch die Realität ist hart. Und eisig kalt. Ebenso wie der fallende Regen, der mit eisigen Tropfen bis in die zerstörten Seelen der Kinder zu dringen scheint. Um auch den letzten Funken Hoffnung, den letzten Traum fort zu spülen.

Wenn der Regen fällt, spült er alles mit fort…

In der Nacht hört der Junge das leise Weinen seiner Freunde. Sie sind allein. Schutzlos. Erst heute musste sie es wieder erleben. Kämpfer versuchten sie zu töten. Und es glich einem Wunder, dass sie noch aus dieser Situation heraus kamen.

Der nächste Morgen wartet wieder mit dem grauen Zwielicht und dem tropfenden Wasser auf. Ein weiterer Tag, der sie näher ihrem Ende bringt. Der Junge spürt es. Ebenso wie seine Freunde. Und auch wenn er selbst keinen Mut mehr hat, er will ihnen die Zuversicht nicht nehmen. Obwohl er weiß, dass sie alle nur eine Maske tragen. Zu sehr hat der Krieg ihre Seelen geschädigt. Und den bohrenden Schmerz kann der Regen nicht fort waschen.

Der Regen fällt und nimmt alles mit sich fort….

Als die Kinder einen anderen Verlassenen treffen, einen der ebenso am Ende ist wie sie, zeigt dieser Mann ihnen, dass es noch Hoffnung gibt. Wenn sie zusammen halten. Und er nimmt die Kinder unter seine Fittiche. Zeigt ihnen alles, was er kann, lehrt sie alles was er weiß. Gibt ihnen das, was sonst niemand geben würde. Liebe, Akzeptanz. Wärme.
Und als der Zeitpunkt des Abschieds kommt, öffnet der Himmel seine Schleusen noch einmal so sehr. Selbst der Himmel weint über diese Trennung. Und der Junge, der nun fast ein junger Mann geworden ist, schwört wieder, dass er seinen Freunden in allem beistehen wird. Das er sie beschützen wird. Er liebt sie. Beide. Mehr als sein Leben.

Und der Tag kommt, an dem er diesen Schwur erfüllen kann.
Sie werden verraten. Sollen gegeneinander ausgespielt werden.
Die braunen Augen sehen noch einmal in die des Mädchens und in die seines besten Freundes. Er leibt sie. Mehr als sein eigenes Leben. Und der Feind will ihn tot sehen. Nur sein eigener Tod kann die Freunde retten. Seine Familie. Diejenigen, die ihm wichtiger sind, als irgendetwas anders in dieser kranken Welt. Er spürt, dass ihm keine Wahl bleibt. Er muss sie retten und selbst sein Leben geben. Damit die anderen eine Zukunft haben.
Als er die kalte Klinge in seinen Eingeweiden spürt, als der Regen sein Blut fort wäscht, und er ein letztes Mal in die Augen seiner Freunde sieht, weiß er, dass er es richtig gemacht hat. Sie werden Leben.

Wenn der Regen fällt, stirbt eine Seele….

Ein Lächeln liegt auf seinen Lippen, als er auf den aufgeweichten Boden fällt. Liebe ist, was er empfand. Sein Leben, was er gab.
Und der Himmel weint….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 13. Jul 2012, 13:09 
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So schön und gefühlvoll hast du wieder die Charaktere und Szenen beschrieben!!!
Du hast eine besondere Begabung, die dich so einfühlsam erzählen lässt, so dass man bei jeder deiner Geschichten meinen könnte, du wärest selbst dabei gewesen.

Wenn ich mir was wünschen darf, dann wünsche ich mir, dass du bei einem Verlag großen Erfolg haben wirst...

Alles Liebe von Einem deiner größten Fans
Noney.

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Liebe lebt, weil sie liebt. Die Liebe lebt, weil sie gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 14. Jul 2012, 23:47 
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Hey,
vielen lieben Dank. Bin einigermassen sprachlos und überlege schon die ganze letzte Zeit, was ich sagen soll....
Danke!

MEine Oma, die die Geschichten auch liest und keinen blassen Dunst von der Serie hat, weil nie gesehen oder so und auch anscheinend nicht so ganz ihr Programm, meinte etwas ganz ähnliches. Ich möchte dazu sagen, dass meine Oma selbstständige, studierte Knstmalerin ist. Meine Mama war ebenfalls Kunstmalerin und Astrologin und ist u.a. mit meinem Vater zur See gefahren....
Ich weiss, das interessiert null, aber egal.

Jedenfalls haben meine Oma und ich festgestellt, dass das wie beim Malen ist. Wenn man malt, z.B. naturalistisch, dann ist man in dem Augenblick, in dem man beginnt und den Pinsel in die Farbe taucht, IN dieser Landschaft, NEBEN dem Tier. Man riecht es, man spürt es, den Wind auf der Haut, den Geruch des Grases und des Laubes, des Waldes. Dann ist man dort.
Wehe, dann stört irgendwer. Oder Klingelt, sei es mit der Türklingel oder dem Telefon! Dann ist es als falle man aus dem 30 Stock. Und man kann während man es tut, also das Malen oder Schreiben, nicht aufhören. Das geht nicht. Man kommt nie wieder in diese Situation zurück. Jedenfalls nicht beim Malen und nicht bei den Kurzstories. Klappt nicht. Ist die Stimmung im Eimer, kann mans knicken.

Also ja. In dem Augenblick, in dem man beginnt, etwas zu schaffen, sei es ein Bild oder ein Text, ist man da, ist in dieser Situation, fühlt es, erlebt es selbst.
Ist das Bild oder der kurze Text, die Momentaufnahme beendet, fallen einem Sachen ein wie, Mist, ich muss Morgen noch dringend Wäsche waschen und einkaufen, shit! Und das Katzenstreu darf ich auch nicht vergessen!!!
Dann ist man wieder in sich selbst verankert. Aber sobald es uns wieder packt, denn bei meiner Oma ist das auch so, dann ist alles andere nicht relevant. Einzige Aussnahme sind unsere Tiere, die stehen immer an erster Stelle. Aber alles andere ist so was von sekundär...!
Weil wir beide dann da drin sind.
Bei meiner Mutter war das auch so. Wehe ich habe laute Geräusche verursacht! Ui, das hab ich kein zweites Mal gemacht! Ich erinner mich, wenn ich aus der Schule kam, hab ich die Küchentür zugemacht, etwas für uns gekocht und wenn der Essensduft durch die Wohnung bis zu ihr durchgedrungen war, dann hat sie sich einen kurzen Moment gelöst. Oder eben auch nicht.
Und meinen Freunden musste ich später immer einimpfen: "Fass die Klingel nicht an, komm hinten durch die Küche, schleich dich hoch und halte um Gottes Willen die Klappe auf dem Weg zu mir hoch! Sei Leise!"
Einer meiner Freunde hatte das irgendwie verdrängt. Den hat meine Mutter übelst zusammen gefaltet:
"Was klingelst du hier? Weisst du nicht, dass du hinten durch dieKüche gehen sollst`"
Zaghaftes Nickenseitens des armen Jungen.
Mit Blick auf seine kurzen Haare sagte Mama dann noch, nicht wirklich freundlich:
".... ist oben und lass dir die Haare wachsen! Kurze Haare haben nur Sklaven!" Damit hat sie ihn stehen lassen und rauschte wieder an ihren Schreibtisch.
Tja. Das hat ihn bis heute geprügt und das ist jetzt, mal überlegen, 15 Jahre her....

Aso ja. Wenn wir hier irgendetwas jemals gemacht haben, egal ob meine Oma, meine Mutter oder ich, dann waren und sind wir voll drin.
Ich kenne es nicht anders, das war hier zu Hause der normale Zustand. Erst bei meinem Vater hab ich lernen müssen, dass ein solches kreatives Leben nicht normal und äh... teilweise nicht gesellschaftskonform ist. Was sehr Schade ist.
Aber egal. Unsere Familie war und bleibt anders.
Wie sagte Mama immer...: "Was Spass macht, ist erlaubt." Und kreativ etwas zu tun, egal wie, das macht Spass.
Selbst wenn man dann Abends oder auch Nachts, je nach dem, eben nicht ansprechbar ist. Naja, aber ich verpasse da auch nix.

So, wieder ein kleiner Einblick in mein Leben.
Vielleicht erklärt das, wieso ich in die Geschichten so reingehe.
Aber escht, besser erklären kann ich das nu auch nicht mehr....
Is eben so.

*knuddel*

LG

P.S.: Größter Fan.... Mann da werd ich echt rot. Ne Ampel ist ein Witz dagegen. Ganz doll Danke schön!
Es macht irre viel Spass, wenn ich Feedback bekomme zu dem, was ich mache. Und dann noch so was liebes...
*knuddel*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 25. Jul 2012, 13:23 
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Das Leben verlässt diesen Körper. Den Körper, der beinahe schwerelos durch die kalten Wassermassen nach unten in das Dunkle sinkt.

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Die Gedanken des Sterbenden, dem langsam die Luft ausgeht, und der dennoch lächelt, kreisen um Dinge, die ihm wichtig sind. Dinge und Personen, an denen sein Herz hängt.
Und er erinnert sich.
Bilder flirren vor seinen geöffneten Augen, die doch nichts fokussieren können außer dem kalten Blau des Wassers, das sich langsam einen Weg in seine geschwächte Lunge sucht.
Sie steht vor ihm. Sie. Die eine, die er wirklich und leibhaftig immer geliebt hat. Mit jeder Faser seines Herzens. Und wegen ihr hatte er damals angefangen zu schreiben. Er hatte kompensiert. Seine Sehnsucht, seine Leidenschaft. Alles, was er ihr nicht geben konnte, ihr nicht sagen konnte, hatte er niedergeschrieben.
Und nun würde sie es nie wirklich wissen. Nie würde sie die Worte aus seinem Mund hören, die er ihr eigentlich hatte sagen wollen. Ein bitteres Lächeln huscht über seine Züge. Doch dann verlässt ihn der Gedanke an sie. Auch wenn sie die Liebe seines Lebens war. Jetzt kam der Tod….

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Und ein anderes Bild flackert vor ihm auf. Sein letzter Schüler. Ein nervender, aber überaus talentierter, ungeduldiger und doch warmherziger, freundlicher Tollpatsch. Blondes Haar, wie sein Vater, der auch schon sein Schüler war. Himmel, er war ein alter Mann geworden. Das wurde ihm jetzt bewusst. Wieder lächelte er. Er war sich mehr als sicher, dass der Junge seinen Weg gehen würde. Er hatte alle guten Eigenschaften seiner Eltern geerbt. Auch wenn der Junge diese nicht kannte.

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Wieder tauchte ein Bild auf. Sein Buch, was nun nicht mehr vollendet werden würde…. Das niemand fertig schreiben konnte. Und ausgerechnet jetzt fiel ihm der passende Titel dafür ein. Schade, dass er es nicht noch irgendwie aufschreiben könnte….

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Der Wasserdruck nahm zu….
Er spürte es nicht.
Seine Wunden bluteten noch immer…
Er spürte es nicht.
Er nahm nicht wahr, dass das Wasser schon seine Lunge fast gefüllt hatte…
Er fühlte sich leicht. Und frei. So frei! Schwerelos!
Sein Körper…. War nicht wichtig.
Seine Wunden, die er im Kampf davon getragen hatte. Von seinem eigenen Schüler…. Waren nicht wichtig. Alles war relativ. Er wusste das.

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Es tat ihm nur leid, dass er niemals wieder nur ein Wort an die richten konnte, die er liebte. Für die sein Herz geschlagen hatte.
Eine Träne löste sich aus seinem Auge und vermischte sich sofort mit dem Wasser. Immer tiefer sank der Körper in die Dunkelheit. Bis er schließlich auf dem schlammigen Boden aufsetzte.
Doch der Geist war noch immer frei. Und der Mann spürte, wie er seinen Körper endlich verlassen konnte. Wie er wahrhaftig frei wurde. Nichts war wichtig. Alle, die noch lebten, würden dies auch weiter hin tun. Davon war er überzeugt. Sie würden Wege finden, die herannahende Krise zu bewältigen. Allen voran sein Schüler.
„Ich werde dir beistehen!“
Sein Geist, endlich wirklich frei von allen Banden die ihn an diese sterbliche Hülle banden, strebte dem Licht entgegen. Es sah aus, wie die Oberfläche dieses Wassers, dessen Kälte er einfach nicht wahrnehmen konnte. Er war ein Geist, ätherisch, durchscheinend…. Für viele nicht sichtbar… und seine Reise war noch lange nicht beendet. Es ging weiter.

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

Und der Geist, der einmal Jiraya hieß, freute sich. Neues kam mit seiner ganzen überwältigenden Schönheit auf ihn zu. Er würde nun weiter gehen. Und er freute sich darüber….

Denn nichts hat Bestand als der Wandel….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 25. Jul 2012, 14:27 
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seufz..... :give_rose:

liebe grüße von noney

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 26. Jul 2012, 00:45 
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Hey,
danke für die Blumen!
*ggg*

War nur so ne Idee gewesen *leichtrotwerd*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 26. Jul 2012, 02:35 
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….Orochimaru....

Sie waren tot. Alle die er gekannt hatte, alle, die ihm wichtig waren…. Alle die er einmal geliebt hatte.
Wie seine Eltern…
Und auch er hatte diese sinnlosen Kämpfe erlebt. Denn auch er war ein Ninja geworden. Hatte mit seinen Kameraden Seite an Seite einen Krieg und einen Kampf nach dem anderen erlebt und überlebt.
Es musste einen Weg geben….

Etwas ist unter meiner Haut….
Es will heraus….
Wie lange kann ich es noch kontrollieren?

Er wollte es nicht mehr. Er wollte nicht mehr diese Gewissheit, dass jede neue Mission auch die letzte sein konnte. Er wollte nicht den Tod erleiden. Ebenso wenig sollten seine Freunde diesen finden.
Deswegen fing er an zu forschen. Lernte, studierte. Jedes einzelne Jutsu, das er in dem Dorf fand. Doch dieses Wissen reichte nicht. Denn auch die Gegner, gegen die sie geschickt wurden, waren stark. War es möglich, alle Jutsus der Welt zu lernen? War es möglich, unverwundbar, unsterblich zu werden? Konnte man so den Tod verhindern?
Etwas ist unter meiner Haut….
In meiner Seele…
Ich kann es nicht mehr aufhalten….

Das Labor, welches er nutzte, die Experimente, die er machte…. Sie brachten ihn nicht mehr weiter. Also blieb ihm nur die Möglichkeit, auch die verbotenen Schriften zu lesen. Und er experimentierte nun mit und an Menschen. Es musste einen Weg geben. Es musste einfach!
Er wollte nicht sterben. Und er wollte nicht, dass sie starb. Oder er. Der einzige Freund, den er jemals hatte.
Ihnen durfte nichts geschehen!

Ich kann es nicht aufhalten….
Es bricht heraus!

Er wurde ertappt. Von seinem eigenen Lehrer. Und er hatte getötet. Kameraden, andere Ninjas. Aber nicht seine Freunde.
Und nun blieb ihm nichts anderes übrig, er musste verschwinden!
Nur noch einer stellte sich ihm in den Weg, versuchte ihn davon abzuhalten, dem Dorf den Rücken zu kehren. Emotionaler Freund! Er verstand nicht, dass er nicht mehr zurück konnte!
„Ich will nicht gegen dich kämpfen, mein Freund. Aber du lässt mir keine andere Wahl… „
Seine Gedanken, die der Freund niemals hörte.

Ich verändere mich.
Ich kann es spüren.
Ich werde nicht sterben!
Ich habe nun alle Zeit der Welt!

Seine ersten Körperübernahmen waren seltsam. Die Gedanken und Gefühle des eigentlichen Körpers überschwemmten ihn jedes mal und lähmten ihn zeitweilig. Er wusste, dass er in dieser Zeit angreifbar war.
Deswegen hielt er sich verborgen. Und wechselte seinen Aufenthaltsort so oft.
Und hin und wieder sah er seine alten Kameraden, sein altes Team. Sah, wie sie auseinander gingen. Sah, wie sie die Hoffnung für ihn aufgaben. Doch einer dachte anscheinend immer wieder an ihn. Sein alter Freund. Einer der auch ein Sannin geworden war. Jiraya….
Doch es gab kein zurück mehr. Nie wieder!

Etwas ist unter meiner Haut, ich kann es spüren…..
Ich kann es nicht mehr aufhalten….

Die Jahre vergingen. Und er lernte noch immer, experimentierte noch immer. Und immer wieder benötigte er ein neues Gefäß.
Manchmal, in seinen Träumen, sah er sich selbst. Und seine Freunde. Das Mädchen, mit den unglaublichen Kräften. Sie wurde sooft mit dem Tod konfrontiert. Wie gerne hätte er es ihr erspart. Aber er konnte ihr noch nicht einmal helfen.
Jiraya, der damals sein bester Freund war.
Was war nur aus ihnen geworden…?! Jetzt waren sie allesamt Feinde…
Wenn er dann aus diesen Träumen erwachte, spürte er die Tränen auf der Haut.
Er war allein.
Der Preis für den Weg, den er eingeschlagen hatte.

Und über die Jahre wurde sein Herz hart.
Den einzigen Kämpfen, denen er wirklich bewusst aus dem Weg ging, waren die gegen seine ehemaligen Kameraden.
Solange, bis es sich nicht mehr vermeiden ließ. Und er gezwungen war, ihnen wieder zu begegnen.
Und obwohl sein Herz schrie, obwohl ein Teil seiner Seele weinte, kämpfte er gegen sie. Denn es ging um sein Leben.
Er wollte nicht sterben!
Nicht jetzt!
Nicht in dem geschwächten Zustand!
Und vor allem nicht durch ihre Hände!
Nicht durch seine ehemaligen Freunde…..

Etwas ist unter meiner Haut….
Hilf mir!
Rette meine Seele!

Er sah seine Freunde nie wieder.
Und es war die Hand seines Schülers, die ihm den Tod brachte. Derjenige, den er als neues Gefäß auserkoren hatte.
Und irgendwie war seine Seele leicht und froh.
Es war vorbei! Das Leben…. An das er sich so eisern geklammert hatte, verblasste zur Bedeutungslosigkeit.
Seine Seele war endlich frei! Und er sah, die Unendlichkeit und Ewigkeit. Das was er anhestrebt hatte, kam durch den Tod zu ihm.
Die letzten Gedanken galten noch ein letztes Mal seinen Freunden. Den einzigen, die er jemals wirklich an sich heran gelassen hatte….

„Verzeiht mir…. Ich wollte euch nie verletzten. Ich liebe euch!“


Vor den beiden verbleibenden Sannin flog ein Schmetterling hinauf zum Himmel. Doch zuvor berührten seine Flügel ganz sacht die Wangen der beiden.
Und man sagt, Schmetterlinge seien die Seelen der Toten. Seelen, die erst den Weg in den Himmel finden müssen….
Und sie sind dennoch frei…


Etwas ist unter meiner Haut….
Es will heraus…
Ich kann es nicht mehr lange kontrollieren!

Der junge Mann der als letzter das ehemalige Versteck seines Meisters verließ, fühlte es. Tief in ihm selbst wandelte sich etwas. Und er konnte und wollte es nicht aufhalten! Er hatte die Zellen seines Meisters an sich genommen. In sich aufgenommen. Und nun spürte er es, tief in sich selbst!
Es veränderte ihn und bald… bald würde es ausbrechen!

Etwas ist unter meiner Haut….
Es will heraus…
Ich kann es nicht mehr lange kontrollieren!

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012, 03:11 
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„Es ist egal, was die anderen denken. Es ist egal, ob sie über mich lachen. Es ist egal. Ganz egal!
Dies ist mein Leben und ich tue das, was ich für mich als richtig ansehe. Egal, ob mich jemand versteht oder nicht.
Es ist egal, ob sie mich akzeptieren. Es ist egal, ob sie mich anerkennen….“
Der kleine, pummelige Junge hatte sich von allen abgewandt, ging alleine durch die Strassen des Dorfes. Noch immer hallte der beißende Spott der anderen Kinder in seinem Kopf wieder, fraß sich wie Säure in sein Innerstes. Und wie zum Schutz murmelte er immer wieder vor sich her: „ Es ist egal.“
Er hatte bei der heutigen Sportstunde wieder einmal versagt. Laufen sollten sie, auf Zeit. Und er hasste es. Hasste es vorgeführt zu werden, zur Zielscheibe zu werden, der Letzte zu sein.
Der Junge hatte nicht bemerkt, dass seine Schritte ihn zu dem Kanal geführt hatten, der durch das Dorf floss, es teilte. Er hatte nicht bemerkt, dass einige der anderen Kinder ihm gefolgt waren. Er sah nur einmal auf. Entdeckte die letzten Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche. Und dann wurde alles um ihn herum dunkel, nass. Wieso war er denn gefallen? Er wusste es nicht, spürte, dass er keine Luft bekam. Panik machte sich in seinem Körper breit. Er strampelte, aber es schien, als zöge ihn etwas hinunter, immer tiefer. Er wollte gerne schreien, doch unter Wasser? Er musste wieder an die Oberfläche… Wo ist oben?
Die Panik nahm immer mehr zu, ebenso wie die Angst.
„Ich muss nach Hause! Mama und Papa werden schimpfen!“
Dunkelheit.
Keine Luft.
Kaltes Wasser.
Angst.
Keine Luft!
Dann die Schwärze der Ohnmacht.

Hilflos….

Der kleine Junge bemerkte nicht, dass einer seiner Klassenkameraden ihn aus dem Wasser hinaus zog, ihn zum Ufer brachte und dann langsam mit der Reanimation begann.
Er nahm auch nicht wahr, dass Passanten zu ihm rannten, sich der andere Junge aber aus dem Staub gemacht hatte und man ihn nun zu seinen Eltern brachte. Natürlich hatte es Vorwürfe gehagelt. Vor allem seine Mutter war ganz aufgelöst gewesen und hatte ihn weinerlich daran erinnert, dass er doch ihr einziger Junge war. Aber wieso wusste er nicht was passiert war?
Wie war er in das Wasser gekommen?
Wer hatte ihn da wieder rausgeholt?
….
Es war der Tag der Abschlussprüfung in der Akademie. Er hatte sich darauf vorbereitet. Und auch wenn seine Mutter ihn fürsorglich die Klamotten ausgesucht hatte, ihm noch ein Brot mehr eingepackt hatte, er wusste, ab heute würde sich alles ändern. Ab heute, wenn er bestehen sollte, würde er nicht mehr Mamas unbeholfener Liebling sein. Sondern in ein Team kommen. Mit einem Shinobi als Lehrer und er würde Missionen erledigen. Oh ja. Endlich was machen, wo er weg konnte von seiner Mutter, die zwar lieb war, aber eben auch erdrückend. Oder wie sein bester Freund immer sagte: „Nervig.“
Keine Stunde später wusste er, dass er bestanden hatte. Nur ein Junge aus seinem Jahrgang hatte Pech gehabt. War wieder einmal durch die Prüfung gerauscht mit Pauken und Trompeten.
Und als er sich vor dem Gebäude noch einmal umsah, konnte er de anderen auf einer Schaukel sitzen sehen und er hatte das Gefühl, dass er zu dem Jungen gehen sollte.
Doch die nervige stimme seiner Mutter hallte über den ganzen Platz und ließ ihn in der Bewegung erstarren. Frustriert drehte er sich um und ging zu seinen Eltern. Sie wollten mit ihm zur Feier des Tages Essen gehen. Juhu! Den Sarkasmus hatte er sich innerlich angewöhnt. Abgeschaut von einem anderen Jungen aus seiner Klasse. Während der Schulversager sonst immer fröhlich und aufgedreht war, war der andere regelrecht kalt. Hm. Schon seltsam. Beide hatten doch keine Eltern, oder? Er musste seinen besten Freund mal dazu befragen.
Doch für den Moment ließ er sich von seinen Eltern wegziehen.
….
Während der Chunin-Prüfung sah der pummelige Junge den Blonden ehemaligen Klassenclown wieder, beobachtete dessen Bewegungen, wenn dieser kämpfte, bemerkte, dass der andere nicht nur lustig sein konnte, sondern auch stärker geworden war. Ein Gegner, mit dem man rechnen musste, wenn man das Pech haben sollte, gegen ihn zu kämpfen. Er nahm sich vor, niemals gegen diesen Blonden zu kämpfen. Er sah, wie Kiba, der eigentlich reichlich Ausdauer hatte, sich nicht gegen den anderen behaupte konnte und letztlich verlor.
Ja, auch wenn der Blonde zu bisweilen ungewöhnlichen Mitteln griff, er war zäh wie Leder und absolut verbissen zu gewinnen. Wie ein Terrier, der Blut geleckt hatte. Er ließ nicht locker.
….
Es war spät geworden. Der noch immer leicht pummelige junge Mann war von einer Einzelmission wieder heimgekehrt, hatte seinen Bericht der Hokage übergeben und wollte sich nun eine Belohnung gönnen. Er hatte sie Schokoladenüberzogenes Obst gekauft und war wieder einmal an den Kanal gekommen, der noch immer durch das Dorf floss. Und wie damals vor so vielen Jahren, schien es, als zöge ihn das Wasser an, gerade zu Magisch….
Wieder ging die Sonne langsam unter, schickte die letzten warmen Strahlen zur Erde.
Er setzte sich ans Ufer, nahm sich eines der Früchte und hielt es doch nur fest.
Zu sehr hatten ihn die Empfindungen wieder eingeholt. Das nasse Element, dem er seitdem noch weniger abgewinnen konnte.
Und wieder spürte er, wie die Angst in ihm hoch roch, ihn gefangen nahm. Wieder schnürte es ihm die Luft ab. Die Hände fielen kraftlos an seine Seiten, alles was er zuvor in den Händen gehalten hatte, lag nun auf dem Boden.

Hilflos….

„Du musst das loslassen.“
Eine Hand hatte sich auf seine Schulter gelegt. Und nur schwer war es ihm möglich den Blick von dem so trügerischen Element zu nehmen und sich demjenigen zuzuwenden, der ihn angesprochen hatte.
„Naruto?“
„Ja. Fast wie damals, was?“
„Was meinst du?“
Der Blonde setzte sich neben den anderen, den Blick noch immer auf das Wasser gerichtet.
„Du bist ins Wasser gestoßen worden. Und du bist nicht wieder aufgetaucht, weißt du noch?“
Als er immer noch stumm auf das Wasser starrte, fuhr der andere fort:
„Es war niemand da. Keiner. Niemand hätte was bemerkt. Und da bin ich dir hinterher. Deine Eltern hatten hinterher irgendwie rausbekommen, dass ich dich raus gezogen hab. Sie wollten mich am liebsten verprügeln. Weil sie dachten, dass ich dich auch rein geschubst hätte.“
Nun war es der Blonde, der auf das Wasser starrte, während der Choji versuchte, das eben Gehörte zu verstehen.
Die Minuten schienen zu Stunden zu werden. Und Choji erkannte, dass sich immer alle von dem Blonden abgewandt hatten. Die anderen, die Eltern, deren Generation, die es hatte besser wissen müssen. Und dennoch hatte der Blonde ihn damals gerettet. Ohne einen Dank. Im Gegenteil.

Hilflos….

„Weißt du, ich würde es wieder tun. Für jeden von euch.“ Die Stimme des Chaosninja war leise, anders als sonst. War er denn noch immer alleine?
Choji sah ihn an, erkannte in den Augen seines Gegenübers eine abgrundtiefe Leere, die so sicherlich noch nie jemand gesehen hatte.
Er war sich nicht sicher, ob er jetzt etwas sagen sollte, oder was er tun konnte. Diese Leere und die ebenso präsente Einsamkeit überrollten ihn. Es war so ungewohnt. Der Blonde war sonst immer so lustig. War das alles nur gespielt gewesen?
Vorsichtig legte nun er seine Hand dem anderen auf die Schulter, spürte, wie angespannt Naruto eigentlich war.
„Komm. Lass uns was essen gehen.“
Doch es kam keine Reaktion.
Noch einmal sah er sich den anderen genau an. Dann legte er zögerlich seinen Arm um die Schultern des Blonden.
„Du bist nicht mehr alleine. Wir sind alle deine Freunde, dass weißt du, oder?“
„Ich bin nie alleine.“ Leise waren die Worte, kaum zu verstehen.
„Niemals bin ich wirklich alleine. Weißt du, weswegen deine Eltern und alle anderen immer Angst vor mir hatten? Weil ich nie alleine bin. Weil es in mir ist.“

Hilflos…

Choji schluckte, doch er rührte sich nicht. Er konnte nicht. Wie hätte er den anderen jetzt alleine lassen können? Er wusste, egal was Naruto auf der Seele lag, er durfte damit nicht länger alleine sein.
„Was ist in dir? Was ist denn los?“
„Ich bin ein Jinchuriken. Ich bin nie allein. Ich wünschte, ich wäre damals ertrunken. Ich wünschte mir manchmal, ich wäre tot…“
Erschrocken sah Choji zu dem anderen, sah diesen Schmerz in dessen Augen.
„Wie kann ich dir helfen?“ seine leise Frage.
„Gar nicht. Mir kann niemand helfen.“
Die blauen Augen rissen sich von dem Wasser los, sahen zu dem anderen Jungen, der seinen Arm um ihn gelegt hatte.
„Ach, mach dir keinen Kopf. Ich komme schon klar!“
Damit erhob sich der Junge und ließ den anderen innerhalb von Sekunden allein, verschwand einfach in der Dunkelheit.

Hilflos…

Doch die Worte waren eine Lüge gewesen, Choji verspürte wieder Angst. Aber diesmal um den sonst so fröhlichen, selbstbewussten Ninja. War das alles nur eine Maske gewesen? All die Jahre?
Er wusste nicht weiter. Warum hatte man dem andern nur ein solches Schicksal aufgebürdet?
Er fühlte sich so hilflos wie nie zuvor. Und wieder schien es ihm die Luft zum Atmen zu nehmen.

Hilflos…


….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 19. Aug 2012, 02:44 
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….
Kein Mond am Himmel, die Nacht, nur erhellt von dem Licht endlos weiter Sterne.
Leichter Wind spielt mit den Blättern der Bäume, die wie schwarze Schatten auch dieses Licht abschirmen.
Niemand sieht den schnellen Körper, der von einem Ast zum anderen springt, niemand ahnt etwas von der Gefahr, die von diesem Körper ausgeht.
Die Maske verbirgt das Gesicht, die schwarze Kleidung ist eine zusätzliche Tarnung.
Die Waffen, ebenso schwarz, reflektieren kein Licht. Die Gestalt hat das Zielobjekt erreicht. Ein Feuerschein und der Geruch von verbanntem Holz hat den Jäger hierher geführt. Hierher, an diesen Ort, an dem das Opfer in einer scheinbaren Sicherheit umgeben von Fallen gegen Angreifer ruht.
Aber etwas hat dir Zielperson übersehen. Das Holz selbst.
Der dunkle Ninja kann die stummen Schreie des verbrennenden Holzes hören und spüren. Und die Wut nimmt zu. Auch wenn Gefühle immer hinderlich sein sollen, hier sind sie ein zusätzlicher Antrieb.
Der Schlafende hat ohne zu zögern so viele in den Tod geschickt, noch mehr manipuliert. Und heute ist der Moment der Abrechnung gekommen.
Die Kunais fliegen, die Handzeichen sind gemacht, das Holz, scheinbar leblos durch die Flammen, erwacht zu neuem Leben und umschließt, mitsamt den Flammen den Körper des Feindes.
Dem Feind bleibt noch nicht mal mehr die Atemluft um einen Schrei auszustoßen.
Das nackte Entsetzen in den Augen, ehe der Blick matt wird.
Alles geht so schnell, dass der Ninja sich in wenigen Augenblicken mit dem Beweis seines Sieges wieder auf den Rückweg machen kann.
Nur wenige Stunden später steht er vor dem Tor des Dorfes, durchschreitet es wieder einmal als Sieger, wieder einmal hat er eine Mission erfolgreich beendet. Sein Weg führt den im Licht der Straßenlaternen beleuchteten Ninja zum Hokageturm.
Und auch zu dieser späten Stunde ist die Hokage noch wach. Empfängt den Ninja. Ein Finger landet auf ihrem Tisch, mehr ist von dem Feind nicht mehr übrig geblieben.
„Gut, du kannst dich zurückziehen Ach, und Tenzou, morgen brauche ich dich für eine neue Mission. Sei gegen Mittag wieder hier.“
Ein Nicken, der andere verschwindet in einer Rauchsäule.
Lautlos und auf verschlungenen Wegen kommt er endlich in der ihm zugewiesenen Wohnung an. Steigt durch das Dachfenster ein. Praktisch, dass er unter dem Dach wohnt. So bemerkt niemand sein Kommen und Gehen, wenn er es nicht will.
Licht braucht er nicht. Er geht im Dunkeln in das kleine Bad. Das Licht der Straßenlaternen dringt nur wenig in die Wohnung, doch es reicht ihm. Er nimmt die Maske ab. Seine Augen wirken noch dunkler, scheinen noch tiefer in den Höhlen zu liegen. Er wirkt selbst auf sich ausgemergelt. Er braucht Ruhe. Doch er weiß auch, dass seine Zeit knapp bemessen ist. Er muss sich ausruhen und dann wieder los.
Er hat nie Zeit für sich selbst. Es sei denn, er trägt Verwundungen aus einem Kampf. Dann hat er etwas Zeit für sich, wenn sie auch voller Schmerzen ist. Aber so braucht er nicht nachdenken und kann sich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren. Schlimm genug, dass er sie manchmal in seinen Träumen sieht. Die Vergangenheit, in der er noch einen Namen hatte, den jeder kante. Als er noch ein normales Leben hatte. Das ist so lange her…. Damals lebten seine Eltern noch. Damals ging er noch in die Schule.
Er seufzt. Nicht daran denken!
Schnell zieht er sich um, geht mit der heraufziehenden Dämmerung in sein Bett.
Und die Träume kommen wieder. Der Mann windet sich im Schlaf. Es ist immer dasselbe.
Er sieht sich selbst, wie er als kleiner Junge noch in der Akademie mit anderen Kindern lernt, in der hintersten Reihe. Und auch wenn er ein guter Schüler ist, hat er immer noch genug Zeit, mit den anderen Kindern Streiche zu planen und zu spielen.
Doch dann, während seines Trainings mit seiner Begabung, wird er angesprochen. Ein Ninja erklärt ihm, dass er zum Hokage muss. Und dieser hat längst seine Fortschritte verfolgt. Ab jetzt ändert sich alles. Ein normales Leben gibt es nicht mehr. Die Freunde, die er hatte… er hat keine Zeit mehr. Er muss trainieren, noch härter, bis an seine Grenzen und darüber hinaus. Er hat eine Begabung, eine seltene, eigentlich nicht mehr vorhandene, Gabe. Ihm gehorcht das Holzelement. Es ist seine zweite Natur geworden. Und nun muss er es Perfektionieren.
Er bekommt einen neuen Namen, sein altes Ich stirbt an diesem Tag. Er kann nicht mehr nach Hause, bekommt ein neues Heim. Mit anderen Ninjas teilt er sich nun ein Haus. Und sie alle trainieren miteinander. Er lernt, dass Gefühle hinderlich sind, dass Disziplin alles ist. Von nun an ist er Tenzou.
Der Mann wirft sich hin und her Schweiß steht auf seiner Stirn, lässt seine Schlafsachen an ihm kleben, die Decke hat er schon von sich gestrampelt.
Sein erster Auftrag. Er muss töten. Muss ein anderes Wesen, dass leben möchte, umbringen. Weil es etwas gestohlen hat. Er nennt seine Gegner „Es“, nur für sich. Versucht so, Distanz aufzubauen. Wenn er sich darüber klar wird, dass es Menschen sind, die Familie haben, die Freunde haben, die schlichtweg leben wollen, wird ihm schlecht und er kann seine Arbeit nicht verrichten. Das kann er nicht tun, kann sich nicht den Gedanken hingeben.
Leben nehmen. Er hasst es im Grunde seines Herzen.
Er möchte Dinge wachsen sehen. Am liebsten ist er umgeben von Bäumen. Bäume sind seine Freunde. Denn andere hat er nicht mehr.
Stundenlang kann er sich mit Bäumen auseinander setzen.
Bäume töten nicht.
Er wacht schweißgebadet auf. Wieder hat er die Gesichter der Toten gesehen, die durch seine Hand starben.
Zitternd gräbt sich seine Hand in sein Haar, krallt sich in die braunen Locken, so sehr, dass es schmerzt.
Er weiß, dass er Raubbau mit seinem Körper und seinem Geist bestreibt. Und er fühlt, dass er so nicht lange weiter machen kann. Aber er kann nicht in der Konzentration nachlassen. Denn das wäre sein eigner Tod. Das will er auch nicht, auch er will leben.
Langsam geht er wieder in das Bad, dessen weiße Fliesen ihn zu verhöhnen scheinen. Weiß, einerseits Farbe der Reinheit, anderseits in einigen Kulturen auch die Farbe der Trauer. Toll. Passend.
Er duscht, zieht sich an. Diesmal die Uniform der Ninjas.

Er hört die Stimme der Hokage.
„… und dein Name ist nicht mehr Tenzou, ab jetzt wirst du Yamato sein.“
Innerlich seufzt er. Wieder ein neuer Name, wieder eine neue Identität. Wie er es doch hasst. Seinen Geburtsnamen wird er nie wieder hören, nie wieder nennen können. Es sind immer nur andere Identitäten, die er leben muss.
Doch er lässt sich nichts anmerken. Er weiß, er hat keine andere Wahl. Er muss dieses Spiel mitspielen. Ein Spiel, in dem es letzen Endes nur darum geht, welche Nation mächtiger ist, wer sich damit brüsten kann, die besten Ninjas zu haben. Gleich, ob diese ihr Leben geben müssen oder nicht. Doch er selbst weiß auch, dass es hätte schlimmer kommen können. Immerhin ist die Hokage nett. Manchmal.
Und doch…
Wie gerne wäre er einfach mal wieder er selbst…..

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012, 13:09 
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 22. Aug 2012, 02:08 
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Hey,
danke marsianer!

Hab hier noch ein Vid gefunden.... auch mal ne nette muke....

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 15. Sep 2012, 23:59 
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Obito Uchiha, er galt als vertorben, umgekommen auf einer Mission, die er einst als Kind mit seine Kameraden zu erfüllen hatte. Doch sie waren gescheitert. Zurückgelassen, um zu sterben, fast erdrückt von Tonnen von Gestein, hat er wie durch ein Wunder überlebt. Aber zu welchem Preis?

….
Die Dunkelheit der Nacht, der leichte Regen, der kühle Wind, der durch die durchnässte Kleidung drang und die Haut abkühlte, das Flüstern der Blätter in den Baumkronen, der Laut der Nachtwesen, die nun auf der Jagd waren….
Und ein Schatten, der durch den Wald huschte….
Der Wald, der einst zu seiner Heimat gehört hatte…
Vor so langer Zeit….
Ein bitterer Zug umspielte seinen Mund, unsichtbar für jedes Augenpaar, dass ihn zufällig erblicken würde, verbürgen unter der Maske, die bei Tageslicht so auffällig war, doch nun in der Dunkelheit genauso dunkel war, wie die tiefen Schatten der Stämme.
Er rannte weiter, schnell und lautlos wie ein Geist.
Er hatte auch lange Zeit zum trainieren gehabt.
Und die Bitterkeit in ihm war in den Jahren angewachsen. Er hatte gesehen, wie seine Kameradin getötet wurde. Hatte gelitten. Unter dem Wissen, dass sie ihn einst liebte. Liebte bis zu ihrem Tod. Und nun war nur noch sein Teamkollege übrig. Und dieser hatte immer noch ein Laben. Etwas, was ihm selbst verweigert blieb. Das Schicksal hatte es ihm verweigert. Dieses verdammte Leben, was er nun führte, schürte nur die Wut in ihm.

Der lautlose Schatten kam dem Ziel immer näher. Er war dabei, seine ihm selbst gestellte Mission endlich abschließen zu können. Und er freute sich darauf, die Ergebnisse seiner jahrelangen Arbeit sehen zu können. Erleben zu können, wie sein Leben endlich einen krönenden Abschluss finden würde. Indem er die Welt neu gestaltete!
Unzerstörbar! Das war er wirklich!
Und er genoss es.
„Ich bin Unzerstörbar! Niemand kann es mit mir aufnehmen. Der Plan ist perfekt!“
Ein Lächeln ließ ihn spüren, dass in seiner Linken Gesichtshälfte die Narben waren. Es schmerzte.
Und ohne dass er es wollte, wanderten seine Gedanken zurück zu dem Tag, an dem sein Leben beinahe endete. Er war noch so jung gewesen, nicht mehr als ein Kind, dass Ninja spielte. Und dennoch. Er hatte eine Mission zu erfüllen, gemeinsam mit seinem Team. Und dennoch: Sie waren gescheitert. Er war gescheitert. Und letzten Endes lag er halb begraben unter den Tonnen Felsgestein, dass seinen Körper zerdrückte, dass seine Knochen brach, seine Organe quetschte, ihm Schmerzen zufügte, wie er sie noch niemals zuvor gespürt hatte und auch seit dem nie wieder. Auch wenn er seit damals viele Verletzungen erlitten hatte, nichts war mit jenem Schmerz vergleichbar gewesen, den er damals spüren musste. Als er zum sterben zurück gelassen wurde. Auch wenn er damals nicht wollte, dass seine Kameraden wegen ihm starben, so hatte er doch gedacht, dass wenigstens sein Sensei, sein Lehrer, sein Vorbild, ihn suchen würde. Doch nichts dergleichen war geschehen. Er war allein gelassen worden. Und da flammte zum ersten Mal die Bitterkeit auf.
Und diese Flamme war stetig gewachsen. Hatte er sich zu Anfang noch dagegen gewehrt, irgendwann hatte sie ihn verschlungen. Es hatte ihn angetrieben, immer weiter zu gehen. Er war zu einem Meister seines Bluterbes geworden und er wusste, dass es außer ihm ur eine Person gab, die es mit ihm aufnehmen konnte, wäre sie noch am Leben: Uchiha Madara, der legendäre Shinobi, der Anführer seines Clans und der beste Genjutsuspezialist. Der je auf dieser Welt wandelte.

„Nur der Stärkste wird überleben!
Wir sehen uns alle im Himmel wieder, wenn wir sterben!
Ich bin der Schatten an der Wand, ich bin dein Untergang!
Versuch mich zu besiegen, ich werde schneller sein, ich werde dich wegpusten, vom Antlitz dieser Welt tilgen!“

Die Gedanken kamen schneller, als sonst, als er mittlerweile an seinem Ziel angekommen, auf das friedliche Dorf hinunter sah. Dessen Bewohner ahnten nicht, was ihnen innerhalb der nächsten Sekunden blühte. Schlummerten selig und scheinheilig in ihren Betten und dachten nicht für einen Moment an die, die immer wieder ihr Leben riskieren mussten, um ihnen diesen Luxus zu ermöglichen. Er würde das ändern. Er würde der Welt in Erinnerung rufen, um was es wirklich ging!

Das Feuer, dass er auf das Dorf nieder regnen ließ, fand schnell Nahrung an den leichten Holzhäusern und er sah, wie die Menschen durcheinander liefen und sich immer wieder selbst im Weg waren. Wie ein aufgeschreckter5 Hühnerhaufen!
Doch schnell hatten sich die Ninjas des Dorfes zusammengetan und suchten nun die nähere Umgebung nach dem Angreifer ab. Nun, dann sollte er ihnen wohl den Gefallen tun und die nicht länger zappeln lassen!
Und damit verschwand seine Shilouhette wieder in der Dunkelheit.
Kurze Zeit später brach etwas wirklich Gewaltiges aus dem Unterholz, ließ die Tiere des Waldes sich ängstlich verkriechen. Etwas, dass so gewaltig war, dass alles, was bei Verstand war, flüchtete. Doch die Ninjas hatten diese Option nicht. Sie mussten kämpfen.
Er ließ den ersten der gefangenen Bijuu-Geister auf das Dorf los. Und das Ergebnis war Tod, Blut, Kampf, Schreie. Musik in seinen Ohren.
Innerhalb kurzer Zeit regte sich in dem einstmals blühenden Ort kein Lebewesen mehr.
Die aufgehende Sonne beleuchtete das gespenstische Szenario. Blutdurchtränkter Boden. Ruinen. Geborstenes Holz. Und Leichen. Überall.
Krähen kreisten am Himmel über ihm und stießen ihr Totenlied aus. Riefen ihre Artgenossen und auch andere Aasfresser.
Der Tisch war reich gedeckt. Und erstand über all dem und besah sein Werk. Der Anfang war getan, der Krieg hatte nun wirklich begonnen.

Viele Kämpfer hatte er unter sich, hatte sich viele verschiedene Strategien überlegt, sich für eine Linie entschieden und hatte danach gehandelt. Und nun stand er hier. Letzten Endes standen sie sich nun also doch gegenüber. Ehemalige Kameraden, nun erbitterte Feinde. Und er wusste, dass sein Gegenüber seine Maske längst durchschaut hatte. Mit dem Auge, dass er ihm selbst einst schenkte.
Nun würde sich zeigen, wer es besser beherrschte, wer die Macht besser kontrollieren konnte. Die Macht des Sharingans.
Und so seltsam es sein mochte, er freute sich auf den Schlagabtausch mit seinem ehemaligen Freund.
Innerlich lachte er. Er wusste, er konnte nicht zerstört werden. Er nicht. Er hatte die Felsen überlebt, die Einsamkeit, die Angst, die vielen Nächte, in denen er schreien erwachte, in denen er feststellen musste, wie allein er im Grunde war. Er hatte alles überlebt. Es wurde Zeit, dass sein „Freund“ dieses auch spürte. Das auch er spürte, wie schwer eine solche Zeit sein konnte, in der man fast starb, in der man fast zerdrückt wurde, in der man fast wahnsinnig wurde!
Doch er würde es nicht überleben. Dafür würde er selbst schon sorgen. Nein, seinen „Freund“ erwartete der Tod. Dafür würde er selbst sorgen.

Im Kampf wurde seine Maske zerstört. Aber es machte nichts mehr aus, es war nicht mehr wichtig, dass seine Identität geheim blieb. Und das Entsetzen im Gesicht seines ehemaligen Kameraden war unbezahlbar.

„Nur der Stärkste wird überleben!
Wir sehen uns alle im Himmel wieder, wenn wir sterben!
Ich bin der Schatten an der Wand, ich bin dein Untergang!
Versuch mich zu besiegen, ich werde schneller sein, ich werde dich wegpusten, vom Antlitz dieser Welt tilgen!“

Seine Stimme, laut und klar hallte sie über das Schlachtfeld, über Verwundete und Sterbende.

Und die Antwort kam:

„Ich bin der, der alle retten wird. Ich werde dich besiegen. Ich werde dir in den Himmel folgen, aber sonst niemand. Dein Gegner heute werde ich sein!“

Ein Versprechen.
Niemals mehr allein sein. Niemals mehr einsam sein. Auch nicht im Tod.
Obito verstand die Nachricht. Und nun lächelte er wirklich. Sein Freund hatte ihn also wirklich nicht vergessen. Und würde mit ihm in den Tod gehen!
Lachend sprang er vor und griff an. Er wusste, er würde nicht sterben. Aber sein Freund würde alles daran setzen ihn aufzuhalten. Und ihn doch nicht allein lassen.
Er war also der Sieger. So oder so.


....

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 16. Sep 2012, 12:01 
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 16. Sep 2012, 14:24 
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 16. Sep 2012, 17:11 
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 16. Sep 2012, 21:48 
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Ino und Hidan, mal anders....

….
Blondes langes Haar…
Der auffrischende Wind spielt mit den langen Strähnen, die über der dunklen Kleidung so auffallen….
Lassen das Haar in das Gesicht der jungen Frau fallen, nehme es dann wieder fort….
Glanzlose helle Augen schauen blicklos über die Ebene…
Über eine Ebene, deren Grasbewachsener Boden nun übersät scheint mit Toten und Verwundeten.
Der dunkler werdende Himmel trägt regenschwangere Wolken, und die Luft riecht metallisch, erdig, aufgewühlt…. Und noch immer nach Elektrizität….
Die ersten Tropfen fallen…. Und viele folgen. Unerbittlich nimmt die Intensität des Regens zu, wäscht das Blut von den Grashalmen, durchweicht den Boden. Ein wahrerer sinnflutartiger Wolkenbruch. Innerhalb weniger Momente ist alles und jeder bis auf die Knochen durchweicht.
Aber die junge Frau stört das nicht. Sie steht noch immer merkwürdig ruhig und anscheinend regelrecht teilnahmslos da. Noch immer den Blick fest über die Ebene gerichtet, bis zum Horizont scheint sie zu sehen und darüber hinaus. Und dennoch wirkt sie seltsam unfokussiert.
Noch immer hört sie den dröhnenden Lärm des Kampfes, die Schreie, die gebrüllten Befehle… Das Klirren von Metall…. Die Geräusche, die so charakteristisch sind, wenn Metall in Körper eindringt, schneidet, hackt….
Und die Schreie.
Sie hat nur gehandelt…. Wie eine Marionette…. Nicht mehr wie ein Mensch. Und auch sie hat getötet. Ohne auch nur zu zögern.
Hatte gekämpft, um ihre Kameraden, ihrer Heimat und ihre Familie zu beschützen. Und auch sich selbst. Denn wer zögert, wird selbst getötet.
Und dann hatte sie mit angesehen, wie ihre Freunde verwundet wurden. Wie die Menschen, die sie so lange gekannt hatte, starben. Und sie war so wütend geworden. Und hatte sich auch gleichzeitig so hilflos gefühlt….
Sie hatte nicht viel ausrichten können. Hatte nicht so helfen können, wie sie es gewollt hatte. Noch immer nagte in ihr das Gefühl, völlig deplatziert zu sein.
Unnütz zu sein… ein Klotz am Bein….

Noch immer prasselte der Regen, kalt und herrlich rein, auf ihre schmächtige Gestalt, durchweichte sie, wusch sie selbst mit sich fort.
Und sie ließ es geschehen. Wehrte sich nicht dagegen, suchte keinen Schutz auf.
Dieser Regen, dessen Kälte sie nicht fühlte, die grauen Wolken, die sie an etwas anderes erinnerten, an jemanden anderen…. Es schien so lange her zu sein….
Graues Haar…..
Und so seltsame Augen…. Es schien eine Ewigkeit her zu sein….
Dass sie ihn zufällig traf. Und diese Begegnung überlebt hatte….
Und in diesen kurzen Momenten hatte sie gelernt, ihn zu hassen, für das was er getan hatte. Und trotz alledem war da noch mehr….
Sie wusste es…. Es durfte nicht sein, und doch war es so.
Doch bei dem Kampf war er nicht dabei gewesen, war nicht in den Reihen der Feinde aufgetaucht…
Sollte er also noch leben?
Sollte sie darüber erfreut sein, oder nicht?
Konnte sie es riskieren….? Zu gehen….?
Der Regen prasselte unverändert auf sie ein.
Die Kälte schien nun bis in ihr Innerstes vorzudringen.
Sie spürte nicht einmal ihre eigenen Tränen.
Der Entschluss stand fest.
Alles andere wäre nur eine Lüge vor sich selbst gewesen.
Sie musste es wissen!

Es war ihr unklar, woher sie die Kraft genommen hatte, den ganzen weiten Weg bis zum verborgenen Wald zu laufen. Sie hatte nicht anhalten können, hatte nicht rasten können. Etwas in ihr ließ das nicht zu.
Und dann, endlich. Hatte sie den Waldesrand erreicht. Und es schien, als seinen die Wolken mit ihr gekommen, wie auch der Regen, der noch immer vom Himmel fiel, wie Tränen….
Sie sah in den Wald hinein, bat stumm darum, ihn betreten zu dürfen und dass sie den rechten Weg finden würde.
Dann erst ging sie vorsichtig weiter. Immer ihrem Gefühl folgend. Langsam. Immer weiter in den nassen, dunklen Wald, in dem kein Geräusch war, außer dem Tropfen des fallenden Wassers, aus den Bäumen und den Wolken gleichermaßen.

Wie von einer unsichtbaren Kraft geführt, erreichte sie den Ort seines letzten Kampfes. Verbrannte Erde, versengte Schnüre erinnerten daran. Doch der Boden darunter war aufgewühlt…. Sie kam näher, leise und sanft, wie eine Katze, die sich an ihre Beute pirscht….
Der Boden war von unten nach oben durchwühlt worden. Als wäre etwas aus der nassen Erde geschlüpft….
Also doch! Aber wie war das möglich? Wie konnte er die Folgen der Explosion überlebt und diesem Grab entkommen sein?
Und wo war er nun?
Sie seufzte unhörbar, ließ ihre Sinne die Oberhand gewinnen, verdrängte ihren rationalen Verstand. Ihr Körper folgte ihren Instinkten und brachte sie weiter in den Wald, als sei sie nur ein Gast in einem Film….

Ein Fluss querte den Wald.
Seine Oberfläche war unruhig und braun wälzten sich seine Fluten in seinem Bett, trugen allerhand mit sich. Immer wieder sah sie ganze Bäume, die von der Strömung fort getragen wurden.

Sie folgte dem Lauf des Flusses, getrieben von einer Macht, die sie bis dahin nicht gekannt hatte. Immer weiter, weiter an den schlammigen und rutschigen Ufersaum entlang, der so tückisch war.
Immer weiter durch den Regen….

Weiter vorn erahnte sie mehr, als dass sie es wirklich sehen konnte, eine Shilouhette.
Dunkel zeichnete sie sich in der Gräue der Welt ab.
Sie ging weiter. Weiter auf den Mann zu.
Und sie wusste, dass er ihre Anwesenheit bemerkt hatte.

Als sie schließlich vor ihm stand, seine Augen sah und sich seiner Nähe bewusst wurde, seinen Atem hörte, seine Wärme erspüren konnte, erschien ihr ihr eigener Körper in Watte gelegt worden zu sein.
Er sagte nichts. Sah sie nur an, aus seinen unergründlichen, faszinierenden und doch so kalten Augen.
In einer fließenden Bewegung griff seine Hand warm und fest in ihren Nacken, zog ihren Körper, der durch den Regen so kalt geworden war, näher zu sich.
Noch immer sagte er nichts.
Sie sahen sich unverwandt in die Augen. Violett verlor sich in hellem Blau, kein Laut kam ihnen über die Lippen.
Als er sich vorbeugte, seine Lippen ihre eigenen streiften, die Berührung einer elektrischen Entladung gleichkam, und seine andere Hand sich in ihrem Haar verfing, schloß sie für einen Sekundenbruchteil die Augen.
Sie nahm keinen Schmerz wahr, zuckte nicht einmal, als kalter Stahl in ihren Arm fuhr.
Sie wussten beide, dass sie diese Begegnung nicht unverletzt überleben durfte. Seine Augen wurden wärmer, noch einmal nahmen seine Lippen ihre gefangen.
„Komm mir nicht nach. Lauf vor mir davon. Denn es darf nicht sein. Du weißt das….“
Seine Worte, beinahe tonlos und so leise, dass sie beinahe im Tosen des Unwetters untergingen.
Sie seufzte.
Sie wusste, dass ein Wiedersehen den Tod mit sich brachte.
Noch einmal wollte sie seine Nähe fühlen. Er war ein Feind, hatte getötet, auch ihren eigenen Lehrer, für den sie wie zu einem Bruder gefühlt hatte…. Und dennoch war es geschehen. Er war eine verwandte Seele…. Sie hatte es gespürt. Und sie wünschte sich, dass er sie jetzt töten möge. Die Zeit ohne ihn war nichts weiter als ein langes Sterben….
Sie schob ihre kleine Hand in seine, fasste mit der anderen nach dem Messer.
Er sah in ihre Augen, wurde von ihrem Blick gefangen. Und dann stieß sie sich nach vorn. In das Messer hinein.
„Uch liebe Dich, und du weißt es. Ich sterbe ohne dich und mit dir auch… Verzeih mir“, ihre Stimme, tart wie der erste Vogel in der Morgendämmerung.
Und als ihr letzter Atemzug verklang, sie in seinen Armen zusammen sackte, wurden die violetten Augen des sonst so kalten Mörders weich.
„Ich weiß es…. Ich liebe dich ebenso…“

Das Leben, das er so sehr gewollt hatte, war nichts mehr wert. Noch einmal sah er auf ihre zarte Gestalt, kniete sich neben sie, den Blick fest auf sie gerichtet. Dann stieß das Messer in seine Brust. Er wollte sterben. Hier mit ihr bleiben für alle Ewigkeit.
Doch im Gegensatz zu ihr war er Unsterblich….
Blut quoll aus der Wunde, seine Hand griff nach dem schlagenden Organ. Mit einem Lächeln riss er daran und sackte neben ihr zu Boden. In der einen Hand sein eigenes Herz, dass nun nicht mehr schlagen konnte, die andere um ihre Taille.

In der Dunkelheit des Kosmos trafen sich zwei Seelen. Zwei Wesen, deren Schicksal kein gemeinsames Leben vorgesehen hatte. Sie umtanzten sich, nahmen einander an den durchscheinenden Händen…. Und flohen zu dem Licht der fernen Sterne.
Hier konnte nichts sie trennen…..


….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 20. Sep 2012, 01:35 
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Gaara... ein Spielball, ein Aussenseiter.... verlassen und alleingelassen... was es mit ihm macht:

…..
Alles was zählt….
Alles was zählt… Dieses verfluchte Leben… Diese verdammte Einsamkeit in mir….
Ich ertrage es nicht länger. Nicht die Blicke, nicht das Gerede hinter meinem Rücken, nicht die Verachtung und auch nicht die Verdammnis, mit der man mich belegt hat!
Alles was zählt….
Alles was zählt, ist, dass ich all diese Dinge bisher überlebt habe. Die Verachtung habe ich überstanden, die Furcht vor dem, was ich tun könnte, die Angst, was ich tun könnte, sollte das Siegel brechen.
Ich habe alles überlebt.
Alles was zählt….
Was ist Liebe? Mehr als ein Wort? Mehr als eine leere Phrase? Ich weiss es nicht.
Alles was zählt….
Vergebung – ein ebenso leeres Wort für mich. Mir wird nicht vergeben, ich werde gehasst für das was ich bin. Auch wenn es nie meine Entscheidung war, zu was ich wurde, zu was ich gemacht wurde! Ihr wart es doch, die mich zu einem solchen Leben verdammt haben!
Alles was zählt….
Ich spüre die Wut in mir. Eine stetige Flamme, die nur daruaf wartete, mich vollends zu verschlingen. Und ich spüre, das der Tag nicht mehr fern ist, an dem das geschieht.
Alles was zählt….
Etwas in mir schreit nach Rache. Etwas in mir will alles um mich verbrennen. Will frei sein. Frei von den Blicken, von dem Hass, von der Furcht, von der Gnadenlosigkeit eurer Verdammnis.
Doch ich kann dem nicht nachgeben. Ich kann es nicht!
Alles was zählt….
Lasst mich nicht allein!
Lasst mich dieses Elend nicht allein durchleben!
Ich will nicht in die Finsternis fallen, die meine Seele langsam zerfrisst und auflöst!
Ich spüre, wie ich mich selbst verliere und in die Dunkelheit falle.
Alles was zählt….
Warum hilft mir niemand? Warum lassen mich alle im Stich? Wieso muss ich dieses verfluchte Leben haben?
Wieso liebst du mich nicht, Vater? Hat Mutter mich geliebt ehe sie starb? Wieso liebt ihr mich nicht, Bruder, Schwester?
Alles was zählt….
Ich werde mich selbst retten müssen!
Nur ich kann es tun. Ich werde nicht geliebt. Ich werde mich selbst lieben.
Alles was zählt….
Es gibt niemanden der für mich kämpft. Ich muss für mich selbst kämpfen.
Sie haben Angst vor dem Monster, das in mir ist, das ich bin. Wenn es alle so erwarten, werde ich also zu dem Monster, dann haben ihre Worte, ihre Blicke einen Sinn. Ist es das, was ich bin?
Alles was zählt…
Wofür lebe ich?
Wieso bin ich?
Weshalb lebe ich?
Für mich selbst…. Ich lebe nur für mich selbst. Sie zeigen mir jeden Tag ihren Egoismus. Ich muss weiter gehen. Darf nicht schlafen. Sonst bin ich in der Dunkelheit gefangen.
Alles was zählt…
Ich liebe nur mich, ich kämpfe nur für mich, ich töte für mich… es gibt für mich keine Grenzen. Ist es nicht das, was ihr alle mir immer zeigtet?
Ist es nicht das, was ihr alle immer wolltet? Eine Waffe, lebend, Befehlen gehorchend, der ultimative Schutz, da ich eine Bedrohung bin. War es nicht das, was ihr wolltet???
Alles was zählt….
Bin ich. Nur ich. Ich erkenne das Monster in mir an, meine Daseinsberechtigung. Doch ihr stellt mich unter Beobachtung, bildet euch ein, mich kontrollieren zu können. Das ist ein Irrtum! Tödlich, unberechenbar, vernichtend. Das habt ihr aus mir gemacht.
Und auch wenn meine Seele schreit, ihr hört es nicht. Auch wenn ich innerlich zerbrechen sollte, es interessiert euch nicht.
Ihr steht schweigend dabei, greift nicht ein.
Alles was zählt….
Hilf dir selbst… Ich merke, wie ich zerbreche. Bald wird es mich nicht mehr geben….
Nur noch das Monster….
Alles was zählt…

Ich lebe noch….

Alles was zählt….

Ich liebe nur mich….
Ich kämpfe nur für mich….
Ich töte, um nicht selbst getötet zu werden und ich kenne keine Gnade….

Alles was zählt…

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 12. Okt 2012, 01:28 
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…..
Alles was ich wollte war Leben…. Frei sein….
Freiheit war alles was ich jemals ersehnt hatte…
Frei sein von allem.
Vor allem von der anderen Seite, die in mir ruht und doch nicht zu kontrollieren ist…
Ich liebe das Leben, in all seinen vielen Formen. Ich liebe die Tiere, die mich annehmen, ohne Vorurteile zu haben. Aber diese andere Seite in mir…. Sie hasst das Leben. Liebt nur den Tod und bringt ihn in so vielen Formen….
Ich kann sie nicht mehr unterdrücken, es ist wieder soweit! Flieht! Alle! Lauft weg, weg von mir! Ich bringe den Tod…. Lauft! Bitte! Ich will nicht, dass ihr meine Opfer werdet!
….
Warum lauft ihr denn vor mir davon? Ich will nur mit euch spielen…. Mit eurem Leben! Ihr werdet nicht entkommen! Die Erfüllung liegt allein im Tod! In eurem Tod und ich werde diesen euch bringen…. Ihr könnt nicht fliehen, ihr habt keine Chance!
Oh, eure Schreie…. Musik des Vergänglichen. Euer Blut, dass über meine Hände fliesst, meine Farbe! Eure Häuser, meine Kulisse. Ihr seid mein Werk. Denn ich hasse euch! Ihr grenzt mich aus, ihr wollt mich nicht! Nun werdet ihr sterben und das nur, weil ich euch hasse! Ich mag euer Gewimmer, ich liebe euer Flehen um euer erbärmliches Leben! Und ich hasse alles was lebt…. Ihr kennt nur meine schwache Seite, den Teil von mir, der immer so lieb und nett und schweigsam ist. Lernt mich nun zu Fürchten! Ja, schreit um Gnade. Aber es gibt keine! Ich werde euch alle töten! Und es macht so viel Spaß!
….
Es ist so still…. So unheimlich still! Geruch von Blut, Flammen, Rauch….
Was habe ich getan?
All diese brennenden Häuser, all diese verkrümmten Toten…. War das wieder ich? Warum seit ihr nicht geflohen, als ihr es konntet? Wieso? Wieso muss das passieren? Warum kann ich es nicht stoppen? Warum wurde ich geboren? Nur um zu töten?
Ich will das alles nicht mehr sehen! Nie wieder!
Es gibt einen Ort…. An dem ich leben kann ohne jemanden zu verletzten, ohne zu töten….
….
Wohin bin ich gekommen? Was ist das für ein Ort? Oh, schwacher Bruder in mir, hast du uns hier etwa eingesperrt? Du Trottel! Nur damit ich niemanden verletzte? Deine Liebe zu den Wesen dieser falschen Welt ist zwar gross, aber du wirst mich nicht halten können! Niemals wirst du stärker sein als ich! Niemals werde ich es zulassen, dass du mich einsperrst! Hört du mich? Niemals!
Ich werde hier raus kommen und ich werde wieder töten! Egal was du auch tust, was du versuchst, du kannst mich nicht halten, konntest es nie und wirst es auch nie! Ich werde hier raus kommen und dann zeige ich dir was wirkliche Furcht bedeutet!

Oh…. Alles tut weh, alles um mich herum ist zerstört. Aber die Gitter haben gehalten! Ich kam nicht raus. Gut so. Ich habe es geschafft! Ich habe niemanden getötet. Alle leben noch… Aber warum nur fühle ich mich dann so leer? Müsste ich mich nicht freuen? Ich bin einsam…. Wie es wohl wäre, Normal zu sein? Ohne diese Bürde, diesen Fluch…?
Aber ich kann nicht, ich darf nicht. Nie einen anderen treffen, nie mit einem anderen Menschen sprechen…. Das würde meine andere Seite wecken, den Bruder, der in meiner Seele lauert, wie ein Raubtier auf der Lauer…. Ich kann es nicht kontrollieren. Ich muss so leben… Allein. Für immer…
Niemals kann ich einem anderen vertrauen.
Ich spüre, wie etwas an meiner Wange entlang rinnt. Ich weiß, dass es meine Tränen sind, aber ich kann nichts dagegen tun… Ich darf nicht nachgeben.
….
Noch immer kann ich nicht aus diesem Gefängnis. Noch immer ist der Schweinehund wachsam. Wen wunderts? Er kennt mich am besten…. Aber ich muss raus, ich muss töten… Ich finde keine Ruhe, finde keinen Frieden. Niemals wird es eine Gnade geben und wenn ich hier nicht weg komme, wird mich womöglich jemand finden und dann? Dann muss ich die Chance nutzen oder ich geh drauf, zusammen mit meiner schwachen Seite. Dieses Weichei! Wie konnte er nur? Er weiß doch ebenso, wie sehr ich die Freiheit liebe und brauche!? Was denkt er sich nur?
Wenn ich nicht diesen Körper mit ihm teilen müsste, würde ich ihn töten, für das was er mir hier antut!
Ich jage meine Hände nacheinander in den Fels, vielleicht kann ich so irgendwann wieder das Tageslicht sehen? Ich muss hier raus!
….
Ich höre etwas… Schritte? Nein! Ich schreie, werfe mich gegen meine Gitter und flehe denjenigen nicht näher zu kommen. Ich kann meine andere Seite fühlen, wie sie stärker wird und mich verdängen will, wie sie meinen Körper übernehmen will, aber ich darf nicht. Ich muss demjenigen der da kommt, sagen, dass er verschwinden soll! Lauf! Schnell! Flieh!!!
….
Schritte? Oh, komm nur näher… ich werde dir nichts tun, nein. Sieh doch, ich wurde zu Unrecht eingesperrt. Lass mich frei und ich tu alles für dich, was du willst! Komm nur, lass mich frei. Schau, ich bin harmlos! Hahaha, komm nur näher und lass mich frei!
Ich will den Wind fühlen und ich will die Erde riechen können. Frische Erde und den Duft des Feuers! Lass mich frei…. Ich werde dir nichts tun, ich verspreche es dir. Komm, lass mich frei!
….
„Juugo…“

Wer ruft da? Wer ist das?

Was willst du, Junge? Ich werde dich töten! Du bist nur ein weiteres Opfer, nicht mehr! Wieso also rufst du mich bei meinem Namen? Was willst du denn?
….
„Juugo…. Komm mit mir. Ich werde dich schützen. Vor dir selbst…“
….
Das geht nicht… Ich kann nicht beschützt werden…. Nicht vor mir selbst…
….
„Juugo, komm mit mir.“
….
Wer bist du, Junge? Spüsrt du meine Hand nicht an deiner Kehle? Ich kann dir jetzt das Genick brechen und dein Leben ist vorbei. Los! Zeige mir deine Furcht! Wimmere um dein Leben wie all die anderen!
….
„Juugo…. Ich bin Kimimaro. Ich lasse dich nicht alleine. Komm mit mir. Es gibt noch mehr Menschen wie du. Folge mir. Komm mit mir zu meinem Sensei, komm mit zu Orochimaru. Er kann dir helfen. Komm.“
….
Es gibt noch mehr wie ich? Wirklich? Und es gibt Hilfe? Oh wie gerne würde ich das glauben, wie gerne würde ich mit dir gehen…
….
Mehr wie ich? Mehr die das Leben hassen und töten? Und du willst mir helfen? Mir oder meinem schwachen Bruder?
Ich kann es nur herausfinden, wenn ich dich leben lasse, nicht? Also gut. Vorübergehend lasse ich dich leben. Zeig mir den Weg.
….
Ich will dir glauben. Und du hast die andere Seite beruhigt. Wie auch immer du das geschafft hast. Ich denke ich kann dir vielleicht doch vertrauen? Ich will dir vertrauen. Ich will normal sein. Ich werde dir folgen und sehen, ob das was du sagst wahr ist. Aber ich warne dich. Ich kann meine andere Seite nicht immer beherrschen….
Zeige mir den Weg.
Lass mich frei sein….
….
Frei sein….
….
Frei sein….

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 12. Okt 2012, 23:52 
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Und wenn... ist es ein Tempel oder ein Basar ?
Und... ist Dein Tempel im Garten oder Dein Garten im Tempel ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 5. Dez 2012, 02:44 
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Neiji Hyuga.... Der Krieg gebiert Monster...
Der vierte Ninja-Krieg... Leid, Schmerz, Tod, Kampf. Und immer wieder der Versuch, andere zu schützen. Doch der Krieg macht Monster. Und er selbst beginnt, sich als ein solches zu sehen.


….
Schwarzes Haar fliegt im Wind. Scheinbar blicklose Augen durchdringen die Nacht.
Es ist kalt, der erste Schnee und der jetzt schon scharfe Frost lassen die Gestalt unwillkürlich zittern.
Die Schatten der Bäume lassen die Welt unten in einem Streifenmuster verlaufen. Nichts scheint mehr von einem festen Umriss umgeben zu sein. Doch er sieht mehr als jeder andere, kann trotz des schwachen Lichtes die Dinge ausmachen, die anderen verborgen bleiben.
Und er weiss, dass er die Erwartungen, die man in ihn setzt, nicht enttäuschen darf.
Stumm presst er die Lippen aufeinander, konzentriert sich noch mehr.
Da! Endlich! Er hat gefunden, zu was er ausgeschickt wurde. Der Feind ist nicht weit entfernt. Fünf fremde Chakren kann er ausmachen.
Und er bereitet sich innerlich darauf vor. Auf den Kampf. Denn wenn er sie nicht beschützt, wenn er versagen sollte…. Nein! Nicht darüber nachdenken. Aktion, Handeln, jetzt!
Und er bewegt sich lautlos durch die diffuse Nacht. Leise. Leise wie ein weiterer Schatten erreicht er den ersten Feind.
Doch dieser hat die Gefahr bemerkt und stellt sich dem Kampf. Durch die Geräusche werden seine Kameraden auf den Eindringling aufmerksam und greifen ein. Doch die gut gezielten und schnellen Hiebe des jungen Mannes lassen sie bald fallen. Er hat es geschafft. Wieder einmal.
Hat ihren Chakrenfluss versiegelt und sie kampfunfähig gemacht. Schon kann er seine Kameraden hören, die fluchend durch das Unterholz brechen und die Gegner mit sich nehmen. Bei der nun folgenden Befragung muss er nicht dabei sein. Also geht er weg. Weg von den anderen. Auch wenn er weiß, dass das gefährlich sein kann. Gerade jetzt. Im Krieg. Doch er braucht die Ruhe des Waldes um sich um wieder selbst in sich Ruhen zu können.
Er weiß nicht, ob er überleben wird in diesem Krieg. Ein Krieg.
Wie sinnlos! Wie unnütz.
Er hat kein Verständnis dafür. Und doch tut er seine Pflicht. Auch wenn er merkt, wie es ihn langsam aber sicher innerlich zerfrisst.
Was soll er aber tun? Er kann sich nicht drücken. Nicht vor der Verantwortung davonrennen, kann nicht um eine Pause bitten, kann nicht einfach gehen. Alles widert ihn an. Das Blut, das Geräusch der berstenden Knochen, das sirren der Waffen, der Geruch von Blut und Schweiß.
Obwohl er einer der Besten im Kampf ist und sich niemals vor einem Auftrag gedrückt hat: Jetzt will er am liebsten nur noch weg. Weg von diesen vielen Toten, dem Leiden.
Denn er hat für sich verstanden: Im Krieg ist jeder nur totes Fleisch. Nur das man es noch nicht weiß.
Die Tage ziehen dahin. Die Kämpfe sind anscheinend so gelegt, dass er und seine Kameraden zermürbt werden sollen. Doch er macht weiter. Scheint nach Außen unerschütterlich in seinem
Pflichtgefühl zu sein. Etwas scheint ihm immer wieder Kraft zu geben, einfach weiter zu machen. Doch innerlich ist es anders. Im Inneren weiß er, dass sie ein Wunder brauchen, um zu überleben und vielleicht auch diesen Krieg zu gewinnen.
Seufzend wischt er sich das Blut eines anderen aus dem Gesicht, bindet seine Haare wieder fester zusammen. Auch wenn er Stolz auf seine Mähne ist, im Kampf ist sie doch eher lästig.
Nur kurz lehnt er sich an den Stamm eines Baumes. Nur einen Moment schliesst er die Augen. Ein Moment, in dem er versucht, Kraft zu mobilisieren. Doch der Moment reicht aus, um ihm seine Sicht, seine Gabe zu nehmen. Und so sieht er nicht, dass die Feinde wieder anrücken. Sieht nicht, wie sie näher kommen. Auch sie sind sehr gut ausgebildete Kämpfer, Gegner, die man nicht unterschätzen sollte. Auch weil sie nicht umsonst zu Nukenin wurden.
Sie haben keine Skrupel, leben nur für diesen Moment, für das Töten, während er selbst sich am liebsten weit fort wünschen würde. Doch er darf keine Schwäche zeigen. Vor niemanden. Auch nicht vor sich selbst.
Er öffnet die Augen, aktiviert seine Gabe und sieht die Feinde ganz nahe. Er gibt sofort Alarm und findet sich schon selbst in einen Kampf verwickelt wieder. Sein Körper reagiert schon automatisch, es bleibt auch keine Zeit zum Nachdenken. Es zählt nur das Jetzt. Nur der Wille zu Überleben ist wichtig und pulsiert durch ihn hindurch, seine Adern, angefüllt mit Adrenalin, bewegt er sich schneller als je zuvor. Schon hat der den ihm nächsten Gegner getötet, da steht schon ein Anderer vor ihm. Es bleibt keine Zeit um Luft zu holen, nicht Denken, Handeln, Überleben.
Auch dieser Feind fällt. Und inzwischen sind die anderen seines Teams da, kommen ihm zu Hilfe und schlagen sich gut.

Er sieht keine Details mehr, die Sicht verschwimmt. Noch ehe er sich wundern kann, wieso, geht er zu Boden, spürt nicht die kalte Klinge des Gegners an seinem Hals und fühlt auch nicht den kleinen Schnitt, der ihm zugefügt wird, ehe das Messer plötzlich weg ist.
Als er wieder zu sich kommt, steht seine Cousine neben ihm. Versucht ihm zu erklären, dass er sich überanstrengt habe und nun im Lazarett liege. Er hat doch mehr abbekommen, als er dachte, alles schmerzt. Bloß nicht bewegen, nicht drehen. Immer wieder werden andere aus seinem Team gebracht, aus seiner Einheit. Und Andere gehen hinaus und stellen sich erneut dem Fein. Und er liegt hier und kann sich nicht rühren! Er muss aufstehen, muss helfen. Soviel hängt von ihm ab.
Schon versucht er sich aufzusetzen und seiner Pflicht als Shinobi nachzukommen. Doch er kann nicht, sein Körper versagt ihm den Dienst und er kann nur wieder stöhnend in die Kissen fallen.
Wenig später kommt endlich ein Medic-Nin und erklärt, er habe fast alles Chakra aufgebraucht, er sei fast gestorben, nachdem er gegen neun Gegner bestanden habe. Er solle sich schonen. Und es kommen immer wieder neue Verwundete und Tote in das Lazarett.
Er fühlt sich wertlos und schlecht. Die Genesung dauert zu lange. Er muss einen anderen Weg finden, um sein Chakra wieder aufzuladen.
Wieder kommt ein Kamerad nahe an den nachdenklichen und ruhigen Mann den alle nur als den immer schweigsamen Hyuga kennen, doch diesmal spricht der sonst so stille Mann.
Er brauche einen Medic-Nin. Und schon ist eine junge Kunoichi an seiner Seite und hört sich ungläubig den Vorschlag des jungen Mannes an. Dann holt sie einen anderen dazu. Doch der kann keine Entscheidung alleine treffen und so wird der Ranghöchste hinzugezogen. Dieser ist sehr ernst und dann trifft er die Entscheidung. Der junge Mann darf seine Idee in die Tat umsetzen.
Wenig später verlässt der junge Kämpfer das Zelt und begibt sich wieder an die Front. Die wenigen anderen Krieger, die ihm in die Augen sehen, erschaudern. Er galt nie als sonderlich warmherzig, aber nun umgibt ihn eine solche Kälte, ein Schaudern durchfährt die erschöpften Männer.
Und er selbst? Er weiß, dass er nun zwar wieder Kraft hat, sie alle wieder rechtzeitig zu warnen und wieder seiner Pflicht nachgehen kann, aber zu welchem Preis?
Er hat das Gefühl, als habe er einen Teil seiner Seele verloren. In dem Moment, als er sich die Kraft nahm um wieder weiter machen ui können. Und das Schlimmste: Er weiss, dass er es wieder tun wird, ja, tun muss.
Er wird wieder die Energie eines anderen nehmen. Um alle anderen schützen zu können.
Verzweifelt schliesst er noch einmal kurz die Augen, sieht noch einmal den Sterbenden vor sich, dem er die letzte Energie genommen hat.
Wie ein Vampir. Nur nahm er nicht das Blut, sondern das restliche Chakra. Und er fühlt sich schlecht. Doch er hat keine Wahl. Er muss weiter machen. Und doch weiß er genau, dass er nun ein Monster ist. Genau wie auch die Feinde Monster sind. Würde er sie als etwas anderes ansehen, er könnte nicht mehr weitermachen. Und nun widert er sich selbst an, und doch macht er weiter.
Kämpft weiter. Für alle anderen. Für alle seine Freunde, für seine Familie, die immer so Stolz war. Für seine Heimat.
Und er wirft sich in den Kampf, gibt sein Bestes, um sie alle zu schützen, sie zu warnen und zu verteidigen. Er tötet, verwundet.
In seinen Gedanken sieht er nur eine Person, die jemals so etwas Ähnliches getan hatte wie er. Die ebenso Kraft in sich aufnahm.
Ein weiterer Feind kämpft mit ihm. Er legt seine Hand auf dessen Energiezentrum und nimmt sich was er braucht. Der Gegner wird schwächer, weiß nicht, wie ihm geschieht, röchelnd sinkt er in die Knie. Scheinbar blicklose Augen sehen unverwandt auf die zusammengesunkene Gestalt des Fremden. Er hat auch diesem die Energie entzogen, die er selbst aber braucht, um nicht von seinem eigenen Bluterbe wieder in die Knie gezwungen zu werden. Auch wenn der Unterschied im Warum liegt, kommt er sich vor, wie der Dunkle, Orochimaru, der legendäre Sannin…. Jener, der wahrhaftig über Leichen ging. Und er hat Angst. Wird er jetzt auch zu einem solchen Monster?

Der Krieg gebiert Monster. Junge Menschen, voller Ideale kommen, um zu kämpfen. Monster bleiben übrig.
Die Grausamkeit des Krieges, angezettelt von blinden und tauben Heerführern, Staatsmännern oder wie hier von Größenwahnsinnigen.

In einer kurzen Gefechtspause nimmt er einen anderen Geruch als den des Blutes war. Blumen auf einer Frühlingswiese. Seine Cousine. Sanft nimmt sie seinen Arm, sieht ihm voller Vertrauen in die Augen.
„Neiji…“ Und für diesen kleinen Augenblick fühlt er wieder seine Seele. Ohne ein Wort erwidert er ihre Berührung, streicht über ihre Hand.
Dann schaut er wieder konzentriert nach Vorne. Doch dieser Moment reichte. Reichte aus, um ihm wieder bewusst zu machen, warum er das alles tut.

Für eine Zukunft…..

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 21. Mär 2013, 02:08 
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……
Wieder einer dieser Tage, an denen man am besten nicht aufsteht. An denen sowieso nur alles Erdenkliche schief geht. Schon in dem Augenblick, wenn man wach wird. Da wird einem schon klar, dass etwas nicht stimmt. Und das es auch nicht besser werden wird….
Heute ist wieder einmal ein solcher Tag. Und es ist noch nicht einmal Freitag der 13..
Mit fahrigen Bewegungen und irgendwie unkoordiniert erhebt sich eine dunkle Gestalt in die Höhe. Die Decke von sich strampelnd und das Kissen das zu Boden fällt, unterstützen den Eindruck, dass der Dunkle eine unruhige Nacht hatte. Die Haare scheinen in alle Richtungen abzustehen. Strecken…. Gähnen… Beine aus dem Bett schwingen….
„Flatschpfrrrffffttt“
Der Blick zum linken Fuß bestätigt das, was der Tastsinn schon mitteilte.
Weshalb auch immer liegen im Hausschuh die Reste einer Suppenschüssel? In der noch Suppe war?
Einfach nicht fragen, nur hinnehmen und weiter im Ablauf des Alltags….
Die Gestalt erhebt sich aus dem Bett. Der Weg sollte zum Bad führen. Sollte… Genau….
*pfalink*
*schnatz*
*schepperradautz*
Himmel! Was war jetzt das? Erschrockenes an das Herz fassen, Augen aufreißen, nachsehen wollen. Klappt aber nicht, weil man durch die Blickdichten Vorhänge ja auch kein Licht im Zimmer haben wollte, alles klar. Wir sehen, das wir nichts sehen….
Was auch immer das war, es kann warten…..
*tapstapstaps*
Man tastet sich zur Badezimmertür. Die wieso auch immer offen ist, durch mangelndes, bzw. nur extrem diffuses Licht aber nicht als halb geöffnet erkannt werden kann.
*Klonk*
„Verdammte Sch**** noch mal!“
Ja, herzhaftes Fluchen kann, muss aber nicht, vom Schmerz ablenken.
Weiter geht’s im Text….
Tasten bis zum Wasserhahn…..
*glitschschlorchchchch*
„Ich will gar nicht wissen, was am Hahn klebt…. Nein, will ich wirklich nicht….“
Resigniertes Seufzen folgt. Endlich läuft das Wasser. Aber nicht angenehm warm. Weshalb auch? Es ist saukalt…. Nicht wegen der Abhärtung. Nein. Scheint eher irgendwie ein Defekt zu sein. Eiskalt Duschen ist eh widerlich. Egal wie spät es ist- es ist abartig. Wer das freiwillig macht, kann nicht so ganz richtig sein….
Idee: Wenigstens kann man doch eigentlich Licht anmachen? Wozu wurde Strom und Glühbirne, Verzeihung, Leuchtmittel, erfunden?
Also, mutiges tasten nach dem Lichtschalter….. Der aber nicht funktioniert.
„Verdammte Ka**e noch mal!“
Ach ja, man vergaß das sparende Mitbewohnerwunder.
Jemand der nur ans Geld denkt, dem ist natürlich so was profanes wie Licht im Haus völlig Wurst.
Resigniertes Seufzen folgt in die - noch – morgendliche Stille hinein.
Gut, dann eben irgendwas überziehen….
Oh, die tastenden Finger finden Klamotten…. Wie schön… Ironie ist was tolles….
Gut, dann eben jetzt Küche…. Vielleicht gibt’s Kaffee….?
Tja. Vielleicht hätte es so was gegeben, wenn der Sparheini nicht der Meinung wäre, das erst mal der Tee alle werden muss, ehe man Kaffee kaufen geht. Naja. Dann eben Tee….. Wahnwitzige Auswahl aus Minze, etwas undefinierbaren was eventuell mal Kamille darstellen sollte und Brennesseltee. Meine Güte, wer trinkt denn sowas? Ist ja widerlich!
In Ermangelung von einer Alternative wird’s dann wohl doch Leitungsbrause…..
Dafür müsste man aber auch mal ein Gefäß finden, in Fachkreisen Glas genannt. Und in Ermangelung eines Fensters ist die Küche zu allem Überfluss auch noch was? Richtig…. Recht Dunkel.
*Kalonk*
*Paklirr*
„Aaaaaaahhhhhh! Ich krieg hier noch nen Abraster! Ich hab diese verf***te Sch**ße so satt! Wo steckt der Penner? Wo ist dieser verdammte Geldsack!? Den mach ich platt! Diese arroganten Ärsche hier sowieso!“
Ausbrüche des heißen Zorns nachdem fast der ganze Hängeschrank in der kleinen Küche ohne Auswegs Möglichkeit fast von der Wand gefallen ist und nun nur noch an einem, ich wiederhole, an einem ! Nagel hängt und der Rest zu Bruch gegangen ist, machen das Maß voll.
Eine weitere Gestalt findet sich ein, steht an der Tür zur Küche. Das Szenario wird durch das flackernde Licht einer Kerze erhellt.
Wachs tropft zu Boden. Der Neuankömmling sieht folgendes:
Einen silberhaarigen Mann, der mit recht freiem Oberkörper und pinken Shorts in der kleinen Sperrmüllküche steht, sich am Daumen lutscht, anscheinend hat er sich geschnitten. Die sonst so sorgfältig nach hinten gegelte Frisur, ein einziges Vogelnest.
Die Worte, die er sagt, sind etwas undeutlich. Könnte am Daumen im Mund liegen, muss aber nicht.
Marmelade benetzt den Boden und die bloßen Füße des großgewachsenen Mannes. An dessen linken Fuß, weshalb auch immer, Nudeln kleben….
Beschriebene Person greift im Licht der Kerze ein Messer, schiebt fluchend den anderen zur Seite und latscht auf relativ direktem Wege zum Zimmer des Finanzmeisters der Organisation. Lieber mal nicht aufhalten, denkt sich der andere, dreht sich stumm um und geht lieber wieder in sein eigenes „Gemach“.
Währenddessen hat der silberhaarige das Zimmer erreicht. Naja, denkt er. Die Tür wird aufgerissen, fällt dabei aber leider aus den Angeln.
*rodoooompf*
„Du verdammte Pi**nelke! Ich zeig dir jetzt mal, wo der Hammer hängt! Du Arsch!“
Blöd nur, dass es das falsche Zimmer ist. Der Gesuchte ist eines wieter hinten. In diesem Zimmer aber residiert ein ziemlich unzufriedener und unausgeglichener anderer Mitbewohner der WG. Und doppelt Blöd, dass der auch noch Schizophren ist, Hunger hat und sich nun auf den Eindringling stürzt.
Durch das folgende Gebrüll und Getöse hört der aufmerksame Beobachter solche Dinge wie…
„Alter, nimm deine Kauleiste aus meiner Hand, du Ar****gesicht!“
„Du Ignorant! Wir haben Hunger!“
*klopp*
*schnetztel*
*RADUSCH*
Nein, man möchte nicht wissen, was diese Geräusche hervorrufen könnte…. Nein, muss man auch nicht….
Der silberhaarige hat den anderen abgeschüttelt, zieht sich nebenbei ein paar Zähne aus seinem Arm und stürmt noch wütender in das Zimmer des Gesuchten.
Aber anstatt das dieser den Anstand hat, in eben diesem Raum zu sein, scheint der die ganze Nacht nicht dagewesen zu sein.
Aber der Frust muss raus.
Also…..
*möllm*
*knaaaarrrrzzzziiirrrrzzzzzzz*
*rumpumpel*
*staubwolkezuschhh*

Derweil sind die anderen Mitglieder dieser Organisation längst aus ihrem Schlaf erwacht und leicht ungehalten ob der anhaltenden Geräuschkulisse.
Innerhalb weniger Augenblicke wurde aus einem wundervollen Morgen ein absolutes Chaos und das Gebäude ähnelt mehr einem Schlachtfeld, denn einem gemütlichem Heim.
Ein Haifischartiger Mann fühlt sich bemüßigt, seinen Unmut über den Krach zum Ausdruck zu bringen, indem er das untere Stockwerk komplett flutet.
Ein blonder junger Mann hingegen hat sich dazu hinreißen lassen, das Dach weg zu sprengen. Erstes hat man so mehr Licht und zweitens kann man jetzt ein wunderbares Atelier einrichten mit Glasdach. Zwecks der optimalen Beleuchtung….
Der Mann, der sich schlauerweise eine Kerze organisiert hatte, ist in der Zwischenzeit längst draußen. Mit kaltem Blick aus rot leuchtenden Augen besieht er sich das Spektakel aus sicherer Entfernung. Und er war nicht untätig. Um das ganze Gebäude liegen diverse Briefbomben und andere Fallen. Natürlich gut getarnt. Ein kaltes Lächeln umspielt die dünnen Lippen. Er hat nicht umsonst den Rang eines ANBUs gehabt.
Ein orangehaariger Mann reagiert nun auch leicht ungehalten ob der baulichen Änderungen an dem Gebäude. Könnte vor allem am fehlenden Dach liegen und der noch immer zum Himmel steigenden Rauchwolke. Nun gehen auch Fenster zu Bruch, aus den meisten sieht man Metallstangen schießen und sich wieder zurückziehen.
Zwei Neuankömmlinge betreten das Grundstück, halten verblüfft inne. Eine Tüte Brötchen – von Gestern – fällt zu Boden.
Die Frau ist entsetzt.
„Was ist denn hier los?“ Ihre Stimme nur noch ein Wispern.
Auch der vermummte Mann ist erst mal Sprachlos. Aber nicht lange. Die Wände bekommen Risse.
Ohne Rücksicht auf Verluste rennt besagter Mann in das Haus mit einem sehr seltsamen Kampfschrei:
„Das war teuer, ihr Idioten!!!“
Die Frau steht noch immer fassungslos da, irgendwie neben sich, die Gute.
Der Rotäugige daneben, das Lächeln auf seinem Gesicht wird diabolischer als ein neues Geräusch ertönt…..
*gaKnirsch*
*Rächächtz*
Noch ein Mann nähert sich den beiden Personen vor dem Haus. Er hat rotes Haar.
„Na, ist es wieder soweit? Wurde aber auch Zeit….“
In diesem Augenblick mag das baufällige Haus nicht mehr. Es gibt auf…..
*Radarumpel*
*Rusch*
*Kloink*
Bevor es völlig auseinander fällt, kommen aus allen Öffnungen des Gebäudes die Männer, die dort bis eben noch gewütet haben.
In einer Staubwolke, die das alte Lehm Haus freisetzt, sehen sie die gut platzierten Fallen nicht. Es knallt und faucht und zischt. Schreie, Beschimpfungen, Wassermassen, Relikte von Möbeln und anderem, ein einziges Chaos…..
Der rothaarige seufzt, bückt sich, hebt die Tüte Brötchen auf.
„Wenigstens das ist noch da….“
Er nimmt eines aus der Tüte. Beißt ab….
*knisch*
*knääääärtz*
„Sche**e!“
Fassungsloses Entsetzen im Gesicht des Mannes.
*Mein Zahn! Alter, ich hab an meinem Gebiss alleine schon drei Jahre gearbeitet! Kakauzuuuuu das bezahlst du mir!“
Damit stürzt der sonst für seine Ruhe bekannte Mann in die sich noch immer nicht legende Staubwolke….
….
„Wenigstens haben wir jetzt einen Grund, uns ein neues Haus zu suchen….“ Die tonlose Stimme der Frau.
Der Mann mit den roten Augen nickt, lächelt aber nicht mehr. Seine Miene ist ausdruckslos geworden.
Ja, und wieder ein neuer wundervoller Tag in der Organisation Akatsuki.
„Wir brauchen diesmal was Stabileres.“ Und nach einem weiteren Blick auf das Schlachtfeld:
„Vielleicht was aus Felsen. Aber mit Heizung…“
Die Frau nickt nur.
„Komm, lass uns was Essen gehen, Itachi. Das dauert hier eh noch….“
Der angesprochene nickt und folgt der Frau, während er hinter sich noch immer die Streiterei und die Flüche seiner Kollegen vernimmt. Bis, ja bis eine letzte Explosion alles zum Verstummen bringt.
Ja…. Manchmal gibt es solche Tage….
……

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 24. Mär 2013, 02:59 
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Moinsen!
Zu der letzte Geschichte möchte ich folgendes anfügen:
1. Ja, ich kenne solche Tage, an denen man wach wird und sich fragt, wieso man nicht gleich im Bett bleibt.
2. Ich kenne es wenn das Haus, in dem man wohnt, meint, wieso auch immer, es mag nicht mehr so wirklich stabil bleiben. Klasse Gefühl. Wirklich.
Das muss man sich so vorstellen:
Im Bad ist im Sommer das Fenster offen. Da ein Gewitter im Anmarsch ist, möchte man das schliessen. Nicht wirklich spektakulär. Bis der Fussboden des Badezimmers direkt vor dem Fenster der Meinung ist, er möchte lieber in den Keller gehen. Kein Witz!. Der Fussboden brach weg, das Fenster offen und ich fand mich auf einem Balken wieder, ein Schrank auf mir drauf. Tolles Gefühl! Denn der Kellerfussboden wiederum ist von dem Fussboden des Bades eigentlich so ca. 2,20 Meter entfernt. Unter mir also ehemals Bad. Auf mir ein Schrank. Klasse! Und dann kommt mein Freund (Ex) ins Bad, sieht das, kriegt einen Lachanfall, wie ich da sitze und holt allen Ernstes erst mal den Fotoaperat. Ja, ich weiss also, wovon ioch spreche, wenn das Haus nicht mehr mag.
3. Die Decke eines Lehmfachwerkhauses besteht, oh Wunder, aus Lehm. Stroh und anderes Zeug auch. Wenn da nun Wasser zukommt, wirds nicht lustig, sondern Matsch. Das geschah als ich Kind war, in unsrer Küche. Wasserrohrbruch. Matsch. Küche. Mein Vater stand am Herd und kochte irgendwas, meine Mutter etwas entfernt, aber auch in der Küche. Mit einem Mal beschloss die Decke der Gravitation zu Ffolgen und meine Mutter, im ehemals weissen Chemikerkittel, dann aber braun, stand da und pulte isch Stroh und Matsch aus den Haaren. Gut. Als Kind bleibt man da nicht Ernst. Da kriegt man einen Lachkrampf. Vor allem, da mein Vater im Schock weiterrührte und allen Ernstes fragte, was das denn eben sollte, so schlecht würde er doch gar nicht kochen. Da wars aus.
4. Die Toilette ist in meiner Wohnung separat. Also im Treppenhaus. Find ich nicht schlimm. Echt nicht. Aber wenn da ein Rohr meint, es sei alles zu trocken und dadurch kaputt geht, steht auch fast eine Etage unter Wasser.... Muss ich nix zu sagen.
Das einzige was noch nicht passiert ist, ist das Dachwegsprengen. Aber hey, wir haben ne Gasheizung, könnte also auch noch klappen.
Neulich, als ich die Geschichte schrieb, kamen mir diese Erinnerungen hoch und ich kenne dummerweise auch die Geräusche, die solche Dinge verursachen. Da ich das nicht vorenthalten wollte, dass diese Geschichte eigentlich streng genommen der Realität entspricht, dachte ich mir, ich schreib euch diese Hintergründe auch noch mal auf.....

In diesem Sinne, viel Spass beim Lesen....

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 Betreff des Beitrags: Re: Kennt ihr eigentlich NAruto???
BeitragVerfasst: 24. Mär 2013, 03:00 
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Aburame Shino wird in das Land des Windes geschickt, allein. Und als er in einen Sandsturm gerät, schwinden seine Chancen zu überleben dramatisch. Doch einer kommt um ihn zu retten. Und dieser kommt, weil er wegen einer Freundschaft seinerzeit wachgerüttelt wurde. So schliesst sich der Kreis auch zu Shino. Und dieser bemerkt die verschlungenen Wege der Freundschaften und wirkt mit einem Mal nicht mehr so distanziert....Er weiss, dass er nur wegen diesen Freundschaften lebt.

….
Die Helligkeit über ihm schmerzte in den Augen. Auch wenn eine wirklich dunkle Sonnenbrille sie dämmte, es schmerzte dennoch.
Längst hatte er den Wald, sein Zuhause, verlassen. Stand nun am Rand des Sandmeeres. Und die Helligkeit traf seine Gestalt ungehindert. Das sanfte Flüstern der Bäume war dem gnadenlosen und schmerzhaften Sandsturm gewichen. Die einzelnen Sandkörner trafen ihn mit voller Wucht. Es gab keine Möglichkeit, dem zu entkommen. Sie trafen auf seine Kleidung, waren auf seiner Haut, einfach überall. Sogar in seinem Mund, obwohl er den nicht geöffnet hatte. Und doch knirschte es als er die Zähne zusammenbiss. Der Geschmack war ekelhaft. Staubig. Tod.
Hier waren seine Helfer nutzlos. Denn in diesem Sturm konnten sie ihm nicht helfen. Der anscheinend immer noch weiter zunahm. Und trotzdem schaffte es die Sonne, ihn weiterhin zu blenden.
Zurückgehen konnte er nicht mehr. Der Weg war durch den Sturm unkenntlich geworden. Und weiter gehen konnte er jetzt auch nicht. Denn auch vor ihm gab es keinen Weg. Und leider auch keinen Ort in der Nähe, an dem er Schutz suchen konnte.
Das konnte alles nicht wahr sein. Ein verbitterter Ausdruck trat auf sein Gesicht, den natürlich niemand sah. Er sah ja selbst nichts mehr wirklich, abgesehen von der Helligkeit und der gleichmäßigen Tönung des Sandes, der ihn anscheinend schleifen wollte. Zu einem runden Klumpen oder einem weiteren Sandkorn in der Wüste.
Aber er wäre nicht der, der er war, wenn er das mit sich machen lassen würde. Allerdings wusste er, dass er nicht mehr viel Zeit haben würde, dass er bald vom Sand verschluckt werden würde, wenn er nicht eine Lösung fand.
Halbherzig schüttelte er sich und der Sand, der sich um ihn schon leicht angehäuft hatte, geriet in Bewegung. Dennoch trieb der Sturm immer neue Körner heran und ließ den kleinen Sandhaufen um seine Füße weiter anwachsen. Er hatte sich geduckt, um wenig Angriffsfläche zu bieten. Und er wusste, dass er nicht in dem Sand versinken durfte.
Langsam riss der Sturm mit dem verdammten Sand seine Kleidung auf. Das konnte alles nicht wirklich wahr sein. Wieder schüttelte sich der junge Mann und versuchte in seinem Inneren die für ihn typische Ruhe aufrecht zu halten. Wieso hatte er nur auf diese Einzelmission gehen müssen? Ausgerechnet in diese trostlose Einöde?
Es war ihm noch nie klar gewesen, warum ausgerechnet in diesem doch eher lebensfeindlichen Gebiet Menschen leben wollten und konnten und dann auch noch sagten, dass sie nirgendwo anders leben wollten?!
Wieder ein Schütteln, wieder kamen dennoch immer mehr Sandkörner dazu. Was tun?
Er brauchte Hilfe, und zwar schnell. So ein Sandsturm konnte auch mal Stunden oder Tage andauern. Und wenn er erst von dem Sand verschluckt worden war, war es aus.
Also: Was konnte er effektiv tun? Die Antwort war natürlich niederschmetternd: Nicht viel.
Innerlich seufzte er, dachte an seine Teamkammeraden. Die nun wahrscheinlich auf dem Trainingsplatz waren und wie immer ihre Übungen machten. Wieso musste ausgerechnet er hier sein?

Um einiges weiter weg, in einer Stadt inmitten des scheinbar endlosen Sandmeeres erhebt sich eine Gestalt aus einem abgenutzten Stuhl und geht an ein Fenster, den Blick fest auf den Sandsturm gerichtet.
Kein Laut durchdringt die Stille.
„Der Sturm ist zu heftig, um normal zu sein…“
„Ja.“
„Er müsste doch schon längst unser Reich betreten haben, oder nicht? Was, wenn er jetzt in diesem Sturm ist?“
Keine Antwort.
Wieder Schweigen. Es ist mehr als unangenehm.
„Wir werden ihn suchen.“
„Wie denn? Bei dem Sturm wird jeder sterben, der draußen ist!“
Die Stimme klingt entsetzt.
„Ja. Aber wir haben keine Wahl. Er ist ein Shinobi aus einem befreundeten Land. Es würde sonst zu politischen Differenzen kommen, die wir uns jetzt nicht leisten können.“
Damit wendet sich die dunkle Gestalt um und geht an den beiden anderen zur Tür, lässt sich auch von deren entsetzen Rufen nicht aufhalten.
Er geht weiter, vor die Tore des Gebäudes. Der Sturm ist wirklich schlimm. Er sieht keine zwei Meter weit. Und dennoch geht er hinaus. Er weiß, dass er keine andere Wahl hat. Denn wenn es einer schaffen kann, dem Shinobi zu Hilfe zu kommen, dann ist er es. Eben weil der Sand selbst sein Vertrauter ist.
Es dauert lange. Für seinen Geschmack und mit seinem Wissen über diese unwirtliche Gegend, die seine Heimat ist, zu lange. Die Chancen, den Shinobi noch lebend zu finden sinken immer weiter. Sein eigenes Sandschutzschild ist um ihn herum, der anhaltende Sturm kann ihm nichts ausmachen. Dennoch: er spürt das vibrieren der einzelnen Körner, das harte Aufprasseln der Naturgewalt, den Wind, der an ihm zerrt. Und er geht immer weiter. Es bleibt ihm auch nichts anderes übrig. Auch wenn die Hoffnung weiter sinkt, geht er weiter, spürt im Sand selbst, ob in seiner Nähe eine menschliche Gestalt ist. Und wirklich, er hat schließlich Glück. Zwar ist es keine Gestalt, aber unweit seiner Position und ziemlich dicht an der Grenze seines Landes ist in dem Sandmeer ein Hohlraum. Nur, Sand kann keinen Hohlraum bilden, es muss etwas anderes sein. Natürlich könnte es auch eine Falle sein. Aber wieso hier im nirgendwo eine Falle sein sollte, erschließt sich ihm nicht. Also bewegt er sich vorsichtig und trotz alledem zügig auf diesen Hohlraum zu, der etwas unter der Oberfläche zu sein scheint. Er spürt mit seinem eigenen Sand dem nach. Und ist verwirrt. Die Wand des Hohlraums scheint zu vibrieren und zu leben?

Seine Insekten haben ihn geschützt. Sie sind ohne sein Zutun aus ihm heraus gekommen und haben eine lebende Wand gebildet, um seinen eigenen Tod und damit auch ihren zu verhindern.
Und dennoch weiß er, dass dieser lebende Schild nicht ewig halten wird. Außerdem werden auch die Insekten irgendwann schwächer. Wie lange können sie den Sand von ihm abhalten? Er weiss, dass es nicht die Frage ist, ob sie zusammenbrechen, sondern wann. Und er spürt ihre Schwäche. Ebenso, dass der Sturm noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist.
Also gibt er sich keinen Illusionen hin. Er ist allein. Niemand in seiner Nähe, der helfen könnte. Niemand aus seinem Team hätte dazu die entsprechenden Fähigkeiten. Er weiß, dass er letztendlich in diesem Sand sterben wird. Wenn nicht ein Wunder geschieht und der Sturm abflaut.
Doch halt! Was ist das? Seine Insekten nehmen eine Unregelmäßigkeit wahr.
Scheinbar Schritte. Die sich seiner Position schnell nähern. Was?
Der Druck wird von den Insekten genommen. Der lebende Schild fällt in sich zusammen, sie ziehen sich in seinen Körper zurück. Doch es fällt kein Sandkorn auf ihn. Eher scheint sich eine Sandblase gebildet zu haben. Verwundert blickt er auf. Doch ein Wunder?
Ja. So könnte man es sagen. Er sieht in die türkisen Augen des Kazekagen.
„Gaara!“
Kein weiteres Wort fällt. Der junge Sandkrieger steht vor ihm. Hilft ihm in diesem Sandsturm, rettet ihn. Ausgerechnet derjenige, der in sich den Einschwänzigen trug und der früher niemals etwas für einen anderen getan hätte. Nun steht derjenige vor ihm und hilft ihm.
Ein Wunder. Und der Shinobi weiß, dass es eigentlich der Verdienst seines Freundes Naruto war, der den jungen Kazekagen zu einem anderen gemacht hat.
Er lächelt leicht. Teils aus Dankbarkeit, aber auch aus Respekt. Im Nachhinein retteten in hier in dieser Einöde, diesem Niemandsland zwei Personen. Indirekt der Chaosninja, der den Kazekagen seinerzeit wachgerüttelt hat und dessen Hass und dessen Verzweiflung mildern konnte, und Gaara selbst.
„Aburame Shino. Komm.“
Sofort folgt der erschöpfte Ninja dem anderen.
Und er ist dankbar dafür, den Chaosninja zum Freund zu haben. Ebenso noch am Leben zu sein.
Er nimmt sich vor, es irgendwann auch zu zeigen.

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